Bundestags- und Politikthread

Ich habe NIE den Wesensgehalt von Grundrechten antasten wollen. Es gab einen Post, in dem ich falsch formuliert habe. Ich habe das im Thread und per PN korrigiert.
Wann immer Herr Alrik diese Behauptung aufstellt werde ich meine Darstellung dagegen setzen.

Ich habe zwar keine große Hoffnung, aber ich würde mich dennoch freuen, wenn Herr Alrik das irgendwann anerkennen würde.
Für meinen Teil bin ich bereit das in einem sachlichen Dialog zu klären.

Ich vertrete hier zum Teil Positionen, die man als rechts bezeichnen kann. Im Wesentlichen sind das die Positionen, die die aktuelle Regierung bei Migration und Bürgergeld/Grundsicherung vertritt (und ich weiß, dass in beiden Fällen die Verfassungsmäßigkeit dieser Positionen von anderen politischen Kräften angezweifelt wird; wenn es Urteile dazu gibt, werde ich nicht dagegen argumentieren. Bis dahin erlaube ich mir auf Seite der Regierung zu stehen).
Das macht mich sicher bei einigen hier unsympathisch. Kein Problem.
Um so wichtiger ist mir zu betonen, dass ich das Grundgesetz sehr schätze und dass ich hier noch kein freundliches Wort über die AfD geschrieben habe und sie mit Sicherheit nicht wählen werde.
Edit: die AfD als Partei ist eine Riesengefahr für unsere Demokratie.

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Hier sieht man ganz gut wieso die Leute einfach nicht mehr arbeiten wollen, je mehr man Netto verdient desto weniger steigt das Geld was man zur Verfügung hat.

Hier sieht man das auch am Spitzensteuersatz:

  • Historische Entwicklung: Die Grenze für den Spitzensteuersatz wurde zwischen 1999 und 2005 von 61.377 Euro auf 52.152 Euro abgesenkt und blieb dann lange weitgehend unverändert, was zu einer Ausweitung des betroffenen Personenkreises führte.

Und ja, wir sind einfach faule Arbeiter geworden xD

Der Screenshot wird bei mir recht klein angezeigt, die Zahlen sind da nicht zu lesen. Über was für Gehälter geht das Diagramm? Nachdem Wohngeld & Kindergeld auch noch aufgeführt wird: von welcher Familiengröße und welchem Wohnort reden wir da?

0 bis 5000 €
Familie, bei Kinder steht (7,7)
Kaltmiete 700 € Nebenkosten 100 € Wohlgeldstufe 5

hier besser:

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Dann geht die „Todeszone“ bei einer vierköpfigen Familie (7 Jahre & 7 Jahre die Kinder), sicher nicht in München bei der Miete, also von 2.500€ bis 4.500€ brutto. (wobei auch da die Steigung im Diagramm nicht null ist, nur sehr überschaubar). Also ziemlich genau ab Mindestlohn (gut 2.400€ bei Vollzeit 40h/Woche)
Details zur Berechnung wären noch gut, um sie besser beurteilen zu können. Für Singles, kinderlose Paare, Alleinerziehende, sieht das natürlich nochmal anders aus. Aber ja, gerade in dem Gehaltsbereich, in dem sich die meisten arbeitenden Menschen in Deutschland aufhalten, ist offenbar wenig bis kein Anreiz da, Arbeitszeiten auszuweiten.
Tja, vielleicht sollte man statt an die Arbeitszeiten vielleicht erstmal an andere Probleme ran. Ist aber nur so eine Idee…
Edit: sollte ich bei der Vermutung der Kinder falsch liegen, und mit (7,7) sind tatsächlich durchschnittliche 7,7 Kinder gemeint, dann ist die Rechnung natürlich eher Humbug für den Großteil der Bevölkerung…

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genauso wie die Besteuerung vom Verdienst ist,

ist es auch mit dem sparen, wo ein Freibetrag v. 1000€ ja ein Witz ist.

Anreize nicht vorhanden da der Staat zu gierig ist.

Der ja durch die Vorabsteuer bei thessaurieren ETFs schon bei recht geringen Vermögen aufgebraucht wird, ohne überhaupt Erträge erwirtschaftet zu haben.

Wo soll es diese Wohnungen geben? Ich miete sofort 3 Stück für meine Kinder.

Nicht in münchen und Umland jedenfalls.

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Ja, das stimmt schon, 2000 € pro Person wären da schon angebracht.

Ein noch viel größerer Witz ist aber, dass die Zinsen der Millionäre nur mit 25% Abgeltungssteuer anonym besteuert werden.

Du musst auf Arbeit noch nicht mal viel verdienen, um 25% Steuersatz zu erreichen.

Die angelegten Milliarden unserer elitären Szene schaffen kein Produktivkapital, geschweige denn Arbeitsplätze. Es kommt, wenn das dann (dringend nötig) doch höher besteuert werden soll sofort der Einwand, dass dann die Kohle ins Ausland abgezogen werden würde.

Das sind richtig gute Deutsche……

Im übrigen hat der (manchmal auch zurecht) dauergescholtene Habeck genau das mal (unausgereift zwar) ins Spiel gebracht….

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Auf schon einmal versteuertes Geld dürfen keine zusätzlichen Beiträge und Steuern erhoben werden.

Das ist halt jetzt schon nicht richtig. Dividenden aus dem Gewinn eines Betriebs wurden vom Dividendenzahler schon mal versteuert.

Grünen-Parteichef Felix Banaszak, erklärte Habecks Forderung: Die Pläne der Grünen würden „großzügige Freibeträge“ vorsehen, um Kleinsparer nicht zusätzlich zu belasten. Es gehe daher bei den Sozialbeiträgen nur um „Kapitalerträge ab einer bestimmten Grenze“. Einen konkreten Grenzwert nannte er allerdings nicht.

Kommt halt drauf an, wie hoch er den Freibetrag setzen wollte. 2000€ sind halt auch ein Witz. 50k mit einer 4% Dividendenrentdite und du bist dabei.
Zudem entstehen beim Einzahlen in die Sozialversicherungen Ansprüche auf z.B. Rente.

Der Vorschlag war halt ziemlich schlecht durchdacht. Wobei mir der Grundgedanke schon gefallen würde. Wie wärs mit einer Besteuerung nach persönlichen Steuersatz? „Ärmere“ Sparer würden entlastet, „Reiche“ Sparer müssten mehr leisten. Geht halt nur bis zu einem gewissen Grad.
Stichwort Laffer-Kurve

Dividenden sind in der Regel der auf eine Aktie entfallende Anteil am Gewinn eines Unternehmens.
Bei diesem Gewinn ist aber bereits die Körperschaftssteuer(15%) abgezogen und erst dann wird die Dividende verteilt. Diese wird dann mit der Kapitalertragssteuer/Abgeltungssteuer mit 25% vom Anteilseigner/Aktionär versteuert.
Es erfolgt also keine doppelte Besteuerung der Dividenden.

Da kann man mit mit einem eindeutigen Jein antworten ;-)

55m2 für 450€ kalt. Bewohnt einer alleine, wobei glaub ich die Freundin fast immer da ist.

68m2 für 500€, frisch renoviert. Ebenfalls einer alleine.

Allerdings in einer (Kleinst)stadt.

Bevor ich irgendein Gesindel in die Wohnung lasse, lass ich sie leer stehen. Keine Lust mehr, der Miete für ein halbes Jahr hinterher zu rennen um dann nach nem Riesenstress die Penner endlich loszuhaben und die Wohnung für ein vielfaches der Mieteinnahmen zu renovieren.

Da verlang ich lieber 50€ weniger und muss mich nicht um den Softclose des Klodeckels kümmern.

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Gibt es dort auch Arbeit, die Vernünftig bezahlt wird?

Bist du mein Vermieter? Wobei, ich hab noch 10qm mehr… :blush:

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Ich würde sagen, ja. Wahrscheinlich sind die Löhne nicht so hoch wie in München oder Regensburg, aber bei einem „normalen“ Job kann man ganz ordentlich davon Leben. Grundsätzlich ist aber ein Auto zumindest empfehlenswert. Gibt zwar einen Bahnhof, welcher die Nord-Süd Verbindung ganz gut abdeckt, Ost-West ist allerdings Katastrophe.

Nimmst wohl anderen den billigen Wohnraum weg ^^

Kleine Ergänzung aus der ETF Ecke.
Aktien-ETFs (über 50 % Aktien): 30 %des Gewinns sind steuerfrei. Du zahlst also nur auf 70 % die Abgeltungsteuer.

Natürlich richtig, aber du zahlst halt auch auf Buchgewinne Steuer. Also auf einen fiktiven Ertrag. Wird nächstes Jahr lustig, wenn, über 3% angenommen wird.

Nächstes Jahr kommt das Vorsorgedepot welches diese Ausrede vielleicht etwas entschärft.

Wer zahlt schon gerne Steuern, und natürlich könnte es immer weniger sein, aber im Gegensatz zu den Abzügen auf menschliche Arbeit von inzwischen oft über 50% Gesamtbelastung kommt man mit Kapitalerträgen noch ganz gut weg. Bei Kursgewinnen, was i.d.R. den Großteil der Erträge ausmacht, sind es „nur“ die 26,750%.
Dazu Krypto und Edelmetalle nach 12 Monaten steuerfrei, die selbstbezogene Immobilie nach 4 Jahren, die nicht selbst bezogene Immobilie nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen.

Und was Sozialbeiträge auf Kapitalerträge betrifft. Man könnte das auch einfacher denken, den Steuersatz auf Kapitalerträge erhöhen und dann eben einen gewissen Teil in die Sozialversicherungssysteme pumpen.

Wer sein Vermögen in einer vermögensverwaltenden GmbH versteckt wäre aber sowieso nicht betroffen. Wer seinen Wohnsitz ins Ausland verlagern kann ist ebenfalls fein raus. Übertreiben sollte man es daher aus meiner Sicht nicht, sonst trifft man mit diesen Maßnahmen nur die „Mittelschicht“. Wer unten ist spart gar nicht, wer oben ist entzieht sich.

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