Wenn ein Müllwerker wirklich nur 120 Euro mehr im Monat hat als ein Bürgergeldempfänger, was ich bezweifle. Aber mal angenommen. Kann es sein, dass dann die Löhne einfach zu niedrig sind? Weil vom Bürgergeld-Regelsatz von 563 Euro macht wird’s schon schwierig, vernünftig zu leben
Dann ist aber wohl kaum die Lösung, den überwigendenden Teil der Demokraten substanzlos als intolerant, als paternalistisch und als realitätsfremd zu bezeichnen, während der damit nicht gemeinte Rest der Demokraten gerade den Nazis nach dem Mund redet und die demokratischen Kräfte auch noch als die größte Gefahr bezeichnet und nicht die Nazis.
Als allererstes mal sollte stehen dass man Zahlen nimmt, die seriös zustande kamen. Bei den 120€, die Du erwähnst, kann ich das nicht beurteilen, aber das hier ist seriös:
Die Differenzen dort sind andere Größenordnungen, als das was Du sagst, und das ist auch nicht die einzige Studie die es dazu gibt. Diese Mär von „Arbeit muss ich wieder lohnen“ wird sehr gerne von der kapitalistischen Rechten in die Welt posaunt, richtiger wird es dadurch nicht.
Hinweis dazu: Bürgergeld ist das, was vom Bundesverfassungsgericht als absolutes Existenzminimum bezeichnet wird. Alles darunter ist gem. BVG menschenunwürdig. (und je nachdem, wo Du lebst, ist auch schon der Regelsatz nicht ausreichend für ein sog. menschenwürdiges Leben).
Diesen Missstand (die geringe Differenz zwischen Existenzminimum und Niedriglohn) zu beheben ist in diesem Fall sicher nicht Aufgabe der Politik, da diese sich in Löhne und Gehälter, abgesehen vom beschränkten Einfluss auf den Mindestlohn, gar nicht einmischen darf (GG, über den Art. 9, insb. Abs. 3).
Konkret: wenn der Lagerarbeiter nur wenig mehr als das bekommt, was das BVG als menschenunwürdig bezeichnet, dann ist das in der Verantwortung des Arbeitgebers, der diesen Hungerlohn zahlt. Dann können linke Parteien wenig dafür, vor allem, wenn sie nicht in der Regierung sind.
Entgegen meinem Vorstatz hier nichts mehr zu schreiben, muss ich nun doch noch etwas mitteilen. Was du da von dir gibst, macht mich fassungslos und lässt mich echt ratlos zurück. Zugegebenermaßen war mein Beitrag, dass es mir mit dem Wokeismus hier reicht nicht unbedingt geeignet um Barrieren einzureißen. Aber ehrlich wenn ich mir die Diskussion hier so reinziehe, dann hatte ich wohl doch Recht damit, zumindest für mich gesehen.
Mein Beitrag hatte nichts aber auch gar nichts mit dem katastrophalen Geschehen im Stadion zu tun. Um es klar zu sagen, so eine Dreck… darf nie wieder ins Stadion, meine Meinung. Eigentlich gehört dem mal so richtig auf´s ….. Rassisten, Nazis oder sonstige Irrlichter (Antifa) haben im Stadion und meinem Umfeld nichts zu suchen.
Manch einer hier hat echt das Maß verloren und haut einfach mal drauf. Ist es das was uns weiterbringt? Wir sind in einer echt beschissenen Situation, das Land ist gespalten gerade in so beängstigenden Zeiten. Überall Kriege und Kampf um Rohstoffe. Mir macht das Angst und da sollten wir doch gemeinsam eine Lösung finden und nicht Radikalen der Ränder eine prima Bühne liefern. Klar hab ich auch nicht gerade diplomatisch auf die Einlassungen von Alrik und Löwensimeon reagiert und würde es heute anders formulieren. Im Moment geht´s mir ziemlich beschissen, ich habe 24/7 Schmerzen und kann es bald nicht mehr aushalten. Das soll jetzt kein Freifahrtsschein sein, aber vielleicht kannst du das verstehen.
Aber so wie manche hier reagieren und nicht neben mir stehen möchten, das finde ich schon krass. Politisch war ich fast mein ganzes Leben SPD/Grüne Wähler und teilweise sogar Mitglied. Mittlerweile habe ich meine politische Heimat verloren, die SPD zu Helmut Schmidt Zeiten gibt´s nicht mehr.
Um es nochmal ganz deutlich zu sagen, es ging mir ausschließlich um den Ton und nicht um den Inhalt. Aber gemach, ich schreibe hier trotzdem nicht mehr, ich glaube meine Zeit in Foren ist vorbei. Ich war jetzt über 20 Jahre hier im Forum und kenne eh fast niemanden mehr persönlich, außer den harie.
Dann bring doch bitte mal konkrete Beispiele. Linke Ansichten von Dröge und Hasselmann und dann auch die Erklärung, weshalb das aus Deiner Sicht weltfremd und ggf. sogar gefährlich ist.
Einfach so krakelen, dass die links und weltfremd sind unterscheidet sich wenig davon, wenn ich irgendwo reinkrakelen würde, dass der Schneidereit von nebenan ein Nazi ist, weil er so weit rechts ist.
Soll die Lösung sein, dass ich als - ich nenn es mal - rechter Demokrat einfach die linken Positionen nicht kritisiere, sondern übernehme? Sicher nicht.
Auch hier lässt du mir keinen Spielraum für eine eigene Position… quod erat expectandum
An einem Punkt gebe ich dir teilweise recht: die Abgrenzung nach links, die zB Söder betreibt, teile ich weder inhaltlich noch strategisch. Ich bin da sozusagen Team Laschet/Wüst.
Nein. Du sollst nur Deine Ablehnung argumentativ begründen (also das Gegenteil von dem von mir genannten „substanzlos“ sein), damit bspw. ich tatsächlich die Motivation verstehe. Wenn Du nur schreibst „Spaltung, Paternalismus“ dann weiß ich 1. nicht, was genau Du im Detail meinst, kann 2. keine Argumente sammeln, um Dich vielleicht vom Gegenteil zu überzeugen genauso wenig, wie ich 3. über Deine Argumente nachdenken und mich ggf. von ihnen überzeugen lassen kann.
Wie das halt so ist mit abstrakten Dingen. Die lassen sich hervorragend für die Verbreitung
von populistischem Quatsch benutzen.
Man kann einfach das Beispiel nehmen das grade in das Schema passt, das man verbreiten will. Es ist trifft ja alles irgendwo zu.
Hier ging es nicht um irgendwelche „abstrakten Dinge“, hier ging es um konkrete Zahlen, Vergleich zwischen Lohn und Bürgergeld. Und wie ich über den Verlinkten Artikel ja schon geschrieben habe, sind die 120 € vermutlich glatter Unfug. So wird von rechter Seite aus mit Unwahrheiten und Lügen Stimmung gemacht gegen etwas, was so einfach nicht existiert.
Ich denke das es kein glatter Unfung ist! In dem Bericht wird willkürlich eine Miete von 451,73 € herangezogen. Für dieses Geld bekommst heute nichts mehr oder ist die große Ausnahme. Was hier auch noch vergessen wird das die Höhe der Heizkosten, egal wie hoch auch noch dazu übernommen werden. Dann läuft es langsam auf die ca. 120€ hin. Da lohnt es sich dann natürlich ca. 160 Stunden zu arbeiten…..
Bitte denk nicht nur an Südbayern oder gar München. In anderen Bundesländern bekommt man für dieses Geld tatsächlich noch eine echte Wohnung gemietet. Außerdem ist die Miete in diesem Beispiel nur nachrangig, weil sie durch Wohngeld bzw. Bürgergeld kompensiert wird; diese Beträge richten sich nach den tatsächlichen Kosten. Konkret wird ja auch darauf eingegangen, dass die Differenz in München am geringsten ist, aber immer noch mehr als drei Mal so viel, wie die offenbar falschen 120 €, nämlich zwischen 379 € und 444 €.
Also so, wie es in Teilen in Wien gemacht wird, dieser verlotterten Hochburg des Kommunismus? Nee, wir sind ja hier nicht in Bullerbü. Und in Wien auch nicht.
Sorry für meine Sarkasmus, aber sowas wird von rechter Seite natürlich als der Untergang des Abendlandes hingestellt. Ich bin ja auch so ein Vaterlandsverräter, weil ich eine Wohnung im Münchner Speckgürtel für 12,67€/qm vermiete.
Die DDR ist (zurecht) an vielem gescheitert, sowohl politisch, gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Staatlich geregelte Mieten waren sicher kein Grund fürs Scheitern.
Wohnen als Grundrecht finde ich gut, aber dann muss der Staat auch fuer Wohnraum sorgen und zwar ohne Kaufleute zu behelligen, die fuer besser wohnen eine hoehere Miete nehmen.