Der Energiekrise / Tankfred

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Krass was da gerade in Spanien los ist, echt heftig.

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Man merkt wie nervös die grünen Propagandisten und ihre EE-Lobby sind. Aber es wird Ihnen nichts helfen. Die Ursache mag eine ganz profane sein, die mit der Stromerzeugungsstruktur des Landes vielleicht überhaupt nichts zu tun hat. Wir wissen es noch nicht.
Wer hier schnell mit Putin um die Ecke kommt, ist alles andere als seriös.

Neben der Ursache ist aber die viel spannendere Frage, warum das EE-überladene Netz in den Blackout rauschte, während die Franzosen ihr Netz erfolgreich stabilisieren konnten; diese Frage dürften die oben genannten Herrschaften fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Und es bleibt zum Leidwesen der Spanier sehr spannend, wie man dieses Netz wieder hoch bekommt. Die ganzen Solar- und Windkraftanlagen nutzen da mangels Schwarzstartfähigkeit nämlich gar nichts.

Dein Beitrag suggeriert, dass Spanischer Strom lediglich aus Windkraft und PV kommt.

Daher sicherheitshalber: Spaniens derzeitiger Energiemix auf der Angebotsseite ist zu ca. 40% geprägt von Kernkraft und Erdgas.

Die 7 spanischen Atomkraftwerke sind - wie i.d.R. alle AKWs - nicht schwarzstartfähig.

Bin auf die Analyse gespannt und hoffe, die kriegen das schnell gelöst und das Problem in den Griff bzw man lernt daraus.

Das iberische Netz ist ziemlicht von dem restlichen europäischen Netz entkoppelbar.
Die europäischen Netze sind immer besser vernetzt, aber auch so vernetzt, dass ein blackout eigentlich immer insulär bleiben müsste. Warum es in Spanien/Portugal gleich landesweit erfolgte, bleibt abzuwarten.

Das würde ich an deren Stelle auch sagen.

Meiner Meinung nach, hält der Netzausbau(Rückgrat der Energiewende!!!) und die Speicherkapazitäten in keinster Weise Schritt mit dem Ausbau der Erneuerbaren.

Außerdem sollte man sich auch mal der gesicherte Leistung widmen.

Aber vermutlich wird aus dem Thema wieder eine Ideologie-Debatte und wir kommen keinen mm voran.

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Müssen die das denn? Meiner Erinnerung nach dürfen AKW nicht stromlos werden und haben daher eine gut dimensionierte Notstromversorgung. AKWe trennen sich dann „einfach“ vom Netz ab und synchronisieren sich später wieder wenn Probleme behoben wurden.

Den Satz unterschreibe ich.

Ich bin auch kein Gegner von EE, ich glaube nur, dass uns die EE-Lobby auch nicht die volle Wahrheit sagt. Zum Zeitpunkt des Blackouts war extrem viel PV Strom im Mix und sehr wenig Leistung der Gaskraftwerke.
Und bei einem solchen Mix (der ja in Zukunft Standard sein soll) gibt es offenbar erhebliche Probleme, die noch nicht vollständig gelöst sind.

Ja - die haben da auch bei uns immer ganz leichte Stromschwankungen - im Hausgebrauch merkst du das nicht - feinfühlige Fräsmaschinen merken das dann leider und haben Fehler… Wurde von einem Mitarbeiter vom Stromanbieter bestätigt… Ist aber schon paar Jahre her…

Bei uns wollten sie mal ein Pumpspeicherkraftwerk bauen… Leider wurde es dann von den „Grünen“ abgelehnt, weil ein neuer „See“ in den Bergen nicht schön ist…

Ähnlich ist es mit dem Brenner-Nordzulauf… Ein guter "grüner "Freund war dann plötzlich dagegen, weil er durch seine Gemeinde gehen sollte… Prinzipiell ist er schon dafür - aber er gibt offen zu, dass er da nach dem St.Florians-Prinzip denkt…

„Grün“ bewusst in Anführungsstricherl, weil das ja immer nicht aller Meinung ist - aber ich bin da eh zu wenig radikal und hör mir die Meinung von allen Seiten an… Verständnis habe ich bei den 2 Fällen für „grün“ halt wenig…

Ansonsten finde ich den Roman Blackout recht gut… Und irgendwie erinnert die Reaktion der Spanier sehr an den Roman… Hamsterkäufe, Straßenchaos, usw…

Haben natürlich immer Strom, aber das ist dann ne vor-Ort-Lösung im „Schlaf-Modus“ damit sicherheitstechnisch alles passt.. Vom restlichen Stromnetz sind sie abgekapselt. Und schließen wieder an wenn da alles passt.

Für den „Re-Start“ eines Systems übernehmen sie aber nicht die Aufgabe, die zB ein Kraftwerk Nord in Unterföhring übernimmt/übernehmen könnte.

Edit: Sorry, hatte dein Edit noch nicht gesehen als ich schrieb

Wo war des?

In Bayern wurde schon über 40 Jahre kein Pumpspeicherkraftwerk gebaut…

Wenngleich das größte Bayerns (Happurg in Franken) jetzt von Uniper wieder reaktiviert wird nachdem es zuvor länger Stillstand. (Wobei Reaktivieren eher einem Bau gleichkommt als einfach den Schalter wieder anmachen)

Mir ist nicht ganz klar warum. Das Ding hat Strom, erzeugt ein 50Hz Signal und liefert eine relativ hohe Menge um theoretisch Taktgeber sein zu können (wie das Heizkraftwerk Nord).
Meine Frage hat keinen Hintergedanken.
PS: Den Stromausfall in Spanien würde ich nicht überdramatisieren. Erst wenn das häufiger passiert muss man sich da Gedanken machen (die Stromerzeuger und Netzbetreiber natürlich schon vorher).

Wenn durch Stromausfall Maschinen, Roboter etc. gestört werden oder gar stehen bleiben, kann das ganz schnell 6-7 stellige Kosten nach sich ziehen.
Einige Maschinen/Roboter müssen dann auch aufwendig wieder in Betrieb genommen werden.
Oft ziehen die unterbrochenen Produktionsprozesse weitere Kosten nach sich.

Ein Ausfall der Fördertechnik in einem >50.000m2 Logistikzentrum eines amerikanischen Online Händlers kosten beispielsweise 60.000€. Pro Minute.
So große Anlagen sichert auch niemand mit Batterien oder Notstrom Diesel ab, weil der Akku bzw. der Tank riesig sein müsste.

Zuverlässige Energieversorgung ist ein klarer globaler Standortvorteil.
Vielleicht einer der Wenigen, die wir noch haben.

Das wäre in Flintsbach gewesen… Details weiß ich etz nicht mehr so genau - Diskussionen allerdings schon…

Ob das jetzt der ideale Standort wäre weiß ich nicht… Aber Walchenseekraftwerk ist zum Beispiel ein super Beispiel wies funktioniert… Und im Endeffekt wärs ein riesiger Akku der innerhalb kürzester Zeit auf Vollauslastung läuft… Quasi gut steuerbar…

Ein Auszug aus dem Text, übersetzt mit DeepL:
„Experten erklären, dass es„eine Stabilität des Stromflusses braucht, die nur diejenigen Technologien bieten können, die Strom mit Hilfe von Turbinen erzeugen“. Mit anderen Worten: Wasserkraftwerke, Kernkraftwerke und Kombikraftwerke. An diesem Montag wurde die Marktnachfrage zu 75 % durch Solarenergie gedeckt, und diese konventionellen oder Turbinentechnologien waren nur ein marginaler Teil des Systems.
Ein Umstand, der in letzter Zeit bereits zu Problemen geführt hat. Die Raffinerie des Ölkonzerns Repsol in Cartagena, einer der größten Dieselhersteller Europas, musste vor einigen Wochen wegen Spannungsproblemen abgeschaltet werden.
Der Ausfall erfolgte um 12:32 Uhr, aber das System begann bereits um 11:30 Uhr zu versagen. Da die Sonne schien, begannen die Betreiber, Schwankungen im Netz zu bemerken, während die PV-Produktion „auf Hochtouren“ lief. Das Übermaß an Sonnenschein veranlasste die gasbefeuerten Kombikraftwerke, ihre Leistung zu reduzieren, um Platz für die Photovoltaik zu schaffen.
In diesem Sinne kam die Kernkraft nicht auf den Markt, um kein Geld zu verlieren, und es gab keinen Bedarf an Wasserkraftwerken, um kein Wasser zu verlieren. Ohne die stabilisierenden Technologien blieb die Spannung schwankender und anfälliger denn je. Und dann geschah der Vorfall. Der 5-Sekunden-Spannungsabfall ist eine Ewigkeit im Stromsystem und löste die „Systemdifferenzen“ aus, die alles auf einmal abschalteten, die Photovoltaik, die Kreisläufe, die vier verbliebenen Kernkraftwerke.“

Dankeschön… Und ich geb dem Prof. Recht und grüne Batterie triffts da wohl am besten…

Da beides über 10 Jahre her ist, würde mich interressieren, wie man es jetzt sieht… Ist ja doch ein bisschen was passiert…

Planung läuft seit 2012 . Im Verhindern ist der Deutsche leider Weltklasse

Das ist schon sensationell. Planung seit 2012, die vollständigen Unterlagen standen 2022 zur Verfügung, 2025 wird der Bescheidentwurf verschickt. Jetzt kommen dann Einsprüche, Klagen, etc.

Selbst wenn das Projekt letztlich genehmigt werden sollte wird das wahrscheinlich 2028. Bis es gebaut und fertiggestellt ist, wohl 2035. Das währen dann, wenn es gut läuft, 23 Jahre.

Klar kann ich die Bedenken der Betroffenen und Anwohner verstehen, aber wie soll denn irgendwas vorangehen.

Windräder, will keiner in der Nähe. Solarparks, puh, auch nicht schön, außerdem geht etwas Raum für Nahrungs- oder Futtermittelanbau flöten, also Protest. Solaranlagen auf Nachbars Dach, sieht nicht schön aus bzw. blendet für ein paar Minuten bei entsprechendem Sonnenstand.

Speicherkraftwerke, igittigitt, ökologische Katastrophe. Pumpspeicher, doch nicht in meiner Nähe. Hochspannungstrassen, ne, nun wirklich nicht. Dann lieber in die Erde zu den 3-5 fachen Kosten, aber natürlich besser weit weg von mir.

Und so weiter, und so fort.

Niemand will sowas in seiner Nähe, aber niemand will sein Verhalten ändern (übertrieben gesagt) Und weiter wie bisher soll es auch nicht unbedingt gehen.

Und das sind jetzt nur Beispiele aus dem Energiesektor. Letztlich läuft das aber in ganz vielen Bereichen bei uns so.

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