Im EU Kommunismus haben sich selbstverständlich alle Großbetriebe an staatlichen Ausschreibungen zu beteiligen. Und wenn die vom Staat vordiktierten Bedingungen nicht passen will man halt keinen Wettbewerb.
Wie wäre es wenn der Staat einfach selbst eine LKW Ladeinfrastruktur aus dem Boden stampft?
Versteh mich nicht falsch, wäre gut wenn kleinere Player, die Wettbewerb können, zum Zug kommen, nicht die Monopolisten mit ihren Aufsichtsräten voller abgehalfterter Politiker im Gut Aiderbichl sozusagen!
Der Grund warum die oben genannten Konzerne Monopole fordern ist, dass der Ausbau einer Infrastruktur, sei es nun Schienen, Ladenetze, Energieversorgung oder Straßen, sehr wartungsintensiv ist (=hohe Fixkosten) und sich damit langfristig nur unter Monopolbedingungen Gewinne erzielen lassen. Ökonomen sprechen von natürlichen Monopolen (Natürliches Monopol – Wikipedia). Ein marktbasierter Wettbewerb ist unter solchen Rahmenbedingungen schlicht nicht möglich. So wird der Ausbau von Infrastruktur für privatwirtschaftliche Unternehmen ohne Monopolstellung unumgänglich zum Verlustgeschäft, entsprechend steigen sie richtigerweise aus den Ausschreibungen aus. Der Ausbau von Infrastruktur unter Monopolstellung privatwirtschaftlicher Unternehmen ist auch nicht wünschenswert, weil sie dann absurde Preise fordern können.
Die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur ist daher, genauso wie die jeder anderen Infrastruktur, originäre Staatsaufgabe.
Genau so schauts aus. Derartige Dinge müssen rein kostendeckend durch die öffentliche Hand gebaut und bertrieben werden.
Man hat aus den katastrophalen Folgen in anderen Bereichen der Privatisierungswut in der Infrastruktur halt einfach nichts gelernt.
Genau, die machen nur mit, wenn sie wie beim PKW-Netz Mondpreise verlangen und die Autofahrer abzocken können. Eigentlich müssten sowohl die Netzbetreiber wie die Ladeanbieter sich darum reissen, könnten die an einen LKW in 45min Lenkpause 5mal soviel Strom verkaufen wie an 5 Autos in 4h. Aber nein, wenn Wettbewerb ist, machen wir nicht mit. Und der grösste Teil des 380/220/100 kV- Netzes steht seit den 70er Jahren und wurde für den Atomstrom gebaut und subventioniert . Es fehlen jetzt große Nord/Süd-Verbindungen. Ja die Infrastruktur wurde vom Staat schon mitfinanziert. Die Strommonopolisten kriegen aber den Hals nicht voll. Als nächstes werden sie die PV-Anlagen von den Häuslebauern abschalten lassen!
Möchte das Thema nicht vertiefen da das der Klimathread ist. Der Gedanke kleinere Player im Wettbewerb zu haben ist natürlich grundsätzlich richtig. Nur der Ansatz dass die Großen ins Risiko gehen und sich dann die Kleinen drauf schalten finde ich halt schief.
Ladenetze unterliegen derzeit einem höheren politischem Risiko und es ist aus meiner Sicht noch gar nicht gesagt dass alle EU Länder hier an einem Strang ziehen werden.
Technisch ist es nicht unmöglich, aber durchaus eine Herausforderung, wenn Nachts zu den Ruhezeiten auf einmal 50 LKW ihre Batterie voll laden wollen.Solarenergie steht dann auch nicht zur Verfügung und wir hängen dann quasi an der Windkraft und wollen zusätzlich eine Wärmewende, bei der Nachts in der kalten Jahreszeit vermehrt Wärmepumpen laufen werden.
Aktuell ist es ja so dass viele Logistiker in Deutschland nicht einmal tanken wollen und mit entsprechend dimensioniertem Dieselvorrat in die Republik einrollen.
Deutschland steuert „plötzlich“ auf 71 neue Gaskraftwerke zu
Und auch bei diesen Gaskraftwerken setzt man wieder auf private Betreiber, welche sich den „Nicht-Betrieb“, wenn Erneuerbare gute Erträge liefern, vermutlich fürstlich entlohnen lassen.
Die Klimabilanz von US Fracking-Gas gilt selbst im Vergleich zu Steinkohle als umstritten. Und Pipeline-Gas wollen wir ja nicht mehr. Wenn die Dinger also öfter laufen könnte es sein dass klimatechnisch gar nicht so viel gewonnen wird. Und wenn sie nicht laufen zahlen wir Entschädigungen.
Ob da die 8 - 12% Eigenverbrauch von grossen Kohlekraftwerken miteingerechnet sind, die man dann nicht mehr braucht? Und dass schon 2,5 Mio E-Autos und 100000 E-LKW rumfahren merkt man weder an der Last noch an der Strommenge. Die Zahlen werden mMn deutlich aufgebläht, damit in Berlin wenigsten irgendwas passiert.
Deutschland leidet an einem Verbrennungsfetischismus. Das sieht man beim Auto und bei der Heizung, zwei Felder, bei denen seit 1990 noch keinerlei Klimagase reduziert. Europaweit ist das Land der Dichter und Denker auf den Abstiegsplätzen, weil man sich nur noch AfD-Wahrheiten zusammendichtet und denkt, man könnte die Klimaerwärmung aussitzen. Schweden und Norwegen machen vor, wie‘s geht, obwohl dort „wegen der Kälte im weder Wärmepumpe noch E-Auto funtiniert“.
Berlin. Equinor , der mit Abstand größte Erdgasproduzent Norwegens, pocht auf eine dauerhaft kalkulierbare Gasnachfrage aus Deutschland – in Form langfristiger Abnahmeverträge über das Jahr 2035 hinaus.
„Wir brauchen die Unterstützung der Märkte. Eine gesicherte Nachfrage mit langfristigen Abnahmeverträgen ist für uns essenziell, insbesondere auch von großen Abnehmern wie Deutschland“, sagte Irene Rummelhoff, Mitglied des Equinor-Vorstands, dem Handelsblatt. Equinor gehört mehrheitlich dem norwegischen Staat.
Rummelhoff sagte, es sei „völlig klar“, dass Europa auch nach 2035 noch Erdgas benötigen werde. „Leider fehlt bei vielen Politikern in Europa die Bereitschaft, sich dieser Realität zu stellen“, ergänzte sie.
Mal schauen wie sich das weiterentwickelt. Solange man die Fördermengen nicht drastisch reduziert dürfte das eine interessante Entwicklung werden. Was aus dem Boden geholt wird wird auch irgerndwo auf der Welt verbrannt. Wenn nicht hier dann eben woanders.