Was ich mich gerade frage:

Ist ein Polizist verpflichtet, sein eigenes Leben zu riskieren, um das eines Deppen zu retten, der genau das tut?

Interessante Fragestellung, Sehlöwe. Wie das in USA geregelt ist, weiß ich nicht. Aber hier bei uns gibt es ja den Straftatbestand der „Unterlassenen Hilfeleistung“ ( §323c, StGB).

Der gilt natürlich nicht nur für Polzisten im Dienst, sondern für alle Menschen. Aber natürlich muss sich niemand selbst in akute Lebensgefahr begeben. Ob die hier allerdings für die Polizisten bestanden hätte, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, Beide wären Nichtschwimmer. Das müsste also erstmal geklärt werden.

(Nähere Einzelheiten wie immer NACH der Obduktion… :wink: )

Naja; der Ersoffene war ja auch kein Nichtschwimmer.
Und dass man dort nicht baden darf, hat vermutlich Gründe.…

Irgendwelche persönlichen Gründe sind da erstmal zu vernachlässigen, denke ich. Wenn der zu ertrinken droht, bist du (falls in der Lage), dazu verpflichtet, einen Rettungsversuch zu starten. Ob der das will oder nicht, spielt auch keine Rolle.

Aber wie gesagt: Ich kenne die diesbezüglichen Regeln in den USA nicht.

Wenn der Typ, obwohl kein Nichtschwimmer, zu ertrinken droht, scheint das Schwimmen an jener Stelle gefährlich (und daher verboten) zu sein. Dann ist es aber auch für den Cop gefährlich.

Vielleicht hat er nur nen Krampf oder so. Weiß man ja nicht unbedingt.

Aber du hast natürlich insofern recht, dass die Sachlage ein andere ist, wenn wir von bekanntermaßen gefährlichen Wasserstellen reden. Hier an unserem Rheinabschnitt bespielsweise ersaufen in heißen Sommern regelmäßig etwa ein halbes Dutzend Leute. Da gibt es so dermaßen viele gefährliche Unterströmungen…das saugt dich weg, ohne dass du das geringste dagegen machen könntest.

Vor paar Jahren ist sogar mal ein geschulter DLRG-Rettungsschwimmer ersoffen bei dem Versuch, jemanden aus dem Fluss zu ziehen. Da würde ich mir das auch zweimal überlegen…

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Genau; und das Badeverbot deutet eben stark in so eine Richtung.
Besonders Stauseen sind sehr oft gefährlich.

Wie man’s nimmt. Da ist ja von einem Stausee die Rede. Nicht von einem Fluss. Schon ne andere Situation, denke ich. In unserem StGB heißt es, die Hilfeleistung müsse zumutbar sein („insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr…“) . Das wird hier zu klären sein, denke ich. Ob es den Cops zuzumuten gewesen wäre, zumindest den Versuch zu starten, den Mann zu retten.

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Ja, okay. Wenn es dich DA reinsaugt, kann dir nicht mal mehr das komplette United States Marine Corps helfen… :grin:

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