Das müssen sie auch nicht, weil da mit dem Bau des neuen Stadions automatisch alles Erforderliche da ist, im Gegensatz zum Sechzger.
Niemand hindert diejenigen die meinen dass es etwas Besseres braucht heute damit anzufangen. Ich glaube einfach nicht dass wenn da jemand kommt und sagt: Ich stelle Sechzig ein Stadion für 35.000 Zuschauer hin dass dann der Verein sagt: Nö, wir bleiben lieber im Grünwalder.
Davon abgesehen spekuliere ich ja darauf dass die Stadt selbst diesem Umbau eine Absage erteilen wird, aber dann hat eben die Stadt die Verantwortung und nicht der Verein. Und wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Dann gibt es einen VIP Bereich, rund 3.000 mehr Plätze und eine Rundumüberdachung. Mit etwas Glück verschwindet auch noch die hässliche Ostkurve.
Außerdem spielen wir in der Übergangszeit vermutlich im Oly und dann hat auch der mutige Löwe noch einmal sein einmaliges Stadionerlebnis.
Da ich letzte Woche das erste mal in Augsburg war, muss ich schon sagen, geiles Ding, war ja den Tag drauf in unserer Ruine ![]()
Tja was soll ich sagen, wir müssen jemand finden der uns auch so ein geiles Ding hinstellt mit 30k Plätzen ![]()
Dieser Magnet ist bei Sechzig das zentrale Teil, vergleichbar nur mit dem Erdkern und vermutlich ähnlich leicht zu entfernen…
Glaub ich nicht dass die Stadt das ablehnt.
Es wird dann halt über das Erbbaurecht laufen und der Verein muss sich selbst drum kümmern. Das ist ja auch Sinn eines Antrags auf den Bauvorentscheid, festzustellen ob das überhaupt baurechtlich möglich ist ein Stadion mit 25.000 da hinzubauen.
Nicht geklärt ist dann immer noch die Lizenzierung, die ja zusätzliche Anforderungen stellt.
Dass die Roten den Sportpark kaufen wollen ist ja kein Zufall. Das hat schon seinen Grund.
Ungefähr der einzige Vorteil davon aber
Das halte ich für komplett utopisch. Ich bin vom Luxusentwurf für 18.150 Zuschauer von AS+P ausgegangen. Ein Umbau in Eigenregie wird einfach hart an den Realitäten zerschellen. Das geht aus meiner Sicht nur über ein Neubauprojekt, denn die dann halbfertige Bauruine kann man notfalls einfach stehen lassen oder der Stadt schenken (wie in Aaachen, wobei das keine Bauruine war). Das Sendlinger Loch braucht jetzt sowieso einen Nachfolger.
War oder ist es nicht so dass uns die Stadt einen Vorschlag zum Stadionumbau vorgelegt hat, für diesen von uns ein langfristiges Bekenntnis zum GWS verlangt, gleichzeitig aber nichts zu den auf uns zukommenden Kosten sagen kann.
Ich würde davon ausgehen dass die Stadt der KGaA einen (Vor)Vertrag vorlegen würde und da steht aus meiner Sicht ganz sicher nicht drin „zu den auf Sie zukommenden Kosten können wir nichts sagen“.
Mir ist natürlich klar dass die KGaA gerne einen Mietvertrag hätte bei dem sie einen Großteil der Mehrerlöse für sich behalten, kann, denn so rechnet Sechzig ja seit Jahrzehnten. Ich sehe es halt so dass wenn ich nur die eine Option bekommen kann es dumm ist diese ohne Alternative einfach abzulehnen. Man muss halt nur transparent machen dass es die Stadt selbst ist welche hier als Vermieter seine Vorstellungen realisiert. Es wurde ja ein Gegenkonzept mit einer moderaten Ertüchtigung vorgelegt und das hat die Stadt angeblich abgelehnt.
Is mir schon klar, aber genau das bringt ja keinen Mehrwert für Sechzig.
Umbau auf 18.000 für 100 Mio ist ja imgrunde eh schon purer Wahnsinn, wenn man bedenkt was Stadien in der Größe mit besserer Ausstattung und Infrastruktur sonst so kosten. Siehe Osnabrück 33Mio, Ingolstadt 25Mio
Die Bremer Brücke ist jetzt mit 67 Mio. geplant und auch da wird man sehen was am Ende rauskommen wird. Freilich ist das Wahnsinn, aber die Stadt saniert jetzt auch das Zeltdach vom Olympiagelände für mindestens 283 Mio. Euro und da schaut die Kosten/Nutzen Rechnung vermutlich noch schlechter aus.
Die Stadt hat ja selbst gesagt dass wenn wir weiter nichts machen stur für die Anforderungen 3. Liga instand gesetzt wird. Das ist im Prinzip der Status Quo festgeschrieben auf die kommenden 10 Jahre. Und ich bin mir sicher dass wenn wir es uns später anders überlegen sollten die Stadt argumentieren wird dass wir unsere Chance gehabt haben. Den Schuh würde ich mir nur ungern anziehen (aber ich entscheide es ja sowieso nicht).
Aus meiner Sicht spielt auch der Verein auf Zeit bis einem mal wieder die Entscheidung abgenommen wird. Das gefällt mir halt nicht, aber es wäre auch nicht das erste Mal.
Das darf man nicht vergleichen und das weißt Du.
Richtig, und nur diese Grundsanierung wäre auch für Olympiabewerbung vorgesehen.
Ja da sind wir beinander und wo das meiner Meinung nach endet hab ich ja schon gesagt.
Was sind denn die Szenarien:
- die nächsten Jahre gar keine Aktivitäten - Stadion verrottet Stück für Stück, kein Geld, keine Lust
- absolute Bestandserhaltung (15k, neue Klos usw.) - Dauer <<1 Kosten <<10
- Bestandserhaltungssanierung bei erw. Kapazität z.B. West (18k, Minimalsanierung) - Dauer << 1-2 Kosten < 15-20
- Grundsätzliche Sanierung mit erw. Kapazität (18k, Dächer, Tribünen, VIP) - Dauer >>3-5 Kosten >> 100
- Neubau Riem (25k) - Dauer >> 5-8 Kosten 100-150
Als risikoaverser Stadtplaner würde ich da immer erst mal Variante 2 oder 3 bevorzugen.
Als GF KgaA sind diese Alternativen aber keine - denn dann bleiben wir in strukturellem Defizit.
man stelle sich vor, unser super-duper-GRÖFAZ-Kreditor würde WIRKLICH mal was in die Hand nehmen und das GWS in “Eigenregie” ausbauen…..er würde sich unsterblich machen
Was dem Um- oder Ausbau des 60er betrifft, wird meine schon länger anhaltende Skepsis immer größer. Ja, so ein Umbau light, bei dem das Nötigste irgendwie gemacht wird , weil sonst das Ganze irgendwann und irgendwie in sich zusammenfällt, ist ja wohl von der Stadt schon beschlossen.
Aber, an den “großen” Umbau mit neuen Tribünen, Dach und dem VIP-Gedöns glaube ich schon lange nicht mehr. Ursprünglich sollte das mal 70-77 Mios kosten und wird jetzt, selbst wenn die Entscheidung darüber sehr zeitnah fallen sollte, wohl nicht mehr für 100 Mios zu habe sein und wenn es dann tatsächlich soweit ist, wird es wahrscheinlich noch deutlichst und signifikant mehr werden, als die 100. Und die Stadt ist sowieso klamm…
Ja, Oly für 283 Mios sanieren, klar. Olympia hin oder her, das Oly ist DAS Bauwerk im Olympiagelände, Touristenmagnet usw. …das lässt keiner verfallen, jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. Das 60ger als olympische Stätte für Rugby? Ja klar, wäre super! Aber, in Brisbane bauen sie jetzt auch ein neues Olympia-Stadion und das altehrwürdige und ursprünglich geplante “The Gabba” wird es dann nicht werden, sondern abgerissen. So könnte es bei 60 ähnlich laufen. Wenn die Spiele dann erst mal da sind (wenn überhaupt!), dann baut man halt notfalls ein Pop-Up-”Lego”-Stadion irgendwo an oder über den Stadtrand hinaus und baute es nach den Spielen wieder ab oder nutzt es sonst wie.
Wo sind eigentlich die Vertreter des TSV, die den großen Umbau vehement fordern? Das 60er ist der zur Zeit einzige logische Spielort für die 1. und es ist keine Alternative in Sicht. Und wenn wir schon so rumeiern, die Stadt wird sich nicht ohne “Druck” groß bewegen. Der einzige, in meinen Augen wirklich wirksame “Druck”, wäre halt mal ein Aufstieg in die 2.Liga. Nur da simma halt eben auch meilenweit weg davon.
Na dann, halt weiter 3. Liga, da brauchts aber außer einer Renovierung auch nix mehr…jammerschade, aber derzeit leider kein Silberstreif am Horizont zu sehen.
Zu 5.
Ab 150 Millionen Euro aufwärts .
Ich halte es für einen Irrglauben dass man mit einem selbst finanziertem Stadion Neubau in den ersten 12 Jahren irgendein strukturelles Defizit beseitigen könnte (welches ich sowieso für eine Erfindung halte). Streng genommen sollte man ja jeden Kredit in den Anfangsjahren auch tilgen und der Unterhalt eines eigenen Stadions frisst Millionenbeträge.
Schalke 04 hat 2001 seine Arena eingeweiht, hat dafür 192 Mio. Euro bezahlt und 2025 immer noch 148 Mio. Euro Schulden. 2026 wird das Stadion abgeschrieben sein.
Alleine die Zinslast für einen Kredit beträgt bei 3,5% und 125 Mio. im Jahr 4.375.000 ohne Tilgungsleistung.
Wo steht das?
Ja, hier kann und will ich Deine Bedenken absolut teilen!
Diese Rechnung hatte wir in diesem Thread ja schon öfter (teilweise auch noch etwas detaillierter), und schon bei deulich geringeren Zinssätzen steht vollkommen in den Sternen, ob da in den ersten Jahrzehnten tatsächlich ein echter Mehrwert aus einem Neubau zu ziehen wäre. Es wollen nur manche nicht wahrhaben, dass das nicht einfach so funktionieren wird. Der Großteil dieser Leute findet sich zwar drüben beim Blogger, aber auch hier gibts welche, die in einem Neubau das Ende aller Probleme sehen. Das Beispiel vom letzten Neubau ist für die kein abschreckendes, wieso es beim nächsten Mal aber besser laufen kann & soll, können sie dann aber auch nicht konkret sagen.
Hier steht etwas zu den Schulden von Schalke 04 (28.10.2025)
Der Zweitliga-Tabellenführer erwirtschaftete einen Konzernüberschuss von 5,5 Millionen Euro und konnte seine Gesamtverbindlichkeiten um rund 15 Millionen auf knapp 148 Millionen Euro senken.
und
2026 endet nach 25 Jahren die planmäßige Abschreibung der eigenen Arena. „Das wird uns bei der Erfüllung der DFL-Nettoeigenkapitalregel Luft verschaffen“, sagte Rühl-Hamers.
Zur Wahrheit gehört auch dass Schalke zu 1. Liga Zeiten das Stadion meiner Erinnerung gar nicht abbezahlt hat. Die hatten nämlich auch immer ein „strukturelles Defizit“, welches sie aber mit dem Abstieg in die 2. Liga wohl abschaffen mussten ;-)