Warum wird hier eigentlich der Linksextremismus komplett aussen vor gelassen?

Bei rechten Verfehlungen ist hier der Aufschrei mehr wie groß…wenn es die Linken krachen lassen wird es Tot geschwiegen…

https://www.welt.de/politik/deutschland/article186669502/Anschlagsserie-Sachsens-Problem-mit-dem-Linksextremismus.html

[media]https://m.youtube.com/watch?v=OcA6G56quYU[/media]

Wieso außen vorgelassen?

Wenn mal wieder ein Mensch von Rechtsextremen ermordet wurde, was ja leider relativ regelmäßig vorkommt, wird doch zuverlässig darauf hingewiesen dass die Linken mindestens ganz genauso böse sind, weil die manchmal Sachen kaputt machen.

wow 100.000 schaden am staat. Wieviel schaden verursachen nochmal die ganzen unternehmer mit ihren schweizer konten?

die Polizei in Leipzig tut doch alles in deinem Sinne. Dazu gehört auch Lügen zu verbreiten. Blöd nur wenn’s rauskommt.

Was hat das damit zu tun?

Möglicherweise nicht viel.
Aber mit den unpassenden Vergleichen hast Du doch angefangen.
Oder was bitte hat das was in dem von Dir verlinkten Artikel beschrieben ist mit dem zu tun was bei rechten „Verfehlungen“ - wie Du so schön sagst - los ist? Die rechten „Verfehlungen“ haben in Deutschland seit der Wende 200 Menschen das Leben gekostet. Autos anzünden ist nicht toll, da sind wir einer Meinung. Aber Du hast doch damit angefangen hier Äpfel und Birnen zu vergleichen. Dann brauchst Dich auch nicht wundern wenn noch einer Bananen ins Spiel bringt.

hab grade recht lachen müssen. Weil ein Polizist sich ein Ohrlapperl eingerissen hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig wegen versuchtem Mord.

Die Esken meinte, dass offenbar der Polizeieinsatz nicht so glücklich gelaufen ist und alle bekommen Schnappatmung weil das ja heißt Linksextreme zu verteidigen.

Ich sehe nicht wo hier oder anderswo Linksextemismus außen vor gelassen würde. Richtig ist vielmehr, der Staat ist weiterhin auf dem rechten Auge blind und reagiert bei links komplett über.

Ich schreibe es ja ungern, weil ich mich selbst auch immer ärgere wenn jemand das schreibt, aaaaber: muß man tatsächlich über jedes Deppenstöckchen hüpfen was einem vorgehalten wird.

Ja, auch wenn’s mir schon lange zum Hals raus hängt finde ich dass man nicht aufhören darf über diese Sorte Stöckchen zu springen.

Bei diesen Stöckchen handelt es sich nicht um simple Provokation, sondern um gefährliche Relativierung die durch jahrzehntelanges Dauerfeuer dazu geführt hat dass erschreckend viele Menschen rechtes Gedankengut für mehr oder weniger normal halten. Als vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung sitzen Rechtsextreme mittlerweile in allen Landtagen und im Bundestag. Dieser Entwicklung muss man egal wann, egal wo und egal von wem sie in welcher Form geäußert wird entgegentreten, auch wenn’s nervt.

Damit möchte ich ausdrücklich nicht sagen dass jeder der solche „Argumente“ vorbringt bewusst das Geschäft der Rechtsextremen betreibt. Unbewusst tut er es aber auf jeden Fall, und das erfordert Widerspruch.

Extremisumus ist in keiner Form zu verschweigen…ob nun Rechts oder Links! Beides sind Angriffe auf die Demokratie!
Nur wird der Linksextremisumus in Deutschland durch die Medien anders behandelt als der Rechtsextremismus.

So schlimm es ist…in Krefeld brennt der Zoo…in Halle… (mehr braucht man nicht zu sagen)…die Linken greifen den Bundesgerichtshof an, nehmen Tote billigend in kauf…

Über was wird berichtet?

Von Rechtsextremen seit der Wiedervereinigung getötete Menschen in Deutschland:
199, davon 3 im vergangenen Jahr

Von Linksextremen seit der Wiedervereinigung getötete Menschen in Deutschland:
2, der letzte 1993

Du hast natürlich vollkommen Recht, beides gleich gefährlich…

Viele dieser angeblichen „Rechtsextremen“ waren vorher in der CDU/CSU. Thematisch ist das im Großen und Ganzen das was früher am Wirtshausstammtisch diskutiert wurde. Diese Menschen haben früher mit dafür gesorgt dass in Bayern jahrzehntelang die CSU alleine regiert hat. Man kann das machen, riskiert aber meiner Meinung nach dass man eine relativ große Bevölkerungsschicht in eine, vielleicht falsche, Ecke schiebt und das könnte dazu führen dass sich diese Menschen zunehmend solidarisieren.
Und das Spektrum wird ja ständig erweitert.
In den USA hat man Millionen von Menschen einfach mit Medikamenten und Opiaten ruhig gestellt. Vielleicht wäre das ja auch für Deutschland ein adäquates Mittel.

Die AfD betrachtet den industriellen Massenmord an über 5 Millionen Menschen als Vogelschiss in der tausendjährigen (!) Geschichte des deutschen Volkes, möchte an den Grenzen auf Flüchtlingskinder schießen lassen und fordert mit Blick auf den Holocaust eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Also das exakte Gegenteil dessen was bislang üblich ist. Üblich ist, die damaligen Täter zu ächten und den Opfern ein ehrendes Andenken zu bewahren. Die AfD will das Gegenteil davon.
Wer soetwas sagt ist ganz offensichtlich ein Rechtsextremist. Und wer sich in einer Partei engagiert in der die Führungsebene solche Positionen vertritt, der ist entweder atemberaubend dämlich oder eben auch ein Rechtsextremist. Da ist es mir auch egal wo diese Leute früher waren oder ob ich sie damit in eine Ecke stelle. In diese Ecke haben sie sich nämlich schon selbst gestellt.

Wenn dem so wäre dann gäbe es schon längst einen Verbotsantrag für diese Partei. Ich halte dieses Darstellung für nicht korrekt bzw. stark verkürzt. Oder anders formuliert, ich würde auch nicht die SPD mit dem identifizieren was ein Herr Sarazzin zu Papier bringt oder in diverse Mikrofone diktiert. Andererseits möchte ich aber auch nicht den Eindruck erwecken mit der AfD zu sympathisieren und stimme Dir zu dass es in dieser Partei augenscheinlich einen hohen Anteile an dämlichen Personen gibt.

In der Praxis funktioniert das dann so. Die Menschen bekommen ein Bild eingeimpft dass das alles Nazis sind. Dann lernen sie vielleicht mal einen Peter Boehringer oder Roger Beckamp kennen und stellen fest dass das vielleicht gar keine Nazis sind. Und genau dadurch (aber nicht nur) werden solche Parteien dann auf einmal wählbar, obwohl sie programmatisch vielleicht sogar in eine komplett andere Richtung laufen.

Aber das eigentliche Thema war ja der Linksextremismus und warum er angeblich außen vor gelassen wird. Ich habe schon ein Problem mit der Definition… Früher waren das Chaoten, Anarchisten und/oder Autonome, inzwischen sind das dann Linksextreme weil sie sich an Silvester eine Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert haben. Ich würde eher vermuten dass ein erheblich Teil dieser Personen komplett unpolitisch ist.

Richtig im endeffekt sind es einfach Leute die Bock auf Stress haben. Die einen gehen in die Disco und machen Stress um sich zu boxen (übrigens sind diejenigen die sich gerne mit Türken, Albanern etc. Klopfen für mich auch keine Nazis. Sie wissen halt dass sie da ihren Stress bekommen) die anderen klopfen sich halt auf der straße mit bullen. Politische Einstellung hat da eher weniger mit zu tun

Der Unterschied zwischen einem Herrn Sarazzin einerseits und Leuten wie Gauland, Höcke, von Storch etc andererseits ist aber der, dass ersterer in seiner Partei weitgehend isoliert dasteht, zweitere aber die relativ unangefochtene Führungsriege der AfD bilden. Das sagt schon einiges aus über die Partei, und über die Menschen die sich dort engagieren.

Und vor allem von Politik & Polizei wird er anders behandelt… und vom Verfassungsschutz…