Gaea Schoeters – Trophäe
Rund 250 Seiten hat das Buch, also eine angenehme Länge zum Lesen.
Hunter, ein sehr reicher Amerikaner und passionierter Jäger, bekommt durch seinen Freund Van Heeren endlich die Möglichkeit, die Big Five vollzumachen und ein älteres, krankes Nashorn zu schießen. Allerdings wird ihm vor Ort in Afrika sein Plan von Wilderern durchkreuzt. Er ist maßlos enttäuscht und sinnt auf Rache.
Van Heeren fragt schließlich seinen Freund Hunter, ob er schon einmal etwas von den Big Six gehört hat, worauf Hunter zunächst geschockt reagiert…
Ein Zitat vor Beginn des eigentlichen Romans, das sicherlich nicht zufällig ausgewählt wurde:
It was written I should be loyal
to the nightmare of my choice
Joseph Conrad, „Heart of Darkness“
So vermeintlich deutlich und klar und ethisch korrekt sind die handelnden Personen nicht umrissen. Es gibt „Brüche“ bzw. verschiedene Sichtweisen, in sich unlogisch erscheinend, abwertend und doch auch wieder das Gegenteil davon, jedenfalls nichts, was beliebig schnell und einfach zu werten wäre.
Der Schreibstil: kurze prägnante Sätze, detailgenau präzisiert. Im letzten Drittel nimmt die Geschichte, fast schon brutal, an Rasanz zu. Wie ein Parforceritt wird voran getrieben, es wird immer irrer, immer verrückter. Die Autorin nimmt einen mit, nicht loslassend und wie oben gesagt, nicht zufällig auf das „Herz der Finsternis“ verweisend.
Ich kann mich nicht erinnern, so ohne einmal abzusetzen und so schnell ca. 80 Seiten zu lesen, in einem Rutsch durch.



