Donald Trump und amerikanische Präsidentschaftswahl

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich vermute viele sind einfach mit den Demokraten unzufrieden, was ich auch absolutnachvollziehen kann. Die geben gerade wirklich kein gutes Bild ab. Das heißt aber nicht dass die automatisch Trump gut finden.

Sehe ich eigentlich ähnlich wie bei uns. Viele AFD Wähler sind eigentlich Protestwähler, finden diese Partei an sich gar nicht so toll, sind aber unheimlich enttäuscht/genervt von den großen Volksparteien. Kenne schon ein paar die das genau so sehen und leider auch machen.

Es wird keine freie Wahl mehr geben, dass kann ich mir nicht vorstellen, davor wird ein Ausnahmezustand ausgerufen oder sonst was.

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Es ist natürlich vorstellbar, dass sich das einige MAGA Anhänger oder Republikaner wünschen um einen Einparteienstaat zu bekommen. Aber ich glaube dass das dann das Fass zum Überlaufen bringen würde. Besonders dann, wenn zugleich die Bedeutung der USA in der Welt zurückgeht und der Welthandel an den USA vorbeiläuft.
Wenn man bedenkt, dass Mercusur 30 Jahre lang verhandelt wurde und durch Trumps Zollanfall innerhalb von ein paar Wochen finalisiert wird. Ebenso Handelsabkommen- und kooperationen in der ganzen Welt die sich ohne die USA neu sortieren.
Auch die EU strebt in allen Teile n der Welt weitere Freihandelszonen an. Die USA liegt dann nicht mehr auf Platz 1 sondern Platz 4 hinter der EU, China und Indien.

Gleichzeitig zündelt Trump grade mit der Integrität der Federal Reserve. Eine politisch instrumentalisierte Notenbank würde aber massiv an Vertrauen verlieren und das könnte den Dollar als Weltwährung in Frage stellen. Auch würde das wie eine zusätzliche Steuer auf alle Exporte der Welt in die USA wirken und zusätzlich den Druck erhöhen die USA als Handelspartner zu ersetzen und innenpolitisch würde die Inflation weiter steigen. Das aber würden die Amis nicht ohne Weiteres mitmachen, denn wie man ja weiß schaut der Ami bevorzugt in seinen Geldbeutel bevor er sein Kreuzchen macht.

Trump ist kein langfristig strategisch denkender Mensch. Er will den schnellen Dollar machen und weitergehn. Und genau so handelt er auch als Präsident.

In den USA wird die aber von rechts sabbotiert.

Politisch motivierte Terrorangriffe in den USA sind 50% von rechts 20% von links und 30% nicht zuzuordnen.

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Kein Bier vor 4. Du phantasierst da mal wieder einen Schmarrn zusammen, unglaublich. 2 kommerzielle Fernsehsender trennen sich von den Moderatoren ihrer Daily Talk Sendungen, die sowieso kaum noch jemand anschaut (Einschaltquoten <= 1,5 Mio. in einem Land mit über 300 Mio. Einwohnern) und hier wird mal wieder das Ende der Demokratie ausgerufen.
Tucker Carlsen wurde auch bei Fox beurlaubt und niemand hat sich hier künstlich aufgeregt. Die Demokratie in den USA wird das schon aushalten und vielleicht fangen die Demokraten mal an einen geeigneten Spitzenkandidaten (m/w/d) aufzubauen. Denn momentan hat man dem Mediengetöse von Trump kaum etwas entgegen zu setzen. Das verwundert auch nicht denn die Wurschtelei unter der Biden/Harris Regierung (Geld drucken und Geschenke verteilen) könnte dauerhaft auch nicht so weitergehen.

Trump hat wenigstens einen Plan, der aber höchstwahrscheinlich nicht funktionieren wird. Das liegt aber aus meiner Sicht nicht nur an der Zollpolitik, sondern dass die USA ihre Ausgaben nicht im Griff haben und u.a. eine dringend notwendige Gesundheitsreform seit jetzt nahezu Jahrzehnten hinausgezögert wird. Dazu ein völlig überblähter Militärapparat und ein Migrationskonzept bei dem man jetzt zwar viele Migranten abschiebt, aber vergisst dass die zu viel größeren Anteilen als zum Beispiel in Europa an der Produktivität beteiligt sind.

Aber ein Mythos Trump lässt sich am besten dadurch widerlegen dass man das einmal durchzieht. Danach ist man vielleicht für etliche Jahre geheilt, oder auch nicht. Im April 2026 sind schon die Midterms und wenn die Demokraten das nicht komplett verkacken ist die Mehrheit der Republikaner auch schon wieder Geschichte. Denn von den Maga Gedanken ist ja so gut wie nichts mehr übrig. Trump zündelt überall in der Welt, die Zölle verteuern das Leben der Amerikaner, die Zinsen bleiben hoch und daher wird nur noch sehr teurer Wohnraum geschaffen, das Steuersystem bevorzugt massiv die Oberschicht usw. usf.

Trump verbindet enfach das Nützliche mit dem Praktischen.
Beschränkung der Meinungsfreiheit als Geschäftsmodell.

Die Medien nicht nur mit Entzug der Lizenz drohen und damit dem Verlust der Geschäftsgrundlage. Sondern auch verklagen wenn sie nicht klein beigeben.
Wer das Rechtssystem in den USA kennt, der weiß das man nunr hoch genug verklagen muss damit ein ordentliches Sümmchen hängen bleibt.

Aktuell Washington Post und New York Times auf je 15 Mrd wegen angeblich diskreditierender Berichterstattung und in der Vergangenheit hat er seine Kasse bereits durch Vergleiche mit CBS 16Mio und ABC 15 Mio gefüllt.

Diese Hoffnung hab ich leider absolut 0,0, dass die MAGA-Partei (denn normale Republikaner haben da ja schon lange nix mehr zu melden) die Mehrheit verlieren werden.

Denn wie du sagst: ein demokratischer Kandidat von Format, ein Gesicht des „Widerstands“ oder ein sinnvolles Gegengewicht zu Trump, der auch Wechselwähler wieder zurückholen könnte, ist weit und breit nicht in Sicht.
Wäre er es, wäre die USA vermutlich sowieso schon kurz vor dem Bürgerkrieg, denn dann hätten die MAGA-Anhänger schon längst andere Geschütze aufgefahren, um ihre Macht zu sichern.

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Die Argumentation kann ich nachvollziehen, aber so groß war der Vorsprung von Trump jetzt auch wieder nicht. Im Prinzip sollte es reichen 5 bis 10 Prozent der letztmaligen Trump Wähler umzubiegen. Oder, und das halte ich für wahrscheinlicher, mehr enttäuschte Trump Wähler bleiben bei den Midterms einfach zu Hause.
Aber die Stimmung in den USA ist aus der Ferne oft nur schwer einzuschätzen. Ich bin jedenfalls schwer enttäuscht und dabei fand ich seine erste Amtszeit durchaus akzeptabel.

Seine erste Amtszeit hatte er das Personal einfach nicht um das so durchzuziehen.
Er war auf den Wahlsieg gar nicht wirklich vorbereitet und hatte auch nicht die Mehrheiten im Senat. Erst danach wurde das Projekt 47 entwickelt das er jetzt verfolgt. Das zwar in weiten Teilen mit dem der MAGA Bewegung übereinstimmt, aber nicht in allen Punkten. Trump wird nicht zum Republikaner, Trump ist einfach nur Trump. Überall wo er als Präsident der USA auftaucht, egal ob in dne USA oder sonstwo in der Welt, machen seine Söhne die Deals im Hintergrund für den Trump-Clan.

Das mag ja stimmen, wäre aber aus meiner Sicht kein besonders starkes Argument dass die Republikaner jetzt die Midterms dominieren.

Wird sich rausstellen. Ich bin mir da ned so sicher. Trump verliert in allen Umfragen ziemlich an Zustimmung auch in den eigenen Reihen. Die gehn halt dann ned zur Wahl, aber die Wechselwähler sind massiv entäuscht. Die gehn ned auf die Strasse, aber zur Wahlurne.
Die Unzufriedenheit mit Trump nähert sich der 60% Marke, das ist schon eine Hausnummer.

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setzt voraus es gibt normal freie Wahlen in den USA…

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…und dass die Ergebnisse selbiger auch akzeptiert werden. Scheinen ja viele zu vergessen weil es schon wieder über fünf Jahre her ist, dass Trump mit absurden Lügen versucht hat, die Ergebnisse letzten Wahlen, bei denen er abgewählt wurde, zu manipulieren, was am Ende im Sturm seiner verrückten Anhänger auf das Parlament geendet hat.

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Also ich denke nicht dass die MAGA Bewegung schon soweit ist die Wahlen bei den Midterms zu verhindern oder so massiv zu stören.

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Sehr interessant

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Das sind so klassische Merkmale eines Übergangs von der Demokratie zu einer Präsidial-Diktatur. Man kann das aber durchaus auch Faschismus nennen, denke ich:

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Ja. Der größte Betrüger des Landes fordert Gerechtigkeit und nutzt das um über den Umnbau der Justiz hinweg zu täuschen. Hatte aber ja in der ersten Amtszeit schon begonnen, nur jetzt ist das nich spontan sondern 4 Jahre lang geplant.

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