Wird eine rassistische Entgleisung anders behandelt als bspw ein Becherwurf? Was will man erreichen ?
Meiner Meinung nach muss man, wenn man von Einzelfällen spricht eine Entfernung der Person veranlassen und sicherstellen, Aufnahme der Vorkommnisse und dann eben den Weg über die Anzeige gehen. Die Verurteilung muss aber dann auch verhältnismäßig sein. Wenn ein 18 jähriger irgendwo im falschen Haufen mitläuft muss man eher versuchen den wieder irgendwo auf die Spur zu bringen als hohe strafen zu fordern.
Sollte das überhand nehmen und es scheint ein strukturelles Problem sein muss man ein Konzept entwickeln.
Ich glaube aber grundsätzlich, es gab schon immer rechte bei sechzig. Genauso wie linke und hoffe die in der Mitte ohne extreme sind immer noch in der Mehrheit.
Nichts desto trotz dürfen Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe niemals schlechter behandelt werden als andere. Das muss klar sein.
du weisst aber schon, wenn diese Situation direkt abgebrochen wird und mit 2:0 gewertet wird, könnte auch manipuliert werden.
Stellt sich ein gegnerischer Fan in die Kurve, haut dies Sche..e raus und schwupp, Spiel abgebrochen und 0:2 gewertet.
Da gehen unsere Erwartungen an Sicherheitskräfte wohl auseinander. In einem Stadion zu erwarten, dass Sicherheitskräfte innerhalb von Sekunden einschreiten, wo jeder Ordneraufmarsch doch sofort als Provokation gesehen wird bzw. einige Leute bestimmtes illegales Verhalten sowieso zumindest toleriert sehen wollen (Stichwort Feuerwerk und „normale“ Beleidigungen nach Abschlägen usw.)
Da ist doch nach 4 min hier schon auch reagiert worden. Spieler sehen Vorfall, Spieler und Zuschauer melden Vorfall - Ordner vor Ort ist sich unsicher - Ordner macht Rücksprache, Ordner überlegen sich wer wann wie zugreift - Ordner gehen in den Block - da sind 4 min gar nicht soooo schlecht. Aber jeder hat seine Wahrnehmung.
Oder um den bogen noch weiterzuspannen könnte man wenn man genug connections hat einen Verein einfach zerstören indem man das wiederholt mit unterschiedlichen Akteuren macht
Es hat auf jeden Fall so lange gedauert, dass wir aufgrund fehlender Rückmeldung der Ansprechpartner schon das Gefühl bekamen bzw. davon ausgehen mussten, dass einfach keiner mehr zur Unterstützung reinkommt und die beiden da noch bis Spielende stehen dürfen. Daher bin ich dann einfach selbst zu den beiden und hab denen gesagt, dass sie sich schleichen sollen.
Und das fand und find ich immer noch ziemlich frustrierend. Die Kommunikation wäre wirklich super easy gewesen aber wir sind auf taube Ohren gestoßen. Und dass der Teamleiter im Block F1 nix davon mitgekriegt hat, sagt alles darüber aus wie "optimal” das abgelaufen ist. Er hat sich auch entschuldigt und meinte, dass das so nicht ablaufen darf, er aber halt schlicht nichts darüber wusste.
Bis auf diesen Satz bin ich vollumfänglich bei dir. In den Köpfen der allermeisten Menschen bleiben nicht Punkt eins bis sechs hängen, sondern leider nur “Sechziger sind widerwärtige Rassisten.” Dazu muss man noch nicht einmal an Fußball interessiert sein oder den Sportteil der Zeitung lesen. Das findet man bei n-tv.de auf der ersten Seite.
Genau deshalb will ich ja den Ermessensspielraum für die Spielleitung. Damit man von Fall zu Fall abwägen kann. Dass man in der Regelwerksgestaltung eben nicht nur die Wahl dazwischen hat, entweder rigoros Spiele abbrechen zu müssen oder andererseits die Spieler weiter potentiell den Rassisten und Rassismen auszusetzen.
Ich bin ein weißer cis-hetero Mann. Ich kann per Definition schon gar nicht Ziel von rassistischen und patriarchal-sexistischen Beleidigungen werden. Insofern tut mein Befinden hier nichts zur Sache. Diejenigen, die Ziel von rassistischen, antisemitischen oder sexistischen Beleidigungen werden können oder geworden sind, musst Du fragen. Deren Befinden ist maßgeblich. Nicht, was jemand denkt, der nicht betroffen ist, nicht betroffen sein kann.
Dass es sowas im Fußball schon immer gab mag sein, (kleiner Einschub: ich hab in den 90ern in West- und Nordkurve auch Sachen mitgebrüllt, derer ich mich inzwischen schäme. Bspw. die damals üblichen Sprechchöre zu Uli H., die seine sexuelle Orientierung oder Leistungsfähigkeit theamtisierten, gerne auch situationsbefdingt mit anderen Namen verwendet. Die würde ich heute niemals mehr mitbrüllen, ich würde mich schämen, im gleichen Stadion wie die Brüller zu sein.), aber man sollte hier auch nicht die Gelegenheit auslassen, dass man das zum Besseren ändern kann. Einfach immer mal wieder dran denken, wie die Sachen beim Adressaten ankommen könnten. Oder, wenn man eine Beleidigung mitbekommt, muss gar keien große Sache sein, aber eben eine Beleidigung, dass man den Urheber mal fragt, warum er das so gesagt hat, und ob er sich mal Gedanken gemacht hat, was das beim Gegenüber auslösen könnte. Das wird in vielen Fällen nicht besonders erfolgreich werden (insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist), aber in einigen Fällen hilfts halt vielleicht doch. Es hindert und niemand daran, dass wir versuchen, keine Arschlöcher zu sein.
Und nein, ich hab mangels jeglichen Talents nie selber wirklich Fußball gespielt, war immer nur im Publikum. Disqualifiziert mich das jetzt von irgendwas?
Dass die rechten in Fankurven recht häufig anzutreffen sind, ist vermutlich ein allgemeines Problem, bei Sechzig sind sie mir leider immer wieder unangenehm aufgefallen, in der Presse auch eher etwas mehr als bei einigen anderen Vereinen. Im Gegensatz zu irgendwelchen radikalen linken, davon habe ich selber im Stadion oder in der Presse nie was mitbekommen.
Ich denke, wir haben ein grundsätzlich unterschiedliches Verständnis davon, was eine Beleidigung ist: In Gegensatz zu Dir, sehe ich nicht alles, was meinem Weltbild widerspricht nicht als Beleidigung an. Was im Sinne des StGB eine Beledigung ist, sehe ich auch als eine solche, was wiederum von Dir immer wieder anders gesehen wird, siehe verschiedene Spieltagsthreads. Entsprechend ist es für mich schwierig, hier eine gemeinsame Diskussionsbasis zu sehen.
Ich empfehle Dir diesen Artikel, da drin ist gut beschrieben, weshalb „Rassismus gegen Weiße“ es nicht trifft. Als Weiße oder Weißer kann man der Hautfarbe/Ethnie wegen diskrimniniert werden, der Rassismusbegriff jedoch ist, auch meiner Meinung nach, grundsätzlich unangebracht.
unfassbar was hier mittlerweile los ist. Alrik und Konsorten bringen das Löwenforum in wirklich neue Dimensionen es belehrenden Wokismus. Für mich ist hier jetzt endgültig Schluß. Die Betreiber sollten sich ernsthaft Gedanken machen, ob sie es wirklich zulassen wollen, dass ein paar "§$%& dieses Forum derart mißbrauchen um ihren linken Lifestyle auszuleben.