Alles zum Investoreneinstieg oder auch -ausstieg

Naja, ned wirklich.
Jeder Verein, sogar der Dorfklub hat den Einen oder Zwei die etwas mehr Geld locker machen um die ein oder andere Investition machen zu können. Aber es sind halt nicht Schulden die man rückwirkend zahlt, sondern Investitionen in die Infrastruktur um künftige Einnahmen zu erhöhen, oder die sportliche Bedingungen bzw das Vereinsleben zu verbessern. Da wird halt mal eine Tribüne gebaut, die Umkleide oder das Vereinsheim saniert oder erweitert, was ein Verein mit 500 Mitgliedern nie finanzieren könnte, wenn nicht der Großbauer oder Mittelständler am Ort den Geldbeutel aufmacht. Und nicht selten sind die dann auch in irgendeiner Funktion in der Vereinsführung oder Aufsichtsgremium vertreten.

Aber Du hast natürlich insofern Recht, dass man künftig einen klaren Plan braucht mit langfritiger Strategie die man nicht immer wieder alle 6 Monate mit neuen 3 Jahresplänen einreisst.

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Wer sagt denn sowas? Alleine durch Mitgliedschaften und Dauerkarten sind wir ohne jegliche Sponsoren finanziell bei den Top-Clubs der Regionalliga Bayern dabei.

Die RL Bayern ist wirtschaftlich nicht sonderlich potent und ist eine halbe Amateurliga.

Das hast Du mich missverstanden. Ich meinte so: Wenn wir es nicht einmal schaffen WÜRDEN, die Teilnahme an der Regionalliga zu finanzieren, und schon wieder einen Investor nötig HÄTTEN, WÜRDEN wir auch nur wieder unseriöse Investoren bekommen.

Nutzt halt dann nix, wenn wir von unseren Ausgaben unter den Top-Clubs der 2. Bundesliga dabei sind.

Will damit sagen, dass wir jetzt bei dem Neuanfang genauestens darauf achten müssen, das strukturelle Defizit gar nicht mehr aufkommen zu lassen.

Und da gibts nur 2 Möglichkeiten: Mehr Einnahmen und/oder weniger Ausgaben.

Und in Sachen Investor bin ich strikt dagegen, dass man gleich in der Regionalliga wieder anfängt Anteile zu verkaufen. Das wäre die allerletzte Möglichkeit, und das am Besten erst wenn die Marke 60 mehr Wert ist. Und dann bitte nicht gleich wieder 49% für nen Ramschpreis verhökern…

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Ich sehe nicht die Regionalliga als das Hauptproblem. Diese Liga sollte in unserer Situation wohl keine größeren finanziellen Probleme darstellen. Wir werden einen Zuschauerschnitt von >10.000 haben und wir sind (daher) für Sponsoren das interessanteste Team der Liga. Daher bitte jetzt keinen Investor.

Sportlich sehe ich uns aber noch nicht gewappnet um in der Regionalliga um den Aufstieg zu spielen. (und das muss das Ziel sein als mit weitem Abstand größter Club der Liga; ausgenommen Zweitvertretungen)

Die größeren Baustellen sind in unserem Club wohl eher Infrastruktur-Themen.

Das Trainingsgelände ist sanierungsbedürftig. In Gebäuden dürfen Vereinssportler aufgrund schlechter Wasserleitungen nicht mal Duschen. Die Plätze sind sanierungsbedürftig. Das alles wird Millionenbeträge kosten um es auf zeitgemäßen Stand zu heben.

Dann werden wohl die Gebäude noch abgelöst werden müssen. Aufgrund des schlechten Zustandes dürfte das aber nicht sehr teuer werden.

Dann steht eigentlich ein Bau einer Turnhalle an + Verwaltungsgebäude für e.V. + Parkdeck.

Und dem nicht genug dann noch das Riesenprojekt Umbau GWS.

Ich denke auch im e.V. muss ein gewisses Umdenken erfolgen und man darf weniger Geld für laufende Kosten ausgeben um Infrastrukturaufgaben bewerkstelligen zu können.

In den letzten Jahren war es das Gegenteil: Da entstanden hohe Verluste ohne dass irgendwas in die Infrastruktur geflossen ist. Rücklagen wurden aufgebraucht.

Zurück zur Regionalliga. Dort sehe ich eher die Gefahr, wenn man sportlich nicht schnell wieder nach oben geht, dass eine Abwärtsspirale eintritt. (weniger Zuschauerinteresse, Verlust einer Fangeneration, weniger Sponsoreninteresse, und in der Folge auch Vereinsintern wieder ganz viel Streit)

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Nachdem hier viele das ominöse „strukturelle Defizit“ thematisieren, kann ich auch mal meine 5 ct. dazu beitragen:
Das Defizit Betrug (ohne jetzt genau in die Jahresabschlüsse reingeschaut zu haben) immer irgendwas zwischen ein und zwei Mio. €. Jetzt ist aber die spannende Frage: woraus setzte sich dieser Betrag zusammen?

Hier mal meine Mutmaßung:

  • Ein guter Teil davon waren Zinszahlungen (irgendwas um 600.000€ bis 700.000€)
  • der Rest war Personal der KGaA. Da gab’s zum einen irgendwelche dubiosen Leute, die HI angeschleppt hat, und die bezahlt werden mussten (siehe sog. „Nadelstich“-Mail). Das war nochmal ein niedriger sechstelliger Betrag, der aber vermutlich irgendwann Ende 2018 oder so nicht mehr so anfiel. Was weiteres Verwaltungs- und Organisationspersonal angeht, wissen wir ohne Insiderinformationen nichts.
  • bleibt der Spielerkader. Hier gab es mal vom LM einen Artikel, in dem das Budget thematisiert wurde. Laut diesem Artikel war ein Kriterium für die Qualität des Kaders das Budget. Und die Qualität sollte prinzipiell immer so gestaltet sein, dass am Ende der Wirtschaftsprüfer eine positive Fortführungsprognose ausstellen könnte. D.h. auf Deutsch, dass für die Fortführungsprognose der Etat einen gewissen Wert nicht unterschreiten durfte, um die Abstiegsgefahr aus BWLer-Sicht minimiert zu sehen, von 4,5 Mio. € war die Rede.

Jetzt, in der RL fangen wir mit der GmbH von Null an, ohne HIs teure Günstlinge. Außerdem mit einem neuen Kader, der nicht den o.g. Zwängen unterliegt. Wenn wir es da wieder schaffen, in ein strukturelles Defizit zu laufen, dann fällt mir dazu vermutlich auch nix mehr ein…

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Das Günstlingsthema ist vermutlich seit den 20er Jahren tatsächlich vom Tisch. Allerdings hat sich das, zumindest immer periodisch, auf die Mech verschoben. Was dann nur indirekt Einfluß hat.

Ich denke man kann gut die Rechnung aufmachen, dass tatsächlich eine Mio „systemisch“ bedingt ist, und eine zweite Mio einer Lücke zwischen Anspruchshaltung und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit geschuldet ist.

Das „systemische“ Loch:

  • 600 (tw 800) TEUR Zinslast. Wurde im jährlichen Schweinezyklus von HI selbst getragen, allerdings immer über den Weg Darlehen - Genußscheine - „aufgefressene“ Genußscheine
  • Fehlende EInnahmen aus dem Merchandising - hier sollten für 60 schon 200k zu erziehlen sein
  • Fehlende Vermarktung GWS / hoher Aufwand

Ich denke diese 3 Themen werden sich ändern oder sind hoch auf der Agenda des Präsidiums. Hier bin ich mir sicher, dass wir weiterkommen werden und unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verbessern werden.

Schwieriger wird es bei der Anspruchshaltung. Hier muss man sehr solide analysieren, was der Transfer von U19 und U21 in den eV bedeutet. Wenn man das sauber macht und hier die Finanzen in den Griff bekommt (! - nein, ich hatte nicht den Eindruck dass das Wort „haben“ hier pass), dann wird es wirklich kein Hexenwerk werden, zu sehen was man sich „an 1. Mannschaft“ leisten kann.

UNd auf der Basis sollte man dann schon auch über die Einnahmenseite nachdenken. Aber erst dann, wenn die anderen Punkte alle abgearbeitet wurden. Ob wir das schaffen, so rein kopf- und gefühlsmäßig?

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Das darf nicht Zeil eines strukturellen Defizits sein. So sind bei uns nun mal die Voraussetzungen, damit muss man kalkulieren. Es gibt keine Zwänge, gab’s auch vorher nicht, so zu agieren, als könne man hier eigentlich mehr rausholen.

Dafür war das mit der Merch ein guter Punkt! Hier käme ja ein im schlechtesten Fall niedriger sechstelliger Betrag noch rein.

Das strukturelle Defizit bei Sechzig kommt daher, dass meist langsfristige Zahlungsverpflichtungen für kurzfristige Effekte eingegangen wurden was auf Dauer zu einem fixen Missverhältnis von Einnahmen zu Ausgaben führt, so dass schon bei einem Normalbetrieb die Ausgaben die Einnahmen übersteigen.
Dazu kommt, dass einer übersteigerten Erwartungshaltung von den Vereinsführungen nicht entgegengewirkt sondern eher noch befeuert wurde. Meist in den Glauben sonst nicht gewählt zu werden, wenn man nicht den Aufstieg verkündet.

Ein Kader von 4,5 Mio in der 3. Liga ist alles, aber kein Faktor der ein strukturelles Defizit begründen könnte, insbesondere nicht bei einem Aufwand von zusätzlich 2 Mio Euro/Jahr für ein NLZ durch den Verein der kostenlos Spielernachschub und Transfereinnahmen generiert.

Auch weil HI mal für 1 Jahr hochbezahltes Personal(um genau zu sein 2 Personen) in der KGaA geparkt hatte, hat das keine Auswirkung auf das strukturelle Defizit. Sonst hätte es das nicht schon 07 08 09 10 mit ca 3,5 Mio in der 2. Liga gegeben und sich auch nicht mit HAM(Schuldenschnitt) unverändert fortgesetzt, wie auch mit gut 2 Mio in der 3. Liga udn 1,2 Mio in der RL.

Der TSV 1860 braucht eine andere Aufstellung in der Finanzstruktur und im Mindset an sich.
Was natürlich nicht bedeutet, dass man keine sporltichen Ziele mehr haben sollte. Es muss auch künftig alles auf den sportlichen Erfolg ausgerichtet sein, und das ist eben kein Widerspruch zur gleichzeitig wirtschaftlich vorausschauenden Handlungsweise, so dass Infrastruktur, Finanzen und sportliche Entwicklung als Einheit funktionieren können. Alle drei sind imgrunde von einander abhängig um dauerhaften Erfolg zu schaffen.

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Zum strukturellen Defizit… Das war damals die Folie aus „Der neue Biss des Löwen“ von Mueller und Werner, bezogen auf Dritte Liga:

Da war „Erträge Spielbetrieb“ nur bedingt verbesserbar. Hat man trotzdem über die krassen Preiserhöhungen versucht. Ist aber aufgrund von nur 15k Zuschauern und ohne Catering schwer darstellbar.

Die „Erträge Werbung“ hat mich damals geschockt. Liegt mit Sicherheit auch am GWS. Dass 1860 hier nur in der Mitte der 3.Liga war, hat mich sehr überrascht.

Auf der Kostenseite sind die hohen Reisekosten (nur wenig änderbar, ist ja auch geschehen) hervorzuheben. Hat sich seitdem wohl etwas geändert, ist aber auch regional bedingt. Und ganz besonders der hohe Personalaufwand für „Handel & Verwaltung“. Warum sage ich, der sei hoch, wenn da doch „nur“ Platz 7 steht? Weil da keinerlei Kosten für Merchandise und Catering enthalten sind. Ein Grund, warum der so hoch ist, ist sicherlich, dass wir uns regelmäßig über einen längeren Zeitraum die Gehälter für gefeuerte Geschäftsführer leisten.

Spannend wäre auf der Ertragsseite auch der Bereich „Merchandising“, hier nicht aufgeführt. Da gab es die letzten Jahre wenn überhaupt Erträge in Höhe eines niedrigen, sechsstelligen Betrags, 150k-250k, statt wie bei anderen Vereinen das bis zu Zehnfache (Dynamo Dresden mit knapp 2 Mio Gewinn).

Alles in allem ergibt das ein strukturelles Defizit, weil an mehreren Stellen zu wenig eingenommen und an mehreren Stellen zu viel ausgegeben wird.

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Das mit dem „Platz“ ist im Zweifelsfall null aussagekräftig.

Bei Ausgaben für Tabakwaren liegen wir vielleicht sogar auf Platz 20, weil wir 5 € ausgegeben hatten und der Rest 10€…

Auch mit der Werbung: Was fällt da drunter? Merchandising auch? Sponsoring?

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Hat aber vermutlich auch Gründe warum die gefeuert wurden.

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Alternativ kann man sich noch aus dem Unternehmensregister die aktuelle GuV ziehen, die aber auch schon wieder zwei Jahre alt ist.

Klar ist, dass man sich lange Jahre eine gut ausgestattete Geschäftsstelle gegönnt hat, auch ohne Merchandise. Fast grundsätzlich zwei Trainer bezahlt hat. Oft zwei Geschäftsführer bezahlt hat, wenn nicht drei oder vier. Sich lange einen Kader geleistet hat, der teurer war, als man sich eigentlich leisten konnte.

Und auf der Einnahmenseite in Sachen Merchandise und Stadion (sowohl bei Modernität, Ertragsmöglichkeiten wie Werbung oder Logen als auch Fassungsvermögen) klare Nachteile gegenüber der Konkurrenz hat.

Machbar wäre eigentlich immer ein Kaderetat von ca. 3.5 Millionen gewesen, was dann als realistische Zielsetzung immer „Klassenerhalt“ bedeutet hätte.

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Und was schreibt der Gröfaz? hab kein X

Der Meister hat gepupst. Das LF echauffiert sich. Kann man den Kasperl nicht einfach mal ignorieren?

Nie vergessen: …egal was er sagt, egal was er denkt.

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Lieber Hassan

Gefühlte zweihundert Einwürfe von Dir über X in den letzten Wochen haben weder mein Interesse geweckt, noch irgendwelche Fragen beantwortet.

Deine heutige möchte ich Dir allerdings beantworten: Ja, Sechzig als Verein wird überleben. Ob das auf die KGaA ebenfalls zutrifft, ist eine andere und an Herrn Dr. Liebig zu richten. Ich denke allerdings, dass Social Media Plattformen nicht dessen bevorzugtes Kommunikationsmittel sein könnten.

Einmal Löwe, immer Löwe

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Er fragt danach, wie 1860 in Zukunft finanziert werden soll.

Und meint, die Fans hatten das Recht das zu erfahren, bzw. dass man einen guten Plan braucht und der auch kommuniziert werden soll.

Keine Schuldzuweisungen, kein Opfergetue, auch keine starke Meinungsäußerung, sondern relativ nüchterne Fragestellungen.

Das alles geht kann ihm doch jetzt egal sein.

Von ihm wird nix mehr finanziert gott sei dank.

Gute Frage, allerdings wieß ich bis heute nicht was Hasan für einen guten Plan hatte. Er hat ihn ja nicht kommuniziert. :thinking:

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