50+1 bleibt!

Angeboten schon, aber am Anfang gab es die nur gegen horrenden Beitrag, dann wurde die Regelung eingeführt, dass der Vorstand die Mitgliedschaft ablehnen kann. Das Ergebnis war, dass beinahe alle stimmberechtigten Mitglieder hochrangige Mitarbeiter und der Vorstand quasi die Unternehmensführung von RedBull waren.

Also quasi das KHW System ohne Delegierte. Der hatte ja den Wahlausschuss bestimmt, welcher dann Kandidaten von Listen gestrichen hat, oder gleich ganze Listen wegen Formfehlern in die Tonne getreten hatte.
Bei Sechzig gabns das also in verfeinerter Form auch :wink:

Im Grunde richtig, allerdings sitzen in den Gremien lauter Vertreter von diesen Investoren Clubs. Denen wird schon ein Ausweg einfallen. Wer sponsort unter anderem die Nationalelf? VW

Und diese Vereinsstrukturen laufen noch unter „demokratisch“?

Oder ist das nicht vielmehr einfach eine „organisierte Willensbildung“ ohne echte demokratische Elemente?

Ich war vor ein paar Wochen selbst überrascht, dass ein nach deutschem BGB organisierter Verein anscheinen demokratisch organisiert sein muss. Ich hatte das weniger streng in Erinnerung, aus der Zeit, als ich mal noch mehr drüber wusste.

Also ich kenn das nur so, dass er in seinem Zweck nicht gegen die demokratische Grundordnung gerichtet sein darf. Ansonsten herrscht weitestgehende Vereinsautonomie.

Ja, das hatte ich mal erwähnt. Ist im BGB eigentlich recht verständlich geregelt, die Mitgliederversammlung bspw. in §32 BGB als beschließendes Organ. In Verbindug mit noch ein paar Regelungen (bspw. Vorstandsbestellung durch die Mitgliederversammlung (§27), Gründung über mind. 7 Mitglieder (§56), Unterschrift auf der Satzung durch mindestens 7 Gründungsmitglieder (§57), etc. pp)
Das ist implizit eine demokratische Organisation, da die Mitgliederversammlung letztendlich das oberste Organ ist. Eine Delegiertenversammlung oder irgendwas anderes, weniger demokratisches bspw. kann demnach nur durch entweder die Mitgliederversammlung bei der Gründung durch Erstellen einer entsprechenden Satzung oder später über die Mitgliederversammlung durch Satzungsänderung eingeführt werden. Aber davor steht immer ein demokratischer Prozess (ER HAT PROZESS GESAGT, STEINIGT IHN!).

Edit: ist halt immer nur so demokratisch, wie die Mitglieder das dann wollen. Aber das haben wir ja leider nicht nur im Vereinswesen…

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