Klimafred

Es gibt aber auch viel Clickbaiting und die FR schreibt gerne von ein paar anderen Medien ab, um regierenden Politikern an die Karre zu fahren. Objektiv betrachtet waren die Gasspeicher 2018 - 2021 im Durchschnitt Anfang Nov. auf 89,5% befüllt um dann im nächsten März bis auf 43,5% entleert zu werden. Es wurden also im Schnitt 46% der Speicherkapazität gebraucht. Derzeit ist der Füllstand bei ~54% und es kamen die letzten 4 Wochen 7% Füllstand dazu. 70% bis Anfang November sind durchaus realistisch. Dazu kommt, dass der Gasverbrauch sich wesentlich unter den Werten von 2018-2021 eingependelt hat. „Und wenn‘s einen kalten Winter gibt?“ Gibt‘s aber nicht. Der vergangene Januar war der erste nach 50 Monaten, der mal wieder kälter war als das Temperaturmittel von 1961-1990. Komisch, das diejenige, die die Klimaewärmung als Panikmache abtun, in völliger Panik die angeblich leeren Gasspeicher beklagen. Wahrscheinlich Angst, dass die Heizpilze nicht mehr angeschaltet werden.

Incendo ergo sum!

Das tut mir leid. Ich kenne Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, das ist Schxxx. Ich hoffe für dich, dass es eine tragbare Lösung gibt.

Frag mal die indigene Bevölkerung in Südamerika die kein Wasser mehr für die Landwirtschaft hat, weil das für die Lithiumproduktion verbraucht wird für E-Auto-Akkus. Aber das ist ja weit weg und muss uns nicht interessieren.

Really? Denk Du mal darüber nach, wie sinnvoll es ist, das Leid des einen gegen das Leid des anderen aufzurechnen. Das ist, freundlich ausgedrückt, verwerflich.

Ja ich denke eben nicht nur bis vor meine Haustür sondern global.

Ich kenne Alrik nicht persönlich, aber aufgrund unserer Diskussionen hier, glaube ich etwas bruchstückhaft über ihn zu wissen. Und diesem menschlichen Gegenüber habe ich versucht mein Mitgefühl auszudrücken.

Die Verbindung, die du hier ziehst ist absurd. Wir können natürlich auch alle zurück in die Steinzeit. Dann ginge es uns immerhin alle schlecht bzw die allermeisten hier wären längst passe.

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Man könnte aber auch einfach etwas bewußter mit der Resource Wasser umgehen. Auch wenn bei dir gerne jegliche Änderung mit dem Untergang des wirtschaftlichen Abendlandes einhergeht. :winking_face_with_tongue:

Mir ist nicht so ganz klar, was das Duschverhalten in Deutschland mit Wassermangel in den Alpen oder bei Indigenen in Südamerika zu tun hat.

Aber schön, dass meine Sorge um unsere Wirtschaft bei dir angekommen ist :slight_smile: .

Etwas ernsthafter: ich hab in den 90ern in einem Haus gelebt, bei dem eine Zisterne vorhanden war, weil es Pflicht war. Irgendwie ist das Bewusstsein für sparsamen Umgang mit Wasser eher weniger als mehr geworden.

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Ja mein Mitgefühl hat er auch, aber als Verfechter der kompromisslosen E-Auto-Lobby die keienrlei Technologieoffenheit zulässt wie zB Brennstoffzelle oder Forschung an alternativen Verbrennern mit massiver Reduzierung des CO2 Austosses, muss er sich das halt gefallen lassen. Da vermisse ich nämlich sein Mitgefühl mit denen die genau darunter leiden und für komplette Völker die Lebensgrundlage verschwindet, ihn aber offensichtlich einen Scheiß interessiert. Ich habe von ihm dazu noch kein Wort gelesen dass er sich über diese Folgen der Mobilitätswende Gedanken machen würde.

Aber passt scho. :waving_hand:

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Na schau, wenn du es doch eh selbst weißt, brauchst du doch keine Ausflüchte bzgl. Indigene in Südamerika, oder den Vergleich Duschverhalten vs. Wassermangel. Den gibt es übrigens in ganz Deutschland.

Gleichwohl habe ich bewußt Alriks Situation außen vor gelassen, weil der von meinem Argument überhaupt nicht betroffen ist. Und um beim Thema zum bleiben. Tatsächlich sollten wir dann zurück in die Steinzeit, wenn wir anderen Menschen das Trink- und Nutzwasser entziehen. Aber wenn es um unseren Wohlstand oder Rendite (siehe den Klingelbeutel der Ordensschwestern) geht, kann man schon einmal schön zynisch sein.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was du an meiner Antwort an harie kritisierst.

Wasser wird in der Regel gar nicht „verbraucht“.

Es ist nur woanders, gell :innocent: ?

Ob es dann „woanders“ als Hagelunwetter oder Sturzflut herunterkommt, soll uns nicht kümmern.
Hat bestimmt auch nichts mit dem Klimawandel zu tun.

Hast schon recht, wir müssen lokal erst Wasser sparen, wenn bei Dir kein Wasser-LKW mehr kommt oder halt wenn der Getränkemarkt ausverkauft ist. Es braucht ja eh niemand dieses natürlich vorkommende Wasser aus Grundwasser oder Quellen.

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Deinen Zynismus.

Offensichtlich ist es ja nicht relevant, wenn wir anderen Menschen das Trink- und Nutzwasser entziehen. Weil wenn es um unseren Wohlstand oder Rendite (siehe den Klingelbeutel der Ordensschwestern) geht, kann man schon einmal schön zynisch sein.

Au, dann war mein Smiley in der Antwort natürlich Wasser auf deine Mühlen.

Ich könnte mich auf verkürzte Antworten in solchen Posts rausreden. Meine Absicht war nur die Empathie für Alrik nicht zu relativieren. Ich wollte nicht bewusst zynisch sein.

Aber du hast recht, die Bemerkung zur Steinzeit würde von einem Betroffenen in Südamerika nur als purer Zynismus verstanden werden können.

Es bleibt ein Dilemma: fahre ich Verbrenner, fördere ich die Klimakatastrophe. Fahre ich E-Auto, missachte ich die Rechte Indigener in Südamerika (und fährt das Auto mit Kohlestrom… Achtung Zynismus). Trete ich für echten Degrowth ein hat das auch massiv negative Folgen für viele Menschen.

Ich fürchte, dass ein Bewusstsein über schonenden Umgang mit Wasser uns nicht erlösen wird.

Ich bin natürlich Verfechter von E-Autos. Aber ausschließlich im direkten Vergleich zum Verbrenner. Dass es insgesamt eine Mobilitätswende geben muss, weg vom MIV, ist klar, steht aber auf einem anderen Blatt Papier.
Gegen Brennstoffzellen habe ich, wenn überhaupt, nur wirtschaftliche Gründe angeführt, weil das mit dem Wasserstoff halt nicht so einfach ist, wie viele sich das vorstellen.
Die Forschung an Verbrennern ist für die Fisch, frag jeden Physiker mal nach dem Carnot-Wirkungsgrad. Und solange am Ende noch CO2 rauskommt, ist es eh untauglich.
Wir müssen so bald wie möglich auf netto null CO2, nur damit es ab dann nicht mehr schlimmer wird. Kleiner Hinweis: bis die Welt so weit ist, wird es immer schlimmer. Ist die Frage, ob Du oder auch ich überhaupt noch erleben, dass sich das nicht mehr verschlechtert.

Bei VW leiden jetzt übrigens absehbar ca. 50.000 Menschen wirtschaftlich am Verlust ihres Arbeitsplatzes. Aber NICHT weil die Klimakatastrophe ihnen ihre Lebensgrundlage nimmt, sondern weil Managemententscheidungen dazu geführt haben, dass dieser Konzern so nicht mehr zukunftsfähig ist. Aber da gehts dann eher in Richtung Systemfrage, und das wäre dann im Politik-Thread.

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Ich verlinke Dir mal einen Link zur Münchener Stadtentwässerung samt seinen Kläranlagen. ich vermute solch moderne Techniken sind inzwischen auch andernorts im Einsatz

Aber für Dich zitiere ich mal den relevanten Teil

Das geklärte Abwasser fließt zum größten Teil durch ein Dükerbauwerk unter der Isar hindurch zum Hauptpumpwerk der E.ON Wasserkraft zwischen Unterföhring und Ismaning. Von diesem wird es in die fünf Meter höher liegenden ehemaligen Fischteiche des Teichguts Birkenhof am Ismaninger Speichersee und zum Teil direkt in den Speichersee gepumpt. Von dort fließt es durch das Kraftwerk Neufinsing in den Mittleren-Isar-Kanal und an dessen Ende schließlich in die Isar.

Die Vorstellung die 124l Wasser die man täglich „verbraucht“ wären anschließend verschwunden ist aus meiner Sicht einfach komplett Banane.

Verwechselst Du mich oder warum sprichst Du mich direkt an? Das mit dem Verbrauch hat Dir jemand anderes vorgerechnet.

Nebenbei ist das, worauf Du verweist, ohnehin ein „In-die Taschen-Lügen“:
Nur, weil das Wasser nach Nutzung an anderer Stelle wieder in einen Fluß geleitet wird, heißt es nicht, dass durch die Nutzung kein Schaden entstanden wäre.

Das Wasser ist wieder im Kreislauf.

Das wäre es aber auch bei Entnahme aus dem Tiefengrundwasser und anschließendem Verkochen im Atomkraftwerk.

(Also rein theoretisch, um es mal auf die Spitze zu treiben, das wäre die schlimmste Entnahme und anschließend die nutzloseste Rückführung in den Kreislauf.)

Bei Deinem Beispiel bringt das Wasser isarabwärts vielleicht noch einen gewissen Nutzen für Mensch oder Natur oder auch für die Wirtschaft.
Schadensfrei ist das aber trotzdem nicht, weshalb auch hier Sparen absolut sinnvoll wäre!

In Südamerika wird eine Menge mehr Wasser seit Jahrzehnten für den Abbau von Edelmetallen verbraucht. Das interessiert Dich nicht, weil „wor scho imma so“. Aber auf E-Autos draufhauen, das ist schon was anderes, weil das kommt ja aus einer bestimmten Ecke. Brennstoffzelle oder Wasserstoff im Auto ist schon aufgrund der Effizienz absoluter Schwachsinn!

Welche kompletten Völker verlieren durch die Mobilitätswende ihre Lebensgrundlage? Daten, Fakten???

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Jetzt gehen in Frankreich sogar die Schnecken aus…