Oiso nachdem ich mir das jetzt in voller Länge gegeben hab.
Keine wirklich neuen Erkenntnisse.
Schön allerdings die Bestätigung dessen was man über die Jahre immer wieder gesagt hat, aber von Leuten aus der ersten Reihe die direkt dabei waren.
Wesentliche Passagen fehlen allerdings die das Bild doch ziemlich vervollständigen wüüüüüüüüüüüüüüürden. Auch die Amtszeit Beeck die mit dem GF Stoffers nicht unwesentlich zum Niedergang beigetragen hatte fehlt komplett.
Wirklich schön die kleinen Anekdötcchen von den einfachen Fans der Löwen, wo einem das Herz aufgeht und man wieder weiß warum man den Verein liebt. Aber auch irgendwie sauer ist auf die, die dieses Fans im Stich lassen und den Klub immer und immer wieder runterwirtschaften und die der Stefan Schneider am Ende sehr sehr treffend beschreibt:
„Bei Sechzig waren immer wieder Leute da die mehr Fan von sich selbst waren als von meinem Verein, als von meinem Lieblingsklub von Münchens großer Liebe.“
Also das hat ja auch keiner erwartet. Ist ein rückblick für Fußballdeutschland, nicht mehr nicht weniger.
Die einzige neue Erkenntnis wurde ja vom BR bereits im April veröffentlicht, dass Ismaik bereit für nen Verkauf wäre.
Bin mal auf die andern Dokus zu Lautern/Stuttgart etc. gespannt
BR müsste als nächstes wohl mal was zum Club machen
Rise & Fall
Gerade weils ein Rückblick is mit diesem Titel und mit Leuten die teils selbst direkt dabei waren bei Entscheidungen hätte man das ein oder andere erwarten können. Ude Hoeneß und Schäfer haben ja auch ein bissl ausm Nähkästchen geplaudert.
Aber wenn ich Deine Erwartung als Grundlage für die Motivation zu dieser Doku, dann hättens dafür keine Rundfunkgebühren verbraten brauchen um nur alten Mist aufzuwärmen und das noch ned mal vollständig.
Mei am Ende bringt die Vergangenheitsbewältigung auch nur bedingt was. Die Frage ist doch, wer und was wollen wir in der Zukunft sein und wie erreichen wir das. Vermutlich war das nicht der Fokus der Doku, aber auch im realen Leben fehlt mir da die gemeinsame Vision.
Insgesamt habe ich eh den Eindruck, dass sich die Erwartungshaltung der Fanlandschaft sehr verändert hat. Weg vom Fokus auf sportlichen Erfolg, hin zu einer sozialen Treffpunkt (sei es in Giesing im Stadion oder in den e.V.-Abteilungen). Wenn du Griss mit seinem aufgeblasenen DB-Kosmos mal wegnimmst, sehe ich keine Mehrheit für eine Abkehr vom aktuellen Modell.
Schwierig wird es nur, dem Hasan das zu verklickern. Vllt. muss man ihm das philosophisch verkaufen, er ist sozusagen der erste antikapitalistische Investor, der dem Westen die Limitierung des aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Gesellschaftsmodells aufzeigt.
Damit liegst du schon richtig. Was ich aber schon bezweifle ist, dass die Mehrheit das so sieht. Ich denke eher, dass die Mehrheit der Löwenfans das so sieht wie Du, damit imgrunde nicht einverstanden ist, sich aber damit abfindet und einfach auf die TV Anhängerschaft zurückzieht. Magenta oder SkyAbo ist ja auch billiger als alle 14 Tage nen Bus über hunderte KM zu organisieren, um die Löwen im Stadion zu sehn. Der soziale Treffpunkt ist eben nicht mehr die gemeinsame Fahrt ins Stadion, sondern das lokale Sportheim oder der Fanclubtreff im Ort. Der Stadionbesuch wird zum Event, wie wenn man halt mal in die Stadt nei oder nauf fährt und auf d’Wiesn geht. Wieder andere nutzen die Auswärtsspiele in Bayern, was jetzt dem Verein ja auch nix bringt, sondern dem Gegner das Geld in die Kasse spült.
Der Kern Andy hatte das schon sehr treffend formuliert: „Mei die Leut suchen sich dann halt andere Hobbies.“
Da liegt aber auch die Diskrepanz zwischen Vereinsführung und Fanlandschaft. Die Vereinsführung, so jedenfalls die durchgehenden Äußerungen, beteuert immer der Fokus liegt auf dem sportlichen Erfolg. Auch die 2 Mio die jedes Jahr ins NLZ gepumpt werden untermauern dies.
Das hast jetzt aber schön formuliert. Fast wia a Politiker ;D .
Mei was heißt schwierig. So schwierig ist das imgrunde aber ned.
Das Problem ist doch, dass die Vereinsführung selbst ned weiß was die Mitglieder und Fans wollen. Es hat sie schlicht noch keiner wirklich konkret gefragt. Man kann es nur vermuten wie das Ergebnis aussieht, vielleicht auch deshalb wurde diese Befragung auch noch nicht durchgeführt.
Was nicht funktioniert, auch nicht mit anderen Investoren ist, sich von der MV wählen zu lassen mit Parolen egal welche Liga Hauptsach Giesing, und will dann Partner zu suchen die diese Limitierung finanzieren sollen. Die Frage wo denn diese Leute sind um Sechzig zu helfen kann da eher als rein rethorisch betrachtet werden. Das macht eben keiner. Auch kein DAX Unternehmen oder Mittelständler.
Man muss ja mal zur Kenntnis nehmen, dass ein Betrag von 50 Mio, ein gerade zu lächerlicher Betrag ist, angesichts der Wirtschaftskraft und des Kapitals das in München und dem Umland ansässig ist.
Im Jahr 2021 lebten 2.430 Einkommensmillionäre in der Stadt oder im Landkreis München.
In Bayern waren es sogar über 7000.
Wie du das richtig beschreibst, warum soll da einer 200Mio(wie Hasan das richtig sagt) investieren, um 17 - 19 mal im Jahr ein Treffen von Gleichgesinnten in Giesing zu organisieren. Da geb ich das Geld für den Tier- oder Umweltschutz und veranstalte alle 14 Tage ein Konzert auf der Theresienwiese oder in der Olympiahalle, dann ist das sinnvoller ausgegeben und das Ergebnis das gleiche, aber ohne dass einer ein durchgestrichenes Foto von mir hochhält oder schreit er scheißt auf mein Geld.
Daher gibt es eben keinen Plan hinter dem man die Mehrheit ALLER Mitglieder versammeln kann, nicht nur aber auch um damit Hasan Ismaik vor die Wahl zu stellen ins Boot zu kommen oder eben nicht.
Dann hätte man an allen Fronten klare Verhältnisse und es gibt keine Wenns und Abers mehr. Und auch keine laute oder schweigende Mehrheiten, sondern eine tatsächliche wie der Verein aufgestellt sein soll und welche Ziele er verfolgen soll. Jeder kann dann für sich entscheiden ob und in welcher Form er den Verein als seinen Verein betrachtet und welche Bereiche er weiterhin unterstützen will. Sechzig bietet wirklich für Jeden etwas. Von Kreisklasse über Bayernliga bis Profifußball und sogar hochklassigen Juniorenfußball. Nicht zu vergessen natürlich auch die Seniorensparte mit den Ü Mannschaften und sogar ambitionierten Frauenfussball.
Das mit dem Essen fand ich auch interessant. Wird nicht immer von den Blogger Anhängern das Narrativ gepflegt, der Karl Auer wäre für die unvorteilhaften Catering Verträge verantwortlich gewesen?
Verhandelt hatte die Cateringverträge KHW. Zum Zeitpunkt der Unterschriften 2004 waren Romeiko und Kneißl GFs der neu gegründeten KGaA und mussten die Unterschriften leisten auf Weisung von Auer der zu dem Zeitpunkt Präsident war. Er konnte auch nicht mehr anders, denn mit diesen Cateringverträgen waren Baukostenzuschüsse von 25 Mio Euro verbunden die damit getilgt werden sollten.
Hier kann man über die Doku Reihe rise&fall der Traditionsklubs diskutieren.
Admins die begonnene Dsikussion aus dem live TV Fred bitte hierher verscheiben, danke!
Ich fand die Doku sehr gelungen und hab teilweise die Ereignisse erneut durchlitten. Ich bin Anfang 40 und somit wird quasi die komplette Zeitspanne meines Fandaseins abgedeckt.
Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autoren wirklich mit dem Löwenkosmos auseinandersetzt haben. Deswegen kam wahrscheinlich auch kein OG zu Wort und der wäre quasi der erste auf den man stößt, wenn man oberflächlich zu 60 recherchiert.
Außerdem hat mir die Einordnung der Ära Wildmoser gefallen und auch das mit dem Gerücht aufgeräumt wurde, dass KHW die Catering-Verträge der AA angeblich gar nicht ausgehandelt hätte.
Das Kioyo zu Wort kam war ein weiteres Highlight. Der Typ war die ärmste Sau und das sich im Nachgang des Elfmeters weder von Verein oder Mannschaft jemand bei ihm gemeldet hat, sagt viel über die damaligen Zustände aus. Diejenigen die ihn im Anschluss rassistisch beleidigt haben, schämen sich hoffentlich bis heute dafür.
Ich glaube, die Mehrheit hat im Grunde keine tiefergehende Meinung zu den Geschehnissen bei Sechzig (parallel zur Politik und vielen anderen Gesellschaftsthemen). Viele Menschen lassen sich treiben und schließen sich populären Mehrheitsmeinungen an. Angenommen Griss würde auf DB24 vehement für Tradition, das GWS und das Vereinswesen trommeln - viele aktuelle Gegner wären heute vehemente Befürworter dessen, was sie aktuell ablehnen.
Am Ende hat es jeder Mensch auch selbst in der Hand, was er aus seiner Zeit und 1860 macht. Ich kann das Positive für mich rausziehen (z.B. das Treffen von Freunden und Bekannten, Unterhaltung, das Kennenlernen neuer Menschen, ein Gemeinschaftsgefühl), oder ich sehe immer das Negative (meine Vermutung ist, dass da oft negativen Emotionen aus dem Privatleben rausgelassen werden). Am Ende geht es doch niemandem in seinem Privatleben besser, wenn die Löwen in der Buli spielen und ein große Arena haben.
Vermutlich verhindert unser Wahlsystem eine neutrale Analyse, da es ja immer auf eine Zuspitzung zwischen zwei Interessensgruppen rausläuft. Für eine Auflösung dieses Dilemmas habe ich leider keine Idee, nur den Gedanken, dass Revolutionen nie aus Abstimmungen entstanden sind.
Ich denke wir haben einfach einen starken Clash zwischen dem traditionellen Vereinswesen mit aktiver Mitgliederbeteiligung und dem Unterhaltungsbusiness Fußball, das komplett online und ortsunabhängig funktioniert. Diesen Widerspruch wird auch kein Verantwortlicher auflösen können.
Der SZ-Journalist hat es schon gut getroffen. In dieser modernen Fußballwelt wird bei uns im Stile längst vergangener Zeiten entschieden, am Ende zählt die Anwesenheit in einer Halle und das Hochheben einer Kärtchens. Ich kann schon verstehen, dass Hasan daran verzweifelt. Wäre vermutlich so, als müsste die Complianceabteilung der Sparkasse mit der italienischen Mafia zusammenarbeiten und im Konsens deren Geschäfte ordnen. „Tell me: What is the solution with these fucking people?“ passt da perfekt :D
Muss es nicht, eig ist es darauf ausgelegt, die 9 besten bzw mit der meisten Zustimmung in der Mitgliedschaft innerhalb des kandidatenkreises zu finden. Nur weil die Opposition 2x mit einer kompletten Liste angetreten ist, ist daraus eine Lagerabstimmung geworden.
Da bin ich mir eben gar nicht so sicher. Ich glaube man macht da den Griss wichtiger als er ist. Wenn ich mich erinnere an die ARGE Versammlungen(HV und Regionsversammlungen) verschiedenen Regionen, dann wurde da schon deutlich dass man in der Mehrheit der Fans eine durchaus realistische Sichtweise hat. Da sind natürlich auch welche dabei die uns auf Augenhöhe mit den Roten sehen wollen und glauben ein Stadion wie die Arena wäre für uns durchaus angemessen. Aber das waren/sind auch dort nur ein Hand voll, die selbst da als Fantasten gesehen werden.
Auch beim Griss, war zumindest bis vor etwa 4 Jahren, les da seitdem nimmer, mehrheitlich die Rede von einem 30-40.000er Stadion, aber ned von einem 50.0000+.
Da wurde das Sechzger zwar auch von ein paar als Stadtfußballplatz bezeichnet, aber es waren schon sehr viele die nichts dagegen hätten, wenn das mit 25-30.000, aber vor Allem modern und zukunftsfähig ausgebaut werden könnte. Natürlich schaukelt sich der Unmut auch immer weiter hoch, je öfter man Ergebnisse von Studien und Kommissionen wieder ignoriert um weitere Studien zu erstellen die dann mangels „richtigem“ ERgebnis wieder ignoriert werden.
Insgesamt sind die Fans da meiner Erfahrung nach durchaus in einem Rahmen unterwegs der eine realistische Betrachtung der Lage und Möglichkeiten des Klubs sieht. Und daran würde sicher auch ein Schwenk von Griss Richtung GWS und Giesing nix ändern.
Klar ist natürlich auch, dass die Leute keine Veranlassung sehen, deshalb auf die Strasse zu gehn oder sich ein Wochenende von einer MV des Vereins mit viel Vereinsmeierei und manipulativem Bla Bla versauen zu lassen. Da gibts dann tatsächlich Wichtigeres für die Menschen ihre wenige Freizeit mit der Familie zu verbringen und es halt beim Anschauen der Spiele zu belassen.
Also demokratische Abstimmungen gehören für mich gottseidank nicht zu vergangenen Zeiten, sondern die Alleinherrschaft von machtgeilen geldsäcken sollte dazugehören. Leider tendiert das 21. Jht mit den tech-billionären und dem tech-faschismus tatsächlich eher wieder in Letztere Richtung. Und deine Mafia ist wohl eher in den jordanischen Verstrickungen zu suchen.
Ja der Schneider hat, neben ein paar doch recht abstrusen Aussagen, das allerdings schon gut interpretiert.
Witzig finde ich aber ganz was anderes.
Nimmt man mal die Zahl der Anwesenden in den MVs, dann ergibt sich für mich ein ganz anders Bild. Würden nur die Hälfte der Mitglieder kommen die nciht in der Fußballabteilung sind, imemrhin ist es ja die JHV des Vereins und nicht der FA, dann wären rie regelmäßig in der Mehrheit.
Dann würde ein Verwaltungsrat oder Präsidium nicht von „den Ultras“ gewählt, sondern von den Turnern Ringern Skifahrern etc…
Ich bin eh der Meinung dass es umgedreht sein müsste.
Dass in der JHV des e.V. die Abteilungsleiter ihre Berichte vorlegen und die FA lediglich einen über ihren Amateurbereich berichtet. Dass die Themen wie NLZ, KGaA und Profimannschaft in der MV der FA behandelt werden.
War schon so. Da hätte ich aber von Spielern wie Cerny, Hoffmann u.a. erwartet, dass sie hingehen und dem jungen Spritzer den Ball wieder abnehmen. Aber gut, ist jetzt über 20 Jahre her…
Die Legende um Kioyos verschossenen Elfmeter finde ich bis heute den Größten Quatsch. Die ganze Mannschaft selbst hat es 10 Spiele lang davor schon verbockt.