Der Windradbetreiber bekommt eine garantierte Einspeisevergütung, der Strom wird in der Batterie hoffentlich umsonst eingespeichert (die Netzbetreiber hätten allerdings gerne Entgelte für den Transport). Da niemand Batterien als Samariter aufstellt will dieser beim Ausspeisen auch Geld verdienen. Ich habe hier bequemerweise denselben Betrag angesetzt den ein Windradbetreiber an einem schlechten Standort kassiert.
Und man kann natürlich darauf verweisen dass China ja eine Planwirtschaft ist nur steht die deutsche Exportwirtschaft halt in Konkurrenz. Zum Beispiel Thyssen-Krupp
Dieser Effekt verstärkt sich um übrigen. Denn wir produzieren jetzt schon zuviel Strom wenn die Sonne stark scheint oder der Wind gut bläst. Deine falschen Statistiken über die Atomkraft hat gegen die Realität wenig Chancen. Aber ich habe zu Atomkraft gar nichts geschrieben, sondern dass man mit dem Märchen aufhören soll dass deutscher Ökostrom günstig wäre. Das ist er nur bei der Eigenerzeugung (u.a. wegen der „planwirtschaftlichen“ Chinesen die das Zeug mit geringen Margen nach Europa schieben). Glücklich schätze sich wer das kann.
Und Erneuerbare konnten vermutlich tatsächlich günstiger werden, wenn man vom System abkehren würde dass jeder die Hand aufhält und kräftig abkassieren möchte. Deshalb finden die Energiewende auch alle super, bis auf die Verbraucher ohne Balkon, eigenes Dach und/oder Garten die den ganzen Spaß bezahlen müssen.
Das was wir mit der Energiewende machen ist lustigerweise auch Planwirtschaft. Sogar oft ein 20-Jahres-Plan.
PS: Das AKW Leibstadt in der Schweiz produziert aktuell für rund 5 Cent, dazu kommen nochmal 5 Cent für den Entsorgungsfond (was mir auch gut gerechnet erscheint). Die Zahlen sind öffentlich einsehbar da eine AG.
Ein Windpark in der Region Holzkirchen erhält eine EEG-Vergütung von 11,31 Cent/kWh, garantiert für 20 Jahre. Dazu kommen die Kosten für Doppelstrukturen. 5-10,x Cent pro kw/h scheitert schon am ersten konkreten Beispiel.
Wie bitte? Mal abgesehen davon, dass ich hier vor allem verlinke, wo sind „meine“ Stistiken falsch?
Das mit dem AKW-Strom war übrigens ein Beispiel, aber Deine Lesekompetenz scheint, zumindest auf meine Beiträge bezogen, ähnlich jämmerlich wie die vom Bonfire zu sein. Beißreflex, oder? „Links-grün-woke“ ist gefährlich. Ja, verstehe.
Gerade im ersten Artikel ist doch schön geschrieben, dass man in vielen Bereichen, von denen man dachte, dass man dort grünen Wasserstoff braucht, gar nicht mehr darauf angewiesen sein wird, weil man den Strom direkt nutzen kann.
Was willst Du uns mit dem Artikel sagen? Dass nicht mal der superbillige Atomstrom aus den altersschwachen (deren Lebensdauer per Federstrich von 40 auf 50 Jahre velängert wurde), abgeschriebenen französischen Atomkraftwerke das Thyssen-Werk in Frankreich die Produktion erlaubt. Das ist aber eher ein anderes Problem. China subventioniert alles, was andere Player aus dem Markt drängt, kopiert alles und jeden. Patentverletzungen sind dort nicht durchsetzbar. Und dabei bringen sie auch noch irgendwelche Minderheiten um. Kann das Preisen dieser Staatsmonopolkapitalisten nicht verstehen, die sind alle eher verabscheuungswürdig!
Also ich les ja eigentlich gern in diesem Thread, aber seit Tagen wird immer das selbe übers Klima diskutiert und man kommt eh nicht auf einen Nenner. So langsam langweilt es
Mit Mathe und Physik hast Du‘s aber auch nicht so. Windkraftanlagen werden seit ca. 1990 gebaut haben ~25 Jahre Betriebszeit und fallen nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung und brauchen dann eine Anschlussvermarktung und Betriebgenehmigung, sonst werden sie abgebaut. Weil die durchsch. Anlagenleistung in den Neunzigern im Schnitt bei 600 MW und bei 1150 MW in den 2000er lag, sind es heute 4 -5 GW. Beim Repowering, der Neuerrichtung von Anlagen an bestehenden Standorten kann man ca. die Leistung verdreifachen bei Halbierung der Anzahl der Anlagen. Die alte WKA am Müllberg hat 1,5 MW Leistung und erzeugt 1,9 GWh p.a, während die neue bei doppeltem Rotordurchmesser mit 3,5 MW Leistung ~ 7GWh erzeugt.
Denke, etwas Recherche hilt immer bevor man was raushaut.
P.S.: Bevor Du fragtst: Kopfrechnen hab ich in den Siebzigern gelernt und mein E-Technik Abschluss hat bald 40-jähriges!
Jetzt muss ich hier mal meine jämmerliche Lesekompetenz einräumen, das tut mir leid. Du hast meine Rechnung zwar zerlegt, aber in die andere Richtung. Wenn man Deiner detaillierteren Rechnung folgt, dann hab ich ja sogar um Faktor zwei bis drei zu niedrig gelegen in meiner Bauchgefühlsabschätzung…
Es wird aber nicht an jedem Standort, der abgebaut wird, eine neue errichtet. 2024 sind im 1.HJ 27 WKAs weniger errichtet worden als abgebaut wurden. Die Leistung wurde rotzdem um 929 MW gesteigert.
Ein wunderbares Beispiel für Wissenschaftsfeindlichkeit in der Politik. Die Kerle mit den dicken Eiern von der Union (oder im Fall der von Dir gezeigten Kohleanzeige mutmaßlich der SPD, Grünenbeteiligung nicht ausgeschlossen) wissen es natürich besser als die Fachleute, die sich hauptberuflich mit den Themen beschäftigen.
Neuestes Beispiel ist erst der ZWISCHENBericht zur Cannabis-Legalisierung. Es gibt offenbar deutliche Anzeichen (zumindest lt. der in Dobrindt kritisiert Cannabis-Bericht - Wissenschaftler "enttäuscht" | tagesschau.de zitierten Aussagen), dass Dobrindt den gar nicht richtig gelesen (geschweige denn verstanden) hat, aber wenn irgendwas drinsteht, was aus seiner Sicht nicht sein kann und nicht sein darf, dann ist natürlich die Methodik der Forschung schon zweifelhaft. (Hinweis: ich bewerte absichtlich NICHT den Inhalt sondern ausschließlich Dobrindts Auseinandersetzung mit dem Bericht! Der Inhalt ist für diesen Beitrag nicht relevant.)
Aus meiner Sicht ist das das größte politische Problem, das wir haben: Wissenschaftsfeindichkeit.
Mit einem Ignorieren der Wirklichkeit kommt man nicht voran. Ist beim Thema Drogenkriminalität (Kriminologie) das gleiche wie beim Thema Klima (Naturwissenschaften) und seinen Auswirkungen (viele Disziplinen, insbesondere Volkswirtschaft und Soziologie) oder beim Thema Besteuerung & Staatsausgaben (verschiedene Zweige der Wirtschaftswissenschaften). Wissenschaftler zeichnen ein fundiertes Bild der Lage und zeigen die sinnvollsten Lösungen auf (weisen meist noch auf Nichtwirksamkeit früherer Maßnahmen hin), meist männliche Politiker haben die dickeren Eier, wissen es besser, und wenns nicht funktioniert ist der Ausländer schuld. So bringt man halt keine Gesellschaft weiter, so erweckt man nur zunehmend den Eindruck alleine für sich selbst und seine Altersversorgung Politik zu machen.
Aus dem Grund hielte ich den Versuch für äußerst erwägenswert, mal ein oder besser zwei Legislaturen mit einer Technokratenregierung zu fahren. Die genauen verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen müsste man natürlich klären, um nicht die demokratischen Grundlagen zu beschädigen.
Also mit Quaschning und Rahmstorf als Minister statt nur mit Graichen als Staatssekretär. Genau mein Humor.
Würde Plato in der Jetzt-Zeit leben, hättest du ihn vielleicht an seiner Seite:
Platon vertritt in seinem Dialog Politeia die Auffassung, ein Staat sei nur dann gut regiert, wenn seine Lenkung in der Hand von Philosophen sei. Daher fordert er ein uneingeschränktes Machtmonopol der Philosophen. Philosophenherrschaft – Wikipedia
Ich weiß nicht, was Platon und seine Philosophenherrschaft mit meinem Beitrag zu Wissenschaftsfeindlichkeit und dem Vorschlag einer zeitlich begrenztenTechnokratenregierung zu tun haben soll. Aber gut, dass es Dir nicht so leicht fällt, komplexeren Themen zu folgen, hast Du ja schon früher angedeutet…