Ist es wirklich zielführend, die Reichweite und meinungsbildende Kraft von ARD oder ZDF mit dem Deutschlandfunk, Nius oder ähnlichen Formaten überhaupt zu diskutieren? ARD und ZDF sind öffentlich-rechtliche Institutionen und keine Privatfirmen.
Im Gegensatz zur @friedhofstribüne erkenne ich die Grafik und die Inhalte im Link von @route66 als aussagekräftige Daten. Könnte daran liegen, dass Statistik ein Teil meines Studiums war.
Kleiner Stammtischpfurz muss auch noch sein: Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass ein Klamroth (sitzt mit Fridays for Future am Frühstückstisch) oder ein Uthoff (kandidiert für die Linke) Moderatoren von Formaten mit hohen Zuseheranteilen sind. Wer segnet sowas ab?
Was dem einen der Uthoff ist dem anderen der Nuhr. Damit habe ich kein Problem.
Klamroth als Moderator in einem Format, das quasi per Definition (hart, aber fair) unterschiedlichen Standpunkten Raum geben soll, ist ein schlechter Witz.
Ich meine er hat Wahlwerbung für die Linke gemacht. Aber gerade in dem Fall hätte ich damit weniger ein Problem. Die Anstalt war schon immer linkslastig und wer das nicht aushält schaut dann eben Nuhr im Ersten, der angeblich auch für Konservative etwas im Programm haben soll.
Letztendlich ist mir da ein offenes Visier sogar lieber denn dann ist es transparent.
Bei Hart aber Fair leidet für mich vor allem das Format.
Verschluckt euch nicht an eurer Ernsthaftigkeit. Das mit der Methodik war ein Witz auf unseren hochgeschätzten Blogger.
Aber wenn es unbedingt sein muss: Die Journalismusbefragungen im Projekt Journalismus und Demokratie sind standardisierte, quantitative Umfragen. Das heißt, dass allen Befragten der gleiche Fragebogen vorgelegt wird. Die Umfragen sind als Online-Befragung zum Selbstausfüllen konzipiert. Die Befragten erhalten einen Link, über den sie eine Internetseite (des Online-Befragungsanbieters Unipark) aufrufen können, die ihnen die Fragen vorlegt. Die Befragungen sind anonym, das heißt, dass es nicht möglich ist, festzustellen, welche natürliche Person einen Fragebogen beantwortet hat.
Nun, das verstehe ich als neutral.
Er muss alle politischen Richtung im demokratischen Spektrum gleichermaßen behandeln.
Gewählte Parteien gehören zum demokratischen Spektrum solange sie nicht verboten und zu Wahlen zugelassen sind. Und das muss sich lat auch in der Berichterstattung wiederrspiegeln. Wird über eine Seite nur negtiv und die andere nur positiv berichtet und dabei die jeweils anderen Apsekte ausgeblendet, dann ist das eben nicht mehr im Sinne des Pressekodex und der Aufgabe eines öffentlich rechtlichen Rundfunks. Weil er der Bevölkerung wesentliche Teile der wahrheitsgemäßen Berichterstattung vorenthält und eine objektive Meinungsbildung unmöglich macht.
Neutral eben.
Ich wüsste nicht, dass es in der normalen Berichterstattung nicht ausgewogen ist.
Ich schaue mir keine Diskussionsrunden mehr an (muss ich mich nur aufregen), aber was ich mitbekomme, sind dort doch auch alle wesentlichen Parteien vertreten. Bei den Moderatoren würde ich schon auch vermuten, dass die nicht alle nur eine Partei wählen. Es liegt doch immer auch am Gast, wie gut er sich verkauft. Es muss ja keiner hingehen, wenn er nur genehme Fragen will oder einen Stichwortgeber braucht.
Politkommentare, Satiresendungen oder Kabarett sind ja keine Berichterstattung. Das sollte man als mündiger Bürger schon wissen. Aber da kommt es mir so vor, dass es hier immer mehr Menschen gibt, die keine Unterscheidung mehr treffen und alles in einen Topf werfen.
Und wenn jetzt die Tendenz erkennbar wäre, welchen Einfluss hätte dies? Die letzten Wahlen zeigen jetzt nicht gerade in diese Richtung.