Da frage ich ganz salopp retour: welchen Einfluss haben den die Mitglieder jetzt auf die KGaA ?
Bei dem von mir aufgezeigten Weg, hätten die Mitglieder wenigstens noch den Einfluss, dass die Vermögenswerte des eV nicht ständig wertloser werden und die Jugendarbeit auf einer gesunden finanziellen Basis steht.
Auch bin ich der Meinung, wenn der eV auch andere aktive erfolgreiche Sportler rausbringt (müssen ja dann nicht unbedingt im Packtrikot auf Facebook posten - wäre aber dann in meinen Augen eine Aufgabenstellung des Präsidium und VR, dass zu verhindern) dies das Zusammengehörigkeitsgefühl und Identifikation fördert.
Nein aber Fördermitgliedschaft beim eV, ohne Stimmrecht auf Versammlungen, aber den Vorzügen
des Rabatt bei KgaA Veranstaltungen und Fanartikel…
Und nochmal, ohne eV gäbe es keine KGaA, ohne eV gäbe es auch keine Lizenz für die KGaA -
sieh dann deine „Fördermitgliedschaft“ im eV einfach als Investition, dass es dadurch Profifussball beim TsV auch in Zukunft, ganz egal was mit der KGaA passiert geben wird…
Nicht mehr viel, aber immerhin noch mehr, als bei der vorgeschlagenen Trennung.
Die andere Frage die bei mir aufkommt ist, ob ein Verein mit starkem Einfluss durch die Mitglieder im Profifußball noch umsetzbar ist. Ist aber eine andere und längere Diskussion.
Dazu zwei Dinge:
Ist etwas derartiges geplant? Wenn ich Mitglied bin und damit Kapitalgeber (auch wenn es sehr gering ist), will ich aber auch Einfluss haben und mit entscheiden dürfen, was mit meinem Geld passiert.
Sollten viele Mitglieder aus dem e.V. in diese KGaA Fördermitgliedschaft wechseln wollen, würde dem e.V. das Geld fehlen.
Das schlägt sich dann auch in den anderen Abteilungen nieder.
Das ist schon vollzogen, aber innerhalb des e.V., mit Einführung der neuen Satzung. Statt der Fernmitgliedschaft gibt es als Ersatz eine Mitgliedschaft ohne Stimmrecht (für Versammlungen die dann eh nicht stattfinden). Diese Mitgliedschaft kostet 60 statt 90 Euro und beinhaltet sämtliche KGaA Vorteile (u.a. Kartennachlass, 10% im stationären Fanshop, Mitgliedsausweis).
Auch gibt es seit vielen Jahren eine Diskussion ob die Anhänger der Profis nicht eine eigene Abteilung im e.V. brauchen. Das beisst sich aber ein wenig mit der aktuellen Konstellation, dass die Beiträge in die Jugendarbeit fliessen.
Hasan Ismaik könnte vermutlich einen zweiten, eigenen Verein gründen, dort die KGaA Vorteile bündeln zusammen z.B. mit einem exklusiven Fanfest mit den Profis, Nachlass bei Reisen z.B. in Trainingslager, Transportorganisation bei Auswärtsfahrten etc. Das wäre sicherlich eine durchaus spannende Konstellation und würde den e.V. auch unter Druck setzen evtl. über Reformen nachzudenken.
Aber da sind wir wieder beim Thema dass ich Hasan Ismaik grundsätzlich für Investorenmüde halte. Er hat meiner Meinung nach einfach keine Lust mehr und über die Konsequenzen ist man sich anscheinend noch nicht im klaren. Selbst wenn man ihm zum Präsidenten des e.V. machen würde dürfte er nach kürzester Zeit feststellen dass das den Spass an seinem Hobby auch nicht sonderlich verbessert. Wenn er den e.V. bereits seit 1 Jahr bittet einen Käufer für seine Anteile zu finden dann haben wir sicherlich eine spannende KGaA Finanzierungsrunde 2016/2017 vor uns.
Mister Gerhard bezieht sich dabei aber auf den Einstiegszeitpunkt von Ismaik im Jahr 2011. Und in einer langfristigen Prognose ist eben die Scheißhaus-Finanzierung ein fixer und vor allem unveränderbarer negativer Posten. Im Gegensatz zu anderen Kosten, wie überzogener Etat für die Lizenzspieler, verzocken am Transfermarkt, nicht 2. Liga gemäßen Strukturkosten der KGaA. Alle diese Kosten lassen sich relativ zügig für die jeweilige Saison anpassen.
Okay, das wurde bei uns dann wohl auch nicht so gemacht, allerdings ist eben auch der permanente Druck zum Aufstieg vorhanden. Ein gemütliches Einrichten als mittelmäßiger 2. Ligist ist ja gar nicht die Agenda. Eben auch weil es diese Erwartung gibt, dass sich die Großtoilette in der 1. Liga dann besser finanzieren lässt.
Und grundsätzlich darf dieses Thema in so einer Rückbetrachtung vom GM schon mit rein. Es ist schließlich die Wurzel allen Übels. Der größte Gläubiger in 2011 war unser Vermieter. Das größte Interesse, dass letztendlich von Aussen gesteuert wurde, galt einer wie auch immer dann ausgestalteten Lösung den Mieter zahlungsfähig zu halten. Und deshalb ist er gekommen - der Mecki.
Bei allen Vereinen sind Kapitalgesellschaften(meist Lizenznehmer bei der DFL) und e.V. strikt getrennt.
Auch wenn es der Verein selbst wäre, wie etwa bei Schalke04, würde eine solche Trennung stattfinden müssen. Dort ist das dann der wirtschaftliche Geschäftsbereich innerhalb des e.V.
Mit den Mitgliedsbeiträgen, egal wo und wie, darf kein Profifußball finanziert werden.
Tut man das trotzdem, dann ist die Gemeinnützigkeit des gesamten Vereins weg, nicht nur der Fußballabteilung.
Also. Kein Mitglied finanziert mit seinem Beitrag die KGaAs, GmbHs und AGs, und somit ergibt sich allein daraus kein Recht auf Mitbestimmung dort. Dieser Logik folgend wären es die Stadionbesucher und Fanartikelkäufer die hier mitbestimmen müssten und nicht pauschal die Mitglieder der eVs.
Eine Fördermitgliedschaft gibt es bei einer Kapitalgesellschaft nicht.
Es wäre kein Problem, dass eine Fan-Abteilung mit ihren Einnahmen den Nachwuchsfußball unterstützt.
Die Frage ist eher, wie wohl oder unwohl sich aktive Fußballer und Nachwuchsbetreuer in einer gemeinsamen Abteilung mit den Fans fühlen, also ob ihre Interessen gewahrt werden oder ob sie den Eindruck haben, ständig überstimmt zu werden. Im Moment ist es ja nicht so, dass aus den Beiträgen etwa kunstgeschmiedete Ofentüren für Fan-Clubheime angeschafft werden oder ähnlicher Schnickschnack.
An sich eine knorke Idee. Aber ist denn die KGaA beim e.V. so sehr im Zahlungsrückstand, dass sich der Aufwand auch lohnen würde? Ansonsten fällt mir zunächst nur noch der Trainer des TSV Waging am See als potentieller ‚Kunde‘ ein.
Der zweitklassige (!) Traditionsclub (!!) FC Sochaux aus Frankreich, mit einem Löwen (!!!) im Vereinswappen, wurde von einem chinesischen Investor (Elektronik-Konzern Ledus) aufgekauft.
Keine Frage, die wollten eigentlich uns und mussten sich nach Ismaiks Absage mit zweiter Wahl aus Frankreich begnügen.
Wobei … wenn man sich deren kleines schmuckes Stadion, das Stade Auguste-Bonal so ansieht, könnte man direkt neidisch werden.
Leute, wir machens wie Griechenland. Bei der nächsten MV stimmen wir einfach ab, ob der Verein die Darlehen überhaupt zurückzahlen soll ;D
Ein bisschen erinnert es mich schon daran: 1860 hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt, der Ismaik gibt Geld, wird als Dank verspottet und seit Jahren verbessert sich die Lage nicht.
Etwas überspitzt formuliert ^^
Da stellt sich in diesem Zusammenhang für mich als Laien so eine Frage, wie das damals beim Anteilsverkauf abgelaufen ist.
Der e.V. war damals zu 100% Eigentümer der KGaA, die pleite war.
Hassan kam mit dem Geld daher und kaufte dem e.V. einen Teil der Anteile ab. Der e.V. steckte den Erlös des Verlkaufs wieder in die KGaA, aber in welcher Form? Etwa Darlehen? Ist die KGaA beim e.V. verschuldet?
Soweit ich das verstanden habe läuft das im Geschäftswesen ungefähr so ab:
1860 e.V. besitzt eine gewisse Anzahl an Anteile der KgaA, die längst abgeschrieben waren. Meines Wissens waren das 1,8 Millionen Anteile - zu dem Zeitpunkt waren das 100%
Dann behauptet man, dass man noch mehr Anteile habe - wie genau das rechtlich geht weiß ich nicht. Die Kgaa behauptet also, sie hätte nun insgesamt 3.529.412 Anteile und verkauft die neu erfundenen 1.729.411 Anteile an Hasan Ismaik für 11,5 Millionen Euro.
Weil immer noch Geld fehlt spielt man das gleiche Spiel nochmal, und verkauft nochmal einen gewissen Anteil an Anteile für 1,5 Millionen Euro und nennt sie „nicht stimmberechtig“!
Und am Schluss besteht die KgaA nicht mehr aus 1,8 Millionen Anteilen, sondern aus 4,5 Millionen, die so aufgeteilt sind:
1,8 Millionen (=40%) gehören dem e.V.
2.020.050 (=49%) gehören der HAM International und sind „Stimmberechtigt“
495.000 (=11%) gehören der HAM International und sind „nicht stimmberechtigt“
Das ganze war jetzt aus der Erinnerung aus den Unterlagen, welche man aus handelsregister.de abrufen kann. Ich geb keine Gewähr auf juristische Kniffe und den Rechenweg. Aber so in etwa hab ichs mir gemerkt!
Aber meine Frage bezog sich eher darauf, dass die Anteile - ob mit oder ohne Kapitalerhöhung - ja vom e.V. an HI verkauft wurden. Dann sollte doch der e.V. zunächst einmal den Kaufpreis von HI erhalten haben. Aber wie kam das Geld dann in die KGaA, um diese vor der Insolvenz zu bewahren?
Nein der e.V. hat nix verkauft.
Er hat nach wie vor 2,6 mio Aktien zum Nennwert von je 1 Euro.
Die KGaA hat das Grundkapital erhöht von 2,6 auf 6,5 mio Euro.
Dafür hat sie zu den 2,6 mio Stammaktien des e.V. weitere 3,9 mio Aktien ( 2.498.020 Stammaktien und 1.401.980 Vorzugaktien) an die HAM Ltd verkauft.
Dadurch hat sich der Anteil des e.V. an der KGaA von 100% auf 40% senkt.
Aktuell haben also
der e.V. 2.600.000 Stammaktien zum Nennwert von je 1 Euro (= 40% vom Grundkapital)
die HAM 2.498.020 Stammaktien zum Nennwert von je 1 Euro (= 49% vom Grundkapital)
die HAM 1.401.980 Vorzugsaktien zum Nennwert von je 1 Euro (= 11% vom Grundkapital)
Deshalb macht man ja eine Kapitalerhöhung, um die Liquidität des Unternehmens zu verbessern, das Geld ging auch nicht
an den eV, sondern direkt in die KGaA und damit wurden dann die Schulden, samt Schuldenschnitt bezahlt…
Das ist auch die Parallele zu Griechenland - genauso wie bei den Griechen geht das grösste Teil des frischen Kapital nicht an die Bevölkerung bzw, im Falle von 60 an den eV, sondern diente lediglich der Schuldentilgung der Gläubigern, in Griechenland den Banken, bei 60 den Banken, dem Vermieter und privaten Geldgebern…