Du bzw. Deine Wortwahl kokettiert aber meiner Meiner nach immer genau damit.
Eine bedingte Zulassung ist eine Zulassung, die an Auflagen geknüpft ist. Sie kann im Interesse der Allgemeinheit für ein Arzneimittel erteilt werden, …
(Coronavirus - Paul-Ehrlich-Institut)
Unser Inzidenz-Fetischist Nr1:
Bislang galt in dem Bundesland die Drei-Tage-Regel, nach der auf steigende Inzidenzzahlen erst reagiert werden muss, wenn der Grenzwert drei Tage in Folge überschritten wird. Mit der neuen Fassung der Coronaschutzverordnung vom Dienstag wird nun acht Tage gewartet.
Also ein lokaler Ausbruch und wir sind immer noch nicht in der Lage das Geschehen einzugrenzen und man schickt einen kompletten Landkreis in die nächtliche Ausgangssperre.
Aber was möchte man schon von einem Land erwarten, dass nicht mal in der Lage ist eine flächendeckenden Sirenen Warnung auf die Kette zu bekommen.
Wir brauchen >10 Jahre um Autobahnbrücken zu sanieren, sind zu doof einen Flughafen zu bauen und können auch kein durchgängiges Mobilfunk Netz anbieten.

und das ist doch das Dilemma, jetzt hat man wieder 2 Meinungen aber welche ist die richtige ?
Dafür sind unsere Fax-Geräte einsame Spitze…[sark/off]
Deutsch Bahn hab ich noch vergessen.
Während die ÖBB mit dem Nachtzug von Österreich ins Ruhrgebiet fährt, ging’s mit dem ICE auf der gleichen Strecke nicht.
Warum man jetzt im Ahrtal min. 5 Jahre braucht um dort wieder alle ans Bahnnetz zu bekommen, wundert einen dann auch nicht mehr.
Mal sehen wie lange Aiwainger noch in Landtag ist, er gibt sein bestes
Da es eh nicht passieren wird, egal.
Was genau haben jetzt pfleger und pflegerinnen damit zu tun?
Es gab vier Argumente dafür, die Infektionen zu bremsen (= Inzidenz niedrig zu halten):
Sterbefälle verhindern, ITS Überlastung verhindern, Long-Covid bzw schwere Verläufe vermeiden, Mutationsrisiko vermindern.
Dass durch die Impfungen das Sterberisiko wesentlich kleiner geworden ist, dürfte konsens sein.
Also geht es um die restlichen Argumente.
Eine ITS-Überlastung fürchten die Niedrig-Inzidenz-Fans höchstens als worst case im Herbst oder Winter.
Bleiben Long-Covid und Mutationsrisiko als aktuelle Argumente.
Das Mutationsrisiko ist weltweit gegeben und da wir uns nicht wie Australien abschotten, kommen ungewollte Varianten wohl früher oder später nach D. Außerdem ist es ein nicht als Faktum greifbares Restrisiko. Es kann Escape-Varianten geben, die die Impfung austricksen. Es kann aber auch angepasste Varianten geben, die das Virus und den Menschen überleben lassen…
Long-Covid wird eben unterschiedlich eingeschätzt. Ein KL sieht hier ein Risiko auch für die Jüngeren, Stöhr sieht das offenbar nicht.
Es wird von 10% der Fälle gesprochen, die Long-Covid erleiden. Das wären bei uns 300.000 Fälle. Das gibt die Krankenstatistik nach meiner Einschätzung nicht ansatzweise her…
Wobei ich schon sehe, dass das Virus nicht nur die Lunge, sondern offenbar auch andere Organe angreifen kann.
Langer Text, kurzer Sinn: ich bin dafür den Menschen mehr Freiheiten zu gewähren, sie über Gefahren aufzuklären und die Inzidenz zwar zu beobachten, aber eine „Notbremsung“ erst einzuleiten, wenn es die ITS-Belegung erforderlich machen sollte.
Also: In Sachen flexibler Abgastestsoftware sind wir weltweit führend.
Ach du - die haben sicherlich richtig Spaß, falls es mal wieder soweit kommt, dass ihnen die Leute auf der Intensivstation während einer ihrer standardmäßigen 24h-Schicht wegsterben. Aber gut, „dann isses eben so“.
Die hat ja auch nicht der Staat entwickelt bzw. war dafür verantwortlich, sondern die freie Wirtschaft.
Sobald aber Bund/Länder das Sagen haben bei Großprojekten ist häufig Chaos vorprogrammiert.
Inwiefern wieder soweit kommen?
Hast du quellen für standardmäßige 24h schichten?
Langer Text und viel Vernünftiges drin.
Ich vermute, wenn ich deine persönliche Handlungsempfehlung am Ende richtig lese, dass Du damit pro „Wer sich nicht impfen lassen will, dann ist das halt so“ argumentierst.
Witzigerweise dient dein - sehr guter - Text aber als Paradebeispiel für die Notwendigkeit der Impfung. Denn wie du richtig schreibst, ist eine ITS-Überlastung im Herbst/Winter „nur“ noch ein Worst-Case-Szenario selbst bei den „Niedrig-Inzidenz-Fans“ wie du schreibst. Noch letzten Herbst, ja sogar letztes Frühjahr, war es ein „Es kann jeden treffen“-Szenario. Was hat hier die Wende gebracht? Richtig - die Impfung. Die böse, hier und überall in jedes Detail zerredete Impfung ohne die es diese Debatte, was denn nun noch das Restrisiko wäre, gar nicht geben könnte. Dann würde die Debatte nur noch darum gehen, wie wir in wenigen Monaten verhindern, dass wieder zig tausend Leute an dieser **** Krankheit versterben.
Schnell gegoogelt und gleich mal einiges gefunden. Bezogen habe ich mich aber v.a. auf Fernsehberichte während den größeren Wellen, in denen Intensivpersonal zu Wort kam und in denen zugegebenermaßen davon die Rede war, dass diese Schichten nur gerade und nur weil Ausnahmezustand nötig waren.
Und diese 24 stunden schichten gibt es nur in der Medizin oder auch in anderen Berufen? 

Es freut mich, wie du auf meinen Text geantwortet hast. Keine Polemik, sondern eine sachliche (Gegen-) Argumentation.
Ja, ohne Impfung hätten wir eine grundsätzlich andere (schwierigere) Situation.
Ich scheue mich aber dennoch die Impfung deshalb den Menschen zwangsweise zukommen zu lassen.
Und in GB wird gerade möglicherweise die Frage beantwortet, ob es für den Verlauf der Pandemie überhaupt notwendig ist.
Die Situation im Sommer mit der Winterperiode zu vergleichen würde ich zumindest in Westeuropa für gewagt halten. Aber so richtig nachschauen was viel bringt und was nicht will ja eh keiner, sonst könnte man vermutlich nicht mehr fliegen.
Aber auf wundersamerweise ist ein Deltavirus im Flugzeug nicht mehr ansteckend. Das Virus mit welchem man sich ansonsten angeblich infizieren kann wenn man nur an einer infektiösen Person vorbei geht.
