Nominierungen für jährlichen Negativpreis „Der blaue Brief“

Guten Morgen,

der „blaue Brief“ ist umgangssprachlich der Hinweis einer Schulleitung an die Eltern, dass die Versetzung des Kindes gefährdet ist.

Die Übergabe dieses Negativpreises erfolgt somit per Übersendung eines tatsächlich haptischen „Blauen Briefs“ als deutlichen Hinweises darauf, dass das Klassenziel - ein ordentlicher Journalismus - in Gefahr ist.

Der Negativpreis wird einmal je Saison am Ende der Spielzeit übergeben. In diesem Thread werden also zunächst alle Bewerbungen für den Blauen Brief 2026/27 gesammelt. Unter diesen wird dann eine ständig wechselnde, 5köpfige Jury am Ende der Saison den „Gewinner“ auswählen.

Mein erster Vorschlag ist Matthias Eicher von der Abendzeitung für den Clickbait-Artikel (AZ+) Grünwalder-Deal: Stadt stellt dem TSV 1860 eine wichtige Bedingung | Abendzeitung München - 13.07.2026 um 18:22 Uhr.

Weil: Reißerisch und sensationslüstern: Es wird auf billige Effekthascherei, starke Übertreibung oder emotionale Ausschlachtung gesetzt oder die Überschrift hat mit dem Inhalt nichts zu tun.

Löst man nämlich ein teures AZ-Abo, dann erfährt man, dass diese wichtige Bedingung nichts anderes als dass der Verein gesamtschuldnerisch für den Überlassungsvertrag mit einsetzt. Reisserisch garniert wird dieser normale Vorgang mit reisserischen Verweisen auf TürkGücü München (was mit Sechzig gar nichts zu tun hat), und der Feststellung, dass zwischen KgaA und Stadt „Funkstille“ herrscht.

Ergänzung vom @NordlingerLowe :slight_smile:
Ergänzend:

Die AZ schreibt:

Formal betrifft der nun geschlossene Vertrag die bestehende Vereinbarung mit der KGaA, die sich in Vorinsolvenz befindet, nach AZ-Informationen nicht. (…) Zwischen dieser und der Stadt soll aktuell Funkstille herrschen. Früher oder später dürfte also entweder die alte oder die neue Vereinbarung wieder aufgehoben werden.

Das scheint gleich doppelt falsch zu sein: Zum einen besitzt die KGaA kein Spielrecht für den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern. Insofern lässt die AZ ihre Lesenden darüber im Dunkeln, dass es hinsichtlich zweier mutmaßlich bestehender Verträge klar ist, welcher aufzulösen wäre: Nämlich der der KGaA, die im Gegensatz zur Spielbetriebs-GmbH kein Spielrecht für die Regionalliga Bayern hat.

Zum anderen werden laut Quellen, die in der Vergangenheit verlässlicher waren als jene der AZ die Verträge zwischen der Stadt und Sportvereinen hinsichtlich des Grünwalder Stadions ohnehin nur für eine Saison geschlossen. Auch andere Quellen deuten auf saisonbezogene Mietdauern hin. Insofern ist der Vertrag der Stadt mit der KGaA ohnehin schon spätestens zum 30.6.2026 ausgelaufen; ein zweiter Vertrag existiert somit überhaupt nicht.

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