Fußballfans sind keine Verbrecher…es ist unglaublich was erwachsene Menschen wegen eines Fußballspiels veranstalten! Wie hohl in der Birne muss man sein! Ich wünsch denen den schlimmsten Dünnpfiff und dann kein Klo in der Nähe!
Immer und immer wieder zerkloppen solche hirnlosen Amöben die Toiletten.
Man könnte das dem Gastverein in Rechnung stellen, ändern wird es freilich nichts…
Ich frage mich, was dran so cool sein soll, wenn man wegen Fußball (!!!) die Fäuste fliegen lassen muss. Ich selbst bin (obwohl alles andere als ein Ultra) sehr fanatisch, trotzdem schlage ich (als HSV-Fan durch und durch) keinen Fan von den Grün-Weißen oder von unserem Stadtnachbarn vom Kiez krankenhausreif. Wer sowas tut, gehört hinter schwedische Gardinen.
„Schmeißt beide raus“: Bobic fordert knallharte Strafen nach Randale-Derby
Ex-Nationalspieler Fredi Bobic hat kein Verständnis dafür, dass das von massiven Ausschreitungen überschattete Südwest-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern nicht abgebrochen wurde. „So ein Spiel darf nicht weitergespielt werden“, sagte der 54-Jährige der „Bild“: „Schmeißt beide aus dem DFB-Pokal raus! Beide. Und beide kriegen keinen Cent. Das ist hart für die Vereine, weiß ich genau. Aber anders kannst du es nicht schaffen. Du musst konsequent sein. Was sind schon Geldstrafen?“
Auf die Frage, was passieren müsste, damit ein solches Spiel abgebrochen wird, antwortete Bobic: „Es muss erst jemand sterben. Ganz einfach. Es ist hart. Aber die Wahrheit ist auch hart. Ich sage das nicht gern, ich wünsche es natürlich keinem. Wenn das weiter so eskaliert und weiter so ausartet, wenn man diese Bilder gesehen hat - das hat ja mit Fußball nichts mehr zu tun.“
Ich würde öffentlich überhaupt nix machen und stattdessen intern das Gespräch mit den Szenen suchen. Wie genau diese Gespräche aussehen, wie genau etwaige Sanktionen aussehen, die es durchaus geben sollte, weiß man in Kaiserslautern und Mannheim besser als im Löwenforum oder in den Innenministerien.
Wenn man eine freie Gesellschaft will muss man akzeptieren, dass es keine absolute Sicherheit geben kann. Wer Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten begeht, muss selbstverständlich sanktioniert werden.
Wenn man die Szenen nur ein bisschen kennt weiß man, dass Repression zusammenschweißt. Wenn man’s dann komplett übertreibt mit den Sanktionen wenden sich die Vernünftigen irgendwann komplett ab, und die Unvernünftigen sehen sich bestätigt, dass man mit Staat und Polizei nicht reden kann. Und man erreicht genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will. Mit dem Kollateralschaden, dass man bei einem Zuschauerausschluss oder gar dem Ausschluss der Vereine vollkommen Unbeteiligte mitsanktioniert.
Man kann auch nicht oft genug wiederholen, dass Fußballstadien - trotz der Szenen vom Freitag - deutlich sicherer sind als Volksfeste, der Straßenverkehr usw. usf. Es ist an Doppelmoral nicht zu überbieten, den Exzess auf Volksfesten zum Kulturgut zu machen und gleichzeitig vollkommen Unbeteiligte beim Kulturgut Fußball für den Exzess anderer (der quantitativ deutlich geringer ist als beim Volksfest) zu bestrafen.
Im Übrigen: Wenn man in der aktuellen Zeit die Szenen in Mannheim und Kaiserslautern elementar schwächt kann man die Uhr danach stellen, dass die Faschos den Platz einnehmen. Dass die Politik in ganz weiten Teilen aus den Kurven verschwunden ist, ist in erster Linie den Szenen zu verdanken, die in Deutschland mehrheitlich gerade den Ton angeben. Es ist eigentlich wie in den meisten sozialen „Systemen“. Wenn man da von außen eingreift, bekommt man unerwünschte Ergebnisse, die man vorher nicht antizipiert hat.
Ich hab noch kein Volksfest gesehen wo sich Dutzende Vermummte mit Leuchtraketen schießen vergnügen.
Vielleicht hinken auch Vergleiche .
Wieso nehme ich zig solche Raketen und Stadion .
Dein Beitrag passt, aber auch nicht zu jeder Situation. Wo ziehst du die Grenze? Ist es vielleicht ok ne Kalaschnikow mit ins Stadion zu nehmen weil man ja nur in die Luft schießen zu wollen? Ist das dann auch Doppelmoral?
Weil dort (in der Regel) keine Feindschaften wie im Fußball bestehen. Wenn dort rivalisierende Fußballfans auftauchen würden, dann würden die Szenen dort ähnlich aussehen.
Bei Volksfesten prügeln sich dennoch regelmäßig Betrunkene z.B. mit Maßkrügen zu Tode. Dann lieber paar Raketen in die Luft.
Wenn man sich die Verletztenzahlen und die Strafdelikte bei beiden Veranstaltungsarten anschaut wäre vielleicht ein Umdenken angebracht. Bei der überwiegenden Anzahl an Spielen sind diese Menge an Polizisten überhaupt nicht notwendig.
Nördlinger, du bist doch ein kluger Kopf. Und weißt doch, dass dein Vergleich richtig und trotzdem grundverkehrt (Rechtfertigung von „Laissez-Faire“ zu Waldhof vs Lautern) ist…
Verstehe das hier schlicht nicht, wieso du mit den richtigen Argumenten beim verkehrten Anlass hantierst.
Also ich kann mich jetzt beim besten Willen nicht an regelmäßige Tode auf der Wiesn oder anderen Volksfesten erinnern. 236 Körperverletzungen bei 6,5 Millionen Besuche (wenn man von 20.000 Zuschauern ausgeht, wären das 325 Fußballspiele).
Und das sage ich als nicht „Wiesnfan“…