Also, ich wusste nicht einmal, dass es ein Hinweisgeberschutzgesetz gibt. Du scheinst dich ja in der Marterie (vielleicht auch berufsbedingt) durchaus auszukennen.
Aber, wenn der Laie die KI zur Hilfe ruft, dann liest man, dass die Organisation, hier der e.V., fünfzig hauptamtlich Beschäftigte haben müsste, damit er verpflichtet wäre, so eine Meldestelle einzurichten. Trifft also bei uns nicht zu, da Ehrenamtliche nicht zählen. Und die KGaA ist ja in die Angelegenheit nicht involviert.
Was mich ein wenig an der Stellungnahme wunderte, dass mit keinem Wort auf das intensive Wirken des Betroffenen im Fanumfeld von 1860 eingegangen wurde. Musste aber in diesem Zusammenhang auch nicht sein, ich weiß.
Damit man das möglichst unter der Decke halten kann wie es zum Beispiel die katholische Kirche jahrzehntelang getan hat? Damit nichts nach außen dringt?
In meiner Jugendzeit hat sich beim [xxx] auch der Trainer an die Jugendlichen ran gemacht. Wenn man nein gesagt hat hat er einen in Ruhe gelassen, aber nicht jeder hat eben nein gesagt. Ich würde darauf wetten dass bei dem im Führungszeugnis nichts gestanden hat. In den Vereinen mit etwas mehr Geld vermindert man das Risiko schon alleine dadurch dass nicht nur ein Trainer eine Mannschaft betreut, sondern zwei.
Die Hauptverantwortung tragen für mich immer noch die Eltern. Die sind es die eigentlich genau hinschauen müssten. Der Trainer hat damals Kinder mit zu sich nach Hause genommen. Eigentlich kaum vorstellbar dass Eltern davon nichts mitbekommen, das war damals C-Jugend.
Ich begründe trotzdem mal, so viele Details sollten aus meiner Sicht schon sein: Das ist das, was man „victim blaming“ nennt. Mit „Bullshit“ bist Du eh schon recht gnädig in der Bewertung.
Komisch ist doch auch, dass die abgeurteilte Tat gerade im Kontext der Trainertätigkeit bei 1860 begangen.wurde. In der Stellungnahme des e.V. wird das aber verneint. Hab ich das immer falsch verstanden?
Und eine klare Aussage, ob damals im konkreten Fall ein erweitertes Führungszeugnis angefordert worden ist, ist der Stellungnahme auch nicht zu entnehmen.
Sie tragen schon einen Teil der Verantwortung weil sie Verantwortung abgeben an jemand anderes . Ich kann dir zum Beispiel sagen das Eltern deren Kindern in der F spielen nicht mehr beim Training Zuschauen und die meisten Kinder mittlerweile selbst mit dem Rad nach Hause fahren . Meistens bleiben die noch 20 Minuten zum kicken nach dem Training. Oder als Trainer nimmst du die Kids mit im Auto wenn wenn man Auswärts ein Turnier ist . Da entstehen eben Zeiträume wo die Kinder alleine mit jemandem unterwegs sind und sowas passieren kann . Weil die Eltern eben mittlerweile froh sind wenn sie zuhause ihre ruhe haben und ihre Kinder nicht mehr unterstützen und zusehen wollen .
Soweit man das gelesen hat ist das nicht auf dem Gelände oder den Räumlichkeiten des e.v. passiert sondern in der Sporthochschule Unterhaching im Rahmen einer Studie ?
Ich hatte das so verstanden, dass er bei seinen letzten Taten als Trainer vom Verein gehandelt hat und sich die Taten gegen junge Sportlerinnen der Leichtathletik-Abteilung gerichtet haben. Unabhängig vom Begehungsort wäre ja dann ein Kontext zum Verein gegeben.
Bezüglich der Vorstrafen gab es aber keinen Kontext zu Sechzig.
Die Grenze liegt nach Paragraph 12 Absatz 2 HinSchG bei 50 Beschäftigten. Von hauptamtlich steht da nichts. Normalerweise zählen alle Arbeitnehmer dazu, also auch Übungsleiter, die lediglich im Rahmen einer steuerfreien Übungsleiterpauschale bezahlt werden. Mit den ganzen Abteilungen, insbesondere NLZ, Fußballschule, Ski, Boxen dürften wir die Grenze von 50 Beschäftigten reißen. (Ganz sicher bin ich mir dabei aber nicht; bin auch kein Jurist)
Dennoch täte man bei einem Großverein wie unseren meiner Meinung nach gut daran, wenn man auch eine interne Anlaufstelle anbietet (vielleicht gemeinsam mit der KGaA betrieben, die ja sicher verpflichtet ist).
Könn wir den Thread jetzt wieder zu machen? Lauter Männer die halbgar über sexuelle Gewalt diskutieren; von denen statistisch gesehen (!) jeder zweite beim nächsten Oktoberfest der Kellnerin an den Arsch packt - das hinterlässt n mehr als faden Beigeschmack.
Ganz ab davon dass das hier der Presse Thread ist.
Also ich finde schon spannend zu erfahren, wessen Geistes Kind hier manche User sind.
Wenn man Aussagen liest, dass die Hauptverantwortung angeblich nicht beim Täter, sondern bei den Eltern der Opfer liegt, dann ist das schon richtig haarsträubend.
Damit verdrehst Du meine Aussage. Natürlich trägt der Täter die Hauptverantwortung, aber ehrenamtliche Sportvereine, oder der Staat sind aus meiner Sicht überfordert, wenn Sie jetzt auch noch eine Totalüberwachung von geringfügig beschäftigten Trainern übernehmen sollen.
Die Eltern sind aus meiner Sicht am nächsten dran, können Verhaltensauffälligkeiten beim eigenen Kind am besten beurteilen und bei Verdachtsmomenten genauer hinschauen und ggf. das Gespräch suchen. Wenn sie das denn wollen. Es ist ja nicht so als könnte man Jugendtrainer im Breitensport aus einer großen Auswahl an verfügbaren und top qualifizierten Übungsleitern wählen. Gerade in den unteren Klassen muss man oft froh sein wenn man überhaupt jemanden findet.
Ich bin davon ausgegangen dass es eine Selbstverständlichkeit ist dass der Täter immer die Hauptverantwortung trägt. Den habe ich in meine Betrachtung schon gar nicht mehr mit einbezogen.
Dass kann man missverstehen, aber so war es von meiner Seite her nicht gemeint.
Ja, lieber Heinz, dass kann man nicht nur missverstehen, dass war schon von Anfang Unsinn.
Vielleicht schläfst du beim nächsten Mal noch ne Nacht drüber, bevor du voller negativer Lethargie wieder in die Tastatur beißt.
Zurück zum Thema Berichterstattung. Ich wollte gerade aufs Löwenmagazin und habe gesehen dass es offline ist. Gibt’s da Infos, wieso? Wollte den Artikel von Mordor 24 nicht lesen. Danke euch, gern auch als pm