Meines Wissens dürfen Transferrechte an Spielern nur von „Fußballvereinen“ gehalten werden. Nur der e.V. ist Mitglied beim BFV und hat eine Lizenz für 26/27.
Meiner Meinung nach dürfte es keinen Spielerpass mehr bei der KGaA geben. Weiß aber jetzt nicht wie das abläuft. Ob der e.V. das dem BFV melden muss…
Der Insolvenzverwalter wird sich mittlerweile schon einen ganz guten Überblick verschafft haben.
Er kann sicher bereits abschätzen, dass ein Spielbetrieb der KGaA aus eigenem Antrieb nicht mehr stattfinden wird.
Er wird also seine zwei Möglichkeiten nutzen Verfügungen des GF über das Vermögen(Spieler gehören dazu) der KGaA zuzulassen. Entweder durch Einwilligung vorab z.B. bei Spielern bei denen keine Ablöse zu erwarten ist, weil keine Marktwerte vorliegen(U19) , oder durch Genehmigung im Nachhinein z.B. bei Spielern bei denen Martkwerte vorliegen, aber keine Angebote anderer Vereine vorliegen oder noch kommen. Die Transferphase hat ja erst vor ner Woche begonnen.
Damit kann die neuen GmbH Spieler von dern KGaA übernehmen und auch andere Angestellte können kündigen und den Arbeitsplatz wechseln.
Genauso wir er nicht gegen den Verein oder die neue Gesellschaft vorgehen, um die weiteren übertragenen Rechte der KGaA einzufordern.
Er wird also auch einwilligen, dass die neue GmbH selbst Sponsoring und Vermarktungsverträge abschliessen
kann.
Was natürlich noch zu klären ist bzw erst mit Eröffnung des Hauptverfahrens möglicherweiser durch Sonderkündigungsrecht des IV geklärt wird ist die Abtreteung der Merch GmbH. Gebenenfalls gegen Abfindung in Höhe des festgeschriebenen Gewinns von 120.000 p.a. für die Restlaufzeti von 5 Jahren.
zu klären wäre auch, inwieweit dem e.V. durch schuldhaftes Verhalten seitens der HAM Schaden entstanden ist; also ob hier auch Ansprüche zu Gunsten des e.V. bestehen
Einen echten Schaden sehe ich für den Klub tatsächlich nur darin, dass für die Gebäude die bereits aus Mitteln des Klubs gebaut wurden nach dem Heimfall des Erbpachtrechts möglicherweise nochmal bezahlt werden muss. Entweder erneut eine Ablöse oder erhöhte Erbpacht. Kommt dann wohl auf die Stadt an.
Es ist irrelevant. Eine erfolgreiche Klage gegen HAM wäre mangels möglicher Zustellung und Vollstreckung nicht durchsetzbar. Die HAM sitzt in Abu Dhabi. Zunächst würde sie keiner Kanzlei in Deutschland Zustellungsbevollmächtigung erteilen. Unabhängig davon, wäre eine Vollstreckung eines deutschen Urteils in Abu Dhabi aussichtslos.
Besten Dank. Ich mein ja schon, dass ich mich relativ gut auskenne. Die tatsächliche Struktur und die Details des Konstrukts 1860 sind doch immer wieder ein beeindruckend tiefer Kaninchenbau.
Mein Traumszenario wäre ja, Ismaik bleibt finanzielle Verpflichtungen ggü. Gauweiler schuldig und der beendet öffentlich das Mandat. Das wäre ja dann die ultimative gesellschaftliche Ächtung des Herrn aus Jordanien. Dann fasst den keiner mehr an …
Aus dem Jahresabschluss-Lagebericht der TSV KGaA vom 30. Juni 2024:
(unternehmensregister.de)
„Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat ihre Anteile an der TSV 1860 Merchandising GmbH am 11. Januar 2012 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2011 an die H.I. Squared International GmbH, München, veräußert. Im Rahmen der Anteilsübertragung wurde vereinbart, dass die Anteile an der TSV 1860 Merchandising GmbH spätestens nach 20 Jahren wieder an die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zurückfallen. Aufgrund der vorstehenden Vereinbarung wird die Beteiligung an der TSV 1860 Merchandising GmbH weiterhin bei der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt als echtes Pensionsgeschäft gem. § 340b HGB.“
Auch das was hier steht hebt die Stimmung nicht gerade. Drei Punkte, die problematisch werden könnten beim Neuanfang, von denen man hoffte, sie wären im Hintergrund schon abgeräumt worden:
Der e.V. will sich bei der KGaA einmieten. Bislang offenbar noch nicht geglückt.
Um das Spielrecht wird juristisch gerungen. Dass die KGaA/Ismaik da einfach aufgibt und somit ihre Spieler einfach rübermachen können, ist also auch weiterhin umstritten. Damit sind für mich auch die Meinungen einiger User, dass die KGaA mit ziemlicher Sicherheit liquidiert wird, mindestens mit Vorsicht zu genießen. Wenn die KGaA eine Perspektive aufs Spielrecht hat und jemand willens ist, dort Geld zu geben, kann es natürlich mit der KGaA weiter gehen.
Mindestens eine Investorengruppe hat Ismaik und dem e.V. Unterstützung angeboten. Auch das könnte die KGaA retten, weil sie der einzige Rechtsmantel ist, in die ein Investoreneinstieg mittelfristig realistisch ist.