Zum Insolvenzverfahren der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Ein unfassbarer schöner Tag für 60 und seine Fans. Diese Meldung vom Insolvenzverwalter wir in die Geschichtsbücher eingehen.

@HI, viel Spaß mit deine 60% von fast „gar nichts“.

1 „Gefällt mir“

Nein, habe ich nicht. Ich würde allerdings einen niedrigen 6-stelligen Betrag für die Markenrechte vermuten. Das ist ein Liquidationswert, kein Ertragswert. Und auf der anderen Seite ist das ein Gesamtpaket, bei dem der e.V. und die Spielbetriebs-GmbH wesentliche Kostenfaktoren übernehmen und damit auch die Masse entlasten. Da geht’s ja schätzungsweise um Personalkosten um die 100k im Monat (nagelt mich nicht auf die Summe fest, überschlägig), die aus der Masse rausgelöst werden. Für GS Mitarbeiter, NLZ Mitarbeiter, U21, U19, Trainerstab. Da kommt schon was zam, auch wenn das alles keine Spitzenverdiener sind. Dann noch die 10k im Monat für die Erbpacht.

Als einzig logischer Käufer ist außerdem der Markt stark begrenzt. In vergleichbaren Fällen, wie z.b. bei Alemannia Aachen, wurde ein symbolischer Euro gezahlt, um solche Pakete zu erwerben.

Und da der e.V. auch der einzige ernsthafte Bieter war - siehe Insolvenzverwalter Mitteilung „wobei sich am Ende nur eine Lösungsmöglichkeit als umsetzbar erwiesen hat“ - wird der Preis nicht besonders hoch gewesen sein.

Ein FAQ des Insolvenzverwalters ist neben ner Stellungnahme auch online

1 „Gefällt mir“

Das Problem mit den Markenrechten ist ja das im Grunde niemand was damit anfangen kann außer der EV. Kauft sie eine externe Person oder Firma wird nix umgesetzt und ist somit nur ideeller Wert und für keinen anderen nutzbar. Also war das vermutlich wirklich nur ein Symbolwert

1 „Gefällt mir“

Ist die Eigenbedarfskündigung für den Fanshop schon raus?

3 „Gefällt mir“

Im Interview mit dem BR deutete Mang für meine Begriffe aber an, dass es auch andere Interessenten u.a. eben für jene Markenrechte gab. Wer, darauf wurde nicht weiter eingegangen.
So oder so: samma froh, dass dieses Thema wieder abgehakt ist.

2 „Gefällt mir“

Ich weiß, dass das ironisch gemeint ist. Aber ich glaube, da sprichst du unsere 2 verbliebenen großen startegischen Probleme an:

  1. Aktuell sehe ich den Konflikt mit der Merch noch nicht beigelegt. Ja, die unterschiedlichen Markenrechte scheinen nun alle wieder beim Verein zu liegen. Mittelfristig unbezahlbar und extrem wichtig. Kurzfristig sehe ich weiter etliche ungeklärte Themen mit der Merch. Solange es hier keine weitere Insolvenz (hart für die Mitarbeiter, günstig für die GmbH) gibt oder eine vertragliche Lösung (teurer für die GmbH), solange bleibt das Thema kritisch. Schlimmstenfalls bis 2031.
  2. Weder dem eV noch der Spielbetriebs-GmbH gehört da an der 114 irgendwas (gut, ich glaub das Löwenstüberl dem eV, da war was :slightly_smiling_face: ). Auch hier ist es noch viel zu früh um zu feiern.

Insgesamt bedeutet das, dass wir genau eine Sache aktuell noch nicht können: Der Merch auf Eigenbedarrf kündigen.

Nö gehört der KGaA

Danke.

Ich dachte mal, dass es da so eine Sommerloch-Geschichte um das Löwenstüberl gab und dass die Vergabe über den eV lief. Es kann aber natürlich auch sein, dass es genau andersherum war und die KGaA einen eV nahen Kandidaten abgelehnt hatte.

Aber Gott sei Dank war das nie wichtig und wird in Zukunft eh egal sein. :four_leaf_clover:

Was im Hinblick auf Gauweilers nun drohendes Verhalten interessant wäre:

  • Gab es ein konkurrierendes Angebot der Ismaik-Seite für einzelne oder gebündelte Assets, weshalb er jetzt gegen den Verkauf an eV/SB-GmbH klagen könnte?
  • Wurde der HAM/Ismaik-Seite überhaupt ausreichend Gelegenheit zur Abgabe von Konkurrenzangeboten gegeben? Wenn hier nicht alles sauber belegbar gelaufen ist, wird die Kanzlei jeden „Fehler“ im Verkaufsprozess suchen.
  • Warum wurde gebündelt verkauft und nicht zB einzeln die kommerzielle Verwertung der Markenrechte an einen anderen Bieter?

Hätte die Merchandising-GmbH nicht sehr überzeugende Argumente, mit denen sie die Markenrechtsverwertung auch einzeln hätte bebieten können?
Shops, Personal, Kundenbeziehungen, Vertriebsstrukturen - hier hätte doch kaum ein anderer Bieter eine Chance gehabt, oder nicht?

Sollte es darauf überhaupt keine Hinweise geben, dann haben sie wohl wirklich kein Angebot abgegeben. So kann Gauweiler eigentlich doch nur noch den Verkaufsprozess an sich angreifen und sich nicht auf „unberechtigt“ abgelehnte Angebote oder ähnliches beziehen.
Kann sich irgendwer vorstellen, dass beim „Verwertungsprozess“ von Dr. Liebig schwere (auch formale?) Fehler gemacht wurden?

Bleibt als weiterer Angriffspunkt noch die Kündigung des KoOp-Vertrages: Würde das nochmal aufgerollt, könnte doch eigentlich angesichts der Faktenlage organisatorisch gar nichts mehr rückgängig gemacht werden?

Damit bliebe in dem Zuge als Ersatzlösung noch der Schadensersatz, bei dem wir darauf hoffen müssen, dass die schwere Pflichtverletzung in Form der Darlehenskündigung gerichtlich als solche auch anerkannt wird.

Das ist wohl der letzte, unsichere, aber entscheidende Punkt?

Es war schon so, dass der eV da Einfluss nehmen kann, da es sich bei der Pacht um ein längerfristiges Geschäft handelt das von der GV genehmigt werden muss.

Ich vermute Herr Ismaik hat gar nicht verstanden welche Konsequenzen die Eröffnung eines Insolvenzverfahren für ihn hat. Und ich hatte ehrlich gesagt auch das Gefühl dass ihm das inzwischen egal ist.

Die Merchandising GmbH verdient kein / kaum Geld. Es hätte viel bessere Möglichkeiten gegeben falls er dem e.V. noch eine mitgeben hätte wollen.

Und die HAM/Ismaik Seite hat die Insolvenz erst provoziert. Er ist Gläubiger. Wenn er da etwas hätte machen wollen, dann hätte das eigentlich vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens passieren müssen.

Weil in ein paar Kommentaren das Wort „Eigenbedarf“ fiel. Eine Eigenbedarfskündigung gibt es nur für Wohnraum.

Es wäre wohl allenfalls eine ordentliche fristgerechte Kündigung oder eine außerordentliche Kündigung wegen Mietrückstände möglich. Oder man einigt sich auf Aufhebung. Aber noch gehört die Immobilie der KGaA.

Naja, schon einerseits ironisch. Andererseits: Was genau ist denn unter den „Assets“ zu verstehen, die jetzt verkauft wurden? Grund und Boden gehören ja der Stadt München, somit nach BGB auch die Gebäude. Aber an sich habe ich die gestrigen Aussagen schon so verstanden, dass e.V./GmbH jetzt auf dem Trainingsgelände schalten und walten können, wie sie wollen. Muss also seitens IV/KGaA die Nutzung im Rahmen des Erbbaurechts irgendwie eingeräumt worden sein.

Du meinst also, er ist einfach so bräsig und schluffig, dass er nicht mehr schnell genug reagieren mag? Ich dachte, dafür hat man einen Anwalt.

Die Merchandising-GmbH würde ordentlich Geld verdienen, wenn man keinen Geschäftsführer mit Bundesliga-Gehalt bezahlen müsste und die Shopstruktur auf das sinnvolle Maß anpassen würde.

Dein letzter Absatz ist nach wie vor noch mit Unsicherheit behaftet: Ich bin selbstverständlich der Meinung, dass er an der Insolvenz Schuld ist. Aber hier wird Gauweiler angreifen, falls ihm sonst nichts bleibt.

Nein. Er besteht ein Erbbaurecht und somit gehören die Gebäude immer noch der KGaA (§ 12 Abs. 1 und 2 ErbbauRG & § 95 Abs. 1 Satz 2 BGB)

1 „Gefällt mir“

Welche Immobilie genau?

Die Shops sind doch gemietet, oder meinst Du den Shop am TG?
Ist der im Eigentum der Merch?
Dachte, der wäre auch von der KgaA gemietet.

In der Diskussion ging es um den Shop am Trainingsgelände. Innenstadt und Flughafen sind natürlich von Dritten gemietet.

Am TG ist es von der KGaA gemietet.

Naja, aber wegtragen kann die KGaA die Gebäude ja schlecht. Und in Erbbaurechtsverträgen ist meistens Heimfall geregelt im Fall einer vorzeitigen Vertragsbeendigung, z.B. durch Insolvenz.

Gauweiler wird nach einer Möglichkeit suchen den e.V. für die Insolvenz verantwortlich zu machen. Wenn ihm das nicht gelingt müsste er aus meiner Sicht ggf. den Insolvenzverwalter verklagen und das wird er nicht tun.

Ich kenne keine Interna, aber ich kann mir gut vorstellen dass Herr Ismaik in Kürze einen Schlussstrich unter diese Sache ziehen wird. Es würde mich sehr wundern wenn das in jahrelangen Grabenkämpfen ausarten würde, dafür hat der e.V. in den letzten Wochen auch zu sauber gearbeitet.

2 „Gefällt mir“