Fanszene 1860

Eine Gruppe sogenannter „Fussballfans“ verwüstet regelmässig Züge. Ich denke, hier sind wir uns einig, dass es sich um Sachbeschädigung handelt.
Nun kommt aber eine andere Gruppe Fussballfans (diesmal nicht in Anführungsstrichen) und will auch mit dem Zug fahren. Ist es dann nicht legitim, daß die Polizei hier vermehrtes Augenmerk auf die komplette Gruppe legt und Kontrollen durchführt?

Und wie lautet deine Antwort darauf?

Klar ist ein gut gemachtes Graffiti schön, es bleibt aber meiner Meinung nach genauso Sachbeschädigung wie nicht schön gemachte Graffitis (wenn man die kindlichen Schmiererei im Zug so nennen mag) eine Sachbeschädigung.

Das im Zug sind Eddingschmierereien und hat nix mit Grafiti zu tun.

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Auf was möchtest Du eigentlich hinaus?

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Die Frage ist: siehst du einen Unterschied zwischen Sachbeschädigung an einer Hauswand und Sachbeschädigung an einem Zug?

Rechtlich: nichts

Faktisch: mit dem Grafitti wollte jemand etwas positives/schönes erschaffen, im Zug wollte man offensichtlich asozial sein und etwas verunstalten. Das wird in meinen Augen auch zurecht so wahrgenommen.

Ein Forumsteilnehmer hats vor einigen Wochen gut getroffen, unsere Kurve driftet leider ins Primitive ab. Und bevor sich einige aufregen, das sage ich als Kurvengänger. Denkt mal an die Graffitis der CN/Buam zurück…

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Dass du dich mit deinem ersten Satz nach wie vor außerhalb unseres Rechtssystems befindest. Es gibt keine Sippenhaftung, es gibt keine Kollektivbestrafung, und ein Profiling ist in dieser Form auch nicht erlaubt.

Vermehrte Kontollen und entsprechende Präsenz in Zügen, bedeutet eben nicht, dass man bestimmte ausgesuchte Menschen wie Verbrecher behandeln darf.

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Nö, rechtlich ist da kein Unterschied. Dennoch lasse ich persönlich eine gewisse Verhältnismäßigkeit gelten. Natürlich rege ich mich auch darüber auf, wenn irgendwelche Idioten im Zug mit dem Edding rumschmieren, alles vermüllen und vielleicht noch das Inventar zerstören. Ich rege mich hingegen nicht auf, wenn ein gutes Graffiti z.B. auf einen Stromkasten aufgebracht wird.

Gegenfrage. Gibt’s für Dich nur schwarz und weiß?

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es gibt auch jetzt noch sehr schöne Graffitis. mittlerweile sieht sich aber leider fast jeder berufen zu malen, egal ob Talent oder nicht.

Ich bin da auch hin und her gerissen: Gute Graffitis sehe ich schon gerne, es muss aber irgendwie in die Umgebung passen. Geschmiere in der Bahn oder zerkratzte Scheiben oder im schlimmsten Falle Zerstörung gehen garnicht.

Auch an aufgeklebten Stickern überall erfreue ich mich oft, weil doch schon sehr kreativ Botschaften verkündet werden, doch auch das hat mittlerweile Ausmaße erreicht, die zum Teil nicht zur Verschönerung der Umgebung beitragen.

Letztlich ist das alles Beschädigung fremden Eigentums und somit darf sich niemand dieser “Künstler” beschweren, wenn er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

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Nein.

Jeder Einzelne (Person) ist für sein Handeln verantwortlich und wird demenstprechend individuell zur Rechenschaft gezogen.

Beides ist zunächst als Sachbeschädigung zu bewerten, wobei im Fall der Hauswand zunächst privatrechtlich Anzeige erstattet werden müsste.

Tut der Eigentümer der Wand nichts, ist es auch keine Straftat.

Worauf der Grätscher hinaus möchte ist die viel problematischere Generalisierung, Pauschalisierung und damit Stigmatisierung.

Diese Denkweise öffnet Tür und Tor für autokratisches Handeln und hat in einem demokratischen Rechtsstaat nichts verloren.

Die Stigmatisierung einzelner Gruppen führt zu Legitimation unrechten Handelns seitens der Exekutive (ICE in USA sehr gutes und folgenschweres Beispiel!)

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boah…am Stadion …kenn jetzt die Namen ned….wo man unter der Überführung durchmuss…das waren Hammer-Grafittis…wun-der-schön !!!

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Das stimmt, wollte ich auch gar nicht absprechen! Mir fällt nur auf, dass es im Durchschnitt prolliger wird (zieht sich aber durch fast alle Fanszenen). Leider haben wir in den letzten Jahren viele kluge Köpfe verloren, das holst nicht so schnell wieder auf :-(

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Sensationell!

Gefällt mir bei weitem besser, als so manches “echte” Kunstwerk.

trifft auch auf die Stickerkultur zu.

Nun ja.

joa. da bevorzuge ich eher sowas:

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wo ist das?

Block L oben an der Wand.

Der Beissreflex mancher Menschen ist ja schon mal beachtlich, daher vielen lieben Dank für die Darstellung deiner Ansicht. Es bring mich in die Tat dazu, eine etwas andere Sichtweise darauf zu haben und nicht alles in die Schublade „ist eine Straftat“ zu zu katagorisieren. Obwohl es das, wie du ja auch anmerkst, grundsätzlich mal eine ist.
Ich denke auch, daß es nicht nur an der Qualität, sondern auch an der Menge der Graffitis liegt. Wenn alles mit kindischen Gekritzel vollgemalt ist, dann wird leider die Akzeptanz für solche Kunstwerke auch geringer werden.
Ein Problem wird auch sein, wie man die Werke einschätzt. Die Geschmäcker sind ja völlig verschieden, was einer als Kunstobjekt betrachtet, ist für den anderen einfach nur Gekritzel.
Beispiel deine beiden Bilder. Das CN-Graffiti ist jetzt bestimmt nicht schlecht gemacht, würd ich aber so nicht an meiner Hauswand haben wollen. (Ja, ich würde schon gern selbst entscheiden wie ich meine Fassade gestalte)
Im Gegensatz dazu finde ich den 1860-Schriftzug mit dem Scheeman wirklich richtig schön, der hat was, er erscheint fröhlich, nicht aggressiv, freundlich. Gefällt mir ausserordentlich gut.