Leben im Weltall

https://www.focus.de/wissen/experten/unendliches-universum-selbst-wenn-es-ausserirdische-gibt-wir-werden-nie-in-kontakt-treten_id_10134393.html

Zu diesen Themen habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht.

Immer diese Drake-Gleichung…
Von der bin ich kein großer Fan; ehrlich gesagt.
Manchmal frag ich mich, ob da nicht das eine oder andere Multiplikationszeichen in Wirklichkeit ein Divisionszeichen sein müsste. Aber ich steh mit Mathe auf Kriegsfuß und vermutlich kapier ich das alles einfach nicht.

Aber jetzt zu den anderen Themen:

Wenn die „Samen des Lebens“ im All so allgegenwärtig sind, wie es den Anschein hat, dürfte Leben überall, wo es flüssiges Wasser gibt (und vielleicht noch vulkanische Aktivität; wegen der Mineralstoffe), sehr rasch entstehen. Dafür spricht auch, daß genau das hier auf der Erde geschehen ist. Kaum gab es das Wasser in flüssiger Form, gab es erstaunlich kurz darauf auch Leben; das hat nicht lang gedauert.
(Wohlgemerkt: mit „Samen des Lebens“ meine ich gar nicht fertige Zellen (Panspermie), sondern bloß zur Selbstorganisation fähige Moleküle wie diverse Aminosäuren etc. Dünnes Eis für mich; ich bin kein Chemiker.)
Demnach wäre Leben im All sehr häufig.

Des weiteren nehme ich an, daß Leben in den allermeisten Fällen gar nicht auf Planeten entsteht, sondern auf so Aquarium-Himmelskörpern wie Enceladus oder Europa. Bereits hier im Sonnensystem entdecken wir ständig neue davon.
Weitere Monde… Ceres… Pluto… usw…
Spätestens hier wird die Drake-Gleichung endgültig hinfällig, weil nicht einmal mehr Dinge wie habitable Zonen eine Rolle spielen. Denn solche Aquarien können, gegebenenfalls mit einem Partner, den sie umkreisen, völlig unabhängig sein und sind sogar im interstellaren Raum denkbar.

Und nun noch zu Brownlee und Ward mit ihrer „einsamen Erde“:
Die beiden beobachten und analysieren sehr scharf, ziehen aber vielleicht die falschen Schlüsse daraus.
Sie weisen korrekt nach, daß die Erde ein sehr exotisches Exemplar von Planet ist, und behaupten dann, daß sich Leben ausschließlich auf so einem raren Exemplar zu höheren Daseinsformen entwickeln kann.
Letzteres jedoch ist nur ein Postulat.
Ich halte es im Gegenteil sogar für wahrscheinlich, daß die Erde für raschere Evolution zu lebensfreundlich ist; gewissermaßen superoptimal.
Was ich damit meine?
Ich habe mich gefragt, warum der Schritt vom Einzeller zum Vielzeller gar so lang gedauert hat; über drei Milliarden Jahre! Dauert das immer so lang oder ist da bei uns was schiefgelaufen?
Schauen wir uns doch mal an, wann die Evolution Vollgas gegeben hat. Dann stellen wir fest: das war immer nach globalen Katastrophen. Und der Schritt vom Einzeller zum Vielzeller erfolgte im Zusammenhang mit genau der allerfiesesten dieser Katastrophen: der Schneeballerde.

Ich schätze, daß auf Welten, die etwas weniger gemütlich sind als unser Urlaubsplanet hier, die Evolution deutlich schneller vonstatten gehen kann. Und daß Brownlee und Ward in die falsche Richtung gedacht haben.

:alien:

Ich zieh mal die Mars-Diskussion hier rein. Denn das auf dem roten Planeten geparkte neue Auto sucht ja u.a. nach vergangenem Leben rum

Heute Abend veröffentlicht die NASA einen Schwung Photos und ein erstes Video

Bisher gibt’s ja erst 2 Bilder, wovon eins eher wenig Nährwert hat, und das andere auch noch geleaked werden musste, weil sofort unter Verschluss ;)

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Wundert mich jetzt nicht wirklich. Angesichts unserer Kolonialisierungshistorie

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Sehe ich genauso. Volle Unterstützung für die Mars-Antifa!

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Weiter mit der Rubrik „Hinterm Mond gleich links- Wir wurschteln auf’m Mars rum“

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Kaum größer und schwerer als ein Fiat Cinquecento, aber preislich ganz schön happig: 2,2 Mrd € Listenpreis. Ohne Extras und 5-Gangschaltung

Kann sich nicht jeder leisten, sonen „Perser“. Nenn ich vorläufig mal so. Weil „Perseverance“ bzw. „Beharrlichkeit“ klingt doch arg holprig.
Bitte um Gegenvorschläge!

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Das Landemanöver lief dann genau so ab wie in der Animation. „Faszinierend“ wie der Vulkanier sagen würde … ich sag, schon irgendwie ganz schön cool

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Neutrino aus schwarzem Loch

Das muss man sich mal reintun. Die detektieren ein einzelnes Neutrino und bestimmen sogar dessen Richtung bzw. genauen Herkunftsort. Das verrückte beim IceCube ist, dass die dort aufgespürten Neutrinos zunächst die Erde passieren müssen, damit man sie überhaupt entdecken kann. Hintergrund ist, dass Neutrinos nur sehr, sehr selten mit Materie interagieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Neutrino mit dem Instrument interagiert und so gemessen werden kann, ist gleich null, wenn das Neutrino direkt aus dem All auf den Detektor trifft. Es würde einfach hindurch fliegen. Wenn es aber zuvor einen Teil der Erde passiert, wächst die Wahrscheinlichkeit einer Interaktion deutlich. Das hat man berechnet und das Instrument entsprechend platziert bzw. ausgerechnet. Zu viel der Erde darf das Neutrino nämlich auch nicht passieren, sonst interagiert es zu früh und landet nicht mehr im Detektor.

Ist jetzt frei aus dem Gedächtnis wiedergegeben, also nagelt mich nicht drauf fest. Aber das ist schon ziemlich irre.

Was mich noch viel mehr erstaunt, ist, daß so ein Neutrino gewissermaßen seine Lebensgeschichte mit sich rumträgt.

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Etwas Nachscub zum Thema Neutrino

„Im Jahr 1960 postulierte der Physiker Sheldon Glashow eines damals noch unentdeckten Elementarteilchens – das W-Boson. Dieses Vermittlerteilchen der schwachen Kernkraft sollte entstehen, wenn schnelle, sehr energiereiche Antineutrinos mit Elektronen interagieren – beispielsweise bei einer Kollision. 1985 wurde das W-Boson tatsächlich nachgewiesen, allerdings über einen anderen Entstehungs-Mechanismus. Ob es den von Glashow postulierten Bildungsweg, die Glashow-Resonanz, gibt, blieb dagegen unbewiesen.“

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Am Samstag, 15.05.2021 um 12 Uhr startet eine ‚Electron‘ Rakete von dem Raumfahrtunternehmen „Rocket Lab“. „Rocket Lab“
ist ein Amerikanisch-Neuseeländisches Unternehmen und deswegen starten die Raketen auch von der Halbinsel Mahia Peninsula
in Neuseeland. Und wieder kann man live dabei sein

Rocket Lab Livestream „Running Out Of Toes“

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Die Chinesen haben jetzt also auch so’n Roverdingsi auf dem Mars. Wäre ja cool, wenn das mit dem amerikanischen Teil zusammenstoßen würde. Der erste marsianische Verkehrsunfall quasi… :rofl:

Leider geht dein Link nicht, deshalb hier der offizielle Livestream. Leider starten die wieder mitten in der Nacht.

Scheint aber so, als ob der Countdown gestoppt wurde? Ein neue Zeit wird grad ausgerechnet.
Scheint auch ziemlich windig zu sein.

Mist… die 2. Raketenstufe hat gezündet, aber wohl nicht richtig gebrannt.

Telemetriedaten verloren!!! Und damit wohl auch die Nutzlast.

R.I.P Rakete! :weary: :tired_face: :tired_face: :tired_face: :tired_face: :tired_face: :tired_face:

Erklärungen bei Senkrechtstarter

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So, die ‚Electron‘ ist soeben erfolgreich gestartet. Der Start musste auf Grund von starken Winden um eine Stunde verschobenwerden, aber danach hat alles reibunslos funktioniert. Weiter geht es mit folgendem Start:
„SpaceX Falcon9/ Starlink V1 L26 on May 13, XXX CDT (XXXX UTC) from LC-40, KSC, Florida, USA“
Eigentlich sollte der ja schon am 13 Mai erfolgen, wurde aber auf die Nacht von Samstag auf Sonntag verschoben. Start wird ca. 01:54 Uhr am Sonntag sein. Das Zeitfenster ist schon freigegeben und auch dieser Start kann man wieder live verfolgen.

SpaceX Launch Falcon-9

Wie uns soeben aus Peking mitgeteilt wurde, gelang es dem chinesischen Marsrover „Zhurong“ erstmals, eine Schägerei zwischen Curiosity und Perseverance filmisch zu dokumentieren.

Wie ich oben schon geschrieben habe, leider nicht!
Die Electron „running out of toe“ ist zwar gestartet, aber die 2. Raketenstufe hat nicht funktioniert.

gugg hier ab 1:47:00 (Video startet da)

Die erste Stufe haben sie wohl zurück auf die Erde gebracht und geborgen.
Aber die Nutzlast (glaub ca 120kg) in Form von Satelliten ist leider abhanden gekommen.

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Ab 00:50 kann man hier den Start verfolgen. Die Falcon9 ist schon ein Höllen gerät. Währen die Elektron grad mal 120kg payload drauf hatte, werden mit der Falcon 9 insgesamt 52 Satelliten mit einem Gewicht von je 260kg rauf gebracht. Gesamte Nutzlast 14.000 kg !!!

Sollte das Wetter mitspielen, werden wir den Start wohl ziemlich pünktlich sehen, die haben mittlerweile nach dem 118. Start schon ziemlich Routine damit.

Aber seht selber:

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Was ich auch genial finde sind die Aktionen von Alexander Gerst auf der ISS. Als er im Juni 2018 zur ISS flog war er nicht alleine, ihn begleitete „die Maus“ auf seiner Reise.
Vier jahre vorher war er auch auf der ISS und das in der Zeit als die Fußball WM stattfand.

Aber das absolut Beste was es je gegeben hat, das Live Konzert mit der Gruppe Kraftwerk. Am 20.07.2018, 21:50 Uhr flog die ISS über den Atlantik Richtung Europa (Osten). Alexander Gerst wurde Live zugeschaltet zu einem Konzert von Krafwerk, welches in Stuttgart stattfand. Er stimmte von dort aus eine spezielle Version des Tracks „Spacelab“ an, für das Gerst eigens einen mit virtuellen Synthesizern konfigurierten Tablet-Computer an Bord hatte. Gerst ist somit der erste und einzige Mensch, welcher aus dem All einem Livekonzert zugeschaltet wurde und ein Instrument spielte.

Es ist faszinierend, dass wir inzwischen Exoplaneten in Entfernungen von mehreren zehntausend Lichtjahren finden und schwarze Löcher ablichten können, die 55 Millionen Lichtjahre (!) entfernt sind, aber noch immer nicht genau wissen, wo unser eigenes „kleines“ Sonnensystem wirklich endet. Wir können nicht mal mit Sicherheit sagen, ob wir schon alle Planeten in ihm entdeckt haben.

Und um die Oortsche Wolke als Grenze des Sonnensystems festzulegen, muss ihre Existenz erst einmal nachgewiesen werden !

Zwar ist man sich aufgrund der Kometenbahnen recht sicher, dass es sie geben muss, ein direkter Nachweis ist bisher dennoch nicht erbracht. Beobachten lassen sich Objekte in der Oortschen Wolke wohl in naher Zukunft auch eher nicht, dafür sind sie einfach zu klein und zu weit weg. Zumal es vermutlich Eisklumpen und andere Brocken bis zur halben Distanz zu Alpha Centauri geben dürfte. Ob man überhaupt von einer „Wolke“ sprechen kann, oder ob es in dem Sinne gar keine hart umreißbare Grenze gibt, ist mehr als fraglich. Daher empfinde ich die Heliopause als sinnvolle Grenze des Sonnensystems - und die haben beide Voyagers bereits durchquert.

Übrigens waren es die Beobachtungen der Kometenbahnen, deren Ursprung in der inneren Oortschen Wolke vermutet wird, die auf die Existenz eines weiteren Planeten („Planet X“) hindeuten. Aber auch da gibt es etliche Theorien und Planet X ist nur eine davon. Wenn auch für mich eine der spannendsten.

Den großen Baum am Horizont kannst du mühelos erkennen.
Aber die Details von dem Gestrüpp, in dem du sitzt…

Sind Oortsche Wolken Kugeln mit einem Durchmesser von ein paar Lichtjahren und einem Stern im Zentrum?
Berühren sich die Oortwolken von Nachbarsternen?
Tauschen sie Material aus?
Vui zum frong.…

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Krasse Sache…Den Däniken haben sie ausgelacht…