Alles zum Investoren-Aus

GF GmbH(KGaA) Manfred Paula
SB GmbH Thomas Probst

Ich meine in der Geschäftsführungs GmbH? Die muss ja ebenfalls einen GF haben der letztendlich Insolvenz anmelden muss wenn es notwendig ist.

Die KGaA hat negatives Eigenkapital in zweistelliger Millionenhöhe. Wo soll denn da das Geld für eine hohe Quote herkommen?
Die Geschäftsführungs GmbH hat ja auch kein Vermögen oder Werte, die großartig Geld einbringen werden.

Also egal, wer des Muellers Abfindung bezahlen muss, viel wird da m.M.n. nicht zur Verteilung da sein.

Paula. Der hat für die GF GmbH ja schon ein Insolvenzverfahren beantragt.
Aktenzeichen: 1502 IN 2389/26

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Naja, es sind lt. letztem Jahresabschluss ca. 30 Mio. Verbindlichkeiten (Ob das so stimmt kann ich nicht sagen weil ich den nicht gesehen habe)

Es kamen noch Gelder von DK Verkauf vermutlich mehr als 3 Mio. was auf dem Konto ist.

Somit wäre die Quote ja 10%.

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Ah ok. Die Info hat mir gefehlt.

Wenn aber die Geschäftsführungs GmbH vor der Entscheidung des Gerichts liquidiert wird, geht Müller auch lehr aus.

Aktuell hat ja die GmbH wohl eine Forderung an die KgaA.

mei, nix gwiss wois ma niad.
Aber wie viel werden von den 3 Mio übrig bleiben? Das Verfahren ist auch nicht kostenlos, fällt noch Lohnsteuer für evtl. weiterhin Beschäftigte an? usw. usf.
Nicht umsonst braucht der Herr Liebig einige Wochen, um das zu sortieren.

Im Grunde kanns uns ja auch egal sein, ob da nun eine Nullquote oder 25% raus kommen.
Wobei… hat der e.V. nicht auch noch Forderungen gegen die KGaA? Müsste doch @harie wissen.

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Den Dauerkartenbesitzenden für die 3. Liga ist es nicht egal. Sollten wir nicht vergessen dass die eigenen Leute da schon auch noch Ansprüche haben in dieser Gesellschaft.

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Ja es stehen noch die 880.000 aus dem Servicevertrag. Da gilt aber das Gleiche wie bei den Darlehen von HAM.
Gesellschafterdarlehen und Rangrücktritt. Die werden also erst bedient wenn alle anderen Gläubiger bedient sind.

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Kommt meiner Meinung nach darauf an ob ein Rangrücktritt vereinbart ist. Es ist ja kein (Gesellschafter-)Darlehen, sondern stammt aus einer Leistung. Diese wurde gestundet.

Die Verbindlichkeiten kann man pauschal so nicht nehmen.

Zunächst wird die Insolvenzmasse ermittelt.
Die Verteilung erfolgt in 4 Schritten mit einer vorgeschriebenen Rangfolge.

  1. Aussonderung der Vermögenswerte die der KGaA zur Nutzung überlassen sind, aber ihr nicht gehören.

  2. Absonderung von Gegenständen die sie kauft hat aber bis zur endgültigen Bezahlung ein Eigentumsvorbehalt und Rückforderungsrecht besteht Und durch Pfandrechte und Besichertes Barvermögen.

  3. Massegläubiger. Dazu gehören zum Beispiel das Gericht, der IV, Finanzamt

  4. Die Verteilung nach einer Quote an die übrigen Gläubiger die ihre Forderungen zur Insolvenzliste angemeldet, wenn nicht mehr genug Geld für eine 100% Befriedigung da ist.

  5. Sollte doch noch was übrig bleiben, werden die Darlehen der Gesellschafter bedient, gefolgt von den Kapitalmaßnahmen wie zum Beispiel Genussrechte. Und wenn dann noch was übrig ist, werden die Gesellschaftsanteile zurückgezahlt.

Aus dieser gesetzlich vorgeschschriebenen Rangfolge ergibt sich die Vorhersage lt. Insidern, dass die DK Besitzer mit einer Quote von etwa 10% rechnen können. Ohne Gewähr

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Naja is ned ganz so einfach.
Insolvenzrechtlich werden Darlehen von Gesellschaftern automatisch mit Rangrücktritt versehen.
Beim Servicevertrag ist die Sache auch nicht ganz so einfach. Denn dabei geht es in erster Linie darum Leistungen der KGaA für den Verein festzuhalten und zu bewerten um verdeckte Gewinnausschüttung zu vermeiden bzw. das gegenüber dem Finanzamt nachweisen zu können.

Da der Verein beim NLZ zum Teil eine Vorfinanzierung eingegangen ist für den Teil der zwar eigentlich dem ideelen Berich zugeordnet ist, aber von der KGaA per Servicevertrag unterstütz wird, ist es eher so, dass der e V hier keine Leistung für die KGaA erbracht hat, sondern die KGaA eine zugesagte Leistung an den e.V. nicht.

Bei mittlerweile knapp 10 Jahren kann man von einer Stundung nicht mehr sprechen und das wird einem Darlehen gleichgesetzt.

Beim Finanzamt kommt es aber auch darauf an, wann die Steuer fällig wurde. Im Grunde aber wirklich egal, ob es nun 1%, 5% oder 10% werden.
Bei einer Stehplatzdauerkarte (glaub die kostete für Vollzahler 330€) sprechen wir von 3,30€, 16,50€ oder 33€ Rückerstattung. Und wenns blöd läuft, bekommst die ganze Knete erst in ein paar Jahren.

Bei den Stehhallentickets sind es dann schon 6 oder 60Euro. Bei der KGaA ist die Gläubiger- und Konzenrstruktur jetzt nicht wirklich besonders kompliziert. DA geht s das schon schneller als paar Jahre. Der IV wird nach Eröffnung, alle Gläubiger die ja bekannt sind anschreiben und eine Frist von 2-3 Monaten setzen um mit einem Fragebogen die Forderung zur Insolvenzliste anzumelden. Dann wird eine Quote ermittelt und nach einer Sperrfrist erfolgt die Auszahlung. Man kann schon davon ausgehen, dass bis ca Mitte 2027 die Sache gegessen ist.
Da müsste schon irgendwas ganz außergewöhnliches passieren oder der IV eine besondere Schlafmütze sein.

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Denke nicht, dass es nur ansatzweise so schnell geht. Es gibt nämlich noch einige Punkte, die die Insolvenzmasse beeinflussen.

Zum Einen läuft ja aktuell ein Vertrag mit der Spielbetriebs-GmbH. Dann kommt immer stark zeitversetzt der Gewinnanteil der Merchandising-GmbH und zudem gibt es wohl noch eine Reihe von Spielern, bei denen die KGaA Geld bei Vereinswechseln bekommen kann. (Vertragsoptionen, Solidarfond usw.)

Außerdem müsste eine Bewertung der Gebäude und Außenanlagen an der 114 erfolgen (wegen Entschädigung Heimfall Erbbaurecht) und sämtliches Inventar verkauft/versteigert werden.

Ich rechne eher dass das mindestens drei Jahre dauern wird bis Gläubiger was ausbezahlt bekommen.

Dass es erst in 3 Jahren Geld gibt mag sein. Beim Trainingsgelände und dem Inventar kann ich mir aber vorstellen dass es eine unkompliziertere Lösung gibt und e.V. bzw. die Spielbetriebs-GmbH das entsprechend rauskaufen.
In dem Augenblick in dem Gehälter nicht mehr durch das Insolvenzgeld gesichert sind will auch der Verwalter da möglichst schnell einen Deckel drauf bekommen. Von der Merchandising GmbH würde ich keinerlei Gewinnanteile mehr erwarten, aber vielleicht habe ich das missverstanden. Das reicht vermutlich nicht einmal mehr für die 120.000€ für Herrn Ismaik.

Ich denke, dass die Merchandising GmbH in 25/26 noch ordentlich Gewinne gemacht hat. Das war ja die Saison mit sehr guten Trikotverkäufen (Volland-Rückkehr). Und dieser Abschluss wird wohl erst nächstes Jahr gemacht. Da aber Gewinne immer ausgeschüttet wurden hat die Merchandising GmbH keine Rücklagen und könnte in 26/27 selbst in die Insolvenz rutschen.

Inventar mag sein, dass vieles die Spielbetriebs-GmbH übernimmt. Gebäude müssen aber wohl bewertet werden und die übernimmt hoffentlich der e.V. Spannend fände ich hier die wirkliche Situation. Im Rahmen der Sicherung der Gemeinnützigkeit wurde meines Wissens dem e.V. eine Sicherheit im Grundbuch eingetragen weil eine hohe Mietvorauszahlung besteht (für die Nutzungen durch den e.V.). Vielleicht fließt somit nicht die ganze Ablöse der Gebäude in die Insolvenzmasse, sondern partizipiert der e.V. aufgrund der Sicherheit.

Ich könnte mir vorstellen, dass es noch Weiterverkaufsbeteiligungen gibt (z.B. bei Morgalla oder Reich).

Deshalb einfach meine Schlussfolgerung, dass eine Abwicklung innerhalb eines Jahres (wie von @harie geschrieben) nicht zu erwarten ist.

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Ich bin da bei @harie und glaube auch das es schneller geht. Ich habe selber ein paar Insolvenzen begleitet. Ich kenne zwar Herrn Liebig nicht aber hier war es immer so das der Verwalter das so schnell wie möglich abschließen wollte. Einen Überblick hat er sich jetzt schon verschafft und sicher schon alles zusammen was er braucht.

Das alles Erbpacht und Nutzungsverträge sind macht das ganze eher einfacher als komplizierter. Ein Erbpachtrecht ist ja im Grunde kaum was Wert und eine Verwertung der Gebäude halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich kenne das im Grunde so das man hier (Zumindest bei Unternehmen) einen Wert von 1EUR ansetzt und diese aus dem Insolventen Unternehmen zu haben.

Auch möglich wäre das der Verwalter alles was an Mitteln da ist zusammenschaufelt und schnell verwertbare Sachen zu Geld macht (Da gehört sicher nicht die 114 dazu). Die Gläubiger auszahlt und das Unternehmen für 1EUR (Symbolwert) ohne Verbindlichkeiten verkauft. Ich kann mir sogar vorstellen das der EV da Interesse hat um eben nicht alles neu zu machen.

Insolvenzgeld muss er noch abwarten und die Gläubiger werden bald angeschrieben.

Wie gesagt ist das Unternehmen im Grunde einfach gestrickt.

Ich glaube nicht, dass der IV die Gebäude quasi verschenkt.
Was ich aber durchaus für nicht unwahrscheinlich halte, ist, dass da noch irgendjemand irgendeine Klage einreicht.
Ich kenne Firmen, die vermeintlich einfach gestrickt sind, sich das Verfahren aber schon über ein Jahrzehnt hinzieht. Man wird sehen, möglich ist alles, aber gefühlsmässig bin ich eher bei den drei Jahren von @PA1860 .

Ist eigentlich im Verfahren von Türkgücu die Schlussverteilung schon erfolgt? Afaik läuft da die Liquidation noch.

Die Gebäude werden nicht verschenkt, aber auch nicht meistbietend verkauft.
Mit Eröffnung des Hauptverfahrens entsteht ein wichtiger Grund und die Stadt wird für den Erbpachtvertrag die Aussonderung beantragen und damit aus der Insolvenzmasse nehmen.
Damit entsteht automatisch de sogenannte Heimfall. Gebäude die vom Erbpachtnehmer errichtet wurden müssen zum Verkehrswert oder im Pachtvertrag vereinbarten Konditionen abgelöst werden.
Im Fall von Sechzig gibt es eine solche Vereinbarung unabhängig vom Verkehrswert, also ist die Sache ziemlich klar und erfordert keine jahrelangen Verhandlungen und Gutachten mit Gegengutachten.
Es gibt auch keinen Dritten der da irgendwie mitbieten könnte. Das ist alleine Sache der Stadt.

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