Auch wenn es absichtlich übertrieben dargestellt ist, kann ich diese suggerieren nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach hat unser Störzenhofecker einfach die Einzahlungsjahre verglichen. Wer nicht einzahlt, kann halt nicht berücksichtigt werden. Außer man macht es wie die Holländer.
Genau um das geht es mir. Es gibt keinen faule Sau Vergleich, nur Jahre einzahlen/auszahlen. Dazu dann noch Beamte sowie besser Verdienende und Selbständige (die beiden Klassen mit einem Grundbeitrag) ins soziale System einzahlen lassen. Dann würde einiges besser aussehen.
Da wir woanders grade über den Rechtsstaat diskutiert haben. Bananenunion wäre geschmeichelt.
Die New York Times fordert seit 2022 Zugang zu den SMS und hatte die Kommission wegen deren Weigerung verklagt – mit Erfolg. Dennoch verweigerte die Behörde auch in ihrer neuen Antwort vom 28. Juli erneut die Herausgabe, wie die Zeitung berichtet.
Dem Schreiben zufolge las von der Leyens Kabinettschef Björn Seibert die Nachrichten „im Sommer 2021“ auf dem Handy der Präsidentin und entschied, sie nicht in einer Weise aufzubewahren, die eine öffentliche Zugänglichkeit ermöglicht hätte.
Seibert habe festgestellt, dass die SMS lediglich zur Terminvereinbarung von Telefonaten während der Pandemie dienten.
Die Entscheidung fiel kurz nachdem Journalist Alexander Fanta im Mai 2021 erstmals Zugang zu den Textnachrichten beantragt hatte.
Laut dem Schreiben sind die SMS spätestens seit Juli 2023 nicht mehr vorhanden. Von der Leyens Handy sei „mehrfach ersetzt“ worden, ohne dass Daten übertragen wurden; ältere Geräte seien gelöscht und recycelt worden – die Kommission erklärt daher, die Nachrichten nicht mehr wiederherstellen zu können.
Ja, ne, is klar: weil es die Chemikerin aus der Energiewirtschaft sagt, ist es obskure Mathematik…
Im Übrigen sind solche Kurz-Vergleiche wie in dem FR-Artikel aus meiner Sicht nicht hilfreich. Österreich zB hat vor 20 Jahren die Beamten ins Rentensystem geholt, da haben wir uns die Riester-Rente aufschwätzen lassen. Dazu ist der Beitragssatz in Ö seit vielen Jahren deutlich höher und die Rente wird voll und mit höherem Satz besteuert.
Nach Riester war die Rente mit 63 der zweite Fehler. Sie wird eben nicht vom Dachdecker oder der Pflegerin genutzt, sondern vom Gutverdiener
Tatsächlich frage ich mich schon, warum es eine Chemikerin mit Ihrem aktuellen Lobbyhintergrund als Wirtschaftsministerin braucht. Und warum sollten so Kurz-Vergleiche nicht hilfreich sein. Wenn sie einem zusagen, kann man sich doch jederzeit näher damit beschäftigen. Aber wir Deutschen haben ja die Weisheit immer mit dem Löffel gefressen. Auch wenn es hinten und vorne nicht wirklich passt.
Das würde ich jetzt aber schon ein wenig abschwächen wollen. Meiner Erfahrung gehen auch Dachdecker und Pflegekräfte durchaus vor 65/67 in Rente.
Aber leider nutzen viele Branchen mit hohem Facharbeiteranteil , vor allem in der exportorientierten Metall- und Elektroindustrie die Gesetzeslage um sich mit freiwilligen Vereinbarungen von vorwiegend älterem Personal zu trennen.
Ich hatte es schon geschrieben. Zum Beispiel Volkswagen nutzt Altersteilzeit-Programme und Vorruhestandsregelungen ab dem Jahrgang 1968. So jemand ist halt dann 57 und gleichzeitig blökt eine Frau Reiche dass wir doch gefälligst länger arbeiten sollen. In vielen Branchen gibt es die Jobs gar nicht. Auch wenn hier oft etwas anderes behauptet suche ich immer noch nach einer Ü60 Kassenkraft bei ALDI.
Für mich ist es halt der Klassiker der Nicht-konsequenten, nur auf Stimmen ausgerichteten, Politik: Einerseits wird das Rentenalter auf 67 erhöht, anderseits schafft man eine völlig konträr ausgerichtete Sonderrente, die volkswirtschaftlich schädlich ist und nicht zielgenau die erreicht, für die sie gedacht ist.
Vielleicht lebe ich ja in einer Blase, aber das mit dem Stimmenfang sehe ich nicht ganz so. Sicherlich haben wir eine wachsende Zahl älterer Menschen die ganz schön knabbern müssen.
Aber ich erlebe auch ältere Menschen die eine Rentenreform geradezu herbeisehnen, auch wenn sie dabei selber schlechter abschneiden würden. Und die Jungen haben an die gesetzliche Rente sowieso keine allzu großen Erwartungen mehr.
Ich würde auch nicht komplett schwarzmalen. Die Rentenversicherung steht vor Herausforderungen, aber der Staat hat immer noch genug Geld für Gedöns. Schon 1986 musste Norbert Blüm damals plakatieren “Die Rente ist sicher” weil Lobbyisten wie Raffelhüschen &Co. damals den baldigen Tod prophezeit haben.
39 Jahre später steht die GRV nicht gut da, aber sie zahlt immer noch und wird das in einem gewissen Rahmen auch zukünftig tun. Die Reformen wären vor allem notwendig um der Jugend ein wenig Hoffnung zu machen dass auch für sie noch etwas Rente übrig bleiben wird.
Genau das macht mir eher Sorgen, als dass es mich beruhigt. Ich weiß ja, dass es unfair ist, aber ich habe tatsächlich inzwischen 0,0% Hoffnung, dass diejenigen, welche dieses Gedöns zu verantworten haben, überhaupt noch aus ihrer Bürokratie rausschauen können. Wir können uns schlichtweg diesen Luxusstaat nicht mehr leisten. Das ist inzwischen eine unzähmbare Hydra. Und ein Herakles ist einfach nicht in Sicht.
Ich kann bei Frau Reiche keinen Populismus entdecken. Applaus bekommt sie von den Wirtschaftsverbänden, ansonsten hagelt es Kritik. Ich denke ihr Statement war v.a. eine Retourkutsche zu den Forderungen von Bärbel Bas.
Ich ich stimme ihr allerdings nur in soweit zu, dass ich gegen die “Rente mit63” (ist ja mittlerweile Rente mit 64) bin. Eine pauschale Erhöhung des Rentenalters auf über 67 fände ich falsch.
Der fürsorgliche Staat war immer schon ein Märchen um uns z.b. Steuern abzupressen. Selbstzweck war immer schon immer dicker, fetter und mächtiger zu werden. Alle Versuche den Staat einzuhegen sind gescheitert, weil er die Regeln dafür selber macht.