Also einen muss man da schon rausnehmen. Und zwar Hamada Iraki. Der hat zwar damals den Kontakt hergestellt und war dann auch an der HI2 beteiligt.
Aber er hat aus genau den gleichen Gründen hingeworfen, die wir dann die 13 Folgejahre ertragen mussten. Nämlich der Wunsch von Ismaik, als absolutistischer Herrscher zu fungieren, Loyalisten zu installieren und das Geld mit beiden Händen zum Fenster rauszuschmeissen. Und das nach nur etwas über einem Jahr, im Rahmen der Sven Göran Eriksson Geschichte. Auch das beste Beispiel dafür, dass die Vorwürfe der HAM teilweise schlichte Lügen sind (also entweder absichtlich falsch dargestellt, oder sie sind so dumm, dass sie die Ereignisse schon wieder vergessen haben).
Der Iraki wusste ganz genau, wie das hier läuft, inklusive 50+1. Hat den bestmöglichen Koop-Vertrag im Sinne von Ismaik ausgehandelt. Und das, während die DFL mehrfach interveniert hat. ( siehe 1860 München: Möglicher Investor - Die DFL bleibt hart - Sport - SZ.de ). Nur hat er sich halt still und leise vom Acker gemacht, nachdem er klar erkannt hatte, dass mit Ismaik kein Staat zu machen ist.
Insofern sind die Aussagen von Relat totaler Mumpitz. 50+1 war schon vor der Übernahme sonnenklar, der Koop-Vertrag musste mehrfach wegen der DFL angepasst werden.
Schneider hat schon 2012 verhindert, dass Ismaik fröhlich das Geld (auch wenns sein eigenes war) zum Fenster rauswirft.
Mayrhofer hat dann 2013 den Konflikt mit Ismaik gehabt, dass hier nicht sinnvoll geplant und investiert wurde („auf Dauer tödlich“, was ja jetzt so eingetreten ist, 13 Jahre später).
Cassalette hat gemacht, was Ismaik wollte, was in der ersten Katastrophe endete.
Das Präsidium Reisinger wollte immer den Konsolidierungskurs, hat aber dann doch immer nachgegeben, wenn’s um den Sportetat ging, der zumindest eine theoretische Aufstiegschance beinhaltete.
Und das Präsidium Mang hat ja genau diese Konsolidierung durchgeführt, vor der Katastrophe 2026.
Die einzige Konstante in all dieser Zeit: Hasan Ismaik, sein despotisches Wirken, seine Forderung nach totaler Loyalität und Kontrolle. Kompetente Leute, die sich aus dem Staub machen oder geschasst werden (Iraki, Schäfer, Rejek, Ayre, Gorenzel), oder inkompetente loyale Leute, die früher oder später in Chaos und Katastrophen führten.
Beim Neuaufbau wird man aber auch im Aufstiegsfall merken, dass mit der aktuellen Konstellation mehr als ein 3-4 Mio Budget nicht drin ist. Und damit als sportliches Ziel eher Pokalqualifikation und Klassenerhalt statt Aufstieg.
Wegen all der Nachteile von 1860:
- notwendiger Verwaltungsapparat wegen NLZ und hohem Faninteresse (= Spieltags- und GS Kosten)
- Stadionnachteile - fehlende Catering-Erlöse, hohe Spieltagskosten, mangelnde Hospitality und VIP Erlöse, hohe Miete, fehlende Werbeerlöse
- München Faktor - höhere Verwaltungskosten wegen notwendiger höherer Gehälter, höhere Spielergehälter für gleichen Lebensstandard, höhere Kosten für Trainingsgelände, höhere Reisekosten im Vergleich zu Mitte oder Westen.
- ggf. Insolvenz Faktor - Wird bei der Erbpacht keine sinnvolle Lösung gefunden (z.b. Abkauf des Vertrags von der KGaA), wäre der e.v. doppelt gestraft: Durch die Umlage einer Ablöse der Stadt an die KGaA und durch einen neuen Bodenrichtwert in einem neuen Erbpachtvertrag
Und dann wären wir wieder da, wo wir vorher waren: Ein Budget, das sagt „Klassenerhalt“ und ein Publikum, das zu weiten Teilen sagt „Aufstieg jetzt“.