Korrekt. Weiter oben habe ich auch ausgeführt warum.
Ich weiß ja nicht, wie oft du in der Saison auswärts fährst, und vor allen Dingen welche Stadien du besuchst. Aber ich finde es immer wieder verblüffend, wieviel Gewalt und Schlechtes angeblich auf diesen Auswärtsfahrten so passiert. Ich bin so um die 12-15 mal pro Saison auswärts dabei, und ich kann das in der Regel einfach nicht bestätigen. Zugegeben spare ich mir die nahen Auswärtsfahrten, und habe dadurch meistens wirklich nur mit der aktiven Fanszene zu tun. Wobei die inzwischen auch so divers sind, dass man für nichts mehr garantieren kann.
Nachdem du sowenig über Auswärtsfahrten weißt, wäre es halt angebracht vielleicht auch mal etwas defensiver zu argumentieren. Wir wissen nicht, ob der Polizist hier lügen wird, oder nicht. Wenn ich der Polizist wäre, würde ich es zumindest sehr neutral darstellen, bevor ich ein Disziplinarverfahren, oder schlimmeres bekomme. Und falls es Videomaterial gäbe, welches dem Fan grobes Fehlverhalten nachweist, kann man davon ausgehen, dass das definitiv bereits verwendet würde. Hier ist einfach ein Beamter aus welchen Gründen auch immer ausgetickt. Nur blöd, dass das heutzutage in der Regel nicht mehr einfach so unter den Tisch gekehrt werden kann. Der Geschädigte ist in der Fanlandschaft bestens bekannt, und wahrlich nicht als aggressiv einzustufen. Es gibt also keinen Grund an der Integrität des Fans zu zweifeln.
Diese Zugaktion ist natürlich maximal beschissen. Nach den rassistischen Vorfällen dann den Zug noch mit Schland Stickern zupappen, rundet das Bild ab. Northside ja bekannt als Rechtsaußen.
Beides fällt auf Sechzig und auch die Ultras zurück, obwohl sie zu zweiteren nicht gehören. Da wünscht man sich, dass die aktive Fanszene sich a) klar gegen Rassismus positioniert und b) den Idioten aus dem Zug klarmacht, dass diese Scheiße nicht geht.
Naja erstmal war die Polizei vor Ort schon null einsichtig und hat ihre Hunde weiterhin die Leute anspringen lassen, ohne dass es irgendwelche Aggressionen gab.
Was davor war? Die Fans ,(teilweise bekannte Allesfahrer) wurden direkt mit Hundegebell in Empfang genommen, war in dem Moment dabei meinen Rucksack wegzusperren und hab Hundegebell wahrgenommen während der Zug noch am Bremsen war (das quietschen hört man). Dann wurde es auf einmal laut, man hat nur gehört, dass jemand skandiert hat: scheiss provozierer. Bin dann Richtung Treppe und habe eine Gruppe von vielleicht 10 Mann gesehen und auf einmal hat der Polizist (älteren Semesters) den Fan getreten und er kam auf dem Zwischenplateau zum liegen. Hätte auch schlimmer ausgehen können und der Fan hätte die anderen Stufen auch noch herunterfallen können. Nachdem sich alle wieder berappelt hatten wurden die Fans wie Schwerkriminelle aus dem Bahnhof geführt. Immer dicht verfolgt von bellenden Hunden. Ein Fan (Hadern Fahne) hat dann nur mal geschrien dass sie endlich die Hunde wegtun sollen
Passend dazu sind wir später zu zweit mit paar anderen die wir auf dem Weg getroffen haben zum Stadion gelaufen und knappe 100m vor uns hat die Saarbrücker Szene die Straße gekreuzt ohne irgendwelche Polizei auf dem Weg.
Aussteigende Löwenfans werden wie Verbrecher behandelt aber der Weg zum Stadion wird nicht abgesichert
Aber das ist auch bei vielen sonstigen zügen, wo Konzert/festivalbesucher, Volksfestbesucher, junggesellenabschiede oder sonstiges partyvolk massenhaft unterwegs ist der Fall.
Das ist aber genau der Unterschied.
Ultras repräsentieren gewissermaßen einen Verein und sind für soziales Engagement bekannnt.
Wem würde es jetzt wehtun kurz vor Ankunft mal durchzulatschen, sämtliche Flaschen in einen Sack zu tun und es einen Flaschensammler zu übergeben.
Analog den Müll sammeln und am Bahnsteig abstellen.
Würde ein super Bild bei der Zivilbevölkerung abgeben.
Das Stickern is eh sinnlos wenn der Zug direkt danach gereinigt wird
Da wünscht man sich, dass die aktive Fanszene sich a) klar gegen Rassismus positionier
Dazu müsste die aktive Fanszene in der Breite erstmal gegen Rassismus sein, wir haben ja von relativ links bis Rechtsaussen alles vertreten.
relativ links bis Rechtsaussen alles vertreten
Wenn eine Gruppe nicht imstande ist, sich gegen Rassismus zu positionieren, dann muss sie aus G/H raus. Das sollte doch der Minimalkonsens sein.
Aber die Probleme sind mir natürlich bewusst. Vor allem auch bei der Ackerfraktion.
muss sie aus G/H raus.
Muss sie aus G raus
muss sie ÜBERALL raus !
Glaube es ging ihm eher darum, dass sich das konzentriert.
Sonst zitiere ich mal aus dem Jahr 2017, als wir nach Giesing zurückgekommen sind:
Im Vorfeld hatten die Ultras der „Münchner Löwen“ einen Verhaltenskodex veröffentlicht, in dem sie dazu aufforderten, das Viertel nicht zu vermüllen. Und das habe auch gut geklappt, sagt Timper. Die Fans hätten sich sogar gegenseitig dazu angehalten, keine Flaschen fallen zu lassen. „Es war wirklich ein Fußballfest.“
Vandalismus ist ein den Fußball übersteigendes Phänomen, aber deswegen muss man es nicht gutheißen oder verharmlosen. V.a. gehts hier nicht um Sticker auf Laternen oder Graffitis, sondern das mutwillige Beschädigen und Vermüllen von Zügen.
Leider ist unsere Fanszene so fragmentiert, dass keiner mehr die Macht hat, sowas zu unterbinden. Vor ein paar Jahren hätte es für solche Aktionen noch einen ordentlichen Einlauf von den Ultras gegeben.
Danke für den Bericht/Infos. Das von dir Beschriebene kommt mit Sicherheit vor, ist aber definitiv nicht die Regel. Scheisse ist und bleibt es trotzdem.
Schade, dass es in Saarbrücken so ausgearbeitet ist. Hätte mir diese Polizisten am Sonntag im verklebten Zug gewünscht.
Andersrum ist es aber auch nicht viel anders. Als ich am Sonntag vom Block N3 zum Parkplatz gehen wollte, wurde ein Tor immer mal wieder geschlossen und die Leute immer nur in Gruppen durchgelassen. Die etwas ältere Dame an diesem Tor wurde recht aggressiv beschimpft und verbal angegangen, obwohl es offensichtlich war, dass sie nur ihre aufgetragene Anweisung erfüllte. Den Sinn hinter der Schließung/Öffnung des Tors blieb mir verborgen, aber es hat halt nur eine Minute gedauert. Muss man da gleich so eskalieren?
Hab mich ziemlich fremd geschämt. Die schimpfenden Fans waren offensichtlich keine Ultras.
Ich war tatsächlich schon länger nicht mehr im direkten Fan Block und werde mir das in Zukunft auch wieder sparen. Die Stimmung ist mir zu aggressiv, sowas kennt man in kaum einer anderen Sportart. Gut, dass es wenigstens kein Alkohol ausgeschenkt wurde.
Nach dem Memmingen Spiel gab’s wohl nen Einlauf, viel gebracht hat er anscheinend nicht.
Die Stimmung ist mir zu aggressiv, sowas kennt man in kaum einer anderen Sportart. Gut, dass es wenigstens kein Alkohol ausgeschenkt wurde.
Oft bewirkt zweiteres aber eher ersteres. Angetüdelt ist sehr viel fanvolk, v.a. die, die nur zwei-/dreimal die Saison zu den nächsten auswärtsfahrten fahren, oft vom Land, eh schon.
Denke das liegt stark am Generationswechsel, so jung sind die Jüngeren nicht mehr. Viele Jüngere akzeptieren die Älteren nicht mehr uneingeschränkt, v.a. wenn sie ihnen körperlich nicht mehr unterlegen/inzwischen überlegen sind. Viele ältere Führungsleute aus ML-Zeiten sind ja leider auch nicht mehr dabei.
CTA (mit SiA und teils BBF) wären für mich die einzigen, die nen gewissen Stil in die Kurve zurückbringen könnten. Aber vermutlich werden sie sich nicht durchsetzen :-(
So etwas ist unverantwortlich
Das ist kriminell
Im richtigen Leben konstruiert der Staatsapparat vielleicht sogar einen Mordversuch. Wenn die Seiten gewechselt werden.
Es ist zumindest vorsätzliche schwere Körperverletzung,
Oft bewirkt zweiteres aber eher ersteres. Angetüdelt ist sehr viel fanvolk, v.a. die, die nur zwei-/dreimal die Saison zu den nächsten auswärtsfahrten fahren, oft vom Land, eh schon.
Ist das deine persönliche Meinung oder gibt’s hier entsprechende Hinweise?
