Tja, Elektroautos sind mit verantwortlich für die Klimaerwärmung und Hitzeentwicklung in den Städten.
Schon Paradox das Ganze. Diesel fahren für kühlere Innenstädte ![]()
Oh, wo wird das denn so geschrieben?
Das ist ein Schluss, den man aus der Erkenntnis vorher ziehen kann. Ist halt nur nicht der richtige. Und ich stelle mal die steile These in den Raum, dass das Thema vielleicht nur das zweit- oder drittbeste ist, um es ins Lächerliche zu ziehen.
Zum Thema „Batteriespeicher“ ein Datenpunkt: in Kalifornien wurden so viele Batteriespeicher installiert (Kapazität ca. 60-80 GWh), dass es dort kaum noch Unterschiede bei den Grosshandelspreisen zwischen Tag und Nacht gibt.
In ganz Deutschland gibts ca. die Hälfte.
Das oder was ähnliches hatte ich hier glaube ich auch schonmal verlinkt. Ist aber vermutlich nicht vergleichbar gewesen, weil Deutschland keine Insel ist und in Kalifornien dafür Dunkelflauten unbekannt oder so. Oder der Artikel war von einem Lobbyisten geschrieben und deshalb brauchte man auf den Inhalt nicht eingehen bzw. war dieser eh schon Quatsch.
Warum sind Speicher so wichtig? Das dringendste Problem unserer Energiewende ist aktuell, die stark schwankende Solarstromproduktion über den Tag zu glätten und die Energie, die zur Mittagszeit häufig abgeregelt oder mit Negativpreisen verkauft werden muss, für die Nacht zu speichern. Kalifornien ist ein zu recht oft genanntes Beispiel dafür, wie man es besser macht als wir (bisher).
Warum haben wir, wenn dies finanziell gut darstellbar ist (finanzierbar über Stromarbitrage und Regelleistungsmarkt), nicht mehr Batteriespeicher? Haupthindernis waren und sind die Zulassungsverfahren. Es liegen massig Netzanschlussanfragen für Großbatteriespeicher vor. Viele fertige Anlagen stehen monate- oder jahrelang ungenutzt, weil der Netzbetreiber keine finale Freigabe erteilt, da sie komplett überlastet sind. Lange Planfeststellungs- und Baugenehmigungsverfahren erhöhen die Schwierigkeiten weiter.
Batteriespeicher für Tag-Nacht-Schwankungen sind sinnvoll und gut finanzierbar. Hier muss die Regierung keine Subventionen beisteuern, sondern nur die Türen öffnen und organisatorische Hürden entfernen.
Das hat K. Reich pro Batteriespeicher geändert (Quelle: Copilot): Speicher als eigene Kategorie behandelt statt als Kraftwerke (spart Prüfzeiten), Netzbetreiber müssen Anschlussfristen einhalten. Bei der Zulassung „Reifegradprinzip“ statt „Windhundprinzip“.
Deutschland hat heute schon 142,4 GWh verbindlich zugesagte Speicherkapazität. (Quelle: SMARD | Stand der Batteriespeicheranfragen 2025/2026)
Aber: Solche Speicher lösen nicht das Problem von Dunkelflauten. Dafür ist ihre Speicherkapazität viel zu gering.
Bei uns in der Gegend, genauer in Postbauer-Heng und Berg bei Neumarkt i.d.OPf. wurden 2 Batteriespeicheranlagen von den Gemeinderäten abgelehnt nach dem Motto: Sind nicht schön bzw. nicht bei uns…
Wird hier anders gesehen:
Du machst den Eindruck, dass Du eine inkompetente (sog. „Heizungsgesetz“), nachgewiesen lobbygesteuerte Ministerin (siehe viele Artikel, u.a. den hier in meinem Beitrag) verteidigen willst, weil Menschen, die nicht Deiner Meinung sind, sie (weitgehend faktenbasiert) angreifen.
Kalifornien hat nach Hawaii die teuersten Haushaltsstrompreise und liegt beim Industriestrompreis auf Platz 3 (Platz 1 auch hier Hawaii). Niemand bestreitet dass man mit Erneuerbaren Strom erzeugen kann, nur das mit dem preiswert klappt halt bisher hauptsächlich nur bei Wasserkraftwerken.
Und Kalifornien hat selbst im Winter im Schnitt mindestens 7 Sonnenstunden, quasi ideale Voraussetzungen für Solarenergie wo wir über Stundenfenster diskutieren.
Das aufgrund der hohen Temperaturen ganz viele Kalifornier den Hitzetod sterben kommt noch oben drauf. Die sind quasi wegen dem Klimawandel schon ausgestorben.
Das sehe ich auch so. Auch Batteriespeicher werden den Strom nicht so günstig machen wie es mit einem anderen Strommix möglich wäre - aber wenn man Wind+Sonne massiv ausbaut, dann helfen Speicher das System zu stabilisieren.
Was Alrik m.e. absichtlich vermengt ist, dass Batteriespeicher uns bei längeren Phasen mit nicht genug Sonne+Wind nicht helfen. Deswegen die Ausschreibung der Gaskraftwerke. Die Hardcore-Wind-Sonne Fans wollen solche Phasen dann u.a. mit „Flexibilität“ überstehen. Das heißt nichts anderes als dass der Verbrauch aufgrund fehlendem Angebot zeitweise reduziert werden soll.
Da die Argumente aber schwach sind, baut man gerne das Feindbild Reiche auf, dann muss man weniger in der Sache argumentieren.
Edit: ich bin für mindestens heute raus hier. Ich schreibe viele der Posts während meiner Arbeit und kriege dann beides nicht vernünftig hin: zu diesem komplexen Thema ordentlich argumentieren und meinen Job…
Ja, ist besser so.
Ein Gaskraftwerk welches 6 Wochen im Jahr Strom erzeugt und 46 Wochen still steht lässt sich nicht rentabel betreiben. Volkswirtschaftlich betrachtet sind Gaskraftwerke in dieser Konstellation kompletter Wahnsinn.
Und da Gaskraftwerke aktuell die teuerste Form der Stromerzeugung darstellen (Strom aus Erdöl und Wasserstoff lasse ich mal weg) und durch die Frackingkomponente in Kombination mit Flüssiggas auch nur einen sehr geringen Mehrwert gegenüber Steinkohle bieten kann man über deren Sinn aus meiner Sicht durchaus diskutieren.
Und durch Batteriespeicher werden womöglich aus den 6 Wochen noch weniger da wir dann wirklich nur noch über tagelange Dunkelflauten sprechen.
Auch wenn selbst Robert Habeck Gaskraftwerke bauen wollte.
Und bei unserem Strompreisdesign sind Batteriespeicher halt sehr teuer, weil der Strom doppelt bezahlt werden muss. Zuerst bekommt der Solar- und Windkraftbetreiber seine garantierte Einspeisevergütung und anschließend der Batterieparkbetreiber seine Vergütung beim Einspeisen. Das kann man so machen, und mit dem aktuellen System ist das fast ein Zwang, aber es ist halt nicht günstig. Im Prinzip erzeugen wir dann Strom für mehr als 20 Cent die kwh.
Dem Klima ist der Preis für eine erzeugte kwh allerdings egal. Es ist halt ein Stromsystem welches als Vorbild für die Welt nicht taugt, da technisch sehr anspruchsvoll und teuer. Aber immerhin sind wir moralisch ganz vorne dabei.
Wenn Du jeden Solar- bzw. Windpark mit einem Speicher ausstattest, löst Du bei schlauer Planung mehrere Probleme gleichzeitig: Bei passender Leistung braucht man keine Erhöhung der Netzanschlussleistung (entweder speist die PV oder WKA oder der Speicher ein). Bei entsprechender Kapazität wird die Anlage nie mehr abgeregelt.Bei entsrechender Vertraglicher Ausgestaltung kann man sich für diese Anlagen die EEG-Kosten sparen, in dem man sie am Regelmarkt teilnehmen lässt. Für längere Dunkelflauten muss das Biogas aus der Grundlast, gereinigt werden und ins Gasnetz inkl. der Gasspeicher für den Winter gelagert werden, genauso wie eMethanol mit überschüssigem Strom hergestellt. Die Einlagerung für 21 Dunkelflaute-Tagen sollte kein Problem sein, wenn das Gas nicht mehr sinnlos ineffizient verbrannt wird.
Es ist leider für Solar- und Windparks nicht sonderlich attraktiv in Speicher zu investieren da die Einspeisung momentan nahezu immer vergütet wird. Genauso wie man oft auf eine Süd- anstatt eine Ost-West Ausrichtung setzt, weil es für die Betreiber dank der Festpreise etwas höhere Erträge liefert. Es gibt erste zaghafte Versuche daran etwas zu ändern.
Ich fand diesen Beitrag der deutschen Welle über einen Solarpark in Ungarn interessant (leider nur in Englisch, knapp 12 Minuten). Die Umsetzung erfolgt anscheinend komplett zu Marktkonditionen und eingespeist wird auch nicht ins Nirgendwo am AdW, sondern in ein Leitungsnetz nach Budapest.
Ansonsten klingen Deine Vorschläge interessant, das könnte man ruhig mal ein wenig weiter denken.
Deutschland darf Bau neuer Gaskraftwerke mit Milliarden fördern | tagesschau.de
Es geht aber um Versorgungssicherheit, wenn auch nur für wenige Tage bis Wochen pro Jahr. Und das sieht auch die EU so.
Deswegen gibt es ja Kritiker, die Wind+Sonne nur als Ergänzung für sinnvoll halten, und nicht als mehr oder weniger alleinige Energiequelle.
Von diesem Ansatz habe ich noch nichts gelesen. Ich finde nur H2-Strategien oder die, die glauben Batterien könnten auch Dunkelflauten überbrücken.
Technisch wäre das günstig, weil noch gar nicht sicher ist, ob die Gaskraftwerke mit dem H2 klarkommen können (hoher Verschleiß der Turbinen ist wohl ein Problem). Mit Biogas wäre das schon mal kein Thema.
Wasserstoff könnte schon heute dem Erdgas beigemischt werden. Bis 10% wäre das schon heute möglich. Biogas muss vor Einspeisung gereinigt werden. Das passiert derzeit mit 5% des Biogases, der Rest wird direkt verstromt. Es ist natürlich aufwendig jeder Biogasanlage eine Reinigung und/gegebenenfalls einen Gasanschluss nachzurüsten. Auf jeden Fall käme das Biogas von der Grundlast in die Regelleistung, die höher vergütet wird und damit wertvoller eingesetzt werden kann.
Dank geht raus an alle Leugner und Vergeuder. Zum Glück hab ich keine Kinder …
Ich auch nicht. Deshalb frage ich mich immer wieder warum mich die Tatenlosigkeit und diese Laissez-faire Einstellung vieler Politiker zum Klimawandel überhaupt aufregt. Die nächsten zwanzig Jahre werden schon noch irgendwie laufen, danach soll sich doch die Brut der Klimawandelleugner über ihre Eltern aufregen.
Tja, hab ich auch gedacht. Und jetzt habe ich den Dreck, dass die Quelle nicht mehr schüttet und ich ohne Wasserversorgung dastehe. Der Verkaufswert der Immobilie, aus der ich eigentlich nicht mehr ausziehen wollte, wird dadurch auch nicht unbedingt gesteigert. Bei ähnlichen Weilern & Einöden in der Gegend schauts nicht so unglaublich viel besser aus.
Wobei hier natürlich noch im Raum steht, dass das Klima nicht die einzige Ursache ist..