Lassen sie es denn zu? Wir haben hier im Forum doch einige Leute, die sich auskennen. Wenn ja wär ich etwas verwundert, schließlich gleicht das ja einer Umgehung von 50+1.
Ich würde mir nämlich einen Präsidenten wünschen, der sich mit voller Kraft um das Wohlergehen des e.V. bemüht. Ismaik ist der e.V. doch bislang immer nur ein Hindernis und ein Dorn im Auge gewesen.
Der letzte, der m.E. redlich versucht hat, die e.V.-Probleme zu lösen und der dabei am Widerstand des Establishments (und sicherlich auch ein wenig an sich selbst) gescheitert ist, war Albrecht von Linde. Er wollte eine viel stärkere Trennung zwischen e.V. und KGaA und hat damals gegen den Widerstand der Ziffzer-Seilschaften verschiedene e.V.-Themen angepackt.
Es muss einfach klar sein, dass der e.V. auch dann noch weiterexistieren kann, wenn das Unternehmen KGaA den Bach runter gehen sollte.
Also: Ein starker e.V.-Präsident, klare Verhältnisse zwischen e.V. und KGaA, weitgehende Dispositionsfreiheit für den Investor in der KGaA, Kontrollmöglichkeiten für den e.V. in der KGaA, soweit e.V.-Belange tangiert sind oder sein können. Dann wird sich schnell zeigen, ob Ismaik wirklich so naiv und ahnungslos ist oder ob die Einflussnahmen aus dem e.V. die eigentlichen Haupt-Investitionshemmnisse waren.
Diesen Aussagen von GM glaub ich nur sehr sehr begrenzt.
Und der Rest sind einfach Spekus, warum der Mecki die Lust verloren hat. Vielleicht hat er einfach nur die Lust verloren, weil ihm seit Herbst 2011 dauernd irgendwer vor die Füße kackt. Du sagst doch selber „so lang noch wer von denen auf seinem Posten in AR oder Beirat sitzt…“
Irgendwer (60 über alles?) wurde neulich recht angeschissen, weil er angeblich für die Abschaffung von 50+1 plädierte.
Ich plädiere jetzt mal ganz offen dafür.
Und zwar nicht, weil ich 50+1 etwa schlecht finden würde; ich finde die Idee dahinter prima und hab mich oft dafür ausgesprochen.
Sondern weil diese Regel inzwischen bloß noch ein Plastilinmanschgerl ist, das jederzeit beliebig zurechtgebogen wird, und sie daher ihre Daseinsberechtigung verloren hat.
Ich glaube, dass Du Ismaik falsch einschätzst. Ich schätze ihn so ein, dass er wirklich erwartet hat, dass man ihm für die Rettung auf alle Ewigkeit dankbar ist und er dann frei schalten und walten kann. Nachdem er seinen kapitalen Irrtum erkannt hat, dreht er den Geldhahn bis zur Schmerzgrenze zu und lotet seine Möglichkeiten aus. Entweder das Spiel solange durchhalten, bis der Weg frei ist. Oder das Engagement ganz beenden und jemanden finden, der die Anteile übernimmt.
Der Mann hat es m.E. nicht nötig, irgendwelche „Ausreden“ zu suchen. Er gibt doch den Takt vor. Wenn sie spuren, gibt es Kohle. Wenn nicht, dann halt nicht.
Daher müsste jeder rein erfolgsorientierte Fan ein großes Interesse daran haben, dass Ismaik in der KGaA faktisch durchregieren kann. Denen ist der e.V. vermutlich auch nicht primär wichtig, so dass ich gegen eine striktere Trennung von e.V. und KGaA auch keine Widerstände erwarte. Von wem denn auch, außer vom Establishment, das sich seit Jahren dazu berufen fühlt, als e.V.-Organe die KGaA-Geschäfte weiterhin führen zu wollen?!
Und wenn uns ins zwei bis drei Jahren die KGaA-Fetzen um die Ohren fliegen sollten, dann ist das doch (hoffentlich) nicht mehr das Problem des e.V., sondern das von Ismaik. Muss er dann schauen, wie er sein Invest rettet oder sich abspatzt.
Gibt es denn in unserer Satzung einen Punkt bzgl. der Herkunft? Mayrhofer meinte ja im Interview, dass ihm immer noch nicht klar sei, wie jemand mit Staatsbürgerschaft in Abi Dhabi Präsident bei 1860 werden soll.
Wieso sollte Ismaik Präsident werden wollen… ich glaub GM verwechselt da was… die KG hat nicht viel mit dem Verein zutun… Ismaik hat null mit dem Verein zutun…
Bist Du Dir da sicher? Die allermeisten Investoren kaschieren ihre Unfähigkeit doch nur durch einen exorbitant hohen Geldeinsatz. Hasan Ismaik wird mit einer von ihm verantworteten KGaA daher meiner Meinung nach weder schnell aufsteigen noch eine finanzielle Konsolidierung erreichen. Dann kann er sicherlich ein wenig an der Personalschraube drehen (We need a new everything) aber letztendlich hat er dann keinen Policeman, Car Salesman oder Politician mehr auf den er die Verantwortung abwälzen kann. Er ist dann selbst der Verantwortliche und das wird ihm vermutlich nicht gefallen. Das meinte ich mit Ausreden.
Also meine Stimme bekommt er nicht aber zugegeben dass wäre für Ismaik vermutlich erreichbar. Was dann in 2-3 Jahren ist wird man sehen. Ich befürchte eben dass Hasan Ismaik die KGaA letztendlich doch in die Insolvenz schickt und dann kann der e.V. meiner Meinung nach nicht einfach so tun als ginge ihn das alles nichts an. Dann wird er entscheiden müssen ob er z.B. aus der Insolvenzmasse Dinge wie Markenrechte, NLZ etc. zurück erwirbt (und wie).
Dann wird man überlegen in welcher Form man ein NLZ weiterbetrieben werden kann und wie sich die vielen Tausend Mitglieder verhalten welche hauptsächlich Fans des Profi Fussballs sind und wie man einen Spielbetrieb organisiert.
Wenn man das ganze tatsächlich ignoriert dann muss man sich zumindest mit der Frage befassen ob der e.V. einem Massenaustritt von ca. 10.000 Mitgliedern gewappnet wäre. Wie finanziert man ein Vereinsgelände welches erhebliche jährliche Kosten verursacht aber nur von 3 Abteilungen (Fussball, Tennis, Blindenfussballer) genutzt wird? Immerhin hat auch der e.V. in der U16 einen hauptberuflichen Trainerstab und die Beträge aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag fallen dann relativ unvermittelt weg. Der e.V. muss sich aber bei einem Personalabbau an Kündigungsfristen halten (er ist ja selbst nicht insolvent).
Auch ist unsere momentane Verwaltung recht umfangreich organisiert. Immerhin fliessen 30% der Mitgliedsbeiträge in eine Umlage und 70% in die jeweiligen Abteilungen.
Da wird mir echt schwindlig wenn ich an so ein Szenario denke.
Kind investiert seit etwa 15-20 Jahren in den Verein, dafür gibt es eine Ausnahmeregelung soviel ich weiß.
Ich bin der Meinung man sollte den e.V. möglichst eigenständig machen und dann überlässt man Ismaik oder anderen Investoren die KgaA in der Hoffnung, dass es was wird. Die 50+1-Regel ist nur noch Deko, fast jeder Bundesligist hat einen kleinen bzw. größeren Investor.
@ HHeinz: Es geht nicht ums Ignorieren. Ganz im Gegenteil. Es gilt, den e.V. für den worst case sturmfest zu machen. Und wenn er es für den worst case ist, ist er es erst recht auch für jede andere Konstellation. Je unabhängiger der Mutterverein von Gedeih und Verderb seiner (ehemaligen) Finanztochter ist, umso wackliger ist doch auch jede Drohkulisse aus Abu Dhabi.
Begriffe hast du immer: Finanz-Tochter … ganz unterschiedlich vom Operations-Sohn und dem Venture-Vetter. Nicht zu vergessen die Home-Base :)
Ich denke über die Geschichte „Abgrenzung eV / KGaA“ muß man nicht diskutieren, das ist als Ziel aus meiner Sicht seit 2011 mehrheitsfähig. Und schaden kann das nie. Solange der HHeinz nicht weitere Firmen für den eV aufmacht … nixfür ungut ;) Ich hoffe und zumindest gibt es die Aussage, dass auch dieses Präsidium die richtigen Schritte in diese Richtung unternommen hat.
Was jetzt halt noch fehlt ist, dass ich einen Plan habe wie ich dieses Geschäft führe. da gehen die Vorschläge vom romirei in die richtige Richtung. Parallel braucht du dafür aber auch wirkliche PR Profis. Denn so einen Kurs des eV den mußt du verkaufen können, bzw du brauchst die echte Unterstützung aus dem Verein und mußt um diese permanent werben. Sonst gehen deine eigenen Mitglieder auf die Barrikaden.