Stadiondiskussion beendet! Endlich wieder dahoam!

Hasan Ismaik hat ja im Interview auf muenchen.tv gefordert, dass er die KGaA 5 Jahre alleinverantwortlich managen möchte. Dieser Zeitraum würde angeblich ausreichen um den Verein in der Spitze der 1. Liga zu etablieren (die Augenhöhe mit Barcelona lasse ich mal weg).
Nachdem er ein paar Millionen in die KGaA investiert kann man das denke ich schon als Anspruch formulieren. Und Du hast recht. Hasan Ismaik hat bisher keinerlei Anstalten unternommen sich für eine neue Arena in Riem zu engagieren. Das verwundert mich auch gar nicht denn er will seine Erfolge lieber im 350 Mio. Kaiserklo feiern als in irgendeiner Betonarena welche (vielleicht) ach noch eine „fremde“ Investorengruppe billig hochgezogen hat.

Und im anderen Punkt hast Du auch recht aber so lange Hasan Ismaik den Verantwortlichen regelmäßig ein „leckeres“ Würstl vor die Nase hält wird da wohl auch eher nichts passieren. So toll arbeiten Hinterberger und Schäfer dann auch wieder nicht also dass man die Zwei nicht für ein paar nachrangige Darlehen opfern könnte (vermute ich mal).

Naja, bis wir auf einen Zuschauerschnitt von unter 10000 sinken, brauchen wir noch mindestens zehn weitere Jahre Zweite Liga (oder Abstieg/Pleite/beides).
Mit oder ohne Aufstieg wird uns Ismaik mit Sicherheit kein neues Stadion bauen, klar will der in der Arena bleiben (wenn er in puncto Sechzig überhaupt noch etwas anderes will als den Verkauf seiner Anteile). Das ist im Übrigen auch eines der wenigen Dinge, die er den Fans noch nie versprochen hat. Das Geld müsste woanders her kommen. Ich fänd’s schön, weil es unter den momentanen Gegebenheiten der einzige für Sechzig in BL zwei und eins Perspektiven eröffnende Weg wäre. Aber wahrscheinlich ist es kaum.

Weil jeder das Gefühl hat sein Geld in ein schwarzes Loch zu kippen, und darauf hat keiner besonders Bock.

Du brauchst drei Dinge, damit das klappt:

  1. Ne vernünftige sportliche Arbeit: Fürth hatte in jedem der letzten 10 Jahre (außer deren 1. Ligasaison) nen kleineren Etat als 60 und ist fast immer vor uns gelandet. Mit guter Arbeit an dieser Stelle, kannst du sportlich über deine Finanzkraft „hinausstinken“, weil nämlich in vielen andren Traditionsklub genauso chaotisch und idiotisch gearbeitet wird wie bei uns (Köln, FCK). Dass bestimmte kleine Vereine derweil in Liga 1 auftrumpfen (Mainz,Freiburg) liegt daran, dass dort im sportlichen Bereich weit besser gearbeitet wird.

  2. Eine Marketingstory:
    Und die kann sicher nicht sein: Mei is heit mit dem Kommerz ois scheiße, i wui zruck in de Fuchzger Johr.
    Die Marketingstory muss mit der sportlichen Philosophie zusammenpassen und gehört professionell angegangen. Vor einigen Jahren gabs ja schon mal den Versuch sich quasi als bayrische Nationalmannschaft zu vermarkten. Möglichkeiten gibts genug. Man muss es nur konsequent angehen. (siehe BVB seit 2008 )

  3. Eine solide Finanzbasis
    Durch konsequentes Arbeiten an den Punkten 1 (Erfolgseinnahmen + Transfererlöse) und 2 (Sponsoring, Merchandising) kann man sukzessive genug Substanz aufbauen, um die Stadionfrage auch mit Verstand angehen zu können. Solange das nicht gegeben ist, bleiben nur die Alternativen Fröttmanning oder Totalabsturz (mit ungewissem Ende). Alles andre sind reine Traumtänzereien und Luftschlösser.

Und der Witz ist, das ist nicht erst seit heute so.
Im Grunde schreib ich das seit ich hier im Forum bin, also schon beinah 6 Jahre lang…

Weil jeder Vorstand den Etat genau soweit überdehnt, bis er bei der Zahl angekommen ist. Dann ist das Stadion schuld, der Wildmoser schuld, der Ude schuld. Nur der Vorstand, der zu blöd war zamzurechnen wieviel am Monatsersten überwiesen werden muss, der is ned schuld (und natürlich schon gar nicht die vereinspolitischen „Strippenzieher“, die diese Leute in Amt und Würde gehievt haben).

Weil mir das Geseier gewisser Leute, die versuchen mit all ihrer Kraft, sportlichen Erfolg über die depperte Stadionfrage zu sabotieren (GWS bedeutet Amateurfussball für immer und ewig, zu dieser Aussage steh ich) um nur ja keinen Erfolg zu haben, weil des wär ja FC B light. Manche wollen offensichtlich mit Gewalt nen Loser-Klub, sonst gehts ihnen nicht gut. Und diese Leute bin ich inzwischen extrem leid.

Mit der Arena haben wir
[list]
[] in ein paar Jahren 18 Mio. Schulden angehäuft
[
] für 14 Mio. 50% der KGaA verkauft
[] für 4 Mio. die Fanartikel GmbH und weitere 10% KGaA Anteile verkauft
[
] 10 Mio. nachrangige Darlehen aufgenommen um den laufenden Betrieb zu finanzieren
[] die Vermarktung komplett in die Hand des Investors gegeben und weitere Abhängigkeiten geschaffen
[
] (vermutlich) die höchsten Eintrittspreise in der 2. Liga und sind selbst in der 1. Liga in diesem Punkt schon in der oberen Tabellenhälfte und haben, paradoxerweise, gleichzeitig vermutlich das größte Freikartenkontingent
[*] vermutlich (genaue Zahlen rückt die KGaA ja nicht raus) immer noch ein paar zusätzliche Millionen Schulden in der Bilanz stehen
[/list]
Es mag ja sein, dass die Arena nicht alleinverantwortlich für diesen Schuldenberg (laut Dieter Schneider auch „Konsolidierungskurs“ genannt) ist. Aber das sind nun einmal mehr oder weniger Fakten und hat relativ wenig mit Loser Club, FCB light oder Erfolg zu tun. Die Bilanz mit der Arena ist desaströs. Weder sind wir bisher aufgestiegen, noch haben wir die „phantastischen“ Vermarktungsmöglichkeiten dieses Stadions nutzen können. Und das ist schon gar nicht erfolgreich, sondern ein Armutszeugnis für einen Traditonsverein. Wir können uns nur damit trösten, dass sich andere noch dämlicher anstellen.

Die Idee, man könnte einfach so weitermachen wie bisher, ist und bleibt falsch auch wenn man sie ständig wiederholt (meine Meinung).

Wir können vielleicht mit „Hilfe“ von Hasan Ismaik noch ein paar Jahre dranhängen. Ob es das Wert ist müssen die, mit über 95% von den anwesenden Mitgliedern bestätigten, Verantwortlichen im Verein entscheiden (also „die, die bisher immer zu blöd zum zamzurechnen“ sind) . Es gibt objektive Kriterien, dass wir auf diesem Niveau dauerhaft nicht weiterarbeiten können. Das Du diesen Umstand einfach ignorierst und Andere einfach in die Loser Ecke stellst, macht Deine Argumentation leider nicht besser.

Sicherlich können wir auch die Jugendarbeit vielleicht noch ein wenig herunterfahren und den Spieleretat um 2-3 Mio. kürzen. Das kann sogar funktionieren, aber es erhöht nicht unbedingt unsere Aufstiegschancen. Langfristig bedeutet dass Festhalten an einem, für uns und vermutlich auch jeden anderen Zweitligisten, nicht geeigneten Stadion auch „Amateurfussball“. Du kannst 60% KGaA Anteile oder die Fanartikel GmbH nicht noch einmal verkaufen (die übrigens dieser Tage ordentliche Zahlen vorgelegt hat).

Wir steigen einfach auf und dann können wir die Arena schon bezahlen ist mir ( nach 10 Jahren 2. Liga) als „Plan“ zu wenig.

So wie ich die Aussgaben vom Niederbayernlöwen lese, dann braucht man nicht gleich „allergisch“ zu reagieren:
Ich schreibe die Aussagen von ihm mal um:

  1. An den Schulden ist nicht ausschließlich die Arena, sondern vor allem unsere Führung verantwortlich (=die nicht zamrechnen kennan).
  2. GWS und Profifußball (Liga 1) wird es zukünftig nicht mehr geben.(=GWS bedeutet Amateurfußball)

Nun ja, in beiden Punkten steckt ein Körnchen Wahrheit. Wichtig ist aber auch, dass wir JETZT Schulden haben,
die wir MIT der Arena nie mehr abbauen können, ohne in der sportlichen Bedeutungslosigkeit zu enden.
Folglich muss an Alternativen gearbeitet werden. (=GWS, Riem, Aidenbachstraße, Olypark…)
Scheidet GWS für Profifußball wirklich aus - dieses vermeintliche Faktum müssen wir immer wieder in Frage stellen - dann müssen wir trotzdem eine EIGENE Heimat aufbauen!!

Zunächst einmal: Danke an den HHeinz! Und sorry Andi, aber ich kann hier wirklich keine Anaphylaxie erkennen. Es fällt mir vielmehr wesentlich schwerer auf den Beitrag aus Niederbayern nicht mit einer Histaminausschüttung zu reagieren, als dem HHeinz.

Niemand will sportlichen Erfolg sabotieren. Wer dieses behauptet, verkennt sträflich fahrlässig die Fakten, welche der HHeinz hier sehr sachlich aufgelistet hat. Auch wenn immer wieder das Beispiel Fürth angeführt wird, so sollten sich die Unterstützer der AA auch mal erkundigen, wie hoch die Stadionmiete im Ronhof ist. Und dann wäre noch interessant zu wissen, ob das Kleeblatt an den Logen verdient, oder aber für nichtverzehrte Shrimps dem FCN Geld überweisen muss.

Nein, so geht das nicht. Die nicht zufriedenstellende sportliche Situation ist keine Folge des ‚depperten Geseiers‘ von Losermentalität- Fetischisten, sondern resultiert zu einem nicht unerheblichen Teil aus dem chronisch fehlenden Geld. Manchmal ist das Offensichtliche nicht immer die schlechteste Erklärung eines Problems.

Diese ganzen Eventies und gloryhunters, die sich jetzt Karten für dieses dämliche Pokalspiel holen, gehen mir jetzt schon wieder auf den Senkel, weil sie in ein paar Jahren das Argument dafür darstellen, unbedingt in der Arena bleiben zu müssen.

„Wisst ihr denn nicht mehr, damals gegen Dortmund - Was wollts denn mit so einem kleinen Kasten wenn mal wirklich viele kommen?“

Ich gehe mal davon aus, dass du konsequenterweise dann daheim bleibst, oder?

@Kraiburger

Und dieses eine Spiel soll dann also dafür herhalten um die Arena zu rechtfertigen?

Hey Strahlenkatarakt - nix mehr mit X-Ray-Eyes (?),
Danke für den medizinischen Sachverstand Kai, Du hast ja richtig gelesen, dass ich auf den Absatz mit „Loser“ / „Sabotage“ extra nicht eingegangen bin.
Du kennst mich - ich bin in keinster Weise einverstanden, wenn man die Leute, die für eine eigene Heimat kämpfen in die Ecke der Saboteure stellt!

Ich wollte nur die Diskussion wegbringen von der „Ursache“ (Wer welchen Fehler wann gemacht hat - „zamrechnen kenna“) hin zur Lösung.
Eine solche Lösung kann meiner Meinung nach auf keinen Fall in Fröttmaning liegen - allein schon aus Identitäts- und Abgrenzungsgründen.
Auf der Suche nach einer Lösung sollten wir auf keinen Fall die Lösung(en) immer bereits vorab diskreditieren („Profifußball gehd im GWS hoid nimma“)
oder andere Lösungen per se ausschließen (Giasing sonst nix), denn sonst drehen wir uns wirklich noch weitere Jahre nur im Kreis und es geht in dieser zentralen Frage mal wieder nichts vorwärts.

Stillstand können wir uns aber auch nicht leisten. Denn ein Auszug aus der AA darf nicht auf den Sanktnimmerleinstag verschoben werden.
Unsere Löwenjugend braucht eine Heimat, ansonsten verlieren wir wieder eine Fangeneration an die Roten / Audis / Datschis / Basketballer etc.
Außerdem braucht man für die Realisierung der Lösung (Planung, (Um-)Bau, etc.) ebenfalls Zeit.

Ergänzend: Der Pokalhit ist niemals eine Rechtfertigung pro Arena - denn wir werden zwar (für die Arena) eine phänomenale Stimmung und >55.000 Zuschauer haben, aber ausverkauft…? Da zweifle ich doch noch etwas.

Konsequenterweise fahre ich während der Wiesn nicht aus der Stadt raus!

Brauchst ja deswegen auch nicht. Hauptsach du bist konsequent und gehst nicht ins Stadion. Denn sonst bist du für mich ebenfalls ein Eventie oder Gloryhunter.

auf der mittlerweile vollkommen heruntergekommenen Komerz-Wiesn bist du gut aufgehoben Mr.Doppelmoral. Sry aber dich nimmt doch keiner mehr ernst. Fahr auf dein Deutschlandspiel, schaust dir die Roten an und nerv hier nicht langjährige Löwen, die auch in schlechten Zeiten hinter dem Verein stehen(damit meine ich nicht das Pokalspiel)

die edith meint noch: ich zolle dir höchsten respekt wie du dich in der Vergangenheit für den Verein in diversen Bereichen eingesetzt hast, aber du bist doch kopfmäßig einfach nur noch „durch“. Lass doch den anderen Löwen den wenigen Spass an Ihrem leider kaputten Verein

Jawohl, der Bongo ist wieder da!

Endlich kann ich die „Ignore“-Funktion ausprobieren!

Yep, genauso kommts! Endlich ein handfestes Beispiel für viele AA-Traumtänzer!
Die Argumente der nicht vorhandenen CL- und Derbyspiele werden dann nicht mehr benötigt!

:thumbsup: Genau mit dem Schmarrn der Planungen/Gedanken im Best-Case-Modus stehen wir da wo wir sind!

Stimmt, das hat sich sogar schon bis nach Dubai herumgesprochen.

Insgesamt ist deine Argumentation durchaus schlüssig, aber ein paar kleine Einwände habe ich dann doch:

  • der billigste Kader einer Erstliga-Mannschaft (Braunschweig) beläuft sich auf das 2,5-fache der Kosten für den TSV-Kader, dagegen kann man nicht anstinken, selbst mit größtmöglicher Euphorie. Nach einem Aufstieg müssten sich die Einnahmen auf einen Schlag verdreifachen - wie soll das gehen?

  • der lokale Vermarktungs-Konkurrent in Sachen Vip und Werbung präsentiert einen Kader, der das zwanzigfache kostet - das ist ein Verhältnis wie Sterne-Menü zu Döner und hat auch im Entferntesten nichts mit ‚Augenhöhe‘ zu tun. Damit ist die Zielgruppe abgeweidet …

  • der Anteil der Aufwendungen für Kader und Nachwuchs am Gesamt-Etat liegt beim TSV deutlich unter 50 Prozent. Auch wenn solche Kennziffern nur als Anhaltspunkte zu sehen sind, ist das ein äußerst ungesunder Wert.

  • aufgrund langfristiger (falscher) Weichenstellung bleibt der Kostenfaktor ‚Fröttmaning‘ wohl erhalten und stellt einen finanziellen Nachteil zu den anderen Liga-Teilnehern dar, selbst nach einem Aufstieg. Die Alternative ist nicht „Fröttmaning oder Totalabsturz“, sondern der TSV befindet sich bereits seit langem im gravitativ beschleunigten Flug.

Vielleicht sollte man mal durchrechnen, ob sich der TSV in der 3. Liga (dan GWS) konsolidieren kann. In der 2. Liga gelang das ja bekannterweise nicht, und für die 1. fehlt es sowieso weit. Schlimmer als der Dauer-Frust seit 2003 (Falko-Götz-Antikick und Abstieg) wären ein paar Jahre 3. Liga für die Fans auch nicht.

[color=#999999]Was die Zukunft der gesamten Liga betrifft, sollte man vielleicht mal das britische Modell mit seiner ‚Premier League‘ anschauen. Da hätten dann Geld- und Retortenclubs ihre angemessene Bühne (evtl sogar nur mit 10 Teilnehmern und doppelter Hin-/Rückrunde), und die anderen hätten wieder eine (evtl nur zweigliedrige) Liga mit vergleichbaren Chancen und spannenden Spielen (eine Liga, wo am Schluss der 1. doppelt so viele Punkte hat wie der 8. ist nicht spannend) - aber das geht jetzt eindeutig über das Thema ‚Stadiondiskussion‘ hinaus.[/color]

Sorry aber ich soll jetzt ein schlechtes Gewissen haben, mir diesen Fußballleckerbissen mit Löwenbeteiligung zu geben, nur weil dann in einigen Jahren jmd. damit PRO Arena argumentieren könnte?

Es gibt eine nicht endende Liste an Argumenten CONTRA Arena, die mittlerweile auch den meisten im Verein und der KgaA bestens im Hirnkasterl verankert scheint - nur Lösungsvorschläge und -herangehensweisen fehlen noch so ein wenig.

Man kann sich als Löwenfan das Leben auch unnötig erschweren.

Danke. Man kann es auch übertreiben.