Ja da war ich und bin maximal enttäuscht wieder ausgetreten, die machen gar nichts. Meine Mutter ist seit Dekaden dort Mitglied und ist auch ernüchtert wie die mittlerweile drauf sind…
Okay. Das ist schade. Ich dachte die wären mehr auf Zack. Gerade bei der Vertragsprüfung. Das kann man ja als nicht Anwalt gar nicht mehr prüfen.
Drücke dir die Daumen, dass es bei dir bald besser wird.
Ein Grundproblem ist der gesetzliche Hintergrund.
Aus Scheiße Gold zu machen ist nicht so einfach machbar.
Ja genau, ist so. Die Mieter haben einfach zu wenig Rechte. Ein Vermieter muss kaum was machen. Bspw ein Fahrradstellplatz muss er nicht zur Verfügung stellen. Ich hab mir ein fast 3.000 Euro teures E-Bike geleast, was ich im Hof abstellen muss. Es gibt dort nur einen kleinen Fahrradständer, der Platz für drei Räder bietet und dieser ist nicht mal im Boden verankert, sondern liegt einfach so auf dem Boden. Das heißt das Fahrrad ist nirgends angesperrt und andere Absperrmöglichkeiten gibt es nicht.
Überlege zu fragen, ob ich das Teil im Boden verankern “darf”, aber das Verhältnis ist so zerrüttet, dass ich jegliche Kommunikation mit denen vermeide. Das sind Privatvermieter, die in der Etage über mir wohnen. Vor 2 Wochen kam Frau die Treppe hoch, während ich mit einem DHL-Mann zugange war und sie konnte mir auf mein “Hallo” nicht mal mehr in die Augen gucken.
Weiß jetzt auch nicht, wenn ich die Mieterhöhung einfach so akzeptiere, kommen sie in drei Jahren wieder mit 15 %. Strategisch wäre es halt denke ich schon klüger, jetzt wieder etwas dagegen zu argumentieren, schriftlich und es erst mit einem netten Brief zu versuchen. Und wenn der nicht fruchtet, einen sachlicheren Brief hinterher zu schicken.
Sie begründen die Mieterhöhung u.a. damit, dass sie schreiben, “die allgemeinen Bewirtschaftungskosten für Immobilien sind deutlich gestiegen, insbesondere bei:
- Wasser- und Abwassergebühren
- Müllgebühren
- Gebäudeversicherungen
- allgemeine Betriebs- und Instandhaltungskosten
Auch vor diesem Hintergrund ist eine Anpassung der Miete an das ortsübliche Niveau sachlich gerechtfertigt.”
Dazu kann ich nichts sagen, ich bin kein Vermieter und kenn auch keine, aber ich glaub ihnen das schon, ist ja alles teurer geworden. Nur bezweifle ich halt, dass das 15 % ausmacht.
Ich würde schon gerne einfach akzeptieren, um den Friedens Willen. Andererseits ist es natürlich ein Haufen Geld für mich, 112 Euro im Monat mehr nur für die Bude, 112 Euro die ich weniger hab. Keine Ahnung was ich tun soll / werde…
Mich nervt es auch einfach, dass sie wieder das Maximum wollen. Hätten sie 10 % gefordert, hätte ich ihren guten Willen anerkannt.
Lies mal den leasing Vertrag durch, kann sein dass drinnen steht das Fahrrad muss an einem festen Gegenstand befestigt werden und ein Schloss was 50 Euro aufwärts kostet, Quittung aufheben.
Falls es geklaut wird kann sein dass du kosten hast.
So kenne ich es.
Wasser -und Abwassergebühren , Müllgebühren, Gebäudeversicherung und Betriebskosten werden doch über die Nebenkosten abgerechnet. Die Kaltmiete ist doch ein eigener Posten. Wurden jetzt Kaltmiete und Nebenkosten um 15 Prozent angehoben ?
Sorry, das hätte ich erwähnen müssen.
Ich zahle nur Kaltmiete und Strom. Den Rest berechnen sie mir nicht. Der Strom ist halt sehr teuer, vor allem dank dem Nachtspeicherofen (das ist meine Heizung).
@60erBertl Ja danke, so wird es sein. Schloss habe ich auch mitleasen müssen, genau. Und ist ja logisch, dass ne Versicherung nur zahlt, wenn das Fahrrad ordnungsgemäß ab/-angesperrt wurde.
Ich vertrau jetzt auf die Hofgemeinschaft und hoffe, dass mir keiner das Fahrrad da hinten raus klaut. Hab mir eine Abdeckplane besorgt, unter die ich das Fahrrad bei Witterung parke.
Die nehmen dich gut aus, du kannst ein Teil deiner Nebenkosten steuerlich geltend machen, wenn we schon einiges ist.
Solltest drauf pochen Nebenkosten extra zu zahlen.
Is immer schwierig zu sagen weil ja immer alles individuell betrachtet werden muss.
In den Fall zahlt du keine Kaltmiete sondern eine Bruttowarmmiete.
Vorteil, erhöhen sich die Betriebskosten können sie dir nicht nachberechnet werden.
Zur Mieterhöhung ist es auch interessant ob du eine Indexmiete im Mietvertrag hast.
Dann kann die Miete nicht einfach pauschal um 15% erhöht werden, sondern muss nach dem Preisindex berechnet werden.
Hast du keinen Indexmietvertrag, kann die Miete innerhalb von 3 Jahren um max 20%, in Gemeinden mit angespannter Wohnraumlage um max 15% angehoben werden. Die Miete darf dabei aber nicht die ortsübliche Miete übersteigen wie für vergleichbare Wohnungen.
Der Mietspiegel kann hier behilflich sein, bei der Ermittlung der Auf- und Abschläge.
In München bist du aber mit 23-24€/m² schon im Normalbereich, wenn die Betriebskosten schon inkl sind. Heiztechnisch gesehn kannst du dich ja vielleicht über Alternativen informieren.
Kommt halt drauf an wo Du wohnst. Durchschnittliche Miete liegt in München bei Nettokaltmiete 20,44€ (Spanne 25,11€ bis 18,34€) und dann eben noch auf und Abschläge nach Ausstattung Alter etc…
Dazu kommt, dass Modernisierungen auf die Miete umgelegt werden dürfen, Instandhaltungen allerdings nicht, da der Mieter Anspruch auf eine vertragsgemäße Nutzung des Mietobjekts hat.
Allen roten Dreckshammeln, die meinen, allen mit gestern Abend auf die Nerven gehen zu müssen.