BREXIT und seine Nebenwirkungen

Für die Vertreter des Immerschlimmerismus:
http://www.faz.net/aktuell/politik/matthias-horx-erklaert-methoden-des-rechten-populismus-14295145.html

Ich höre schon die „Lügenpresse,Lügenpresse“-Rufe aus den Tiefen des Internets ertönen ;-)

Wenn man nicht will, dass die Gesellschaft den Bach runtergeht, sollte man nicht ein ständiges Klima der Angst erzeugen. Damit bereitet man den Extremisten, egal welcher Strömung, unnötigen Nährboden.

Nein, er entsteht duch die hohe Nachfrage. Warum kaufen bzw. bauen Spekulanten sonst Wohnungen in München, obwohl diese in der Uckermark viel günstiger sind?
Ganz einfach, weil niemand eine Wohnung in der Uckermark braucht und die Spekulanten keinen Mieter finden würden.
Oder warum spekulieren Leute auf Erdöl und nicht auf Gülle? Genau, weil fast kein Mensch Gülle braucht aber dafür massig Erdöl.

@Lion91
Es ist ein wenig schwierig mir Dir zu diskutieren weil Du eigentlich gar nicht über den Brexit reden möchtest. Ich finde die andere Thematik auch interessant, möchte sie in diesem Thread aber nicht vertiefen. Was Deinen Artikel betrifft. Lügenpresse ist zumindest nicht meine Wortwahl aber ich gebe zu dass ich selbst eigentlich keine Zeitungen und Zeitschriften lese und das nicht weil ich es mir nicht leisten könnte. Das der Autor zufällig in Wien lebt entbehrt nicht einer gewissen Komik aber der Artikel ist als Gastbeitrag gekennzeichnet und damit in erster Linie eine Meinungsäußerung deren Inhalt ich gar nicht werten will.

Aus meiner Sicht fallen immer mehr Menschen durchs gesellschaftliche Ratser. Fakt ist auch, dass genau das die Politikerkaste in Brüssel nicht checkt oder nicht checken will.
Dieß ist einer der Gründe weshlab die Rechtspopos Zulauf bekommen.

Nein, er entsteht durch die hohe Nachfrage von Kapitalisten die durch die Ausbeutung anderer und/oder durch Spekulation reich geworden sind und die jetzt nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Kapital muss angelegt und vermehrt werden, nur so funktioniert die Logik. Damit haben wir einen Fall von Spekulation.

Also die Schwiegermutter von HHeinz hat den Mehrwert ihres Tuns jemand anderem überlassen müssen. Dieser wiederum kauft mit diesem Mehrwert (und mit vielen anderen Mehrwerten von allen die für ihn Lohnarbeit leisten mussten, da nur er das Eigentum an Produktionsmitteln hatte) nun Wohnungen im schönen München, steigert hierdruch die Nachfrage und die Schwiegermutter wird wegluxussaniert. Die meisten der luxusanierten Wohnungen stehen im übrigen leer, also nix Zuzug.

P.S. diese Alt-68ger aus deinem Artikel sind für mich ebenso schlimm wie das Pack das der AfD hinterherläuft, wobei eigentlich noch schlimmer, weil sie es besser wissen müssten.

Okay Heinz, ich bin da möglicherweise vom exakten Thema abgewichen, aber die UKIP in GB und hier die AfD gedeiht auf dem Boden des Angstklimas.
Bei Schindluder läuft wie immer die Antikapitalismus-Platte…

Ich bestreite nicht, dass es auch hier Armut git. Aber ich bestreite, dass sie größer ist als vor 20-30 Jahren. Die Kinder vom Bahnhofszoo wurden auch nicht durch die EU verursacht.

Und ich sehe nicht, wie ein EU-Ausstieg gesellschaftliche Probleme lösen soll.

Hoffentlich bleibt die EU gegenüber GB hart. Mich regt diese Rosinenpickerei auf.
Man stelle sich vor GB und D,F,NL teilen sich einen Garten. Den Garten hegen und pflegen dürfen schön wir machen. Wenn es ans Ernten der Früchte geht, helfen uns aber netterweise die Briten. Schließlich fühlen sie sich ja doch noch zu ihrem Garten hingezogen…

Bilaterale Verträge ?

Die EWG ist ja wohl als Wirtschaftsvereinigung gegründet worden, und nicht wie es sich heute darstellt, als ein poltischer Moloch einer Übervolksrepublik mit gleicher Währung, welche von von ungewählten Politikern verwaltet wird. Dass dabei zwei Alkis ( okay, der eine ist mittlerweile trocken ) an der Spitze stehen, setzt dem dem ganzen noch die Krone auf.

Da du anscheinend doch Schwierigkeiten bei der Suche in den unendlichen Weiten des Internets hast, hab ich einfach mal „Römische Verträge“ in so eine Suchdings eingegeben und gleich im ersten Treffer (Wiki oder so) standen die Ziele der EWG.
Sogar kopiert hab ich es für dich…

EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sicherung des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts
Beseitigung europäischer Schranken; Abschaffung der Zölle
Besserung der Lebens- und Beschäftigungsbestimmungen
beständige Wirtschaftsausweitung, ausgewogener Handelsverkehr, redlicher Wettbewerb
gemeinsame Handels-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik
Wahrung von Frieden und Freiheit
größere Stabilität, engere Beziehungen zwischen den Staaten
freier Personen-, Dienstleistungs-, Kapital-, und Warenverkehr
Angleichung innerstaatlicher Rechtsvorschriften
innere und äußere finanzielle Stabilität

Nix mit rein auf Wirtschaft und das seit 1957.

Und nicht das jetzt kommt das war ein Zufallstreffer und die Seite unseriös.

Seite des Bundestags:

Römische Verträge

Die Römischen Verträge wurden am 25. März 1957 von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom unterzeichnet. Damit gründeten die Unterzeichnerstaaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM). Sie vereinbarten den freien Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr, eine gemeinsame Handelspolitik sowie europäische Institutionen. Die Unterzeichnung der Verträge gilt als Gründungsdatum der Europäischen Union (EU). Die Verträge traten am 1. Januar 1958 in Kraft und gelten als Fundament der EU in der Fassung des Vertrages von Nizza fort.

Naja.

Also wenn man die Worte Wirtschaftl. Fortschritt, Abschaffung der Zölle, Beschäftigungsbestimmungen, beständige Wirtschaftsausweitung, ausgewogener Handelsverkehr, redlicher Wettbewerb, Handels- u. Landwirtschaftspolitik, freier Dienstleistungs, Kapital - und Warenverkehr und finanz. Stabilität aus deinem Zitat herausnimmt, bleibt aber nicht mehr viel übrig.

Sei´s drum, der Rest Europas wird den Austritt von GB verkraften, und GB wird es sicher auch. Nur, was wird sein, wenn sich GB besser erholt als erwartet ? Eine Inflation an Volksentscheiden zum Verbleib in dieser Vereinigung ? ich denke schon.

Im übrigen, danke Österreich !

Stimmt, da bleibt fast nix ausser:

Sicherung des sozialen Fortschritts
Beseitigung europäischer Schranken
Besserung der Lebens- und Beschäftigungsbestimmungen
größere Stabilität, engere Beziehungen zwischen den Staaten
Angleichung innerstaatlicher Rechtsvorschriften

und völlig nebensächlich

Wahrung von Frieden und Freiheit

Also höchsten etwas mehr als die Hälfte.

Ist das Satire was du hier betreibst oder einfach nur dumm-dreister Populismus, bei dem man einfach alles weg lässt was einem nicht in den Kram passt?

Für’n Adi oder was?
Bist Du nicht derjenige der sich hier ursprünglich angemeldet hat um wegen Abstiegsfrust hier mal richtig rumzukotzen? Anscheinend geht es Dir immer noch schlecht. Gute Besserung.

Ich finde es eigentlich ganz cool wenn sich Fans anderer Vereine hier beteiligen aber ein wenig Niveau solltest Du schon mitbringen, wir segeln oft sowieso schon relativ tief (und da schliesse ich mich gerne mit ein).

Tja und nun? Für mich die einzige Lösung aus diesem Schlamassel rauszukommen im UK ist ein neues Referendum…

Nach dem Motto: Außer Spesen nichts gewesen???

D.h. so lange wählen bis die Briten in der EU bleiben wollen?
Zum Glück gibt es den BREXIT, denn jetzt sieht man mal wieder wie unfähig die „Spitzenpolitik“ ist - und zwar auf allen Seiten. Die Verträge der EU erinnern mich immer an Sekten oder Mafiafamilien, es gibt keine Möglichkeit lebend wieder raus zu kommen. Eine funktionierende Lösung - bei immer knapper werdender Zeit bis zum Brexit - sehe ich nicht und gibt es wahrscheinlich auch nicht.

Inwiefern? Welche Punkte der EU-Verträge meinst du damit?

Das ursprüngliche Problem mit dem Referendum war, dass man eine so extrem komplexe Frage nicht mit einem simplen Ja oder Nein beantworten kann. Erst mal ins Blaue den Austritt einreichen und dann irgendwann kurz vor der Deadline mal anfangen sich um die Konditionen zu Gedanken zu machen is einfach naiv, das war ein Scheitern mit Ansage. Von daher hat die britische Regierung den Karren höchst selbst im Dreck versenkt und ich kann mir nicht vorstellen wie die den da wieder rausgezogen bekommen.

Bei mir im Betrieb haben wir eine Hand voll englischer Lieferanten, von denen kam sofort nach dem Referendum schon die Ansage „keine Sorge, der Brexit kommt bestimmt nicht zustande und falls doch, verlagern wir alles nach Irland“…

Mir ist ehrlich gesagt vollkommen unklar, was die Briten eigentlich wollen. Irgendwelche neuen Zugeständnisse seitens der EU wird es nicht mehr geben, schon garnicht so kurz vor der Wahl. Ein NoDeal-Brexit würde die Insel vermutlich wesentlich härter treffen als die EU. Also: Was soll das ganze Theater…??

Ich finde das spannend, ein offener Widerspruch zwischen den Interessen des Kapitals und denen der Nationalisten. Ausgang ungewiss.

Das hat man halt davon, wenn man egomanischen Populisten und Nationalisten wie Johnson und Farage vertraut.

Wohl wahr. Gerade die beiden haben sich dann ja auch entsprechend schnell vom Acker gemacht…

In den Hintern beißen werden sich wohl weiterhin hunderttausende vornehmlich junge Britinnen und Briten, die damals nicht zur Abstimmung sind, weil sie davon ausgingen „da passiert sowieso nix“. Pustekuchen. Von daher auch ein Lehrstück in praktischer Demokratie: Man geht da hin, egal wie irgendwelche Prognosen lauten…!!!

Aber gut, das ist Geschichte. Die Frage ist ja nun, wie JETZT damit umzugehen ist. Ich persönlich sehe den Ball eindeutig im Feld der Insulaner. Die müssten nun mal klipp und klar sagen, wie sie sich das weitere Procedere eigentlich vorstellen. Ein „Raus aus der EU, aber sämtlich damit verundenen Vorteile behalten“ wird es nicht geben. Da bin ich hundertpro von überzeugt.

Man sollte allerdings auch betrachten, dass man sich dort zur Wahl registrieren muss (wie auch in den USA). Wenn man sich 6 Wochen vorher nicht registriert hat, kann man nicht wählen. Nachdem der „heisse“ und „unsachliche“ Wahlkampf aber erst in den letzten 4 Wochen so richtig losging …

Nachdem aber wohl ein erneutes Referendum nicht sooo viel anders ausssehen würde, kann man die Geschichte von den Jugendlichen, die nicht gewählt haben schön langsam begraben.

Ich habe damals in einer Firma gearbeitet, die eine Fabrik in Southamton hat. Eine typische amerikanische Firma, die die europäische Zentrale in England hat, weil man den Zugang zum Binnenmarkt will und sich mit der Kommunikation einfachter tut. Viele der Mirarbeiter waren für den Brext! Die haben gar nicht kapiert, dass der wesentliche Grund, den Laden dort zu haben, der Binnenmarkt ist … Wenn die Zoll zahlen müssen und vor allem Lieferverzug wegen der Abwicklung haben, fällt die Grundidee (Lieferung am Tag nach der Bestellung) komplett weg und viele werden ihren Arbeitsplatz verlieren.

Ich kenne fast nur Fabriken in England, also Firmen, die fertigen, aber kaum selbst etwas entwickeln oder Europazenzentralen amerikanischer Firmen (wie oben). Bei den meisten fällt der Grund, warum man die Fabrik in England hat weg.

Aber der Wiskey wird teurer werden …