Sponsoren und Partner

Gott mit uns das es nie dazu kommen wird.

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sechzger. de kommentiert.

Kann man Gräfers Statement irgendwo nachlesen, wenn man kein Facebook oder Instagram hat?

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„Nur für Interessenten des TSV 1860 München!

Boykottaufrufe sind schnell geschrieben. Die Folgen tragen andere.

Aktuell wird dazu aufgerufen, den offiziellen Fanshop des TSV 1860 zu boykottieren. Das kann jeder für sich entscheiden. Voraussetzung für eine faire Diskussion sollte aber sein, dass die Fakten vollständig dargestellt werden.

Die Merchandising GmbH wurde 2012 nicht einfach “verschenkt”, sondern für rund eine Million Euro verkauft. Die KGaA benötigte damals dringend Liquidität. Mit dem Kauf übernahm der Gesellschafter zugleich das vollständige unternehmerische Risiko der Gesellschaft.

Auch die Darstellung der Ertragsverteilung ist häufig unvollständig. Wenn ich richtig interpretiere was ich dazu öffentlich gelesen habe, dann sind die vertraglichen Regelungen wohl so, dass die ersten 120.000 Euro Gewinn (wenn einer erwirtschaftet wird) beim Gesellschafter verbleiben. Die darüber hinausgehenden Gewinne werden zwischen Gesellschafter und KGaA geteilt.

Es ist deshalb schlicht falsch, den Eindruck zu erwecken, sämtliche Erträge aus dem offiziellen Fanshop kämen ausschließlich dem Gesellschafter zugute. Die Merchandising hat gerade auch im letzten Jahr einen positiven Beitrag zur Finanzierung des Profisports geleistet.

Was mich aber noch mehr beschäftigt, ist etwas anderes.

Hinter der Merchandising GmbH stehen Menschen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Logistikpartner, Lieferanten und viele weitere Unternehmen. Boykottaufrufe treffen deshalb nicht nur einen Gesellschafter. Sie gefährden Umsätze, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität. Und im übrigen schadet ein Boykott auch mit joma einem Ausrüster, den man für die Zukunft gewinnen sollte.

Noch erstaunlicher finde ich den Blick nach vorne.

Der erklärte Weg ist die neue Spielbetriebsgesellschaft, finanziert durch eine Genossenschaft, die von Fans und Mitgliedern getragen wird. Diesen Ansatz finde ich grundsätzlich spannend. Ich selbst arbeite seit mehr als 40 Jahren für genossenschaftlich organisierte Unternehmen, hier in Form von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit.

Aber eine Genossenschaft ist ebenfalls auch ein Wirtschaftsunternehmen. Wie jede Volksbank die auch eine Genossenschaft ist, braucht es Gewinne um investieren zu können. Sie braucht Vertrauen. Sie braucht Kapital. Sie braucht erfolgreiche Geschäftspartner. Im Sport braucht auch eine Genossenschaft Sponsoren. So ist das auch bei Sankt Pauli!

Und sie braucht Menschen, die bereit sind, unternehmerisches Risiko zu übernehmen. Professioneller Fußball ist ein moderner Wirtschaftsbetrieb. Und erst wirtschaftliche Solidität führt zu sportlichem Erfolg. Wer das nicht akzeptiert, versteht oder ablehnt, der findet seine Heimat dauerhaft im Amateurfussball.

Wie soll aber all das gelingen, wenn gleichzeitig öffentlich dazu aufgerufen wird, Unternehmen im Umfeld des TSV 1860 wirtschaftlich zu schädigen? Wer glaubt denn tatsächlich ernsthaft, dass die Lage des Profifußballs nur durch eine Seite zu verantworten ist? Nicht falsch verstehen, die Trennung jetzt ist gut und richtig. Aber ein echter Neuanfang wird nur möglich wenn es ein tragfähiges Konzept gibt. Dazu braucht es Transparenz. Dazu braucht es Einbindung auch externer Partner.

Jeder Sponsor, jeder Dienstleister und jeder wirtschaftliche Partner schaut sich genau an, in welchem Umfeld er sich engagiert. Wer erleben muss, dass Boykottaufrufe zum Mittel der Auseinandersetzung werden, wird sich sehr genau überlegen, ob er sich langfristig bei 1860 engagieren möchte. Warum muss man andere versuchen zu beeinflussen?

Das halte ich für den falschen Weg, gerade wenn diese Aufrufe von Menschen kommen, die bis vor kurzem noch selbst Verantwortung für Unternehmen getragen haben, denen ein solcher Boykott schadet.

Kritik gehört zu einer lebendigen Vereinskultur. Fakten gehören ebenso dazu. Wer wirtschaftliche Unabhängigkeit für den TSV 1860 erreichen möchte, sollte Unternehmen, Sponsoren und Partner nicht pauschal zum Gegner erklären. Denn ohne wirtschaftlich starke Partner wird auch eine von Mitgliedern getragene Genossenschaft keinen nachhaltigen Profifußball finanzieren können.

Eine Genossenschaft im Übrigen wird überhaupt nur eine Chance haben wenn sie von Beginn an transparent und mit zeitgemäßen Medienformaten eine Teilhabe anbietet.

Ein erfolgreicher Neuanfang braucht Leidenschaft. Er braucht Zusammenhalt. Und er braucht die Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Erfolg, Arbeitsplätze und verlässliche Partnerschaften keine Gegner des Vereins sind, sondern eine seiner wichtigsten Voraussetzungen.

Wem Stimmungsmache wichtiger ist, als ein tragfähiger Zukunftsplan, der spaltet und schadet dem Verein nachhaltig. Und wer dabei vergisst selbst Fehler gemacht zu haben und dabei jede Selbstkritik außer Acht lässt, der belastet einen wirklichen Neustart.

Warum ich das schreibe? Vielleicht macht es Sinn, wenn es eben auch differenzierte Stimmen in einem lebendigen Verein gibt. Und nicht nur solche die in Freund/Feind - Bildern denken. Wirklich beeinflussen können das aber nur die Gremien und die Mitglieder zumindest einmal im Jahr! In diesem Jahr war das Votum der in Präsenz teilnehmenden Mitglieder überragend und ein deutliches Mandat.

An der Kultur zu arbeiten, nicht die Lagerbildung zu fördern ist aber die aktive Aufgabe der gewählten Gremien. Und jedes Mitglied hat die Chance sich einzubringen und zu Wort zu melden.

Mein Roller ist übrigens nicht zufällig in den Farben gewählt.“

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Is er ja nimmer oder? Ist doch nur noch Mitglied wie jedes andere Mitglied auch.
Da kann er sagen was er will.

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Verwechselt er da nicht massiv was bzgl. der Genossenschaft? Das war doch ein Ansatz zum Thema Stadion, aber doch nicht zur sportlichen Ausrichtung … da liegt er doch komplett daneben oder tue ich das jetzt?

Da ist ja nicht ein Nicht-Strohmann-Argument dabei.

Wem Stimmungsmache wichtiger ist, als ein tragfähiger Zukunftsplan, der spaltet und schadet dem Verein nachhaltig.

Vollkommen richtig, Herr Gräfer, vollkommen richtig.

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ich verweise nochmal ganz unverschämt auf diesen Artikel:

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Keine Ahnung ob Martin Gräfer das absichtlich missverstehen möchte. Kaum jemand dürfte etwas dagegen haben wenn jemand Geld gibt. Auch würden viele vermutlich noch mitgehen dass man mit seinem Geld auch einen gewissen Einfluss ausüben darf sofern es am Ende immer einen Konsens gibt.

Was halt aus meiner Sicht nicht sein darf, und da zielt für mich auch der Spruch vom Nikolai hin, ist dass man sich mit seinem Geld etwas kauft und anschließend gehört es einem, quasi für immer.

Und alle die dieses Geld nicht aufbringen können schauen dann in die Röhre. So wie eben Herr Ismaik das getan hat und fortan immer von „seinem“ Football Club gesprochen hat.

Und was die Merchandising GmbH betrifft. Im letzten öffentlich verfügbaren Jahresabschluß, schon etwas älter, hat diese einen Jahresgewinn von 115.952,17 € ausgewiesen. Knapp unter den 120.000€ wo man den Gewinn teilen muss und mit dem damaligen Geschäftsführer Anthony Power wirkt es halt ein wenig so als habe man die Bilanz der KGaA daraufhin getrimmt dass man keinen Cent abgeben muss.

Das ist betriebswirtschaftlich legitim, enthält für mich aber auch eine gewisse Boshaftigkeit.

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Das befürchte ich auch. Was Martin Gräfer seit jeher betreibt ist nämlich eigene Stimmungsmache. Natürlich in seinen Augen durch entsprechende finanzielle Potenz legitimiert. Leider steht er damit einem inhaltlichen Neuanfang massiv im Weg. Hoffentlich trennen sich die Wege zeitnah.

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Der Gräfer ist halt der Gräfer.

Langjähriger, treuer Sponsor. Meinungsstark. Aber die Meinung ist einerseits auch immer geprägt von seiner Rolle als Sponsor. Und nicht immer vollumfänglich objektiv oder auch informiert hinsichtlich der Gegebenheiten im Verein und Fussball-Konstrukt.

Aber zumindest hat er es letztendlich auch mal eingesehen, dass mit Ismaik gemeinsam kein Staat zu machen ist. Deswegen fand ich die Aussage „Die Trennung jetzt ist gut und richtig.“ bemerkenswert, den Rest… nur teilweise.

Dass die Merchandise eine Ruine ist ohne Aussicht auf Erfolg, weil sie in keinster Weise mehr zum sportlichen oder wirtschaftlichen Erfolg des TSV1860 beiträgt… wissen wir alle. Und drum kauft da auch keiner mehr ein.

Dass die Mitarbeiter dort genauso arme Schweine sind wie die Mitarbeiter der GS der KGaA, oder die Dauerkartenbezahler, ist davon unbenommen. Wirste eingestellt und sollst T-Shirts verkaufen, und dann wird Dir von Deinem Chef der Boden unter den Füßen weggezogen. Das ist nicht schön. Und vorher sollst noch unbedingt einen Shop am teuren Flughafen eröffnen.

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Ob er es eingesehen hat, möchte bezweifeln. Das Zitat war ja auch etwas länger, und liest sich in diesem Ausschnitt doch etwas anders.

Zitat:
„Wer glaubt denn tatsächlich ernsthaft, dass die Lage des Profifußballs nur durch eine Seite zu verantworten ist? Nicht falsch verstehen, die Trennung jetzt ist gut und richtig.“

Wer immer noch das Narrativ bedienen möchte, man könne mit HI zusammen arbeiten, und es liegt immer an beiden Seiten, hat den Schuss halt nicht gehört. Und sorry, wenn ich das so deutlich sage. Der steht trotz der finanziellen Unterstützung in der Vergangenheit, der Zukunft einfach im Weg. Schade dass er das selbst nicht einsehen will.

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Die Lage des Profifussballs - eine insolvenzgefährdete Firma in Form der KGaA - war nicht von Ismaik zu verantworten.

Von ihm zu verantworten sind zwei fahrlässig bis mutwillig herbeigeführten Lizenzentzüge. Und dass sich an der Situation der Insolvenzgefährdung 15 Jahre lang nichts geändert hat.

Das „beide Seiten“ Narrativ ist eine nervende Pose scheinbarer Weisheit, die auf Unwissenheit aufbaut.

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Es müssen ja immer beide Seiten irgendwie Schuld sein.

Wenn ich ein Auto klaue und damit eine Hauswand demoliere, dann haben doch bitte auch die Hauswand und der rechtmäßige Fahrzeughalter Mitschuld. Logisch

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Wenn der Halter Dir das Klauen erleichtert oder gar ermöglicht hat (Schlüssel stecken lassen, Code am Armaturenbrett …) ist das in der Tat so. Strafrechtlich kann er dann zudem belangt werden.

Ich liebe Deutschland :sparkling_heart: