Nominierungen für jährlichen Negativpreis „Der blaue Brief“

Wie oft ärgern wir uns ohnmächtig über Presseberichte rund um unseren Lieblingsverein, die es mit der Wahrheit nicht sonderlich genau nehmen, dafür aber vor Bosheit nur so strotzen? Jeder scheint sich am TSV 1860 München die Hände abputzen zu dürfen.

Wenigstens einmal im Jahr wollen wir ab sofort gemeinsam zurückschlagen.

Die Idee: In diesem Thread sammeln kritische Fans journalistische Arbeiten aus Verlagshäusern und Rundfunkanstalten, die in ihrer Berichterstattung rund um den TSV 1860 München ein besonderes Maß an Unsauberkeit an den Tag legen.

Einmal jährlich tritt eine immer wieder wechselnde fünfköpfige Fanjury zusammen, prüft alle Einsendungen und kürt den Preisträger nebst einer ausführlichen Begründung.

Bitte benennt ab sofort Eure Favoriten für „Der blaue Brief“ nach folgendem Muster:
— Medium
— Überschrift
— Erscheinungsdatum
— Autor/in
— Link zum Artikel
— Kurze Begründung

Ausgeschlossen von einer Nominierung sind Veröffentlichungen von Fanportalen wie „dieblaue24“ – es ist müßig, dort Unterscheidungen nach einzelnen Entgleisungen treffen zu wollen.

Merkmale, die eine Nominierung von Verlagshäusern und Rundfunkanstalten für den „Blauen Brief“ rechtfertigen können, sind:

• Manipulativ und tendenziös: Informationen werden krass einseitig dargestellt.

• Reißerisch und sensationslüstern: Es wird auf billige Effekthascherei, starke Übertreibung oder emotionale Ausschlachtung gesetzt oder die Überschrift hat mit dem Inhalt nichts zu tun.

• Faktenwidrig, ungenau und fehlerhaft: Den Tatsachen widersprechende Angaben oder frei erfundene Darstellungen.

• Unkritisch und abgeschrieben: Informationen Dritter werden ungeprüft übernommen (Copy and Paste).

• Suggestiv: Die Fragestellung oder Wortwahl drängt der Leserschaft bereits eine bestimmte Antwort oder Haltung auf.

• Parteilich und befangen: Es fehlt die journalistische Distanz, oftmals verbunden mit einer eigenen aktivistischen Agenda oder eine Indienstnahme durch PR-Agenturen.

• Rufschädigend: Personen, Spieler, Funktionäre, Fans oder Institutionen im Verein werden durch gezielte Desinformation, Diffamierung oder Bloßstellung diskreditiert.

Meldet ab sofort hier im Thread Eure Favoriten für den „Blauen Brief“.

Zur Klarstellung: Es geht nicht darum, als Fan keinen kritischen und schlauen Journalismus über den TSV 1860 München lesen zu wollen. Ganz im Gegenteil, den wünschen wir uns sogar! Vor allem, wenn er Informationen gründlich überprüft und sachlich einordnet, statt PR-Meldungen, Verlautbarungen von Reichen und Mächtigen oder Gerüchte ungeprüft zu übernehmen.

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6 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Diskussionsfred zu den Nominierungen zum „Blauen Brief 2026/27“

Guten Morgen,

der „blaue Brief“ ist umgangssprachlich der Hinweis einer Schulleitung an die Eltern, dass die Versetzung des Kindes gefährdet ist.

Die Übergabe dieses Negativpreises erfolgt somit per Übersendung eines tatsächlich haptischen „Blauen Briefs“ als deutlichen Hinweises darauf, dass das Klassenziel - ein ordentlicher Journalismus - in Gefahr ist.

Der Negativpreis wird einmal je Saison am Ende der Spielzeit übergeben. In diesem Thread werden also zunächst alle Bewerbungen für den Blauen Brief 2026/27 gesammelt. Unter diesen wird dann eine ständig wechselnde, 5köpfige Jury am Ende der Saison den „Gewinner“ auswählen.

Mein erster Vorschlag ist Matthias Eicher von der Abendzeitung für den Clickbait-Artikel (AZ+) Grünwalder-Deal: Stadt stellt dem TSV 1860 eine wichtige Bedingung | Abendzeitung München - 13.07.2026 um 18:22 Uhr.

Weil: Reißerisch und sensationslüstern: Es wird auf billige Effekthascherei, starke Übertreibung oder emotionale Ausschlachtung gesetzt oder die Überschrift hat mit dem Inhalt nichts zu tun.

Löst man nämlich ein teures AZ-Abo, dann erfährt man, dass diese wichtige Bedingung nichts anderes als dass der Verein gesamtschuldnerisch für den Überlassungsvertrag mit einsetzt. Reisserisch garniert wird dieser normale Vorgang mit reisserischen Verweisen auf TürkGücü München (was mit Sechzig gar nichts zu tun hat), und der Feststellung, dass zwischen KgaA und Stadt „Funkstille“ herrscht.

Ergänzung vom @NordlingerLowe :slight_smile:
Ergänzend:

Die AZ schreibt:

Formal betrifft der nun geschlossene Vertrag die bestehende Vereinbarung mit der KGaA, die sich in Vorinsolvenz befindet, nach AZ-Informationen nicht. (…) Zwischen dieser und der Stadt soll aktuell Funkstille herrschen. Früher oder später dürfte also entweder die alte oder die neue Vereinbarung wieder aufgehoben werden.

Das scheint gleich doppelt falsch zu sein: Zum einen besitzt die KGaA kein Spielrecht für den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern. Insofern lässt die AZ ihre Lesenden darüber im Dunkeln, dass es hinsichtlich zweier mutmaßlich bestehender Verträge klar ist, welcher aufzulösen wäre: Nämlich der der KGaA, die im Gegensatz zur Spielbetriebs-GmbH kein Spielrecht für die Regionalliga Bayern hat.

Zum anderen werden laut Quellen, die in der Vergangenheit verlässlicher waren als jene der AZ die Verträge zwischen der Stadt und Sportvereinen hinsichtlich des Grünwalder Stadions ohnehin nur für eine Saison geschlossen. Auch andere Quellen deuten auf saisonbezogene Mietdauern hin. Insofern ist der Vertrag der Stadt mit der KGaA ohnehin schon spätestens zum 30.6.2026 ausgelaufen; ein zweiter Vertrag existiert somit überhaupt nicht.

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Ein weiterer Vorschlag wäre dieser Artikel hier:
1860 München sorgt mit besonderem Trikot für Diskussionen

Blau und Weiß prägen die Farben des TSV 1860 München

Kann man wenn man beide Augen zudrückt vielleicht noch durchgehen lassen. Allerdings sind die Farben des „TSV 1860 München“ grün-gold. Die der Fußballabteilung sind weiß und blau, und nicht blau und weiß. Schlimmer wird es hier:

Ein neues Torwarttrikot im offiziellen Fanshop des TSV 1860 München […] wirkt auf den ersten Blick rot und erinnert damit ausgerechnet an die Vereinsfarben des Stadtrivalen […]. Entsprechend überrascht reagieren zahlreiche Fans in den sozialen Netzwerken auf das ungewöhnliche Design […]. Der Verein selbst bewertet die Farbwahl allerdings anders. Gegenüber Absolut Sechzig erklärte die Merchandising-GmbH: „Das Trikot ist Lachsrosa und natürlich nicht rot.“ Aus Sicht der Verantwortlichen handelt es sich also keineswegs um ein rotes Trikot.

„Der Verein“, ganz egal ob man damit den e.V., die neue Spielbetriebs-GmbH oder die KGaA meint, ist nicht das gleiche wie die „Merchandising-GmbH“. Es handelt sich um unterschiedliche juristische Personen mit unterschiedlichen Beteiligungsverhältnissen. Die Merchandising-GmbH gehört zu 100% mit Hasan Ismaik verbundenen Unternehmen. Die Verantwortlichen der „Merchandising-GmbH“ (Valentin Pusneva) sind andere wie die von e.V. (Gernot Mang), KGaA (Manfred Paula, ggf. Max Liebig als Insolvenzverwalter) oder neuer Spielbetriebs-GmbH (Thomas Probst). Gerade in der aktuellen Zeit, wo die Merchandising-Rechte ein großer Zankapfel hinsichtlich der Zukunft des TSV 1860 zu werden scheinen, wäre es wichtig, diesbezüglich nicht mit falschen Fakten um sich zu werfen.

Der TSV 1860 München und sein Profispielbetrieb verdient ab der kommenden Saison keinen Cent mehr an Verkäufen der „Merchandising-GmbH“.

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Habe mich extra angemeldet, damit die journalistische Perle „Faktenblatt“ ihren würdigen Platz in der Liste erhält.

Kriterien:

  • Einseitig
  • Ungeprüft
  • Unreflektiert
  • Reißerisch
  • Clickbait
  • Paywall
  • Auftragsjournalismus

Den fortlaufenden Verfall des Qualitätsanspruchs der AZ kann man ja bereits seit einigen Jahren beobachten, aber spätestens mit diesem Artikel kann man diese „Zeitung“ als Bodensatz des Boulevards bezeichnen. Würde man der AZ „Bild-Niveau“ attestieren, liefe man zurecht Gefahr, aus dem Hause Springer wegen Beleidigung und übler Nachrede verklagt zu werden.

Selbst der Falschpaker bezeichnet sich wenigstens nicht allzuoft als Journalist, sondern als Blogger, man muss Ihm also zumindest in dieser Hinsicht einen Hauch Restwürde zugestehen - der AZ nicht.

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10.07.2026 18:17 Kristina Ellwanger
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_Manipulativ und tendenziös: Informationen werden krass einseitig dargestellt.
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_Reißerisch und sensationslüstern: Es wird auf billige Effekthascherei, starke Übertreibung oder emotionale Ausschlachtung gesetzt.
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_Suggestiv: Die Wortwahl drängt die Leserschaft bereits in eine bestimmte Richtung.
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_Inkorrekt: in der Wortwahl der Artikelüberschrift.

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Altes, neues Wappen: Ausgebrüllt: 1860 München verliert jetzt auch noch den Löwen

Vielen Dank an n-tv für das überregionale Interesse am TSV. Ein paar inhaltliche Anmerkungen:

Ausgebrüllt: 1860 München verliert jetzt auch noch den Löwen

Von einem „Verlust“ kann keine Rede sein. Es handelt sich nach einer Meldung von der Internetseite des TSV München von 1860 e.V. lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme bis zur finalen rechtlichen Klärung, die auf die kommerzielle Nutzung des Wappens beschränkt ist. Es ist herrschende Meinung, dass der Löwe konservativ geschätzt spätestens 2031 auf den TSV 1860 zurückfällt.

Dabei geht sogar der berühmte Löwe im Klub-Wappen wegen des geschassten Investors Ismaik über den Jordan.

Abgesehen davon, dass der Löwe nicht „über den Jordan geht“, siehe oben, ist der Grund der vorübergehenden kommerziellen Nicht-Nutzung nicht Ismaik, sondern dass die Markenrechte bei der sich in Vorinsolvenz befindlichen TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA liegen und insofern eine Markenrechtsverletzung gegenüber der KGaA vorliegen könnte, soweit die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH deren Marken kommerziell nutzt.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit mit Ismaik.

Es gibt momentan keinen öffentlich bekannten Rechtsstreit zwischen einer 1860-Gesellschaft und Hasan Ismaik hinsichtlich des Vereinswappens. Hintergrund der Anmeldung eines neuen Wappens beim BFV ist kein Rechtsstreit mit Hasan Ismaik, sondern rechtliche Unsicherheit in der Beziehung zur vorinsolventen KGaA.

Weil Ismaik mit seiner TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Limited weiterhin über die Rechte an dem bisherigen achteckigen Logo mit dem Löwen über der Jahreszahl 1860 verfügt, ist der Verein kreativ geworden.

Es gibt keine „TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Limited“. Gemeint scheint die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zu sein, die aber nicht Hasan Ismaik („seine“) gehört. Ismaik ist lediglich über die HAM International Limited mit 60% an dieser Gesellschaft beteiligt.

Bis Anfang Juni hatten die Verantwortlichen ein Defizit von 2,7 Millionen Euro aufbringen müssen, was bis zu der vorgegebenen Frist nicht gelang.

Es waren 2,325 Millionen Euro.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde 1860 in die kommende Saison in der Regionalliga nicht nur mit verändertem Logo, sondern auch ohne Trikotsponsor gehen, ehe mit einem Münchner Mode-Unternehmen ein Sponsor gefunden wurde.

Ein Trikotsponsor steht noch nicht fest. Das Münchner Mode-Unternehmen ist kein Sponsor, sondern der Ausrüster/Hersteller der Trikots.

Mit mittlerweile knapp 330.000 Euro konnte das vorgegebene Ziel zwar erreicht werden, aus dem Sponsoring wird nun offenbar aber doch nichts. Im Raum steht nun, dass die Summe an den Verein gespendet wird.

Wäre schön, wenn man diese Spekulation mit einer Quelle und/oder Begründung unterlegen würde. Die Info hat ntv nämlich bislang exklusiv.

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