Das geschenkte Geld des FC Bayern

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Vorweg: Dass die vier Championsleague-Clubs für die dritte Liga und die Frauen-Bundesliga etwas mehr als 7 Millionen Euro zahlen, ist eine noble Geste und keine Selbstverständlichkeit – auch nicht in Zeiten, wo es alleine darum geht ob der Torhüter der Seitenstraßler zukünftig 20 Millionen im Jahr verdient oder etwas weniger.

Geschenktes Geld von den roten für die blauen?

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Fernsehgelder ungleich verteilt werden. Die Großverdiener merken jetzt, dass sie die anderen Mannschaften brauchen. Ohne die anderen Mannschaften können sie auch kein Geld verdienen. Man hat eine Struktur geschaffen, die es ermöglicht die Großverdiener oben zu halten und den Rest nicht über ein bestimmtes Niveau zu lassen, genug, um zu überleben und beim Geldverdienen zu helfen.

Wenn man jetzt sieht, dass dieses Konstrukt ins Wanken gerät, spendet man ein wenig Geld, um zu Rettung beizutragen, dann sehe ich keinerlei Grund für Dankbarkeit. Man will die Kuh noch nicht schlachten, so lange man sie noch melken kann.

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Über Jahrzehnte hat sich im Fussball ein Geflecht etabliert, dass die „richtig Grossen“ allein schon durch die grenzenlos unverhältnissmässige Verteilung der Fernsehgelder, wenn Sie nicht alles falsch machen, gar nicht abstürzen können (gibt aber trotzdem welche). Wie im "richtigen " Leben halt auch; die Reichen werden immer reicher, die weniger gut situierten Menschen immer ärmer. Die Schere driftet immer schneller auseinander. Hoeness zum Beispiel hat gar einmal Steuergelder ins Spiel gebracht, um die blaue Kuh, die in der Analarena dahinvegetierte, weiter melken zu können. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht in der Regel Arbeiter, um seine Gewinnen zu maximieren. Im übertragenen Sinne passiert mit dieser Aktion nix anderes. Warum und durch welche Umstände die vier betroffenen Vereine da sind, wo sie sind, sei mal dahin gestellt. Von nix kommt aber eben auch nix. Mich kotzt das Leipziger Modell an. Aber eines muss man ihnen, ob man will oder nicht, lassen. Aus dem eingesetzten Geld machen sie was und die Vermutung, es wären da schon Fachleute am Werk, wird zutreffen. Um es kurz zu machen: von der zusammengerafften Kohle, geben die „Marktführer“ jetzt halt einen Bruchteil zurück, ein bisschen Melkfett halt. Und dafür braucht sich die 3. Liga vor denen wahrlich nicht in den Dreck legen.

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