Fußball heute und vor 20 Jahren.....

Was denkt Ihr ?

Finde das Spiel hat sich brutal verändert,es ist besser geworden im taktischen Sinne und ich mag den Sport auch heute noch furchtbar gern,aber was mich wirklich nervt ist das heutzugtage bei wirklich jedem kleinem Schubser,besser jeder Berührung, sofort eine Schwalbe gezogen wird. Es gibt keinen Kampf,keinen Biss mehr !

Als ich mir vorher kurz dieses Video anschaute hab ich mich selbst dabei ertappt zu denken,krass wie die da reingehen,trotzdem,früher war das eher normal.

Ich bin pro oldschool,meine Meinung:

Fussball war früher mal ein Kampfsport,heute ist es eine Ballspielsportart !

https://www.youtube.com/watch?v=BjIsT9VGBrw

Bin gespannt auf eure Kommentare,

Was für ein Ranzen der Schiri hat :slight_smile:

Aber zum Thema, was da der KSC gemacht hat, war letztes WE auch der Fall gegen Reutlingen :smiley:

Vor 20 Jahren haben wir noch im Sechzgerstadion gespielt.

Zum Beispiel gegen den KSC
… mit manni bender …

Wir waren erfolgreicher als heute!

Na ja,ich denke heute werden Fouls von den Schiedsrichter viel härter bestraft,schau dir mal des Foul bei Minute 1:54 an,lässt der Schiri mal gewähren… Und den Elfer bei Minute 2:04 gibt er auch nicht :smiley: Sorry,sowas wäre heutzutage doch undenkbar !

Ja ist mir auch gleich aufgefallen, ein Wunder das es damals so wenig schwere Verletzungen gab.

Aber eigentlich ist nur der Fussball viel schneller geworden… also muss man körperlich Fiter sein. Ein Basler würde heute vermutlich in der 3.Liga kicken :smiley:

Ach krass, das ist ja sogar das spiel das mir spontan einfiel!

Ich hab den link gar nicht angeklickt - aber der tag war einfach heftig!

Unvorstellbar: aus der Saison 94/95 weiß ich heute noch fast jedes Spiel der Löwen mit etwaigem Datum, Ergebnis und Torschützen.

Heute weiß ich nicht mal mehr wer überhaupt in der eigenen Liga spielt.

94/95 war die mit Abstand beste Saison aller Zeiten. Die gesamte rückrunde mit den Spielen gegen HSV, gladbach, ksc, Köln und lautern im sechzger war einfach legendär. Eigentlich hats ja im Dezember mit Frankfurt schon angefangen, also ab dem Moment als wir die neuen Trikots bekamen.

Geht da nur bei mir der Ton nicht?

http://m.youtube.com/watch?v=hKlybupsatI

Schöner Link, danke erstmal.

Fußball hat sich dahingehend geändert, dass ‚früher‘ eher kleine Spieler gefragt waren, 180 war auf jeden Fall ‚zu groß‘. Heute ist unter 190 ‚zu klein‘. Das Ideal hat sich tatsächlich vom akrobatisch ambitionierten Ausdauer-Läufer hin zur athletischen Kampfsau gewandelt, wenn ich das mal so vereinfachen darf. Wenn ich mir das Video anschaue, sehe ich exakte Pässe, ausgefeilte Technik, viel Laufarbeit und eine andere Interpretation des Positionsspiels. Allerdings ist auch das Niveau der Spieler untereinander ähnlicher. Dass man (wie dieser Bundesligist mit den Kasperlfarben) vorne ein Frankenstein-Monster als Abräumer aufbaut, ist eine relativ neue Entwicklung.

Ja, finde ich auch beknackt.

Die Fouls im Video bestehen aus Umrempeln und Beinstellen. Ich habe den Eindruck, dass das ‚moderne Foul‘ viel mehr auf Verletzung und Ausfall des Gegners abzielt (Stollen-Piercing, auf den Kopf zielen usw.). Einerseits Entwicklung zu brutalerem Einsatz, andererseits diese Schwalben-Ballerinas … ich sehe da Optionen zur Verbesserung. Ohne Veränderung wäre es allerdings auch fad.

Was ich ‚früher‘ besser fand: der Spieltag war ein vergleichsweise preiswertes Vergnügen. Man konnte in der Liga auch ohne teure Stars spielen, niemand hat von ‚Anforderungen an eine moderne Arena‘ gequakt. Vip-Lounge, Logen, Business-Seats waren kein Thema. Der heutige Zuschauer soll 28 oder besser 36 Euro für den Sitzplatz zahlen, 10 für den Parkplatz und nochmal mindestens 20 für kleine Snacks und Drinks. Bei solchen Tarifen fragt man dann doch nach dem Gegenwert … darüber mag ich jetzt gar nicht reden, das ist einfach grausam.

Ich bin jedenfalls dagegen, die Erinnerung an ‚oldschool‘-Zeiten komplett auszublenden. Vor allem den alten Herren in Frankfurt nehme ich das übel, denn die haben die Aufbau-Zeiten der Bundesliga miterlebt und konnten damals schon mehr sagen als ‚mama!!! aa-a!!!‘ … obwohl, viel dazugelernt haben, wenn man den Gerüchten glauben darf, nicht alle von denen.

… ja, aber der läuft trotzdem und hampelt nicht nur blöd durch die Gegend … während der Trainer pro Halbzeit zwei Schachteln Tschiks abdampft …

Die Fouls sind ja auch viel härter, die Verletzungen schwerer. Siehe oben - offene Sohle mit Stollen-Piercing usw.


Kaputtkomprimiert, keine Chance.

Hier würde sich ein Blick in die USA lohnen. Wenn man die Spiele in der MLS ansieht, ist offensichtlich, dass die Mannschaften strikte Anweisung haben jegliches Zeit- und Schwalbenschinden zu unterlassen, damit das Spiel flüssig und attraktiv bleibt. Selbst bei einer knappen Führung kurz vor Schluss wird noch strikt nach Vorne gespielt. Das ist - zusammen mit dem offenbar ebenfalls angeordneten schnellen und schnörkellosen Offensivspiel, das alle Mannschaften praktizieren - sehr angenehm anzusehen, weil die Unterbrechungen sehr kurz gehalten werden. Harte Fouls gibt es trotzdem, allein schon wegen desrelativ hohen Tempos. Ausgefahrene Ellenbogen im Gesicht oder auf dem Kopf des Gegners und ähnliche vorsätzliche Unsportlichkeiten, die auf Verletzungen abzielen, sieht man aber kaum.

Du hast aber schon gesehen, wie der Bender am Ende den Manni Schwabl weghaut (und konsequenterweise dafür rot sieht…), oder? Nix mit „umrempeln“ oder „Bein stellen“.
Volle Suppe von hinten in die Hölzer. Nee, da gehen die heute in aller Regel doch subtiler vor. Die Anzahl der richtig brutalen Fouls nimmt meiner Meinung nach eher ab.

Ein gutes Beispiel. Liegt aber vielleicht auch an der Medienlandschaft dort. Fußball wächst zwar in den USA, trotzdem wird er in der Öffentlichkeit oft noch als Mädchen- oder Weicheisport verhöhnt. Als MLS Spieler kann man es sich nicht leisten eine Schwalbe zu machen,da wird man wahrscheinlich vom Mob zerissen. Langsam kommen wir auch zum Kern der Wahrheit, den früher war das bei uns auch nicht anders,Stichwort Andi Möller ! Heutzutage interessiert es niemanden mehr, jede kleinste Berührung wird wieder und wieder mit super Zeitlupe aufbereitet um irgendwo eine Berührung zu finden welche man dann als Foulspiel werten kann.

Möglicherweise das erste Fußball-Hooligan-Aufeinandertreffen in den USA:

New York Red Bulls - New York City FC

Und um dann auf den Schiedsrichter loszugehen, weil der Blinde das nicht gesehen hat…
Wenn ich diese Handspiel-Debatte schon höre, was warum und unter welchen Bedingungen abzupfeifen ist und was nicht. Könnte man ROMANE drüber schreiben. Furchtbar.

Aber insgesamt denke ich schon, dass das Spiel sauberer geworden ist. Gibt deutlich weniger Glattrote Karten wegen groben Foulspiels pro Saison als früher, habe ich so das Gefühl. Auch von der Technik her hat sich viel verändert. Selbst in der 2. Liga wird doch heute auf nem wesentlich höheren Level gekickt. Okay, nicht immer und überall. Aber doch oft.

Es liegt wohl eher daran, dass die wenigsten Zuschauer in den USA Verständnis für minutenlange Schauspieleinlagen inklusive Sanitätereinsatz haben - selbst bei einer knappen Führung der eigenen Mannschaft kurz vor Schluss - um dann festzustellen, dass der Spieler doch keinen Schienbeinbruch hat wie zu vermuten war, sondern gleich darauf wieder munter wie ein junges Reh auf den Platz hüpft. Die Leute wollen Action, nicht den Sieg für die eigene Mannschaft um den Preis vielleicht einer grauenhaften Defensivschlacht inklusive Spielzerstörung vom Feinsten - bei der uns hier in Europa die Reporter dann sagen, dass das Spiel ein Leckerbissen für Taktikfreaks sei und eigentlich ganz toll. Die Amerikaner wollen in der großen Mehrzahl Unterhaltung. Und die Clubs wollen nicht unbedingt Meister werden, sondern das Hauptziel liegt darin, Geld zu verdienen - so ist der US-Sport halt schon immer gewesen, im Unterschied zu Europa und speziell Deutschland, wo der Erfolg des Vereins immer im Vordergrund stand, jedenfalls bis vor etwa 25 Jahren. Diese Grundeinstellung hat sich natürlich über die letzten 120 Jahre in den Köpfen verfestigt. Mittlerweile hätten die Vereine hierzulande natürlich auch lieber ein US-Publikum, das sich nicht in Clubinternas einmischt und Sonderwünsche hat, sondern sich einfach brav hinsetzt und vom Spiel berieseln lässt und dabei fleißig konsumiert. Bei manchen, hier sind unsere lieben Freunde aus der Nebenstraße zu nennen, ist es ja auch fast schon soweit und bei den anderen wird das auch kommen, es sei denn, der Hype hört irgendwann auf.
Meines Erachtens gibt es hier für die Clubs der MLS klare Anweisungen bzw. Abmachungen, die Spiele flott und attraktiv zu halten. Sogar die vielen abgebrühten Spieler aus dem Ausland, selbst Diven wie Kaka, halten sich daran. Gerade dadurch kann man sich auch von den traditionellen Sportarten wie Football, Baseball oder Basketball mit den ständigen, ellenlangen Spielunterbrechungen abheben und vermarkten.

Vor 20 Jahren stand ich zusammen mit meiner Frau noch unter der Anzeigentafel in der Westkurve. Heute sitze ich lieber entspannt vorm Fernseher. Da kann ich abschalten wenn´s mich wieder mal nerven, die Löwen. Außerdem spielte es vor 20 Jahren noch keine Rolle, mit welcher Frisur man auf dem Platz stand oder wer die tollsten Tattoos hatte. Heute scheint es mir so, dass es für die meisten Spieler das Wichtigste ist cool auszusehen und die buntesten Schuhe zu tragen.

Das stimmt, dieser ganze Tattoohype regt mich auch auf… man findet kaum einen Profifussball mal ohne Tattoos und das sind Vorbilder für unsere Kinder :frowning: Zum Glück gibt es noch CR7

Warum sollen Spieler,die tätowiert sind,schlechte Vorbilder sein? Das ist doch Schwachsinn!
Ach ja, ich selbst bin nicht tätowiert, bin ich jetzt besser als die Anderen?

Deswegen meine Einschränkung bezüglich Verallgemeinerungen. Um das genau zu analysieren, müsste man sich ein paar Spiele im Ganzen ansehen und vergleichen. Erinnerung ist nie objektiv …

Immerhin hat sich Bender nicht versucht blöd rauszureden im anschließenden Interview (‚I war a Depp‘). Vielleicht haben undiszipliniertes Verhalten und solche Holzhacker-Aktionen abgenommen (oder werden weniger toleriert). Trotzdem bin ich der Ansicht, dass Härte im Allgemeinen zugenommen hat.

Man sollte vielleicht jemanden fragen, der vor 20 Jahren Spieler oder Trainer war, das wäre interessant.


Definitiv haben Star-Allüren (auch mit Frisuren, Tatoos usw.) zugenommen.

Da Kinder oft so sein wollen wie Profis, die selben Kickschuhe usw… kopieren sie auch ihr äußeres… das meinte ich mit Vorbilder, auch ihr verhalten auf dem Platz prägt unsere Jugend… alles was du in den Profiligen siehst, wirst du auch auf den Plätzen in der Unterklassigen Ligen sind, schau alleine mal Jugendfussball, lauter Kopien von den Profis…

Ja. Und…? Tätowierungen aller Art sind momentan halt Zeitgeist. Und das nicht nur auf dem Fußballplatz. Man kann das schön finden oder nicht, aber das sagt doch nicht das Geringste über den jeweiligen Menschen aus.

Die Vorbehalte stammen natürlich meistens noch von den Angehörigen einer Generation, in der nur Knackis und Seeleute tätowiert waren…:slight_smile: