Investoren beim TSV München v. 1860

Ja ist auch Geschmackssache. Ich freu mich einfach grad, dass alles 100% bei den Löwenfans liegt. Und ned 70% Löwenfans und 30% XYZ Investment GmbH.

Man sieht grad halt auch wie viel Geld manche Löwen locker haben und da muss ich den Betrag eines Investors erst noch sehen, der im Gesamtpaket so viel attraktiver wär als eine Genossenschaft. Schließe sich ja auch ned aus (auch wenn’s ich für mich vehement ausschließ).

Hier dürften zwei Punkte in ihrem jeweiligen Verständnis entscheidend sein: „Langfristig“ und „sportliche Entwicklung“.

Wer erstes als Generationenaufgabe oder als „Giasing 21“ versteht, der käme wohl ohne Investments aus, ebenso derjenige, welcher zweites als „Forever Regionalliga“ sieht.

Wer allerdings innerhalb seiner (und uns aller begrenzten) Lebenszeit ein Liga-Derby gegen die Seitenstraße einem gegen Haching vorzieht und sich der genannten temporalen Begrenzung bewusst ist, der wird sich wohl eher im Team MuLöMuBl finden.

Ich fände es gut, wenn wir erst unsere Rahmenbedingungen / Vereinswerte (z.B. keine Investoren) festlegen und danach schauen welche sportlichen Ziele Sinn machen.
Ich würde mir ein möglichst konsequentes „football for the people“ als Basis wünschen. Eine Gehaltsobergrenze fände ich dafür z.B. geil (irgendwas in die Richtung max. das dreifache des Medianeinkommens oder so). Langfristig Liga 2 oder höher wäre damit wohl nicht drin, aber das würde mir nichts ausmachen.

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Dass der große Erfolg und die öffentliche Resonanz der Spendenkampagnen die Euphorie noch befördert haben, ist logisch. Allerdings denkt man bei Investoren doch eher an 50 Millionen als an 500.000 €…

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Ja, je begrenzter, desto eiliger hat man es .. .wobei es hier , wie du weißt, auch eine Ausnahme gibt. :wink:

Klar, ich denk aber bei Investment in eine Genossenschaft auch eher an des 100-Fache von meiner Gofundme Spende (war zugegebenermaßen ned so großzügig). A paar Millionen werden des schon. Und man könnte ja damit anfangen und gegebenenfalls auch in ein paar Jahren nachschießen, wenn sich das Modell strukturell und die GmbH sportlich bewährt hat.

Und wie gesagt, schließt sich mit einem Investor in der Zukunft ja auch nicht aus. Den Investor, der sich davon bedroht fühlt, sollten wir auch nicht an Bord haben.

Das wären dann 165 000 Euro Jahreseinkommen BRUTTO. Ja , Regionalligaspieler, mit dem Talent von Regionalligaspielern fänden das sicher auch … geil.

Ach „maximal“ … das wäre ja dann der Verdienst der Topspieler in der Mannschaft :flushed_face:

Du vergisst ja das Auto nebst Benzingeld, das man stellt. Die Wohnung/Haus. Die Lebensmittelkarten, den ETF-Sparer, den Bausparer, das Schwarzgeld und den Werkzeugkasten usw :sweat_smile:

Ich finde, R&R machen eben das genau nicht. Die stellen sich nicht selbst ins Rampenlicht, sondern überlassen anderen die Bühne. Wrexham hat nicht nur ein oder zwei Gesichter, sondern viele.

Das andere ist halt auch die Geschlossenheit, mit der alle hinter ihrem Club stehen. Und die Geduld, wenn es mal nicht läuft.

…was teilweise als geldwerter Vorteil vom Spieler zu versteuern wäre (außer natürlich das Schwarzgeld) und somit dessen Gehalt netto weiter mindern würde.

Mei, man braucht halt echte Löwen, die mit Herzblut für den Verein spielen, ihn nie verlassen werden (außer man schmeißt sie raus wie Verlaat), um mit ihnen eine junge, hungrige Mannschaft aufzubauen, die spätestens in zehn Jahren um den Wiederaufstieg in die Regionalliga mitspielen kann…

Ich würde in der Diskussion gerne mal weg von den emotionalen Fan-Themen und eher raten, über den betriebswirtschaftlichen Sinn oder Unsinn von Investoreneinstiegen - zumindest in den kommenden Jahren - nachzudenken.

Der Hanse Löwe im transfermarkt.de Forum hat das anhand eines einfachen Beispiels ganz schön beschrieben:

Die wahren Gründe, warum man den Verkauf von Anteilen an der Spielbetriebsgesellschaft an Großinvestoren zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen sollte: es wäre betriebswirtschaftlich vollkommen unsinnig. Ich würde auch von leichtfertiger Vernichtung von Vereinsvermögen sprechen. Wären wir ein Aktienunternehmen, dann wäre durch den sportlichen Niedergang der Aktienkurs z.B. von 100 auf heute nur noch 20 gefallen. Würden wir heute eine Kapitalerhöhung durchführen, dann müssten Investoren nur noch 20 bezahlen, um sich zu beteiligen an unserer GmbH. Würde man allerdings auf sportlichen Erfolg warten, und führt die Kapitalerhöhung erst durch, wenn sich der Aktienkurs wieder auf 100 erholt hätte, dann müssten Investoren für die gleichen Anteile das Fünffache bezahlen. Du schreibst: momentan würde man keine „Spitzenpreise“ erzielen. Das wird aber der Problematik nicht gerecht: man sollte besser sagen: momentan würde man nur Ramschpreise erzielen. Und deswegen sollte man das auch nicht machen. Ein ganz einfaches Zahlenbeispiel dafür: wenn ich kalkulieren würde, für den Aufstieg in die Dritte Liga 2 Mio an externem Kapital zu benötigen, und der Wert der Gesellschaftsanteile würde dann durch den Aufstieg um 10 Mio steigen, dann sollte ich definitiv besser Fremdkapital aufnehmen und nicht meine Anteile schon in der Regionalliga verscherbeln, weil mich das zusätzlich zum eingesetzten Kapital dann nur die Zinsen (100 TEUR pro Jahr) kostet, und ich im Gegenzug 10 Mio an Anteilswert gewinne.

Und deswegen kann es keine Diskussion um Anteilsverkäufe an externe Investoren geben, bis unser Marktwert die „100“ aus obigem Beispiel wieder erreicht hat. Wann das so ist, darüber kann man natürlich trefflich streiten. Für mich ist es, wenn man am Tor zur Bundesliga steht. Dann kann man aus betriebswirtschaftlicher Sicht anfangen zu streiten und aus ideologischer Sicht trotzdem noch dagegen sein.

Die Anteile sind heilig. Andere Modelle, wie Anleihen, Darlehen, Verbindungsmodelle zur Stadion-GmbH, Transferrechte müsste man sich im Detail ansehen.

Es wäre schön, wenn man auf diese Diskussion den Fokus legen würde, bis ein Verkauf von Eigenkapital zumindest betriebswirtschaftlich nicht mehr ein Irrsinn ist, der dem Arenabau, dem darauffolgenden Verkauf der Arenaanteile, den dortigen Mietverträgen und die Fremdkapital-Finanzierung durch einen erratischen, ahnungslosen Eigenkapital-Investor in nichts nach steht.

Ist schon lustig, dass gerade diejenigen, die meckern, die aktuelle Führung würde vom Geld nix verstehen und würde uns auf Ewigkeiten zum Amateurfußball verdammen, mit einem Investoreneinstieg zum aktuellen Zeitpunkt die nächste jahrzehntewährende wirtschaftliche Grundsatzkatastrophenentscheidung fordern.

Es muss in Fleisch und Blut übergehen, dass bis auf Weiteres der Weg der Eigenständigkeit eben gerade nicht in erster Linie der romantische Weg ist. Es ist der Weg der wirtschaftlichen Vernunft! Nicht des Herzens, sondern der der mittelfristigen Maximierung von knallhartem Cash.

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Ligaderby wäre mal wieder schön, aber wäre auch nur zwei mal im Jahr. Im Übrigen sollten wir uns endlich davon verabschieden, uns mit den Roten messen zu wollen. Die stolpern eher mal übers Finanzamt oder die eigene Überheblichkeit, als über irgend eine andere Fußballmannschaft.

Das Gesicht eines unterklassigen League-Clubs, der Wrexham eigentlich ist, haben sie auf absehbare Zeit nicht mehr.

Und diese Tatsache ist eben untrennbar mit den Investoren verbunden, die damit natürlich zu den Gesichtern des Erfolgs werden.

Fußball sollte keine FX-Fernsehserie sein, sondern ein sportlich fairer Wettkampf zwischen zwei Mannschaften. Die elf Mann, die Wrexham gegenüberstehen, haben keine kanadischen Schauspielermillionäre auf ihrer Seite. Und damit ist der Wettbewerb nicht mehr fair. Und obendrauf jubelt man in Deutschland denen mit dem unfairen Vorteil auch noch zu.

Gesichter des Erfolgs sollten Spieler sein. Oder Trainer. Von mir aus auch raffinierte Manager. Und nicht die Geldgeber. Bei Wrexham fällt aber immer nur der Name Reynolds.

Das ist Showbusiness. Aber kein Fußball. Der wird verdrängt. Ich will aber nicht, dass Fußball verdrängt wird. Er ist der Grund, warum wir ins Stadion gehen oder den Fernseher einschalten.

Und aus all diesen Gründen, und es gibt noch viele mehr, die nicht zu Wrexham passen, sind auch die „guten“ Investoren abzulehnen.

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Da geb ich Dir Recht. Genauso hätte ich aber schreiben können: Spiel gegen Schalke 04 vs. Spiel gegen Schwaben Augsburg. Die Aussage bleibt dieselbe…

Gut, das lass ich gelten!

Einen Investoreneinstieg zum jetzigen Zeitpunkt halte ich für Irrsinn (wie auch schon mehrfach betont). @munichblue und dem @MutigerLowe geht es aber m. E. um die mittel- oder langfristige Offenheit gegenüber Investoren.

Ein Thema sollte das jedoch tatsächlich erst werden, wenn wir auf eigenen Füßen stehen - deshalb hatte ich ja auf Mangs Wink in Richtung Hitz alles andere als erfreut reagiert. Allerdings sollte jetzt auch nicht präventiv ein „Dann hoit forever Vilzing!“ ausgerufen und damit jegliche ernsthafte sportliche Ambition aufgegeben werden. Mang tut genau dies mit Sicherheit nicht…

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Ja ,aber das ist doch das Problem, „sie sind jung und brauchen das Geld“ …
… und das bekommen sie dann woanders :thinking:

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Nicht, wenn sie echte Löwen sind, die mit Herzblut alles für den Verein geben wollen! Der schnöde Mammon verliert dann jegliche Bedeutung, auch für 18-jährige angehende Profis. Vielleicht ist das auch so eine Art Aura :thinking:, diesmal halt des TSV 1860…

Ach, sorry, ich vergaß :sad_but_relieved_face:

Und vor allem hängt der sportliche Erfolg in keinster Weise von externen Geldgebern ab.

Ca. 50% der Aufsteiger aus der 3.Liga hatten in den letzten 10 Jahren einen maximal durchschnittlichem Etat. Das heisst hier braucht man keine grossen Mittel, sondern gute Arbeit. Im Durchschnitt steigt jedes Jahr der „Beste vom Rest“ auf.

In der zweiten Liga ändert sich das Bild etwas. Hier sinkt der Prozentsatz der Aufsteiger mit maximal durchschnittlichem Etat auf ein Drittel. Aber das heisst immer noch, dass alle zwei Jahre der „Beste vom Rest“ aufsteigt.

Wir haben seit zwanzig Jahren nicht geschafft, der „Beste vom Rest“ zu sein. Wir müssen erstmal wieder lernen, wie man überhaupt gewinnt, und besser ist als 17-19 Andere. Bevor wir das nicht gelernt haben, ist doch jede Investorenkohle eh zum Fenster rausgeschmissen.

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