62% pro Olympia
Ich finde es gut wenn Olympia nach München kommen würde.
Ich wohne nicht in München und durfte also auch nicht abstimmen.
Doch hätte ich für eine Bewerbung gestimmt. Es gibt Argumente pro und contra Olympia, schon klar. Entscheidend ist für mich, dass ich das Heer der Bedenkenträger langsam satt kriege.
Man ist nicht mehr bereit, Risiken einzugehen. Man will doch lieber alles beim Alten belassen. Bitte keine Veränderungen. Man hat Schiss, dass man vom IOC über den Tisch gezogen wird. Dann lieber die Finger weglassen, das könnte uns vielleicht teuer zu stehen kommen. Was da alles passieren kann.
Genau mit dieser Einstellung fahren wir Deutschland grade gegen die Wand.
Ich denke auch das Hamburg jetzt schon aus dem Rennen ist. Da gab es vor kurzem einen Bürgerentscheid, das hohe Hürden allein schon im Verkehr erstellt. Und das scheint wohl bindend zu sein.
Aber das ist, nur irgendwo im Hinterkopf abgespeichert. Also sollte stimmen, muss es aber nicht
Edit: Bin absolut für Olympia in München
Finde interessant, wie du das schreibst.
Da ist was dran. Aber denke doch, dass da sehr viele Gründe sind, die für und die gegen eine Bewerbung für Olympia sprechen. Und wir leben Gottseidank noch in einer Demokratie. Es gilt die Entscheidung der klaren Mehrheit einfach zu respektieren. Ich frage dich, hättest du es auch so gesagt, wenn 2 Drittel gegen die Bewerbung gewesen wäre. Oder hättest du geklagt und geschimpft, weil wir nur noch ein Volk von Bedenkenträgern sind und in unserem Land nichts mehr voran geht.
Ehrliche Antwort bitte!
Ehrliche Antwort? Ich verstehe Deine Frage nicht.
Ich finde es gut, dass eine Mehrheit pro Olympia abgestimmt hat. Weil diese Mehrheit dafür ist, dass man Verantwortung übernehmen will. Dass man Entscheidungen trifft, weil man sich einen Mehrwert verspricht, auch wenn es vielleicht nicht so klappt wie geplant. Dass man sich Ziele setzt.
Wie ich es gefunden hätte, wenn eine Mehrheit dagegen gewesen wäre? Ja mei, dann hätte ich mich kurz geärgert und mir meinen Teil gedacht. Ich hätte gedacht, dass der gemeine Münchner seine Wohlfühloase nicht verlassen möchte und jedes Risiko von sich schiebt. Schön, dass anders abgestimmt wurde.
Hoffe, wir treffen auch in Zukunft mal Entscheidungen, die nicht an der Mehrheit liegt, weil sonst sind wir verloren.
Die Mehrheit ist bald 60+
Ich bin da grundsätzlich bei Dir, wenn es um Dinge wie Stuttgarter Bahnhöfe, Umgehungsstraßen, Stromnetze, Windparks oder ähnliche größere Projekte geht, die verhindert oder ewig in die Länge gezogen werden wegen eines allgemeinen „Dagegen seins“.
Bei Olympia würde ich aber dennoch zumindest grundsätzlich eine Ausnahme machen. Ich habe die ganzen Quellen nicht mehr parat, musste mich aber anlässlich der Winterspiele in Vancouver 2010 relativ ausführlich mit dem volkswirtschaftlichen Kosten/Nutzen-Verhältnis olympischer Spiele beschäftigen. Ich erinnere mich noch, dass ich erschrocken war, wie schlimm es darum steht. Gewinne werden privatisiert, Verluste vergemeinschaftet. Der Nutzen wird meist massiv schöngeredet, die Kostenschätzungen regelmäßig um ein Vielfaches unterschätzt. Der Effekt wurde zumindest zum damaligen Zeitpunkt auch von Jahr zu Jahr schlimmer. Dass sich daran in den letzten 15 Jahren etwas geändert hat, kann ich mir nicht vorstellen, im Gegenteil.
Alles in allem ist es mir aber wurscht. Schaden wird es, was die Stadion-Situation bei Sechzig angeht, womöglich nicht. Wenn man träumen darf wird durch die Bewerbung zumindest am aktuellen Status Quo gerüttelt.
Meine Frau hat für die Olympischen Spiele gestimmt. Ich dagegen. Eigentlich hätten wir uns den Einwurf der Wahlunterlagen also sparen können. Gelebte Demokratie in der Ehe. ![]()
Was ich aber interessant finde ist deine Erklärung. Was ist falsch an Bedenken einen erwiesenermaßen korrupten Verband in dem Sinne zu unterstützen, dass man genau das System ja unterstützt, wenn man ohne hier mitzuspielen, sowieso keine Chance hat die Spiele zu bekommen. Glaubst du tatsächlich wir haben ohne Korruption eine Chance die Spiele zu bekommen? Ist es das wert?
Nach dem lesen des Beitrags des Nördlingers wirft die Edith wirft noch ein, dass sie deine Argumentation bzgl. der Bedenkenträger gut nachvollziehen kann, aber halt auch gewisse Grenzen sieht.
Nicht in München und deshalb überrascht das Ergebnis auch nicht.
was für ein leidenschaftlicher Demokrat du doch bist.
In einer Demokratie sollte eine Minderheit nicht unterdrückt werden…
wer wird den Unterdrückt
Erstaunlich— Hamburg hat sich gegen Olympia entschieden
Hamburg sagt nein zu Olympia.
Aus neutraler Sicht hätt ich eig seit Jahren Hamburg als besten deutschen Kandidaten empfunden. Aber jetzt schon zum 2. Mal nein gesagt
Ich weiss nicht wie die Grünen sich dort positioniert haben, vielleicht waren die dagegen
Nein, der rot-grüne Senat und auch die Partei haben für grüne olympische Spiele in Hamburg geworben.
Dann sind die Bürger der Politik nicht gefolgt.
War ja eine kombi links, umwelt und afd die dagegen waren
Abstand der Vergabe zur austragung verkürzt. Ob das wirklich so gut ist, wie der Artikel uns weismachen will?