Wenn du das so rigoros siehst, und quasi jede Kampfsportart (Boxen, Taekwando, Karate etc. etc.) ablehnst, ist das für mich vollkommen in Ordnung. Ich brauche es auch nicht. Nur sollte man sich Kraftausdrücke wie Idioten wie vom “hard” einfach sparen. Oder gehst du zum Ali in die Auenstr. und erzählst den Sportlern dort, sie seien Idioten, weil sie sich gegenseitig ins Gesicht schlagen.
Und nóch einmal, weil es wohl immer noch nicht angekommen ist. Es geht nicht um die Ausschreitungen im Stadion zwischen Hertha und Dresden.
So mit Inhalten, Argumenten, oder auf das eingehen was dein Gegenüber äußert, hast du es nicht so. Ich würde es ja durchaus gerne verstehen. Aber wenn du es nicht erklären willst, ist das halt schwierig. Mit so hingerotzten Einzeilern tue ich mir aber tatsächlich schwer.
Ansonsten jetzt mal nur grds. ohne meine persönliche Meinung dazu: natürlich bestehen generell gesehen Unterschiede zwischen Boxen etc. und FWW. Des eine ist in einem einigermaßen geschützten Rahmen mit festen niedergeschrieben Regeln, Schiedsrichtern und auch Ärzten direkt nebendran, als Verein und verband organisiert, des andere naja. Und auch u.a. strafrechtlich sieht der Gesetzgeber hier Unterschiede: Beteiligung an einer schlägerei, Landfriedensbruch, gefährliche körperverletzung kommt bei fww alles zum Tragen.
Und ich sage, Du scheinst nicht in der Lage zu sein Dich zu erklären.
Das musst Du natürlich auch nicht, aber wenn Du hier Deine Meinung äusserst(dazu ist das Forum ja auch da) gibts halt hin und wieder auch Gegenrede.
Dann aber bockig abzublocken, wenn Dir jemand differenziert und höflich antwortet, zeugt halt davon, den eigenen Standpunkt nicht erklären bzw. vertreten zu können.
mal ernsthaft. Ich finde den “Acker” dahingehend extrem problematisch, da er natürlich auch Einfluss auf die eigene Fankultur hat. Wenn der eine “Ansage” macht, dann wird gespurt.
Zusätzlich entwickelt sich in meiner Wahrnehmung auch die Ultrakultur immer mehr in Richtung gewaltaffin. Entspricht halt auch dem derzeitigen Zeitgeist. Die größte Gruppe derer, die rechtsextreme Partein wählen, sind junge Männer, und junge Männer stehen halt hauptsächlich in den Kurven.
Es ist doch schlicht und einfach völlig idiotisch, dass man bei sich bei Auswärtsfahrten um die Sicherheit sorgen muss, dass Fanutensilien ziehen ein Volkssport geworden ist und damit auch immer öfter völlig unbeteiligte Normalos mitreingezogen werden.
Das kommt aber natürlich auch auf die entsprechende Fanszene an. Ich glaub mal in Bremen wird da garnicht gespurt, bzw. der Acker kann froh sein wenn er noch irgendwie existieren kann. In Frankfurt ist die BN ja selbst teil der aktiven Fanszene aber ich glaub die UF97 würden sich da sicher nix sagen lassen.
Unsere sind da halt vermutlich leider recht(s) offen
Ist mir viel zu pauschal.
Auf den Acker ging’s bereits in den 90ern, als die Überwachung im und direkt ums Stadion verschärft wurde. Das sich die gewaltbereiten Leute davon nicht beeindrucken lassen, war klar und so ging’s seit dem halt in die Prärie.
Danke Internet und verschlüsselten Chats gehen die Verabredungen auch deutlich einfacher.
Aus meiner Laiensicht ist die durch Fußball bedingte Gewalt in Deutschland auf einem unverändertem Niveau seit 25-30 Jahren.
Ich gehe sogar soweit und sage, das die Gewalt rund ums Spiel in den 80ern auf dem Höhepunkt war und danach gesunken ist.
Heute sind die Auseinandersetzungen bei allen Medien aber viel mehr unterm Brennglas als damals.
Und das im Fußball eher nach rechts offene Gruppen Bock auf Gewalt haben, ist ebenfalls nicht neu. Obwohl es natürlich auch Linke gibt, die gerne austeilen.
Sehe ich genauso, dass die Grenzen zwischen „Ultras“ und „Hooligans“ zusehends verwischen und sich Szenen über ihr Gewaltpotential (mindestens) genauso definieren, wie über den optischen/akustischen Support.
In seinem Buch „Unter Löwen“, führt Ex-CN Mitglied Claude Rapp u.a. auch ein Interview mit Lothar Langer vom Fanprojekt. Der bestätigt ebenfalls, dass immer mehr „Aktive“ die körperliche Auseinandersetzung suchen.
Einige haben ja sicher mitbekommen, was nach dem Spiel in Straßburg los war gegen Mainz.
Man stelle sich mal vor, das wäre wäre Frankfurt oder Stuttgart gewesen.
Dann hätte es wahrscheinlich richtig gerappelt…
Zu sehen ab 8:55
…In Gewahrsam genommen wurden dann übrigens nur Stuttgarter Fans. Das habe daran gelegen, dass die Anzahl der Polizisten vor Ort nicht gereicht habe, um beide Gruppen festzusetzen. …
Also sowas hab ich ja auch noch nie gehört. Nur die gegnerischen Fans werden festgesetzt, die Heimfans haben Narrenfreiheit. Irgendwie unglaublich.
Würde ich so jetzt nichtmal sagen. Die roten sind Richtung Südkurvenplatz geflüchtet und konnten wohl leichter untertauchen. Die stuttgarten konnten halt leichter gekesselt werden