Online? Hybrid? Präsenz? Der TSV und seine Mitgliederversammlungen

Bin ja echt gespannt, ob er nen Satzungsantrag stellen wird… Wetten nicht?

Keine Ahnung. Will ich nicht wetten, gibt dem ganzen sonst noch mehr Raum als angemessen :person_shrugging:

Seh ich komplett anders. Es geht nicht drum wer etwas sagt sondern darum was jemand sagt. Und es tut mir Leid, von Gräfer kommt halt in letzter Zeit schon sehr viel Blödsinn. Man kann ganz klar erkennen dass es ihm nur um mehr Macht sowie Einfluss geht und sonst nix. Die e.V. Seite verhält sich da relativ ruhig und lässt sich nicht provozieren, finde ich gut.

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Deinen Beitrag finde ich sehr gut, inhaltlich gehe ich da voll mit. Allerdings überhaupt nicht in Bezug auf Gräfer. Der ist mit seiner Versicherung zu allererst Sponsor(und zwar ein sehr sehr Guter für uns Löwen!), sonst hat er jedoch kein Amt inne. Ebenfalls ist er mir bei/vor noch keiner Wahl mit formellen Änderungswünschen zur Satzung o.ä. aufgefallen.

Was ich ihm grundsätzlich übel nehme, sind seine mehrfachen ÖFFENTLICHEN Kommentare bzw. das Fingerpointing auf demokratisch gewählte Vereinsvertreter die diesen Job ehrenamtlich bekleiden.

Warum macht er das nicht intern? Als CEO und Chef von knapp 1000 Mitarbeitern unterstelle ich ihm da ganz klar die Absicht, über eben diese öffentlichen Aufschreie, dass zu lancieren, was er über die demokratisch legitimierte MV nicht geschafft hat.

Das er eben im Verein offiziell nix zu melden hat, auch noch auf eine vermeintliche undemokratische Struktur im Verein zurückzuführen empfinde ich als schäbig und total unangemessen.

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Echt? Auch hier?

Mit dem Punkt der reflexhaften Reaktion auf Aussagen von A oder B hat der User schon Recht. Sollte Griss auf seiner Seite einen Wetterbericht einführen, würde doch manch einer im August aus Prinzip Fellmütze tragen…

Allerdings sehe ich auch das Kriterium “Sponsor” oder ”verdienstvolles Vereinsmitglied” nicht als Freibrief für Kritikverzicht. Der Weg für Gräfer, seine Idee umzusetzen ist ja in der Tat simpel: Im Vorfeld der MV dafür werben, Unterstützer gewinnen und dann in Präsenz eine Mehrheit suchen. Bei Sechzig würde die Demokratie nicht kollabieren, wenn eine Online-Abstimmung möglich gemacht würde - aber eben auch nicht, wenn alles so bleiben sollte :woman_shrugging:

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Natürlich grundsätzlich auch hier. Wenn aber jemand wie z.B. Griss über Jahre dem e.V. ans Bein pinkelt, Vereinsmitglieder beleidigt oder sonstwie angreift, dann hat man natürlich seinen Ruf weg und ist unglaubwürdig.

Ähnlich, aber natürlich bei weitem nicht so schlimm, agiert momentan Gräfer. Alles was er von sich gibt ist doch eigentlich total unnötig und bringt den Verein sowie die KGaA keinen Schritt weiter. Es geht ihm nur um sich oder seine Positionierung in diesem Machtgeflecht, mehr nicht. Und deswegen ist das für mich alles unsinniger Blödsinn.

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Mich würde ja interessieren, wie sich der Herr Oberdemokrat von der Versicherung die Entwicklung der Mitgliederzahl seit 2017 erklärt. Sind da lauter Leute eingetreten, damit die unzufriedene schweigende Mehrheit noch größer wird? So muss es wohl sein.

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Hab mich doch schon ausführlich und kritisch mit Gräfers Aussagen beschäftigt.

Guter Beitrag? Nein, sehr guter Beitrag!

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Auf keinen Fall. Das ist voll okay. Das Problem ist doch eher, wie man reagiert, wie man vor allem mit der Person selbst umgeht.

Martin Gräfer argumentiert implizit, Demokratie müsse vor allem maximale Beteiligung ermöglichen – und jede Form, die Beteiligung erschwert, sei rückständig oder „verkrustet“. Das klingt zunächst plausibel, greift aber zu kurz. Demokratie besteht nicht nur aus möglichst niedrigen Zugangshürden, sondern vor allem aus klaren, verlässlichen Regeln, die für alle gelten und deren Einhaltung Vertrauen schafft.

Genau diese Regeln haben die Mitglieder des TSV 1860 in den vergangenen Jahren mehrfach und sehr eindeutig festgelegt. Online-, Brief- oder Hybridmodelle wurden wiederholt beantragt – und ebenso wiederholt abgelehnt. Zuletzt wurde mit deutlicher Mehrheit festgeschrieben, dass die Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung stattfindet. Das ist kein Zufall, kein Versehen und kein Reformstau, sondern der klar dokumentierte Wille der Mitgliederversammlung, dem höchsten Organ des TSV München von 1860 e.V.

Diesen Willen nun als „verkrustete Struktur“ zu etikettieren, verkennt demokratische Prozesse. Demokratie bedeutet auch, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren – selbst dann, wenn sie den eigenen Vorstellungen von Modernität widersprechen.

Hinzu kommt ein ganz praktischer Aspekt, den Gräfer ausblendet:

§ 32 BGB verpflichtet Vorstände nicht zur Einberufung hybrider Mitgliederversammlungen. Maßgeblich bleibt die Satzung, die in diesem Fall Vorrang vor der gesetzlichen Öffnungsklausel hat.

Ein Präsidium kann eine hybride Mitgliederversammlung daher nicht einfach beschließen, solange die Satzung eine Präsenzversammlung vorschreibt. Ein Abweichen davon würde erhebliche Anfechtungsrisiken für sämtliche Beschlüsse nach sich ziehen. Ein solches Vorgehen wäre nicht progressiv, sondern juristisch leichtfertig.

Auch der häufige Verweis auf angeblich geringe Beteiligung hält einer sachlichen Betrachtung nicht stand. Selbst bei großen Traditionsvereinen mit hybriden Formaten, die Martin Gräfer beispielhaft angeführt hat, liegen die Beteiligungsquoten meist im Bereich von zwei bis fünf Prozent. Der TSV 1860 erreichte 2024, bei der Mitgliederversammlung, bei der sich Martin Gräfer selbst zur Wahl stellte, rund zehn Prozent – ein überdurchschnittlicher Wert für einen Verein dieser Größenordnung. Die Annahme einer Beteiligung von 40 Prozent entbehrt bislang jeder empirischen Grundlage und kann daher nicht Maßstab für strukturelle Weichenstellungen sein.

Schließlich wird ein zentraler Punkt selten offen angesprochen:

Digitale Wahlen sind – trotz aller Technik – die manipulationsanfälligste Form der Willensbildung. Sich bewusst dagegen zu entscheiden, ist kein Zeichen von Rückständigkeit, sondern von Risikobewusstsein. Dazu kommt der finanzielle Aspekt: Gerade ein gemeinnütziger Verein, der jeden Euro zweimal umdrehen muss, darf Sicherheits-, Kosten- und Vertrauensfragen nicht leichtfertig ignorieren.

Wer eine andere Form der Mitbestimmung möchte, hat beim TSV 1860 jederzeit einen klaren Weg: Antrag stellen, überzeugen, abstimmen lassen. Dass dies in den letzten Jahren vielfach versucht wurde, zeigt im Übrigen, dass hier nichts unterdrückt oder verhindert wird – sondern entschieden.

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Solange Gräfer keinen Antrag zur Satzungsänderung, oder Erweiterung dieser, einreicht, bleiben seine Äußerungen für mich reine Stimmungsmache gegen die aktuell gewählten Vertreter und die getroffenen Entscheidungen auf den vergangenen MV.

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Er ist CEO, der gibt nen Auftrag. Den hat er nun öffentlich kundgetan. Nun soll das Präsidium nach diesen Vorstellungen die Umsetzung erarbeiten.

Und wenn’s funktioniert, wird Gräfer gehuldigt, wenn nicht trifft ihn kein Schuld. Eh klar.

Hatten wir nicht schon mal den Manfred Stoffers, der als Geschäftsführer des Hauptsponsors (glaub war Festina) dann auch GF beim TSV 1860 wurde. Wenn ich mich richtig entsinne, war man hier im Löwenforum eher angetan von ihm, was später dann eher ins Gegenteil kippte.

Was ich damit sagen will: Glaub es hat noch nie richtig Sinn gemacht, wenn der Sponsor im Verein etwas zu sagen hat.
Wenn Gräfer unbedingt eine Onlinewahl haben will, dann soll er (voraus gesetzt er ist Mitglied) den Antrag auf der Mitgliederversammlung stellen und sehen was raus kommt. Und wenn er den jedes Jahr nochmal stellt, dann darf er das auch machen.

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Bei diesem Thema sind dir also klare Regeln wichtig, bei anderen natürlich nicht. Du machst dir die Welt wie sie dir gefällt.

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Stoffers kam von Festina? Er war mir am sympathischsten von allen , er ging unterm Spiel zu den Fans und redete mit ihnen fing die Stimmung auf hatte für alle ein Offenes Ohr .

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Inwiefern? Bin schon gespannt auf die Äpfel und Birnen.

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Ja, sympathisch war er wohl, aber …. ach , frag den harie :grinning_face_with_smiling_eyes: . Die Personalien Stoffers und Stevic haben jedenfalls damals hier im Forum zu heftigen Turbulenzen geführt.

um das richtig zu stellen…mir gehts überhaupt nicht um die Art, wie du hier grundsätzlich argumentierst oder wie du zu bestimmten Personen oder Ideen stehst, da haben wir uns schon oft und eigentlich immer respektvoll gerieben, wenn wir unterschiedlicher Auffasuung waren;

meine Replik bezieht sich ausschliesslich auf den einen Post zum Gräfer und da bleib ich auch bei meiner Kritik…….nur weil er GF unseres Hauptsponsors ist , geniesst er KEINE Generalabsolution für alles, was er von sich gibt, egal wie schräg Manches ist; im Gegenteil, er müsste sich seiner Verantwortung in dieser Position besonders bewusst sein,grad weil er ja weiß, wie fragil alles ist und wie geil die Münchner Presse auf jeden Pups ist, den sie gegen ´60 ausschlachten können;

und wenn ich dann seh, wie link er schon zur MV´24 vorgegangen ist, wie schlecht er mit dieser krachenden Watsch´n umgegangen ist und wie unsensibel und respektlos er jetzt wieder an den demokratischen Strukturen vorbei versucht, Vereinspolitik zu machen

darf jeder sehen wie er mag, auf meiner watch-list steht er ganz weit oben :blue_heart:

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