Klimafred

Erst mal danke, dass du dir die Mühe machst auf meine Posts ausführlich und sachlich zu antworten.
Habe aktuell leider wenig Zeit, kann also sein, dass ich nicht/zu kurz/nicht angemessen antworte.

Ein Diagramm zu den Waldbränden in Kanada.
Selbst wenn die Marke von 1989 übertroffen wird, ist das für mich in Deutschland tatsächlich keine Meldung wert - oder wenn mit der klaren Einordnung eines - gerne weiteren - ungewöhnlichen Wetter-Ereignisses, das keinen seriösen Rückschluss auf das Klima zulässt. (Auch nicht, wenn man es mit dem Niedrigwasser am Gardasee kombiniert)

Genau Heinz, der Herr Lomborg hat Recht und die Fr. Neubauer hat Unrecht. Das willst Du doch hören und uns mitteilen.
P.S.: Da gibt’s doch bestimmt noch eine Kurve von Statista, die das beweist, oder?

Für Dich war der Link auch nicht, Da regst Du Dich nur auf.
Aber ich gebe zu eine Luise Neubauer, die schon so ziemlich jeden Fleck auf der Erde beflogen hat, muss mir nichts über Klimawandel erzählen. Das finde ich nicht glaubwürdig.
Ansonsten war Deine Argumentation sehr überzeugend. Kann jetzt Nachts vermutlich kaum noch schlafen vor lauter Klimawandel.

Danke für den Link. Wird ein paar Tage dauern bis ich mir das Video ansehen kann.

War heute Nachmittag zwei Stunden im Auto unterwegs.
HR-Info hat auch über die Waldbrände berichtet.

In der Einleitung heißt es, dass extreme Wetterereignisse in West-Kanada „an Intensität und Häufigkeit“ zugenommen haben. „Experten sind sich einig, verursacht durch den Klimawandel“.
Dann wörtlich:
" Waldbrände sind im Frühjahr nichts ungewöhnliches in W-Kanada. Seit einigen Jahren nehmen sie dramatisch zu. Experten sprechen von Extremwetter Ereignissen. Ursache sei auch der Klimawandel".

Kein Hinweis, dass ein Waldbrand - wie hier ja bestätigt wurde - zu 99% vom Mensch verursacht wird. Im Gegenteil. Die „zunehmenden“ Waldbrände (in der Canadian National Fire Database kann ich das nicht entdecken) werden direkt dem Klimawandel zugeschrieben.

Dummheit? Absicht? Einzelfall? Methode?

Kenne jetzt diesen Beitrag nicht, aber vielleicht meinen Sie ja, die Situation, dass ein Waldbrand entstehen kann, ist durch den Klimawandel einfach häufiger gegeben, für einen Waldbrand brauch es dann schon fast immer einen Menschen, gibt auch die Möglichkeit, dass ein Blitz ein Feuer verursacht, aber ohne den Menschen würde es wohl sehr viel weniger Waldbrände geben.

Oft reicht eine Glasflasche für ein Feuer aus.

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Je mehr warm&trocken, desto mehr Waldbrandgefahr. Da sind wir uns einig, oder? Und warum gibt es immer mehr warm&trocken…?? Genau, wegen Klimawandel.

Ihr könnt die Dinge aber auch echt unnötig kompliziert machen, Jungs. :wink:

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Ah. Die wahren Genies sind die, die komplizierte Dinge einfach erklären können :wink:

Ähem. Mein Problem ist, ich sehe keine Quelle, die belegt, dass es „mehr“ trocken & warm wird in W-Kanada.
Aus der Feuerstatistik (die allerdings für ganz Kanada gilt) geht das nicht hervor.
Die anonymen „Experten“ sagen es halt…
Ich könnte jetzt wieder Analogien zu Corona ziehen… aber lassen wir das.

In Kanada brennt es. Schxxx für die 30.000, die evakuiert werden müssen.
Die Wärmewende kommt erst mal weitgehend so, wie die Grünen sie sich ausgedacht haben.
Alles easy.

Ich denke einfach mal ein gewisses Grundverständnis setzt man beim Zuhörer/-seher/Leser schon voraus, ändert des irgendwas an der Tatsache, dass die Waldbrandgefahr steigt sobald es besonders trocken is? Wird irgendwo behauptet die Wälder entzünden sich „von selbst“?

Ich war vor 5 Jahren mal im Sommer in Kanda, wie der Zufall so will während einer ungewöhnlichen Hitzewelle. Wenn man da mit den Einheimischen spricht (hab natürlich im Urlaub keine Umfragen gestartet, also mit einer Hand voll ;-) ) wird dort die Problematik durchaus ernst genommenund auch direkt mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht. Waldbrandgefahr ist allgegenwärtig im TV, Aushängen, sie blinkt einem teilweise sogar von Schildern an der Autobahn entgegen. Dass der lange Arm der Grünen ins provinzielle Kanada richt bezweifel ich ebenso wie dass die Neubauers Twitterverlauf lesen.

Der größte „Waldkiller“ in Kanda ist aber nicht Feuer sondern mit Abstand der Borkenkäfer. Hier behaupten böse Zungen (die Wissenschaft) auch, dass der bei dürregeplagten Bäumen optimale Vermehrungschancen hat.

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Der Borkenkäfer ist eine Erfindung der Holzindustrie

Die Natur käme alleine klar aber wo sie auf den Menschen trifft gibt es Konflikte.

Irgendwie fehlt mir bei bei den Skeptikern das Bewusstsein, dass es die Fossil-Industrie war, die den wissenschaftlichen Konsens des menschengemachten Klimawandels aus strategischen Gründen zur „Glaubensfrage“ erklärt hat.
Öl-Multis wie Exxon und Shell wussten durch eigene Forschung nachweislich über die Folgen ihres Geschäftsmodells Bescheid, lange bevor es den Weltklimarat überhaupt gab und der Klimawandel Thema in Politik und Öffentlichkeit wurde (Rückblickend waren ihre Vorhersagen erschreckend genau und sogar präziser, als die der NASA oder von Elite-Universitäten). Um ihre Profite zu sichern, ignorierte man den Rat der eigenen Experten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und investierte stattdessen zusammen mit anderen Fossilkonzernen Milliarden in Desinformationskampagnen.
Nachdem im Jahr 1988 der Weltklimarat (IPCC) gegründet wurde, baute man Gegenorganisationen wie die „Global Climate Coalition“ (GCC) oder das „Information Council on the Environment“ (ICE) auf. Von großen Industriekonzernen finanzierte Lobbyorganisationen mit dem Zweck, die Belege für den menschengemachten Klimawandel zu bekämpfen und Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern, ohne direkte Rückschlüsse auf ihre Investoren zuzulassen.
Es wurden eigene Forschungseinrichtungen gegründet, Politiker und Wissenschaftler gekauft, der Klimawandel als Ganzes oder der menschliche Einfluss geleugnet, andere Wissenschaftler als „ideologisch verblendet“ dargestellt und Verschwörungsmythen verbreitet („Der Klimawandel ist eine russische Erfindung um die US-Wirtschaft zu schädigen!“ wurde ja bereits genannt).
In einem Interview mit der Washington Post gestand der ehemalige GCC-Präsident William O’Keefe, dass man die Öffentlichkeit über die Rolle des Menschen beim Klimawandel bewusst in die Irre führen wollte.

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Die Skepsis entsteht vielleicht weil inzwischen für nahezu alles ein Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Sobald irgendwo mal ein Wald brennt oder ein Keller voll läuft war’s ein menschengemachter Klimawandel.
Selbst an Pandemien soll neuerdings der Klimawandel schuld sein.

Sobald in einem 136 Meter tiefen See mal 40cm Wasserstand fehlen trocknet dieser angeblich aus (Original Schlagzeile SZ).

Naturkatastrophen und sogenannte Jahrhundertereignisse werden gar nicht mehr zugelassen. Da entsteht bei mir automatisch eine gewisse Skepsis denn ich möchte bitte mit Niveau verarxcht werden.

Ansonsten setzt die Politik die Rahmenbedingungen und nicht irgendwelche Klimaskeptiker. Wenn ich mir aktuell die Ideen einer FDP anschaue schlage auch ich die Hände über dem Kopf zusammen (gilt auch für eine AfD). Endlich wieder mit dem Auto an den Marienplatz, ein wenig geshopped und wieder hinaus. Das ist das was uns jahrzehntelang gefehlt hat (nicht).

Wobei, natürlich gibt es am Marienplatz immer noch ein Parkhaus. Für 5 Euro die Stunde für die die es sich leisten wollen. Und da ist wieder das Phänomen dass wenn man vermögend ist einem die Klimapolitik völlig am Arxch vorbei gehen kann. Man kann sich aus allem einfach freikaufen.So wird der menschengemachte Klimawandel zu einem obszönen Elitenprojekt, bei dem man privat nach Bali fliegt und sich anschließend beruflich wieder auf die Straße klebt.

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Eben. Warum steht in der Headline „Extreme Temperaturen“ und nicht „ungewöhnliche Trockenheit“.

Andererseits habe ich den Tagesschau-Artikel in meiner negativen Einordnung überbewertet.
Man kann schon über so ein Ereignis aus dem Ausland berichten, auch ohne eine bewusste oder unbewusste Agenda pro Klimabewegung zu verfolgen.

HHeinz hat es gut ausgedrückt. Ich möchte mit etwas mehr Niveau verarxxxt werden. Und ein einzelnes Wetterereignis ist nunmal kein Beleg für Klimawandel. Wenn, dann bitte konkret zum wievielten Mal in den letzten X Jahren das Ereignis in W-Kanada eingetreten ist.

… man liest die Artikel und dann wundert man sich, dass in Canada überhaupt noch ein Baum steht …

Es ist eine Glaubensfrage. Wir alle können die Fakten nicht alle kennen, geschweige denn einordnen.

Ich gebe dir recht, dass es eine Lobby gegen den Klimawandel gab und gibt, die stark von egoistischem Eigeninteresse geleitet ist und die kein Problem mit Manipulation von Meinung hat.

Das hält mich nicht davon ab, viele Argumente von Neubauer und Co als manipulativ zu empfinden.
Ich schrieb ja schon: zu wenig Sachdiskussion.
Und das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass wir Ökologie, Ökonomie und soziale Aspekte bestmöglich unter einen Hut kriegen.

Diese Problematik könnte infolge langfristiger Trends durch den Klimawandel und die dadurch eventuell steigenden Häufungen von extremen Wetterlagen verschärft werden. Für Jahrhundertfluten in Küstengebieten ist, dem Sonderbericht des Weltklimarats über die Ozeane und Kryosphäre(2019) zufolge, damit zu rechnen, dass das, was heute eine Jahrhundertflut ist, um 2100 in niedrigen Breitengraden jährlich auftreten wird.

aus Wikipedia: „Jahrhundertflut“

Die Inflation macht nicht mal vorm Klima halt! Und wer ist schuld an der Inflation - natürlich die Grünen…
Und der Weltklimarat ist bestimmt von denen gesponsert, dass er so ein unbewiesen, angeblichen Scheißdreck erforscht. Da gibt es einen Wissenschaftler von der George-Exxon- University, der geheime Beweise hat, dass das mit dem Klima alles gar ned stimmt. Der wird aber nie von den gleichgeschalteten Medien eingeladen…

Und Robert Reisinger…!!

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Danke!
Ich kann seinen Thesen tatsächlich wenig abgewinnen.
Mir gefällt nicht, wie er u.a. Klimaschutz gegen Entwicklungshilfe ausspielt.
Aber da Neokonservative Think Tanks wie das Heartland Institute, das Competitive Enterprise Institute oder (wie im Video) das Steamboat Institute sehr wohl darauf achten, wem sie eine Bühne bieten, kann ich mir die Essenz dieses Clips durchaus vorstellen…

(Bin da aber ehrlicherweise auch voreingenommen, da mir Personen, die von der Springer-Presse hofiert werden, generell suspekt sind.)

Im Gegenteil. Er begrüßt ihn sogar.

Btw.: Das Leugnen an sich haben sogar GCC-Veteranen wie Shell oder BP schon lange aufgegeben, um ihre Glaubwürdigkeit nicht vollends zu verlieren. Letztere haben stattdessen 2004 den „CO2-Fußabdruck“ erfunden. Die Botschaft: Nicht die Konzerne und nicht das System, das fast vollständig um fossile Energieträger gebaut ist, sind schuld - sondern der Verbraucher! Wäre die Nachfrage nicht so hoch, würde diese Krise überhaupt nicht existieren.

Eine mögliche Ähnlichkeit dieser Rhetorik in folgendem Satz ist selbstverständlich reiner Zufall:
„Es ist nicht Volker Wissing, der die Klimaziele im Verkehr nicht erreicht. Es sind die Bürgerinnen und Bürger, die die Klimaziele nicht erreichen, weil die Menschen eben mobil sein wollen.“
(Christian Lindner, (e-)F(uel)DP).

Das sind seine Arbeitsweise und Interpretationen für Fachwissenschaftler auch.
Dafür rennt er mit seinem Ansatz bei Liberalen und Markradikalen offene Türen ein.

BP gefällt das. :+1:

Am letzten Klimagipfel haben 636 Lobbyisten der Fossilindustrie teilgenommen, einige sogar als Teil der offiziellen Staats-Delegationen. Damit waren sie mit mehr Leuten vertreten, als die zehn am meisten vom Klimawandel betroffenen Staaten zusammen.
Ich dachte, Du möchtest „mit Niveau“ verarscht werden?

Stimme Dir komplett zu.

Wobei es aber gerade die Eliten sind, die sich durch Leute wie Lomborg bestätigt sehen.

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Chapeau, Berger. Sehr treffend formuliert…! :kissing_heart:

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Außer „der Beifall kommt von der falschen Seite“ und misstrauisch da Springer Presse konnte ich diesmal nicht viel mitnehmen.
Prinzipiell ist es mir egal für wen Shell Beifall klatscht, kaufe keine Produkte von denen und habe auch keine Ölaktien.