Der Ukraine Konflikt - jetzt Krieg

Genau so ist es.

Es ist ja auch kein Argument, sondern eine Frage.

Wenn es dich glücklich macht, dann ist eben die Frage indiskutabler Käse.

Und wer bestimmt das? Gewählt wird seit Jahren nicht mehr, die Soldaten werden mit Gewalt von der Straße gezogen und die Kinder der Politiker sind größtenteils im Ausland.
Zum Beispiel von den Herren Klitschko (Hamburg) und Poroshenko (London).
Man hat Fernsehsender geschlossen, Zeitungen und Parteien verboten.Zuletzt wurde auch das Vermögen von Poroshenko eingefroren, gegen Klitschko wurde wohl ebenfalls ein Verfahren eingeleitet, mutmaßlich weil er sich an den Anti-Korruptions Demos beteiligt hatte.
Letztendlich bestimmt im Land noch eine kleine Elite die sich häufig selbst die Taschen vollmacht ob weitergekämpft wird. Gepampert mit zig Milliarden aus dem Ausland.

Und selbst wenn man das alles hinnimmt. Wo ist denn die Siegperspektive für die Ukraine? Vom letzten Gamechanger, den F16 Kampffliegern, hört man leider schon länger nichts mehr. Der Ukraine gehen inzwischen einfach die Soldaten aus, auch weil in Wahrheit Russland militärisch inzwischen hochüberlegen scheint (und es aus meiner Sicht leider auch schon immer war).

Egal, die sollen einfach weiterkämpfen, auch wenn die Ukraine jeden Tag ein Stück kleiner wird. Irgendwann werden die die angeblich weiterkämpfen wollen sich vermutlich einfach ins Ausland verpissen und die Bevölkerung ihrem Schicksal überlassen.

Während Ronzheimer und Röpcke weiter Heldengeschichten erfinden ist das Schwestermedium Politico bzw. das Ausland schon deutlich nachdenklicher

Military victory may no longer be a realistic objective for Kyiv — no matter how many billions the West sends, or how many Russian soldiers die.

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Russland hat das Land ueberfallen mit dem Ziel, die Ukraine zu eliminieren und Russland einzugliedern. Dagegen wehren sich die Ukrainer. Was ist daran nach deiner Ansicht verkehrt?

Die Ukraine will nicht kämpfen. Kämpfen will z.b, ein Präsident der ohne Krieg schon längst Geschichte wäre. Wahlen finden Praktischerweise keine mehr statt, solange wir die Tötungsmaschinerie am laufen halten.

Und anschließend die Weltherrschaft übernehmen hast vergessen

Du hast die Argumente von Putin und Trump schon sehr gut drauf. Wie oft ist denn in Russland gewählt worden. Ach ja, muss man ja nicht, ist ja eine Diktatur. Wie viel Prozent der russischen Bevölkerung will Krieg gegen die Ukraine führen?

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Daran ist verkehrt dass der schwarze Ritter Sketch in der Realität anders ausgeht und es am Ende auch kein Unentschieden gibt.
Du kannst ja mal schreiben wie die Ukraine diesen Krieg gewinnen kann. Vielleicht ist das ja überzeugend, aber da kommt dann halt immer nichts und ein paar Tage später gibt’s den nächsten coolen Spruch aus dem Off.
3 Jahre lang hat man sich diesen Krieg zurecht gelogen. Inzwischen ist vielen Menschen klar das die Ukraine alleine leider nicht gewinnen kann, aber sie soll trotzdem weiterkämpfen.
Weil „die Ukraine“ das ja angeblich so will.

Die letzten Präsidentschaftswahlen in Russland waren 2024, ein neues Parlament wird 2026 gewählt. Der Rückhalt in der russischen Bevölkerung ist nach allem was man so lesen kann wohl immer noch sehr hoch. Im Krieg rückt eine Bevölkerung traditionell immer zusammen.

Du glaubst, dass Wahlen in Russland frei, gleich, geheim und nicht manipuliert ablaufen?

Nachdem was gerade erst in Rumänien abgelaufen ist brauchen wir uns wohl eher nicht mehr moralisch über andere Länder erheben. In Moldawien wird gerade das nächste Schauspiel vorbereitet.
Aber ich glaube tatsächlich dass Putin immer noch einen großen Rückhalt in der Bevölkerung genießt und dass man die Wahlen dort auch nicht großartig fälschen muss. Die Türken wählen auch immer wieder Erdogan und ich lange mir da jedes Mal an den Kopf.

Für viele zählt einfach ob es ihnen persönlich oder dem näheren Umfeld besser geht und da hat Russland durchaus Einiges vorzuweisen. Ob uns das jetzt passt oder nicht.

Ich selbst möchte nicht in Russland leben, aber wie die Russen leben wollen sollten sie selbst entscheiden. Inzwischen hat aber vermutlich auch der letzte Russe mitbekommen dass wir, oder große Teile in der EU, sie hassen. Eine Opposition dort dürfte es zukünftig noch schwerer haben.

Der - aus heutiger Sicht bzw aus Ukraine-Sicht - Kardinalsfehler der Ukraine war 1994 die Atomwaffen herzugeben/zu verschrotten :person_shrugging:.

Und sich auf diplomatische Abkommen zu verlassen.

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Die Ukraine hat schon gewonnen, wenn es ihr gelingt den Grossteil ihres Territoriums gegen Putin zu verteidigen und das scheint ihr mit westlicher Hilfe zu gelingen. Warum sollte sie also aufgeben? Dein Einwand hat weder Hand noch Fuss, er ist einfach nur quatsch.

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Das ist aus meiner Sicht klassischer whataboutism. Und falsch dazu.

Putin (und seine Gefolgsleute) haben sich den Staat über viele Jahre zu eigen gemacht und ihrer Diktatur lediglich eine scheindemokratische Hülle gelassen. Das ist etwas völlig anderes als die vielen demokratischen Defizite, die es in D und in der EU zu beklagen gibt.

Den ersten Teil deiner Aussage sehe ich ähnlich. Dafür gibt es einige Gründe. 33-45 hatten die Nazis auch lange “großen Rückhalt”. Den zweiten Teil sehe ich anders. Ein Ergebnis von 77% kann aus meiner Sicht nur ein gefälschtes Ergebnis sein.

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Da sieht man mal wie der Zeitgeist war bzw was dieser Zeitgeist bewirkt hat. Man hat wirklich geglaubt man sei am Ende der klassischen Geschichte angelangt…

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Um im Zusammenhang mit Russland von freien Wahlen auszugehen, muss man blind und taub sein. Es reicht schon ein Blick auf das Schicksal ehemaliger Oppositionspolitiker.

Russland will eigentlich nur den Donbass und als Bonus Odessa und den Landschluss mit Transnistrien. Du arbeitest hier aus meiner Sicht mit einem Scheinargument indem Du Russland ein Kriegsziel unterjubelst welches es so nie gegeben hat (die komplette Eroberung der Ukraine und der Durchmarsch RIchtung Westen).

Wenn am Ende ein Diktatfrieden nach den Vorstellungen Russlands herauskommt hat die Ukraine leider gar nichts gewonnen, sondern so ziemlich alles verloren wofür man geglaubt hat kämpfen zu müssen. Man ist dann auf die Gnade Russlands angewiesen, die sie vermutlich auch bekommen würde.
Übrig bleibt dann ein bettelarmer Agrarstaat mit ein wenig verlängerter Werkbank für Westeuropa. Wie erfolgreich sowas ist kann man sich in Ungarn und Rumänien anschauen. Die Länder sind leider größtenteils bettelarm geblieben, jeweils mit einer gepimpten Hauptstadt, und das trotz EU-Mitgliedschaft.

@route66 Wir müssen uns da gar nicht einig werden. Ist halt Deine Meinung und ich habe eben eine Andere. Alles gut.

Können die Russen das? Und wünscht Du den Ukrainern auch, dass sie selbst entscheiden können, wie sie leben?

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Eigentlich wollte das dritte Reich auch nur die Transitverbindung nach Danzig und den Schutz der Bevölkerung in Böhmen und Mähren …

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Ich würde so gerne so eine positive Einstellung zur weiteren Außenpolitik von Putin-Russland haben wie du. Da schläft es sich sicherlich etwas ruhiger & entspannter. Ich würde mich auch arg freuen, wenn du damit Recht hast.
Es bleibt für mich allerdings leider naiv zu denken, dass Putin-Russland aufhört, ehemalige Sowjet-Staaten in Europa zu bedrohen, wenn der Ukraine-Krieg zu Ende ist.
Von Putin-Russland so etwas wie Gnade zu erhoffen - nein zu erwarten - ist tatsächlich wild. Von Gnade können die vielen aus dem Fenster Gefallenen sicher ein Lied singen … irgendwo da oben.

Meinetwegen ist es für dich zu abwegig, in die Großmachtfantasien, die Putin bereits mal geäußert hat, echten imperialistischen Willen abzuleiten (wobei ich jeden verstehen kann, der das ernst nimmt). Dann bleibt aber immer noch, dass die gesamte russische Wirtschaft auf Krieg & Eroberung ausgerichtet ist. Und nicht nur das: letztlich ist auch Putins eigenes Schicksal eng damit verknüpft, dass er außenpolitische Erfolge verzeichnet. Und Kriege führen, um von den eigenen Missständen im Land abzulenken, hat leider noch immer funktioniert.

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