Anstehende Mitgliederversammlung zur Erhöhung des Scheichanteils an der KgaA

Bitte das Thema nicht mit dem Verweis auf andere Freds verschieben oder schließen.
Das Thema ist heiß genug für einen eigenen Fred.

Es geht um folgenden Artikel der Süddeutschen Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-muenchen-haasens-protokoll-1.3341178

Das Thema ist keine Ente:

  • Ismaik forderte in der letzten Aufsichtsratssitzung der KgaA die Umwandlung von Genussscheinen in Anteile der KgaA in Form einer Kapitalerhöhung.
  • Sein Anteil würde sich damit auf noch weit mehr als 60% erhöhen, möglicherweise durch bis hin zur Aufhebung der sog „Sperrminorität“ (unter 25% hätte der e.V. gar nichts mehr zu melden)
  • Gemäß geltender Satzung hat die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit die letzte Entscheidung über diese Veräußerung. Eine entsprechende Versammlung soll wohl noch im März stattfinden.

Der TSV München von 1860 e.V hat nichts zu verschenken. Wir benötigen weiterhin eine Zusammenarbeit, solange Fragen der NLZ-Nutzung, Markenrechte, 50+x oder Transferrechte im Jugendbereich (Ausbildungsentschädigungen) nicht geklärt wird.

In dieser Versammlung wird es damit um nicht weniger gehen, ob der TSV 1860 München (aus München) zukünftig noch irgendwelche gemeinsamen Schnittpunkte mit dem TSV 1860 München (aus Abu Dhabi) hat.

Und ewig grüßt das Murmeltier…

Wenn man den Artikel liest (was du sicherlich getan hast), dann erfährt man, dass der Scheich die Mitglieder befragen will ob er seine Anteile erhöhen darf. Was er dafür als Gegenleistung anbietet (ausser, dass er die Schulden, die die KgaA dank ihm macht zum Nachteil des e.V umschreibt) hat er noch nicht genannt.

Der Vorgang ist bislang einmalig, daher verstehe ich den Verweis auf das Murmeltier nur bedingt?

Mag jetzt vielleicht blöd klingen, aber nüchtern betrachtet ist das die letzte Chance etwas zu „retten“, was eigentlich nicht mehr zu retten ist.

Nichtsdestotrotz wird das - in meinen Augen - die wichtigste Entscheidung der letzten Jahre werden.

Wir als Mitglieder haben die Chance, ein Zeichen zu setzen. Hin zum kompletten Investorenverein oder ein Signal setzen und dem Hasan einen Dämpfer verpassen.

In meinen Augen wird es auch sehr wichtig sein, wie sich die sportliche Situation bis dahin entwickelt (sprich, sind die Fans besänftigt?) und ob Aufklärung über das Thema betrieben wird. Vor allem hier kann (und muss vielleicht auch) die aktive Szene, PRO1860 oder wer auch immer eine wichtige Rolle spielen.

Er ist noch immer kein Scheich. Das ist übrigens auch eine Form von Rassismus.

Solange der e.V. sich gegen eine Insolvenz abgesichert hat, ist es mir ehrlich gesagt relativ. Die KgaA ist einfach alleine nicht überlebensfähig. Das letzte halbe Jahr hat gezeigt, dass Ismaik de facto ohnehin schon der Bestimmer ist.

Ein Scheich ist ein Oberhaupt eines arabischen Herrschaftsgebiets, Dorfes oder Familienverbandes. Man kann allgemein wohl davon ausgehen dass solch eine Person vermögend und, zumindest in seiner direkten Umgebung, anerkannt ist. Das das hier im Forum einen negativen Klang hat mag ich nicht bestreiten, hat aber für mich wenig mit Rassismus zu tun.
Für mich ist das vergleichbar mit einem Begriff wie „Bonze“, zu dem ich ebenfalls keinen rassistischen Bezug herstellen kann.

Ansonsten wette ich einiges dass Du gar kein Vereinsmitglied bist (viel zu anstrengend wo es doch das Internet gibt), insofern muss man sich über Dein Abstimmungsverhalten wenig Gedanken machen. Mitreden sollst Du natürlich trotzdem.

Die Abstimmung wird sicherlich richtungsweisend, wobei mir noch nicht ganz klar ist mit welchen Konsequenzen Hasan Ismaik im Fall einer Ablehnung droht. Denn eigentlich hat er zuletzt seine Strategie angepasst. Er ist jetzt Fan, akzeptiert angeblich die Regeln in der Bundesliga und überhaupt ist jetzt alles ganz toll (ist es für ihn vermutlich wirklich). Da würden sich Drohgebärden nicht ganz so gut machen. Das er mit so einer billigen Nummer durchkommt schockiert mich immer wieder.

Ich gehe eher davon aus dass Peter Cassalette für den Fall einer Ablehnung weiterer Anteilsverkäufe seinen Rücktritt androhen wird. Das würde mich persönlich eher nicht beeindrucken (ganz im Gegenteil).

Cassalette äussert sich heute (20.1.2017) in der Abendzeitung wie folgt: >> Link <<

In der Süddeutschen steht mitsamt Nachweis aber folgendes: >> Link <<

Zum Cassalette will ich mich daher gar nicht mehr äußern!

Die SZ berichtet zunächst einmal, dass die KGaA bei Hasan Ismaik mit ziemlich genau 16 Mio. Euro in der Kreide steht. Die Anteile hat er nach eigenen Aussagen für exakt 38,3 Mio Euro gekauft. Will er folglich keinen finanziellen Verlust erleiden, dann macht das für einen potentiellen Käufer 54,26 Mio. Euro. Aber vielleicht will er dem Interessenten auch die bisher aufgelaufenen Kosten für Bewirtung und Logie der ARGE, den einen oder anderen Maybach Konvoi und die wiederholte Miete eines Lear Jets in Rechnung stellen. Von Honoraren für Rechtsanwälte, Medienberater und Sportexperten ganz zu schweigen. Das summiert sich ganz schnell zu einer Milliarde.
Gehen wir mal davon aus, dass die KGaA Anteile 2011 nichts wert waren und sich das bis heute nicht geändert hat. Dann entsprächen seine Genussscheine und Darlehen weitern 25%. Dem e.V. bleiben somit 15% und nicht einmal eine Sperrminorität. Wenn die MV das absegnet, existiert der TSV München von 1860 nur noch in der Vergangenheit in meiner Erinnerung. Mit dem unkontrollierten Konstrukt aus Abu Dhabi werde ich mich niemals arrangieren können, denn das verkörpert genau das Gegenteil von dem, weswegen ich vor über 45 Jahren Blau und nicht Rot gewählt habe. Amen!

Leider war das auch mein erster Gedanke…

Eine Stimme auf der MV hat man erst nach einem Jahr Mitgliedschaft? Oder sollte man jetzt noch eintreten, um seine Stimme abgeben zu können?

Für mich stellen sich des weiteren elementare Fragen wie:

  • Dürfen Mannschten/Abteilung des TSV München von 1860 e.V. zukünftig dann noch mit dem Wappen auflaufen und den Namen tragen? Die entsprechenden Markenrechte liegen (laut den mir vorliegenden Informationen) weiterhin bei der KgaA, bzw der zugehörigen Fanarikel-gmbh
  • Gibt es Regelungen bezüglich der Trainingsplatznutzungen für e.V.-Mannschaften?
  • Wie wird die Vergütung von Jugendspieler geregelt, welche den Sprung von der B-Jugend (e.V.) in die A-Jugend (KgaA) schaffen? Bekommt der e.V dann noch eine Aufwandsentschädigung?

Die vom lion91 gefasste Forderung „solange der eV gegen eine Insolvenz abgesichert ist“ reicht mir das nicht. Ich denke, da muss deutlich mehr kommen, damit ich ansatzweise irgendwann mal anfange darüber nachzudenken, dem Scheich (*) die Anteile zu verschenken!

(*) Wer mich einen Rassisten nennt, sollte den Arsch in der Hose haben mir das persönlich zu sagen!

Ich werde für diesen Tag, an dem die Mitgliederversammlung festgelegt wird, alle Termine blocken. Ein Wählen auf dieser Mitgliedersammlung ist Pflicht, weil einfach zu viel auf dem Spiel steht.

Sollte bis dahin der Grundstein für ein Stadion in Riem gelegt sein, werde ich aus Dankbarkeit gegenüber Ismaik mit „Ja“ wählen.

Sollte dies bis dahin nicht passiert sein, dann wähle ich mit „Nein“.

Dann gibt es bisher also schon mal zwei ‚Nein‘ Stimmen.

+1

+1

Das ist doch fadenscheinig.
„Scheich“ ist herkunftsbezogen, sprich Vermögender Araber = Scheich. Oder hat hierzulande schonmal jemand Trump, der in der gleichen Branche reich wurde, einen Scheich genannt ?

Ich war als Kind Mitglied dank meines Opas. Zur Grünwalder-Saison nach dem Abstieg war ich darüber recht froh. Nach seinem Tod habe ich mir überlegt, was es mir bringt und bin zu dem Schluss gekommen, nicht viel. Sowohl auswärts als auch daheim bekommt man immer Tickets und Fanartikel kaufe ich zum Ende der Saison, wenn sie ohnehin schon reduziert sind. Mein Breitensportverein ist zudem ein anderer.
Mittlerweile interessiere ich mich zwar u.a. durch das Forum etwas mehr für den e.V. aber der Mitgliedsbeitrag wäre mir dann doch etwas zuviel.

Selbst wenn ich Mitglied wäre, wüsste ich nicht ob ich abstimme.

Es ist doch ungeheurlich, wofür im letzten Jahr diese Kredite bei Hasan Ismaik aufgenommen wurden: Knapp 10 Millionen Euro für die Spieler Andrade, Olic, Perdedai und Ribamar sowie für deren Gehälter und Transfergebühren. Das bedeutet, dass Ismaik sein Produkt, den TSV 1860 München, aufhübschen will, damit er es irgendwann gewinnbringend verkaufen kann, und der e.V. soll das jetzt durch diese Kapitalerhöhung bezahlen. Das ist ganz schlicht und einfach Heuschreckenverhalten.

Mit professioneller Geschäftsführung, die Ismaik so vehement einfordert, hat das nichts zu tun. Da der gute Mann ja keine Ahnung von Fußball hat, bereichern sich sicher auch einige Berater an diesen Transaktionen auf Kosten des Vereins.

In Pressemitteilungen des TSV 1860 und des Investors wurden diese Transfers (und übrigens auch die Sanierung des Trainingsgeländes, für die eine weiter Million Schulden gemacht wurden) quasi als Geschenke des „Fans“ Hasan Ismaik für „seinen“ Verein dargestellt, dabei ist das Gegenteil der Fall.

Präsidium und Verwaltungsrat werden sich Hasan Ismaik nicht entgegen stellen wollen, da für diese Personen das Risiko einer persönlichen Haftung sehr hoch ist. Es liegt also an den Mitgliedern, sich gut zu überlegen, ob sie einer Kapitalerhöhung oder der Abgabe von weiteren Anteilen zustimmen und wenn ja, zu welchen Konditionen.

Wie oben bereits von jemandem geschrieben, müssen sehr viele Themen wie Gemeinnützigkeit, Markenrechte, NLZ und eine langfristige finanzielle Absicherung des e.V. geregelt sein, bevor an eine Abtretung oder Verwässerung von Anteilen überhaupt nur gedacht werden kann.

Könnte man aktuell so sagen.
Bislang ist nichts passiert, außer dass man in der HV der KGaA laut über eine Kapitalmaßnahme nachgedacht hat.

Wenn Hasan ismaik die restlichen Anteile haben will dann soll er sie doch bekommen vorausgesetzt er zahlt soviel dafür das der e.v. sich für sehr lange Zeit keine Gedanken mehr machen muss ob seine Zukunft gesichert ist .

@Kraiburger es wurde doch das alte Wappen und die rechte dafür zurück in denn e.v. übertragen vor ein paar Jahren oder ihre ich mich jetzt

@lion91 das man ihn als Scheich bezeichnet und es dann als Rassismus auslegt ist mir zu fadenscheinig .

Ich finde auch, dass man aus einer Heuschrecke keinen Scheich machen sollte.

Scheich finde ich auch besser als z.B. gwamperter Kameltreiber.