Die Zinseinnahmen von Herrn Ismaik sind doch eher theoretischer Natur. Sie werden ja nicht ausbezahlt, sondern seit Jahren gestundet und irgendwann in Genussscheine gewandelt.
Dadurch dass die KGaA ja jedes Jahr ihr Eigenkapital verbessern muss (DFB Auflage) steigt die Verschuldung vermutlich inzwischen auch gar nicht mehr an, sondern Herr Ismaik muss immer mehr Genussscheine zeichnen (und die jährlichen Verluste der KGaA wirken sich darauf auch noch negativ aus).
So habe ich es zumindest verstanden.
Soweit ich weiß hat er schon immer wieder Zinsen eingestrichen, auch Teile der Transfereinnahmen gingen ja immer wieder in den Schuldendienst
Die Gerüchte halten sich seit Jahren. Wenn ich konkret gefragt habe hieß es immer Herr Ismaik zieht nur indirekt über die Merchandising GmbH Geld aus der KGaA ab.
Zeitweise hat er aber wohl „seine“ Leute über die KGaA Payroll laufen lassen. Aus seiner Sicht ist das ja auch seine Firma, sic.
Das war doch auch Inhalt der berühmten „Nadelstichmail“, dass der Fauser sechsstellige Jahresgehälter bei Leuten gefunden hat, bei denen nichtmal klar war, ob sie überhaupt etwas machen. Geschweige denn was…
Zinsen sollten aus der Bilanz ersichtlich sein, genauso wie dann Transfererträge. Wobei letzere aber vermutlich nur dann in die Genusrechtstilgung gehen, wenn daraus auch ein Gewinn der KGaA erwirtschaftet wurde. Das war doch letzte oder vorletzte veröffentlichte Bilanz mal so, so dass dann am Ende ein Gewinn von 0 EUR stand, weil alles darüber in die Genussrechte ging.
Also, das trau ich jetzt weder Verlaat noch Schifferl zu. Nur bei Dulic bin ich mir nicht sicher. Der ist jung und braucht das Geld💰 .
Ja, Darlehen und Zinsen werden regelmäßig gestundet.
Wenn Darlehen der HAM, wie vereinbart, tatsächlich aus Transfereinnahmen getilgt worden sind, dann war das eher eine pro forma Aktion, da sie ja postwendend als neue Darlehen über de HI² zurückgeflossen sind bzw. wurde dann halt auch mal das Kaderbudget erhöht.
Hast du da irgendwelche Hintergrund-Infos, die mir fehlen? Meines Wissens nach ist Ismaik nämlich tatsächlich nur raus, wenn die KGaA abgewickelt wird. Wir haben alle Schulden bei ismaik und das ist das Problem daran. Dadurch kann er eine Abwicklung jederzeit verhindern. Wenn ein Insolvenzverwalter eingesetzt wird, ist es gut möglich, dass eine Kapitalerhöhung vorgenommen wird. Und wenn es dabei ganz doof läuft, hat HI danach noch mehr Anteile als er eh schon hat. Eine Insolvenz ändert also überhaupt nichts und bringt nur Risiken.
Wenn Herr Ismaik nicht mehr zahlt und die KGaA Insolvenz anmeldet ist er, wenn es einen anderen Geldgeber gibt, raus.
Analog Madeleine Schickedanz, die bei der Arcandor Insolvenz (u.a. Karstadt / Quelle) kein Geld mehr nachschießen konnte und Karstadt dann für 1 Euro an Nicolas Berggruen „verkauft“ wurde.
Bisher macht Herr Ismaik aber leider keinerlei Anzeichen nicht mehr zahlen zu wollen. Im Gegenteil, er erhöhte anscheinend zuletzt seinen Einsatz sogar wieder. Keine Ahnung warum. Ich würde den Geldhahn zudrehen bis endlich Vernunft einkehrt, bin aber auch nicht Herr Ismaik.
Auch eine Kapitalerhöhung kann auf verschiedene Art und Weisen durchgeführt werden und eine Änderung der Gesellschafterstruktur zur Folge haben, oder dadurch zwangsweise herbeigeführt werden.
Das funktioniert mit und ohne Insolvenzverfahren gleichermaßen, aber ein Insolvenzverwalter tut sich damit erheblich leichter.
Man muss dabei den Kontext insgesamt betrachten und die richtigen Partner haben.
Wie gesagt, eine komplexe Sache bei der man das große Ganze im Blick haben und entsprechend vorbereitet sein muss.
Deshalb komme ich möglicherweise zu einem anderen Ergebnis in der Betrachtung.
Da braucht man keine besonderen Hintergrund Infos oder Interna. Imgrunde zwar die Ultima ratio, aber trotzdem auch ned nicht so ungewöhnlich.
Natürlich kann er die Eröffnung eines Isolvenzverfahrens jederzeit verhindern.
Tut er ja auch regelmäßig und das hat auch seinen Grund.
Wird es erstmal eröffnet, dann kann er das nicht mehr einfach so stoppen, weil dann läuft alles erstmal seinen Gang über den Insolvenzverwalter.
Insolvenz in Eigenverwaltung gäbe es doch aber auch, oder?
Das geht eben ned aus seiner Sicht wegen der Folgen die es für ihn dann haben könnte.
Die Frage die sich stellt ist doch eine ganz andere. Nämlich warum lässt sich der Verein ständig erpressen um diese Darlehen zu erhalten?
Sechzig ist ein Sanierungsfall, und Darlehen mit einer Laufzeit von max. 5 Jahren gegeben die in der Folge immer nur kurzfristig für 1 Jahr gestundet werden, sind kein Mittel um eine Sanierung darzustellen, da sie als Verbindlichkeiten ja der Überschuldung nicht entgegenwirken sondern sie weiter erhöhen. Und auch die drohende Zahlungsunfähgkeit, also einen weiterer Insolvenzgrund, wird damit nur um jeweils ein Geschäftsjahr verschoben, aber nicht beseitigt.
Ja gibt es, würde aber bei uns aber eher wenig Sinn ergeben bzw ließe sich das ja ohne Insolbvenz dann auch machen. Das bedingt ja den Willen beider Gesellschafter gleichermaßen.
Geht alles. Das Budget wird eben so lange nach unten angepasst bis es reicht. Dann spielen wir eben auf dem Niveau eines SC Verl und fertig. Aktuell würden wir uns damit um 4 Tabellenplätze verbessern und auch das Grünwalder Stadion wäre vermutlich irgendwann nicht mehr dauer-ausverkauft.
Macht natürlich keiner denn so funktioniert Profi-Fußball leider nicht.
Ja ok, reduzieren und einen Zwangssparkurs verordnen wäre natürlich möglich.
Mit Hahn zudrehen hatte ich jetzt komplett, assoziiert.
Um das richtig beurteilen zu können brauchts natürlich einen detailierten Einblick in die Finanzen um zu sehen wo es Potenziale gibt oder eher nicht.
Klar kann man mal davo nausgehen, dass diese Potenziale im sportlichen Bereich liegen könnten. In Anbetracht der Tatsache das ja der e.V. auch jedes Jahr 2 Mio dazu beiträgt.
Aber bei 15 Mio Haushalt und einem geschätzten Sportanteil von 60% könnten da auch an ganz anderer Stelle welche zu finden sein.
Aber ganz klar, Kann nicht Muss.
Aha .. und was passiert dann in den Sommermonaten mit unserem Kaderplanungsthread hier im Forum?
Ohne Budget tote Hose!
Daran hast jetzt nicht gedacht, gell?
Dann mach ma halt nen Verwaltungspersonalplanungsfred draus ![]()
Komisch in Köln und Verl heißt es immer dass die jedes Jahr ihren Kader neu aufbauen müssen.
Es ist nur eine Hypothese, aber ich glaube dass wenn man Sechzig das Geld wegnimmt wir viel attraktiver für Spieler und Funktionäre werden die einfach Bock darauf haben hier etwas zu reißen.
Oder anders formuliert. Mit jeder Menge Kohle haben wir es ja jetzt schon etliche Jahre probiert und waren bisher leider relativ erfolglos.
Meine Vision ist ja auch nicht dass wir dann nochmal 20 Jahre zwischen 3. und 4. Liga pendeln, sondern dass wir so bodenständig werden dass man punktuell dann auch mal etwas mehr Geld riskieren / investieren kann weil das Fundament solide geworden ist.
Braucht niemand schwitzen wird so nie passieren denn wir sind Sechzig und auch die Fans (und Sponsoren) haben immer eine sehr hohe Erwartungshaltung.
Ich glaub das ist das Problem bzw verleitet die Vereinsführung dazu dieses Erwartungshaltung erfüllen zu wollen. Die Leut wollen das halt hören und schon bist in der Lieferfalle nach der Wahl.
Entweder es klappt dann irgendwann, oder wir brechen vielleicht irgendwann unter der Erwartungshaltung zusammen (aber stehen natürlich wieder auf). Ich kann mir nicht vorstellen dass Herr Ismaik das so nochmal 14 Jahre durchzieht. Entweder wir reißen jetzt relativ kurzfristig etwas oder es könnte auch mal schmerzhaft werden.