Meine Zustimmung dazu hast du
Weil Sonne und Wind nicht aus der Steckdose kommen. Um aus den unbegrenzten (aber nicht ständig zur Verfügung stehenden) Ressourcen Strom zum Verbraucher zu bekommen, muss ein enormer Aufwand betrieben werden.
Dazu kommt, dass man Wind + PV „pampert“. Der Stromüberschuss der letzten Tage, den die deutschen PV und Windanlagen produziert haben kostet den Staat zig-Millionen - ohne einen direkten Nutzen zu generieren.
Die Rechnung ist vermutlich etwas komplizierter. Zumindest auf den Strom der in dieser Zeit verbraucht wird fallen ja auch Netzgebühren und Steuern an. Die müsste man vermutlich teilweise gegenrechnen.
Was wohl stimmt ist dass sich große Teile der Wind- und Solarenergie zu reinen Marktpreisen nicht rechnen würden. Ohne Wind- und Solar hätten wir aber vermutlich teilweise deutlich höhere Marktpreise (es sei denn z.B. die Atomkraft verstopft das Netz ;-).
Letztendlich müsste man die unterschiedlichen Energieerzeuger aus meiner Sicht weniger gegeneinander und mehr miteinander laufen lassen. Speichern muss attraktiver werden und garantierte Einspeisevergütungen benötigen eine/mehr Marktkomponente. Wer privat eine Solaranlage auf dem Dach hat dürfte das vermutlich entspannt sehen. Die Betreiber die große EE-Parks im Nirgendwo aufstellen (Offshore Wind mal ausgenommen) dürften damit allerdings Bauchschmerzen haben. Der Netzausbau gerade um solche Anlagen im Nirgendwo anzuschließen dürfte relativ teuer sein.
Weil Sonne und Wind nicht aus der Steckdose kommen. Um aus den unbegrenzten (aber nicht ständig zur Verfügung stehenden) Ressourcen Strom zum Verbraucher zu bekommen, muss ein enormer Aufwand betrieben werden.
Deutschland importiert jedes Jahr fossile Energieträger im Wert von ~ 80 Milliarden €. Wieviel bezahlen wir für den „Rohstoff“ Sonnenlicht - und wieviel davon beziehen wir durch die Straße von Hormuz?
Genau auf diesen Unterschied bezieht sich nämlich das berühmte „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“-Zitat von Franz Alt, wird aber oft verzerrt dargestellt.
Dass diese Energiequellen erst nutzbar gemacht werden müssen, ist ein No-Brainer (Benzin und Diesel regnen ja auch nicht gebrauchsfertig vom Himmel). Wobei ich das bei den Erneuerbaren eher als „Investition“ sehe und nicht nur als „Kosten“. Vereinfacht gesagt: 1 Schiffsladung Öl kann man nur 1x verheizen, mit 1 Schiffsladung Solarmodule kann man jahrzehntelang Strom erzeugen.
Dazu kommt, dass man Wind + PV „pampert“. Der Stromüberschuss der letzten Tage, den die deutschen PV und Windanlagen produziert kostet den Staat täglich zig-Millionen - ohne einen direkten Nutzen zu generieren.
Ja, weil der Netzaus- bzw. Umbau so hinterherhinkt. Und die Netzbetreiber haben diesbezüglich auch keine Eile. Wenn ihre Netze den Strom nicht aufnehmen können, zahlen nicht sie als Eigentümer die Entschädigung, sondern der Staat. Eigentlich müsste man die Betreiber viel mehr in die Pflicht nehmen, dass sie ihre massiven Gewinne der letzten Jahre (im Schnitt über 20% Rendite) nicht zum Großteil an ihre Aktionäre ausschütten, sondern in Netzausbau und Speichermöglichkeiten investieren.
Ja, weil der Netzaus- bzw. Umbau so hinterherhinkt. Und die Netzbetreiber haben diesbezüglich auch keine Eile. Wenn ihre Netze den Strom nicht aufnehmen können, zahlen nicht sie als Eigentümer die Entschädigung, sondern der Staat. Eigentlich müsste man die Betreiber viel mehr in die Pflicht nehmen, dass sie ihre massiven Gewinne der letzten Jahre (im Schnitt über 20% Rendite) nicht zum Großteil an ihre Aktionäre ausschütten, sondern in Netzausbau und Speichermöglichkeiten investieren.
Wobei man hier auch erwähnen sollte, dass es durch die Bundesnetzagentur eine hoheitliche Instanz zur Einflussnahme auf den Netzausbau geben würde. Ist den Bundeswirtschaftsministerium unterstellt. In den für die heutige Situation entscheidenden Jahren war dies von CSU (Glos, Guttenberg) und FDP (Brüderle, Rösler) besetzt…
Damit will ich die Netzbetreiber keineswegs aus ihrer Verantwortung entlassen (wieder ein Beispiel, dass der Markt einen rechten Scheißdreck regelt), ich will auch die Politik hier in die Verantwortung nehmen.
Ja, weil der Netzaus- bzw. Umbau so hinterherhinkt
Zuletzt war die Differenz zwischen einem hohen Angebot von PV+Wind ggü einer geringen Nachfrage so groß, dass die Abriegelungen wenig mit den Netzen zu tun hatten.
Es bleibt das Manko von Sonne und Wind, dass sich ihr Angebot nicht nach der Nachfrage der Menschen richtet.
Und das macht EE PV+Wind teuer, da könnt ihr noch so viel schöne Dinge zu EE schreiben.
Zuletzt war die Differenz zwischen einem hohen Angebot von PV+Wind ggü einer geringen Nachfrage so groß, dass die Abriegelungen wenig mit den Netzen zu tun hatten.
Die Abregelung (ohne i) ist substantiell in der fehlenden Netzqualität begründet. Mit einem besser ausgebauten Netz könnte man den Strom tatsächlich besser verteilen und solche notwendigen Abregelungen massiv reduzieren. Das ist übrigens seit über 20 Jahren auch bekannt. Aber da wären wir wieder bei den zuständigen Ministerien…
Wenn der Südlink endlich fertiggestellt ist, müsste sich eine spürbare Verbesserung einstellen. Wird aber noch ein bisschen dauern.
(Extra NICHT als Antwort an jemand bestimmten geschrieben, da dürfen sich schon mehrere gemeint fühlen)
Gerade in der aktuellen Situation, allgemein der Situation, dass fossile Energieträger zum einem viel zu großen Teil in der Hand autoritärer, unberechenbarer Regime sind, und die aktuelle Krise fossiler Stoffe, konkret Öl & Gas, mit ihren unberechenbaren Preissteigerungen zu einer veritablen Wirtschaftskrise führen dürfte, und dies für die mittlere Zukunft immer wieder zu erwarten sein dürfte, ist das Gerede von angeblich teuren EE übrigens besonders belustigend.
Der ist dazu da, um vom Norden noch mehr Strom in den Süden zu bringen. Auch der ändert nix daran, dass wir jetzt schon an Wochenenden währen des Tages viel zu viel Strom haben, den keiner will.
Die Abregelung (ohne i) ist substantiell in der fehlenden Netzqualität begründet.
Nein, war sie zuletzt nicht. Wenn die Kapazitäten immer größer werden, die Sonne viele Stunden scheint und der Wind weht, hast du ein Überangebot:
Die Kurve wurde dann durch Stromexport ausgeglichen.
Der ist dazu da, um vom Norden noch mehr Strom in den Süden zu bringen. Auch der ändert nix daran, dass wir jetzt schon an Wochenenden währen des Tages viel zu viel Strom haben, den keiner will.
Die Lösung des Problems wäre die Speicherung. Daran müsstehalt noch mehr gearbeitet werden.
Wo ist denn dir Grafik her? Ich würde sie mir gerne in einer Größe ansehen, bei der ich auch die Legende unten erkenne und auch lesen kann. Vorher kann ich darauf nicht fundiert antworten.
Die Lösung des Problems wäre die Speicherung. Daran müsstehalt noch mehr gearbeitet werden.
Richtig. Wenn man da doch nur was tun könnte…
Das BMWE nimmt aber lieber die Großbatteriespeicher aus einer Verordnung (KraftNAV) raus, ohne eine anderweitige Regelung zu treffen.
Das Batteriespeicher im Bericht der dem BMWE unterstellten Bundesnetzagentur nicht in der Form vorkommen, wie es sie tatsächlich gibt und geben wird, ist wiederum vermutlich absolut rätselhaft (Wie die Netzspeicher aus dem BNetzA-Bericht verschwanden).
Die Kurve wurde dann durch Stromexport ausgeglichen.
Ich würde eher darauf tippen dass die Windkraft massiv runtergeregelt wurde (und trotzdem oft bezahlt werden muss). Denn Solar produziert, wenn es denn produziert, deutlich günstiger als Wind. Was dann noch zuviel war wurde (vermutlich relativ teuer) exportiert.
An Sonn - und Feiertage fehlen große Teile von Gewerbe und Industrie. Die Erneuerbaren sind bei schönem Wetter an solchen Tagen schlecht organisiert. Das sollte aber aus meiner Sicht kein Maßstab für das komplette Jahr sein. Die Probleme werden aber zunehmen wenn wir weiter zubauen. Dass Solar bei negativen Strompreisen nicht mehr vergütet wird ist ein Einstieg, das gilt aber nicht für Altanlagen vor 2025 und wird uns etliche Jahre lang noch richtig viel Geld kosten. Die Vergütung von Volleinspeiseanlagen bis 99 kW ist aus meiner Sicht auch noch viel zu hoch.
Unser Hauptproblem dürfte aber erstmal die Winterlücke bleiben. Die fossilen Brennstoffe für das Heizen durch Erneuerbare zu ersetzen, wenn Solar deutlich geringere Erträge liefert, ist die eigentliche Herausforderung der sogenannten Energiewende. Hier hauptsächlich auf Gas zu setzen finde ich unbefriedigend und Onshore Wind bleibt leider relativ teuer und schlecht verfügbar.
Ich gebe euch da beiden Recht…
Und da ist das Walchenseekraftwerk als Speicher ein gutes Vorbild welches seit über 100 Jahren in Betrieb ist, wie beides gehen könnte…
Wenn ich das mal bei uns runterbreche kann ich mit der überschüssigen Solarenergie, Wasser raufpumpen und dann bei Bedarf einfach dazuschalten…
Problem hierbei ist, dass man dann wieder Bund Naturschutz wars da zum Bsp. usw. da hat, die den See und die Leitungen nicht haben wollen - so war es bei uns in der Region mal…
Außerdem gibt es dann sehr viele kleine Lösungen und bei jeder hat man eine BI oder sonstwas dagegen… Ich bin ein Fan von diesen Anlagen und bei uns in der Region wohl auch sehr gut umsetzbar - im Endeffekt riesige Batteriespeicher…
Allerdings hätte ich die Atomkraftwerke bis dahin auch nicht abgeschalten…
Kurz gesagt - bin ich prinzipiell großer Fan von erneuerbaren Energien - allerdings finde ich hier genau die „Grünen“ (etz nedmal direkt als Partei - sondern so als Richtung) schwierig, wenn sie einerseits als regenerativ machen wollen - andererseits soll aber nichts derartiges gebaut werden…
Wärmepumpe - Solar - PV - Kachelofen beim Neubau top - beim Altbau oft schwierig… Ich hab Solar mit Heizunterstützung, Kachelofen mit Wassertasche und Ölbrenner bei Haus aus den 80ern und bin sehr zufrieden damit… Und wenn der Ölbrenner kaputt wird, hätte ich gerne wieder einen… Erstens habe ich keine geeigneten Dachflächen mehr für PV, zweitens müsste ich dann mehr dämmen, drittens weiß ich nicht was in den nächsten 10 Jahren so passiert und ob da eh größer umgebaut wird… Und da war der Fehler bei „Habeck“ - bzw. auf alle Fälle bei der Kommunikation…
Finde hier immer die - teils ideologischen - Argumentationen schwierig… Find nicht alles schwarz oder weiß - sondern halt eher Grautöne…
Könnt euch bei Bedarf einfach mal mit der Stadt Hassfurt auseinandersetzen, dort wird energiewende schon seit Jahren gelebt und so Sachen wie Ukraine Krieg hatten da null Einfluss
Könnt euch bei Bedarf einfach mal mit der Stadt Hassfurt auseinandersetzen, dort wird energiewende schon seit Jahren gelebt und so Sachen wie Ukraine Krieg hatten da null Einfluss
Hab u.a. diesen Artikel dazu gefunden: Energiewende: Haßfurt erzeugt 300 Prozent seines Strombedarfs | BR24
Der macht mir den Eindruck, dass man da die Idee der EE und einen langfristigen Plan hatte. Und die, die riefen, „Des gähd hoid ned, ohne AKW und Gas funktioniert des ned, ko koaner zoin“, die hat man dummerweise überhört und einfach mal gemacht.
Jo man muss halt auch dazu sagen dass man vor 28 Jahren schon angefangen hat. Aber ja grad auf dem Land geht was wenn man will
man muss halt auch dazu sagen dass man vor 28 Jahren schon angefangen hat
Naja, das hat man damals auf höherer Ebene auch. Wurde dann halt wieder eingerissen von Nachfolgeregierungen.
