Aktienmarkt und so

In den letzten Tag passiert ja was ganz besonderes auf dem Markt.

Die großen gegen die vielen Kleine.

Für ein paar Infos hier:
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/spekulanten-im-visier-gamestop-aktie-152-anleger-34-auf-der-jagd-nach-leerverkaeufern-34-nach-gamestop-erfolg-9739786

Einfach nur krank, was da gerade los ist, zeigt noch einmal wie der Markt nicht mehr zu der Wirtschaft passt.

Dort sprechen sich einige Nutzer zum Aktienkauf ab, um zum Beispiel solche Investoren aus dem Markt zu drängen, die auf fallende Kurse spekuliert haben. Sie sollen zu Deckungskäufen gezwungen werden, um einen „Short Squeeze“ auszulösen.

Was bedeutet das für finanzlaien wie mich

Versuch es mal zu verdeutlichen.

die Großen spekulieren auf den Niedergang der Firma Gamestop und wetten auf Verluste dazu leihen sie Aktien um sich abzusichern setzen sie Buy Orders und diese werden nun von kleinen ausgelöst und so müssen sie die geliehen Aktien kaufen und zwar zum aktuell Preis und so steigt die Aktie immer weiter und sorgt für harte Verluste.

Das Ganze wird mittlerweile richtig skuril.
Die Traderanbieter wie z.B. Robinhood lassen nur noch Verkäufe von GME, AMC, BB etc zu.
Das spielt den Hedgefonds wie Marvin Capitals natürlich in die Karten. Könnte mir vorstellen, daß das jetzt eine richtig richtig große Geschichte wird.

Bin mit ein paar Euro bei AMC drinnen, aber auf diese Story hier halte ich die Aktien bis ich sterbe. Die Geier bekommen nicht eine einzige Aktie von mir.
Dann gehört mir am Ende eben ein wertloser Teil eines Kinos… wurscht.

Wenn aber auf diese Aktion heute nicht die Regulierungsbehörden einschreiten, dann kannst das komplette Finanzsystem einfach nur abschaffen.

Edit: Das Ganze wird immer irrer… Nachdem ja Marvin Capital wegen den Leerverkäufen in Not geraten ist, hat Citadel denen mit 2,8 Mrd. ausgeholfen um den Margin Call zu verhindern.
Jetzt scheint es aber tatsächlich so, daß die Shortseller nix besseres zu tun hatten, als sich wiederum über Leerverkäufe abzusichern was dazu führte, daß die anfangs 150% leerverkauften Aktien wohl auf über 200% angewachsen sind ^^
Die Hedgefonds arbeiten mittlerweile mit allen legalen und illegalen Mitteln um irgendwie aus der Sache rauszukommen, aber der Mob steht mit Mistgabeln vor der Tür…

Das ist die geilste Story, die es die letzten Jahre gab.

Bin auch gespannt wie das endet, könnte eine riesige Finanzkriese auslösen.

WeBull hat die Restriktionen scheinbar wieder aufgehoben, d. h. über diese App können die Stocks wieder gekauft werden.

Zumindest ist es ein Erdbeben mit Amplitute 8+

Mit welchen konsequenzen für den normalbürger?

Wenn wir etwas aus der letzten Finanzkrise gelernt haben, dann dass die Banken immer gerettet werden und die „Normalbürger“ zahlen.

Ein Problem sind die Leerverkäufe. Die ganzen versprochenen Regulierungrn, die 2008 versprochen wurden, haben sich alle in Luft aufgelöst. Jetzt kann es sein, dass sich alles erneut in Luft auflöst …

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Ich zocke nicht mit Aktien aber im Depot merkt man natürlich wenn einige Titel auf einmal sehr stark steigen. Man muss aber niemanden retten der mit Leerverkäufen oder Zockertiteln spielt und als Broker sollte man auch Niemandem das Zocken verbieten solange er genug Geld auf dem Konto hat denn aus Fehlern wird man klug. Aber u.a. in den USA bekommt man halt für 1.000 Dollar gleich mal $ 10.000 Kredit aufs Depot gebucht.

Es ist sehr schwierig gegen Firmen zu wetten die mit einem guten Geschäftsmodell und soliden Zahlen am Markt auftreten. GameStop ist eigentlich ein Konzern ohne ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Wer sich für Zockertitel interessiert findet auf YouTube und im Internet infos über Michael Burry und seine Firma Scion Capital. Der kauft halt eine GameStop als sie noch weniger als 10 $ gekostet haben.

Wenn Blasen platzen sind die Großen in der Regel schon raus und die Kleinen zahlen die Endrechnung (z.B. Deutsche Telekomaktionäre um 2000 rum). Vor allem können die Großen dann handeln wenn Kleinanleger im Bett liegen, Nachts und am Wochenende. Wenn die Börse dann aufmacht ist der Kurs auf einmal 50% niedriger, ohne dass man als Kleinanleger eine Chance hatte seine eigenen Aktien zu verkaufen.
Wer jetzt als „Normalbürger“ an die Börse geht der hat einfach zuviel Geld, allerdings sind die Alternativen auch nicht besonders attraktiv. Wenn ich aktuell etwas kaufe dann nur Titel welche auf die Dummheit der Politik setzen.

Ihr habt aber schon mitbekommen um was es hier eigentlich wirklich geht?

@HHeinz: Da bringst du aber ganz ganz viel Durcheinander…

Das Problem ist doch nicht, dass Burry auf die $GME long ist. Das Problem ist, dass von Gamestop etwa 140% der Aktien geshortet wurden.

Zum einen ist das so nicht richtig, und zum anderen sind die Umsätze in diesen Zeiten so gering, daß die Kurse dann kaum von Bedeutung sind.

Kannst du mir da mal ein Beispiel geben?

Wie „wettest“ du denn gegen Firmen?
Bei GameStop war das „Problem“, daß mit Ryan Cohen ein recht versierter Mann eingestiegen ist, der scheinbar das E-Commmerce Geschäft versteht und in dem viele Hoffnungen liegen.

Also wenn ich mit aktien nix am hut hab kann mich das auch erstmal nicht schädigen? Oder können inflationen etc. Kommen?

Kannst mal über den Crash von 2008 nachlesen, hat damals sehr große wellen geschlagen

Kugellagerhersteller werden wohl reihenweise pleite gehen! True story :smiley:

Seriös wird wohl aktuell keiner sagen können, wie weit sich das noch auswächst. Vermutlich ist der short squezze auch noch nicht ausgelöst. Laut verschiedener Quellen ist die Shortquote immer noch zwischen 100 bis 120%.

Einige Analysten vermuten hinter den Verlusten des DJ als Folge, daß die Hedgefonds ihre Pakete verkaufen müssen um liquide zu bleiben, bzw. um dem Margin Call zu entgehen.
Allerdings wird da scheinbar auch gelogen, daß sich die Balken biegen.

Könnte allerdings schon sein, daß sich nach dieser Aktion einiges an den Börsenverhalten der Hedgefonds ändern wird/muss. Immerhin gibt sogar Elon Musk sein Statement dazu ab :smiling_face_with_three_hearts:

Nur nebenbei: ich hab mit Kugellagern nullkommanull am Hut :wink:

Diese Finanzsprache versteh ich ehrlich gesagt nicht. Versteh da nur Bahnhof.

Ich mach meine Frage konkret: sollte man gespartes Geld lieber möglichst schnell in Materiellen umwandeln oder besteht erstmal kein Anlass zu handeln?

Ja freilich sollst du das machen :smiley:

Im Ernst: :man_shrugging: :man_shrugging: :man_shrugging:
Kommt halt drauf an, wo du dein gespartes Geld hast. Glaub aber nicht, daß man sich da jetzt große Sorgen machen muss.

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Der Finanzmarkt ist doch außer Aktien doch sowieso vollkommen kaputt. Zumindest das wäre ein Vorteil sollte es noch einmal wie in den 2000ern crashen. Damals wurden nämlich auch die bis dahin seriösen Vorsorgemodelle geschrottet, was drastische Auswirkungen auf viele „kleine bis mittlere“ Sparer und Anleger hatte und hat. Und um den Bogen zum Corona Fred zu schließen. Sollte etwas passieren, würden die Banker sicher weicher fallen als so mancher kleiner Unternehmer.

Allgemein bin immer wieder überrascht, wie nonchelant mit diesem Verbrechergewerbe umgegangen wird.

Auf alle Fälle würde ich nicht in die Unterhachingaktie investieren :-)

Wobei mir da die kleinaktionäre nichtmal leid tun. Unterstützen sie ja im endeffekt die verbrecher

Ja, sowas wäre für mich überhaupt kein Invest.
Selbst der Geldgeber Andreas Kögl hat diese Woche 20.000 Shares für 8,70€ Aktien, 2019 hat er auch schon mal 40.000 für 8,50€ vertickt.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat(te) der insgesamt fast 400.000 Anteile an Unterhaching.
Emissionspreis war 8,10€, seit dem hat der Kurs um weit mehr als ein Drittel auf 5,10€ reduziert.

12% der Aktien sind im freefloat, da liegen wohl jetzt einige Papiere tiefrot in irgendwelchen (Fan-)Portfolios. Herzlichen Glückwunsch.

Aber auch wenn du BVB im Depot liegen hast, dann hast du vom Emmisionswert (11€) immerhin noch etwas mehr als die Hälfte.
Fussballclubs sind einfach Scheisse für eine Geldanlage.

Nur unser Herr Investor kapiert das nicht.

Obwohl ich das Gefühl habe dass Deine Meinung sowieso schon in Stein gemeißelt ist versuche ich es trotzdem mit einem Link in welchem erklärt wird warum Morgens der Eröffnungskurs nicht der Kurs sein muss an dem am Tag zuvor aufgehört wurde.

Und wie so etwas dann in der Praxis ausschaut (schon etwas älter)

Verschärft wurde die Lage dadurch, dass der Dax an jenem Montag mit einem sogenannten „Gap“ eröffnete. Das heißt, die Erstnotiz am Morgen lag weit unter dem Schlusskurs des Freitags. Wer seine Stopp-Loss-Order oberhalb dieser tiefen Erstnotiz gesetzt hatte, musste zusehen, wie seine Bank die Aktien zu einem deutlich niedrigeren Preis verkaufen musste, als er das mit seinem Stopp-Niveau beabsichtigt hatte.

Computer haben keine Höchstarbeitszeit und können 24/7 handeln und sie tun das auch, der Computer Deiner Hausbank allerdings eventuell nicht. Erschwerend kommt hinzu dass z.B. bei Billigbanken wie die DKB regelmäßig das Onlinesystem zusammenbricht sobald ein paar Studenten mal eine Kauforder für Gamestop loslassen. DeGiro hat diese Woche teilweise über einen längeren Zeitraum keinerlei Orders ausgeführt. Bei der Mutter Flatex habe ich früher ähnliches erlebt. Die Systeme sind dann einfach „überlastet“ und auch das betrifft in der Regel nur Kleinanleger.