Doch, die beiden Fälle sind ganz grundsätzlich unterschiedlich. In Deutschland hat sich ein Fernsehsender ohne politische Einflussnahme entschieden, eine Sendung nicht fortzuführen, die auf einem anderen Sender weiter gezeigt wird.
In den USA werden Regulierungsbehörden von politischen Entscheidungsträgern dafür eingesetzt, Kritiker mundtot zu machen und anderen Medienschaffende unter Druck zu setzen, politisch gefällig zu berichten. Dasselbe geschieht mit anderen Institutionen neben den Medien, wie Universitäten, der Zentralbank, Gerichten, usw.
Und das mit hahnebüchenen Argumenten. Nichts an dem, was Jimmy Kimmel gesagt hat, ist ehrverletzend gegenüber Charlie Kirk. Die Motivlage des Täters ist offenkundig vielschichtig und nicht mal zwangsläufig politisch. Und selbstverständlich sind derartige Morde auch das Resultat eines vollkommen verrohten Diskurses, der mit der MAGA-Bewegung Einzug in die US-amerikanische Politik gefunden hat. Auf nichts anderes hat Kimmel hingewiesen.
Die Vorgänge sind leider ein weiterer Bestandteil des Abstürzen der mächtigsten Demokratie der Welt in den Faschismus. Ich hoffe sehr, dass die US-amerikanische Zivilgesellschaft nun endlich aufwacht und sich diesem Treiben - friedlich - in den Weg stellt.