Also ich kenne da keine Eifersucht. Wenn es die Richtige ist, wir ähnliche Werte haben und teilen, dann hab ich kein Problem mit einem Halbbruder in England.
Die Diskussion führen wir dann, wenn sie relevant wird.
Ich geb zu, ich hab gerade meine himmelblaue Phase. Und vermutlich kann ich tatsächlich über einiges hinwegsehen, das dich stört. Aber da muss man dann genau hinschauen und dafür auch genaueres wissen.
Jein. Wenn man es schafft, das mal durch bspw. Sponsorings nicht immer gleich bei den Passiva auftauchen lassen zu müssen, dann ist das nicht zwingend so. Das war ja gerade das Problem bei HI, der wollte ja nur Darlehen geben. Und das eine Mal, nach der Saison 2016/17, als er das nicht wollte, als er das für die 3. Liga fehlende Geld durch ein Ärmelsponsoring geben wollte, hat er sich dafür den Fall von 50+1 erkaufen wollen (so hab ich es zumindest in Erinnerung, Details müsste ich auch nochhmal nachlesen), was aber wiederum selber aufgrund der Statuten unerfüllbar war.
Ich finde es immernoch bemerkenswert, dass kaum was durchgesickert ist, wer der neue Anteilseigner ist. Mein Gefühl sagt mir, dass das Angebot an Ismaik schon vor dem „kuriosen“ Auftritt im BR gemacht wurde, und er mit eben diesem Auftritt versucht hat, ein besseres Angebot von wem anders zu bekommen.
Natürlich muss das jeder für sich entscheiden. Soweit war ich aber noch gar nicht, ob das unterstützenswert ist oder nicht. Erstmal haben wir Investor A gegen Investor B getauscht. Sprich, selbst wenn das jetzt die „Eierlegende Wollmilchsau vom Giasinga Berg“ ist, bleibt der Status, dass man 60% seiner Anteile verkauft hat.
Hier wird es geradezu absurd, dass wir als MV einen Präsidenten wählen, der 1 Tag vor der Wahl erfährt, dass der Mehrheitsgesellschafter zukünftig ein anderer ist, und er, obwohl er nicht mal weiß wer das ist, gefälligst damit leben muss. Mehr Deutlichkeit über die tatsächlichen möglichen Optionen des e.V Anteilsnehmers kann man sich gar nicht ausdenken.
Die Mitglieder werden momentan auch nicht miteinbezogen. Inwieweit die versprochene Transparenz eines Herrn Mang dann greift, werden wir erst nach einiger Zeit sehen können.
Vielleicht unterscheiden wir zwischen Wasser in einen Eimer mit Loch zu gießen (passierte bislang), und Wasser in ein Beet zu gießen, wo etwas gepflanzt ist und wachsen kann (Hoffnung Löwengrätscher).
Ersteres ist Geld verprassen, wird im Fußball gern gleich gesetzt mit „investieren“. Letzteres ist richtiges investieren.
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Um mal was ganz abstruses zu sagen: Es soll auch Leute, Firmen etc geben, die gehen zu einer Bank um sich Geld zu leihen.
Sowas soll auch in Bezug auf Immobiliensanierungen vorgekommen sein (ich zum Beispiel ).
Dafür brauch es nicht zwangsläufig einen Gesellschafter, der Genussscheine oder sonst was gibt.
Was für Olympia? Ach, 2036 oder 2040. wo man sich erstmal gegen Hamburg, Berlin, Ruhrgebiet und (gegebenenfalls) später z. B. gegen Indien durchsetzen muss.
A gmade Wiesn. Ja, da sollte man jetzt schon mal mit dem 120 Millionen Euro Umbau des GW beginnen.
Darüber hinaus ist im Profifußball nicht zu erwarten, dass der laufende Betrieb Gewinne an die Investoren abwirft. Etwaige Gewinne durch Aufstiege oder Titelgewinne werden aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks und der absurden Summen im Fußball bis auf ganz wenige Ausnahmefälle sofort reinvestiert.
Insofern gibt es vier Möglichkeiten für einen Investor, mit einem Fußballverein Geld zu verdienen:
Das sind zum einen laufende Zinszahlungen, die der Fußballverein für Darlehen an den Investor zurückzahlt.
Zum anderen gibt es die Möglichkeit, gewinnbringende Aktivitäten aus der KGaA herauszugliedern und dem Investoren zu überschreiben: Das ist zum Beispiel das Modell Fanartikel GmbH, bei der also die Merchandising-Einnahmen nicht mehr (vollständig) an die KGaA fließen, sondern an den Investor, die Überschreibung von Transferrechten an Spielern oder Ähnliches. All das ginge zulasten der Ertragsmöglichkeiten der KGaA und damit mittelfristig des sportlichen Erfolgs.
Die dritte Möglichkeit ist, dass der TSV 1860 ein Spekulationsobjekt ist, das in ein paar Jahren für einen höheren Verkaufspreis als den soeben getätigten Einkaufspreis weiterverkauft wird. Das ist angesichts der Fanbase, der attraktiven Lage in der drittgrößten Stadt in einem der größten Fußballmärkte der Welt angesichts des günstigen Einkaufspreises und der allgemeinen Entwicklung des Profifußballs nicht auszuschließen.
Die vierte Möglichkeit, das Modell PSG oder Red Bull, also den Wunsch, das eigene Image anhand eines Profifußballclubs aufzupolieren, ist bei uns hoffentlich auszuschließen.
Nichts desto trotz sind das für mich alles Modelle, die mittel- bis langfristig zu Lasten der KGaA gehen. Mit Ausnahme vielleicht des dritten Modells. Das hätte aber für mich den Makel, dass man sich dafür in den Ligen „hochkaufen“ müsste.
Ich denke, wenn dass das Problem ist, hätte man sich bereits 2011 abwenden müssen. Ich fand den Anteilsverkauf damals scheiße und finde das heute noch genauso. Aus irgendeinem irrationalen Grund habe ich es aber trotzdem nicht geschafft, den Löwen zu entsagen. Das Verhältnis ist zwischenzeitlich mal etwas erkaltet, aber ganz konsequent war mein Verhalten dann nicht.
Das der e.V. die Anteile jemals zurückkaufen kann, daran habe ich nicht geglaubt und tue es nach wie vor nicht. Von daher ja, Investor a wurde durch Investor b ausgetauscht. So weit, so schlecht. Nachdem ich aber trotz Investor a immer noch dabei war habe ich halt mal wieder die Hoffnung, dass man vielleicht mit Investor b vernünftig(er) zusammenarbeiten kann als mit Investor a. Das muss nicht passieren, aber bei Investor a wurde im Zeitablauf bewiesen, dass es nicht möglich ist. Bei Investor b besteht wenigstens eine neue Hoffnung auf eine vernünftige Zusammenarbeit. Sonst ändert sich erstmal nichts. OK, vielleicht sind die Schulden wirklich auf 0 gesetzt. So gesehen haben wir dann ein paar Jahre gewonnen bis wir den Stand von letzter Woche wieder erreicht haben.
Aber ich bin jetzt mal positiv bzgl. besserer Zusammenarbeit. Wenns nicht klappt hat sich zumindest auch nix verschlechtert. Entpuppt sich der neue Anteilseigner aber als noch dilettantischer und egomanischer als HI gelingt mir vielleicht dann die Abnabelung von meinem Herzensverein, die ich seit 2011 nicht geschafft habe.
Und falls sich bei den Löwen doch mal etwas zum guten ändert, nehme ich das gerne mit.
Das Beispiel Manchester United ist grundsätzlich auch in Deutschland möglich. Das ist keine Sache, die nur in UK möglich wäre.
Die Schweizer Holding nimmt zur Finanzierung des Kaufs der Anteile an der KGaA Darlehen auf und besichert diese Darlehen mit den ihr zu 60% gehörenden Vermögensgegenstände der KGaA. Im Ergebnis stehen damit dem Vermögen der KGaA Schulden zur Finanzierung ihrer Anteile gegenüber. So geschehen bei ManU.
Eine andere Möglichkeit ist die Vergabe von Darlehen der Schweizer Holding an die KGaA zu erhöhten Zinssätzen, um so auf Dauer die Kosten für die Transaktion zu amortisieren.
Selbstverständlich gibt es viele gute Gründe, sich auch mal zu verschulden. Die von Dir genannten Fälle, Wasser in ein Beet gießen, wo dann etwas wachsen kann, Immobiliensanierungen, gehören da dazu.
Ich will hier auch gar nicht die schwäbische Hausfrau predigen, die nie etwas investieren darf und nie rote Zahlen schreiben darf.
Eine notwendige Voraussetzung, dass Deine Immobiliensanierung eine gute Idee ist, wird aber gewesen sein, dass Du langfristig in der Lage bist, die Kosten dafür zu tragen.
Und solange das bei der KGaA nur ein Gesellschafter kann und der laufende Betrieb niemals dafür ausreicht, um größere Investitionen zu tätigen, sind für mich Investitionen abzulehnen, genauso wie Du Deine Immobiliensanierung hättest ablehnen sollen, wenn Du kein geregeltes Einkommen hast oder gerade erst eine reiche Frau aus der Schweiz kennengelernt hast, von der aber niemand weiß, ob und wie lange sie es ernst mit Dir meint.